Die Macht der Erinnerung
Shownotes
Ein verschneiter Weihnachtsmarkt, der Duft von gebrannten Mandeln – manche Erinnerungen schenken uns Wärme und Geborgenheit. Andere hingegen lassen uns selbst Jahrzehnte später noch innerlich zusammenziehen und hinterlassen ein beklemmendes Gefühl. Warum haben Erinnerungen so eine Macht über uns? Und können wir lernen, mit belastenden Erinnerungen besser umzugehen? In dieser Folge spricht Psychohygiene-Host Evelyne Gutknecht ich mit der psychosozialen Beraterin Monika Riwar darüber, • warum Erinnerungen so stark wirken, • wie wir verhindern, dass negative Erlebnisse uns immer wieder überrollen, • und ob wir uns bewusst dafür entscheiden können, schöne Momente als positive Erinnerung abzuspeichern.
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Experte: Monika Riwar hat eine eigene Praxis als Beraterin / Seelsorgerin und Supervisorin. Ausserdem ist sie bei «bcb – Bildungszentrum christliche Begleitung & Beratung» als Fachreferentin und Ausbildungssupervisorin tätig. Die evangelische Theologin hält auch Vorträge und Seminare zu seelsorgerlichen Themen.
Autorin und Host: Evelyne Gutknecht
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Transkript anzeigen
00:00:00: Und ich glaube, dass manche auch schwere Erinnerungen nicht einfach auslöschen können.
00:00:05: Aber vielleicht finden wir irgendetwas, was uns noch einen neuen Blickwinkel schenkt.
00:00:10: Und wo wir in diesen Inneren in den Bogen kommen können und sagen, es sei vorbei.
00:00:15: Und ich bin nicht mehr dort.
00:00:16: Es war
00:00:26: ein besonderes Weihnachtsmerk in meiner Kindheit.
00:00:31: Denn
00:00:31: es hat geschneit.
00:00:33: So richtig in riesen grossen Flocken.
00:00:35: Und ich weiss noch so gut, wie wir das als Kind gefeiert haben.
00:00:39: Der frische Schnee ist schöner, leichter.
00:00:42: Und dann noch den feinen Duft nach brennendem Andeln.
00:00:45: All das hat das Erlebnis ganz speziell gemacht.
00:00:48: Das ist eine schöne Erinnerung, die mir gerade so ein warmes, wohliges Gefühl gibt, was ich gerade denke.
00:00:54: Dann gibt es aber auch noch andere Erinnerungen, die ich weniger gerne daran zurückdenke.
00:00:59: Wenn ich an den Wandtafeln stehe und den Matheaufgaben löse muss, von der ganzen Klasse und einfach nicht schaffe.
00:01:07: Wenn ich an dieses Erlebnis zurückdenke, dann zieht sich etwas in mir zusammen.
00:01:11: Auch Jahrzehnte
00:01:12: ist später noch.
00:01:14: Warum ist das so?
00:01:15: Warum können Erinnerungen so viel mit uns machen?
00:01:19: Über das rede ich mit der psychosozialen Beraterin Monica Rivaar.
00:01:23: Ich will von Ihnen auch wissen, wie wir mit den negativen Erinnerungen gut umgehen können.
00:01:28: Wie schaffen wir es, dass Sie uns nicht immer und immer wieder überrollen und abziehen können?
00:01:33: Und können wir uns eigentlich auch dafür entscheiden, um einen schönen Moment als Erinnerung abspeichern?
00:01:39: Du siehst, es gibt viel zu besprechen in dieser Folge.
00:01:43: Schön bist du dabei.
00:01:44: Ich bin Devlin Gwecknacht.
00:01:50: Monika, Riva, ich freue mich sehr, dass ich bei dir sein darf, zum ersten Mal in Afoltram albis.
00:01:55: Danke vielmals, dass du dir Zeit nimmst.
00:01:57: Danke vielmals, ja, ich freue mich, ich bin gespannt.
00:02:00: Ich auch, wir reden über Erinnerungen heute miteinander.
00:02:04: Also ganz spontan, was kommt mit dir bei diesem Thema, wenn ich sage Erinnerungen, was kommt dir da in Sinn?
00:02:09: Vielleicht persönliche, schöne Erinnerungen.
00:02:12: Ja, auf jeden Fall.
00:02:13: Es ist spannend, wenn ich mit der Freundin zusammensitze oder mit dem Bruder zusammensitze.
00:02:19: Und ich bin jetzt in einem Alter, da reden wir manchmal von früher noch.
00:02:21: Ich bin jetzt in einer Sechskie.
00:02:24: Und dann tauchen wir manchmal ein.
00:02:26: Vor allem ist es spannend, wenn mein Bruder sich noch etwas erinnert und ich nicht mehr.
00:02:32: Und dann so eitauchen, bekunst langsam wieder und gerade die schönen Erinnerungen.
00:02:37: Das ist dann auch von der Stimmung her in etwas Angenehmes.
00:02:41: Dann
00:02:41: gibt es so ein warmes Gefühl, so kenne ich das.
00:02:44: Ich denke schon, etwas Schönes von früher, kann ich auch schon sagen.
00:02:48: Und dann gibt es ein warmes Gefühl, man muss plötzlich schmunzeln, ihre Lustigen erinnern.
00:02:52: Und
00:02:52: lachen manchmal auch wieder.
00:02:53: Also ein paar Storys aus der Jugendgruppe-Zeit, die ich quasi in der Abe geleitet habe.
00:02:59: Und dann habe ich mich versprochen und ich habe es nicht gemerkt.
00:03:04: Aber alle anderen haben es gemerkt, v.a.
00:03:06: meine Freundin und mein Bruder waren damals schon dabei.
00:03:08: Sie schüttelten sich von Lachen ab dem Versprecher.
00:03:13: Ich habe dort einen Bibletagest angeschaut und gesagt, Jesus hat einen geile Klang.
00:03:20: Das
00:03:20: ist ein geile Klang.
00:03:22: Und heute noch, wenn man darüber schwätzt, taucht das Gelächter auf.
00:03:29: oder eine andere Historie, die den Bruder an mich erzählt.
00:03:32: Als er mit einer Kollegin eingeladen war, war er bei der Mutter.
00:03:36: Dann hat sie etwas Schönes gekocht.
00:03:39: Dann erzählt er, wie die Platte aus der Hand geht.
00:03:42: Das ist etwas nicht so Schönes, aber es sah so witzig aus.
00:03:45: Dann kommt das blubende Lachen.
00:03:49: Das finde ich etwas Faszinierendes.
00:03:51: Nach so vielen Jahren?
00:03:52: Ja, nach so vielen Jahren.
00:03:55: Erinnerungen sind etwas, die uns im Alltag recht fest beschäftigen können.
00:04:01: Warum ist das
00:04:03: so?
00:04:03: Beschäftigungen sind unsere Erinnerung.
00:04:05: Beschäftigungen im eigentlichen Sinn sind uns vor allem, wenn sie mit etwas Belastendem verknüpft sind.
00:04:11: Wenn eine schwere Erinnerung hier ist, weil es ein Ereignis war, das uns düpft hat, wo es schwer zu verkraften war oder wo eine Ungerechtigkeit passiert ist, und dann kann es eben sein, dass, wenn es auftaucht, Und es gehört ja grundsätzlich dazu, dass unsere Gedanken und unsere Gefühle, die sind miteinander geknüpft.
00:04:33: Also die Buchstelle kommt im Hirn nicht miteinander geknüpft.
00:04:36: Darum tun die einerseits das Lachen wieder auftauchen, und andererseits können aber die schweren Gefühle wieder auftauchen.
00:04:42: Und vor allem wenn es Sachen waren, die viel Konsequenzen hatten oder die man nicht konnte klären, dann passiert das manchmal, weil es offen ist.
00:04:52: Kunst normal und kann auch wieder Gefühl wachröfen und unter Umständen uns wieder von neuem Geschäft beschäftigen.
00:05:01: Manche Sachen merken dann auch in Selsoge und Beratung.
00:05:05: Die tauchen manchmal auf, wie wenn es gestern gewesen wäre.
00:05:09: Dann hat man das Gefühl, das kann doch gar nicht sein, dass das schon lange her
00:05:11: ist.
00:05:12: Über den Umgang mit schweren oder negativen Erinnerungen will ich unbedingt in dieser Folge auch noch mit dir reden.
00:05:20: Aber bleiben wir zuerst noch ein bisschen allgemein bei Erinnerungen.
00:05:23: Weisst du, wie wirst du das einordnen?
00:05:25: Was sind denn überhaupt Erinnerungen?
00:05:27: Huch,
00:05:28: wenn du das so genau wüsst.
00:05:33: Wenn du das ganz genau wüsst, dann müsstest du vermutlich einen neurobiologen fragen.
00:05:38: Aber einfach das, was ich mir so etwas daran erarbeitet habe, ich finde ... Die Fähigkeiten sich erinnern wirklich etwas Hoch-Faszinierendes.
00:05:49: Dass wir Sachen, die wir erleben, wirklich speichern.
00:05:55: Wir speichern Erinnerungen nicht einfach so wie eine Videoaufnahme.
00:06:03: Wir speichern Erinnerungen nicht so geschlossen als ein Datei in unserem Hirn, sondern unsere Erinnerungen werden mehr in ein Neuronales Netzwerk.
00:06:14: gespeichert, also in dem Sinn, dass Nervenverbindungen verschiedene Anteile dieser Erinnerungen abspeichert.
00:06:24: Und das kann sie, du speicherst sie, nach Gefühl, nach Farbenformen, also nach dem Inhalt, aber vor allem auch, welche Bedeutung das etwas für uns hat.
00:06:36: Und das, was uns am intensivsten auf ein paar Rinnerungen bleibt, ist etwas, was bedeutsam ist und mit Gefühl verbunden.
00:06:45: Und ist es darum auch so individuell?
00:06:46: Und
00:06:46: darum so individuell, oder?
00:06:48: Und weil das eben so in ein Netzwerk hineingeht, kann das sein, dass Erinnerungen sich, je nach Situation, in der ich bin, greif ich aus einem Erreignis eher aus oder eher aus.
00:07:04: Und wenn ich eine Erinnerung erzähle, ist ausser sich hundertmal erzählt, aber kann durchaus sein, dass sie sich auch wieder etwas verändern.
00:07:13: Und das finde ich noch spannend.
00:07:14: Du kannst zusammen eigentlich das Gleiche erleben.
00:07:18: Bei meinem Bruder und ich haben eigentlich die gleiche Kindheit erlebt, oder?
00:07:22: Aber er hat andere Erinnerungen, unsere Kindheit als ich.
00:07:26: Manchmal erzählt er etwas und ich merke, ich möchte mich jetzt null erinnern oder habe ich andere Erinnerungen?
00:07:32: Oder umgekehrt ich teile etwas?
00:07:33: Und er sagt so, oh nein, weiss ich jetzt nicht mehr.
00:07:36: Also hat das damit zu tun, dass je nachdem, was für Gefühl ich in diesem Moment dort mal erlebt habe, nehme ich diese Erinnerung entweder mehr aus, das Erlebnis oder weniger.
00:07:47: Also die Gefühle spielen sicher mit der Rolle.
00:07:49: Und eben auch, was hat das für mich subjektiv für eine Bedeutung?
00:07:53: Das heißt, dass sich das Erinnerungen zeigen, nicht nur, was wirklich passiert ist.
00:07:59: Sie zeigen auch mit ... Ich sage es ein bisschen salopp.
00:08:05: Mit welchem Filter ... in meine Vergangenheit zurück zu schauen.
00:08:09: Also das heisst, was habe ich für Überzeugungen im Verlauf meiner Biografie, denn je nachdem gebe ich gewisse Erinnerungen mehr oder weniger Bedeutung.
00:08:19: Es ist für mich sehr spannend, ich glaube, ich erzähle die Historie schnell.
00:08:23: Mein Mami und der Tante, weil das ist dort, ist mir das erste Mal aufgefallen.
00:08:30: Die haben beide die Historie erzählt.
00:08:31: Es war für mich als Kind immer spannend, Mami, wie hast du den Papi kennengelernt?
00:08:37: Und in diesem Zusammenhang hat es Mami dann erzählt, wie sie meinen Vater an einer Tanzveranstaltung kennengelernt.
00:08:45: Hat sie dann erzählt, wie sie mit ihrer jüngeren Schwester an einer Veranstaltung war, zum Tanzen damals noch von der Kühle veranstaltet?
00:08:54: Und sie mussten um ein bestimmter Zeitpunkt zu Hause sein.
00:08:58: Und dann hat meine Mutter erzählt ... dass die jüngeren Schwester gern etwas länger bleiben und dann sind sie verspätet, nach Hause zu kommen.
00:09:06: Und dann geht es doch sowieso.
00:09:08: Als wir nach Hause gekommen sind, haben meine Mutter damals erzählt, da hat meine Grossmutter und ihre Mutter bereits hinter der Tür gewartet.
00:09:17: Und wer hat eine eingefangen?
00:09:20: Ich natürlich als die ältere.
00:09:23: Quasi ... Dafür konnte ich gar nicht dafür.
00:09:26: Das
00:09:27: war
00:09:27: von Ihrer Mutter.
00:09:28: Die Story von meiner Mutter.
00:09:30: Und aus irgendeinem Grund weiss ich heute nicht mehr.
00:09:33: Diese Erinnerung habe ich wieder nicht mehr.
00:09:34: Ich habe die gleiche Story aus der Perspektive der jüngeren Schwester gehört.
00:09:38: Spannend.
00:09:40: Ein Teil haben sie überreingestummt, dass sie zu spät gekommen sind und weil es so spannend war.
00:09:46: Dann kamen sie zu Hause und dann sagt die jüngere Schwester und Grossmutter, meine Grossmutter.
00:09:52: Ihre Mutter hat bereits hinter den Türen gewartet und wer hat sie bekommen?
00:09:57: In ihrer Erzählung hat sie Dorfigen überkommen.
00:10:00: Und in der Erzählung von meiner Mutter die Mutter.
00:10:03: Und das war hochspannend.
00:10:05: Und dann dachte ich, wie findest du denn jetzt raus, was wirklich war?
00:10:08: Und dann dachte ich, da können wir ja die Grossmutter fragen.
00:10:11: Aber sie war leider schon verstorben.
00:10:13: Und ich vermute mal, dass die Grossmutter sich gar nicht mehr erinnert hätte.
00:10:19: Für sie
00:10:21: hat es noch andere, viel wichtigere und bedeutsamere Erinnerungen gegeben.
00:10:26: Da habe ich gedacht, ja, wir haben unsere Erinnerungen, aber die Erinnerungen zeigen uns nicht immer eins zu eins nur, wie es war, so wie ein Dokumentar viel, sondern sie zeigen auch, was wir als bedeutsam irgendwo abspeichern.
00:10:43: Und das ist meistens mit Emotionen verbunden.
00:10:47: Und das ist jetzt zum Beispiel etwas, das sich Männisch lohnt, also zu schauen, was habe ich dann grundsätzlich für Überzeugungen gegeben und welche Erinnerungen sind von daher bedeutsam, weil sie mir auch etwas über mich selber zeigen.
00:11:04: Spannend.
00:11:06: Aber das heisst auch, Erinnerungen können ja auch verschwimmen, oder?
00:11:09: Also, sie sind ja nicht... eben, jetzt mag ich mich vielleicht noch sehr gut erinnern an ein Ereignis, das letztes Jahr war.
00:11:16: Ja.
00:11:17: Aber in den zwanzig Jahren sieht das wirklich anders aus.
00:11:20: Heisst das, wenn Erinnerungen plötzlich nicht so klar sind, dass es vielleicht nicht so wichtig abgespeichert ist?
00:11:28: Oder kann man diesen Schluss nicht machen?
00:11:31: So direkt geben würde ich mich nicht trauen, das zu sagen.
00:11:33: Da müssen wir jetzt wirklich eine Fachperson fragen.
00:11:35: Aber dass Erinnerungen auch wieder in den Hintergrund treten, weil anders bedeutsam es kommt.
00:11:43: Und das ist auch, weil neue Vor allem wenn schöne Erinnerungen kommen, kann man vielleicht auch etwas wieder in den Hintergrund retten, weil wir mit etwasem, wir sagen so schön, unsere Freude machen.
00:11:57: Und dann kann auch etwas, weil es nicht mehr immer wieder von Neuem durchgespielt wird, kann dann auch etwas mehr zur Ruhe kommen.
00:12:06: Und das Zweite gehört offenbar auch dazu.
00:12:10: Wir erleben so viel jeden Tag.
00:12:13: Und wir können gar nicht alles abspeichern.
00:12:17: Wir nehmen viel wahr, aber wir geben nicht allen bewusst eine Bedeutung.
00:12:22: Und in einem grösseren Bedeutungszeichen einordnen.
00:12:25: Und dann darf es auch wieder vorbeilaufen.
00:12:28: Wenn wir überlegen, heute haben wir Dunstung, wenn wir das Gespräch führen.
00:12:33: Was ich diese Woche schon alles erlebte, ich weiss nur noch am Bruchteil.
00:12:38: Und das ist vermutlich auch ein Sagen.
00:12:40: Also wenn wir alles, jedes Wort und alles ... Das wäre ausdreckend.
00:12:47: Kann man sich den Nau bewusst entscheiden?
00:12:50: Ich möchte den Moment festhalten und als Erinnerung speichern.
00:12:57: Das habe ich noch nie ausprobiert.
00:12:58: Vermutlich hilft das schon.
00:13:02: Ich weiss nicht, wie lange es dann bleibt.
00:13:04: Aber das hat ja zu tun, dass ich dann in diesem Moment ein Ereignis oder ein Moment ganz bewusst wahrnehme.
00:13:13: Ein Moment verweilen.
00:13:14: Ein Moment, in mir vor Augen malen, schon im Moment, in dem ich hier bin.
00:13:20: Ob er dann bleibt oder nicht, das weiss ich nicht.
00:13:23: Also,
00:13:24: müssen wir mal probieren.
00:13:26: Aber es ist ... Oder wenn es darum geht ... schöne Erinnerungen zu pflegen, zum Beispiel, dann haben wir verschiedene Möglichkeiten.
00:13:37: Und eine Möglichkeit oder das, was am relevantesten eigentlich denke ich, ist, wenn wir anderen davon erzählen.
00:13:47: Das heisst, dass wir zusammen sitzen und uns miteinander erzählen von guten Erinnerungen, ist ja auch etwas, das ich durchs Wiederholen etwas abspeichern, zu diesem Gefühl noch einmal erleben.
00:13:59: miteinander etwas Schönes haben.
00:14:01: Und das wünsche ich vielen Familien und Gruppen wieder mehr, dass miteinander am Lagerführer hocken und etwas erzählen.
00:14:10: Ja,
00:14:11: das sieht man ja häufig auch bei älteren Menschen.
00:14:13: viel mehr, oder?
00:14:13: Ja.
00:14:14: Wie sie miteinander noch erzählen von diesem Reignis und sich miteinander noch einmal bewegen müssen.
00:14:19: Ja.
00:14:20: Und manchmal ist es so, in Selbstsagen und Beratung gebe ich Leute die Anregung mit, sich ein... Man sagt einem ein Positiv-Tagebuch.
00:14:31: Ich sage dem gerne ein Dankbarkeits-Tagebuch.
00:14:34: Mal anzulegen.
00:14:36: Und mal aufmerksam durch den Tag zu gehen, um gute Momente, die ich etwas erlebe, das wohlführend ist, einfach mal festhalten.
00:14:46: Und dann zabig durchgehen.
00:14:49: Es gibt eine schöne Standartübung.
00:14:51: Das ist die Bohnen in Hosen-Sack-Nähe oder Kieselstein-Hosen-Sack-Nähe.
00:14:56: Immer wenn ich etwas Schönes erlebe, eine Kiesel-Sack-Vein-Sack-In-Andern-Über-Ein-Tunen, und die Abend das Ganze noch einmal nach vorne nehmen und sich für gewisse Vergegenwärtungen verweigern, für was der Kieselstein steht, was habe ich hier erlebt und das bewusst noch einmal wahrzunehmen.
00:15:13: Schön, ja.
00:15:14: Es ist ein spannender Bibel.
00:15:17: Kennt offenbar ... uns recht gut, weil man dort drinnen einen spannenden Anwesig lese.
00:15:26: Und die Anwesig heisst, dass man Gott dankbar sein soll, das ist ein Psalm hundertdrei.
00:15:32: Und dann heisst er, loben den Herrn meine Seele und vergiss nicht das Gute, das er dir getan hat.
00:15:40: Und wie mache ich das?
00:15:41: nicht vergessen, indem ich ... erzählen, in dem ich danken, in dem ich wahrnehme, in dem ich gute Sachen feiere.
00:15:52: Jetzt sind wir da eigentlich mit drin bei den positiven Erinnerungen oder Sachen, die ich den Tag durch erleben, die mich freuen, die ich schön finde, die ich dankbar dafür bin.
00:16:01: Das schreibe ich logischerweise gern auf, oder?
00:16:04: Wir gehen dann nachher zu diesen Erinnerungen, die wir dann lieber weit weg haben und nicht mehr darüber nachdenken.
00:16:10: Aber jetzt noch mal zu diesen positiven Erinnerungen.
00:16:12: Wie können sich denn diese ... auch gut von unserem Wohlbefinden auswirken?
00:16:20: Weil die guten Erinnerungen eben auch mit positiven Emotionen verbunden sind.
00:16:31: Und es gehört auch beim Thema Stress erleben oder angenehme Sachen erleben.
00:16:40: Das können wir sagen, Wenn wir inneren Stress erleben durch die ganze physiologischen Prozesse, wird unser Blickwinkel in der Regel änger.
00:16:51: Das heisst, wir sind schneller beim Springen auf das, was die negativen Gefühle anspringen.
00:16:58: Also was uns aufregt, was uns nervt.
00:17:02: Was uns Sorgen macht.
00:17:05: Die ganze Stresswelt ist mehr nachverknüpft mit den schweren Gefühlen.
00:17:10: Und das bewusste Pflege der positiven Erinnerungen.
00:17:13: Und ich meine, das ist nicht billig.
00:17:15: Man muss halt einfach positiv denken.
00:17:18: Sondern ich meine, wegen suche, wie ich in der Innenwelt auch Vorstellungen pflegen kann, die mich zur Ruhe bringen.
00:17:32: Es gibt in den ganzen Themen von Arbeiten, von schweren Erfahrungen, also auch aus der Traumtherapie.
00:17:41: Gibt es eine Übung, die heisst quasi wie in Gedanken einen sicheren Ort gestalten können.
00:17:48: Ich kenne den auch aus Übungen, wenn es darum geht.
00:17:53: Situationen, die uns in Unruhe und Angst versetzen, gedanklich in eine andere Welt zu gehen.
00:18:01: Heute heisst das Immagination.
00:18:04: Das heißt, dass es etwas vorstellt,
00:18:06: das einem gut gefühlt gibt?
00:18:08: Nein, dass ich mir einen guten Ort vorstellen kann.
00:18:11: Ein Ort, in dem ich entspannt sein kann.
00:18:13: Dass ich den möglichst farbig ausmalen kann.
00:18:18: Und auch mit Atemtechniken verknüpft.
00:18:21: Und wenn ich gute Erinnerungen pflege oder die wieder erzähle, dann tauche ich ja wie auch ein in diese Welt.
00:18:29: Ich erinnere mich an eine Zeit, in der ich sehr viel offen war und mich sehr viel belastet hatte.
00:18:38: Konflikte, die da waren, die ich noch keine Lösung hatte.
00:18:43: Dass es mir, wie geholfen hat, einfach mir einen Moment Zeit nehmen, anzusetzen.
00:18:49: habe ich mir eine Musik gesucht, mit Naturgeräusche.
00:18:53: Was mir sehr wohltuend ist, ist, wenn ich Wasser gehöre, einen Bach oder einen Vögel.
00:19:00: Vögel haben für mich fast schlagartige, entspannende Wirken.
00:19:04: Dann habe ich mir so ein bisschen die Musik bereit gemacht und habe mir ein Bild genommen, wie ich an einem Bechle sitze.
00:19:14: In der Wiese, wenn ich bei den Zonen mir auf die Haut scheint.
00:19:19: Und wenn ich einfach dort bin und schauen, was ich höre, was ich lasse.
00:19:23: Mir hat es geholfen mit der Musik zusammen.
00:19:26: Andere brauchen nicht einmal eine Musik.
00:19:28: Es langen, ihnen einzudauchen.
00:19:30: Und dass das einfach innerlich Raum schafft und auch ein Stück weit kann, das aufgewühlt zu sein, mindestens mal für eine Zeit lang zu Ruhe bringen.
00:19:43: Das ist eine Erinnerung, die du dir selbst erschaffen hast.
00:19:48: Du hast die Vögel gehört.
00:19:53: Das ist der Punkt.
00:19:54: Ich habe das auch irgendwann einmal.
00:19:58: Wenn wir uns in einem sicheren Ort gedanklich vorstellen, fast
00:20:06: immer
00:20:07: ... Hätte es einfach nüpfige, greifen wir irgendetwas, muss nicht einmal ein realer Ort sein, aber Elemente von realer Ort, Wasser zum Beispiel.
00:20:18: Wenn ich am Wasser oder am Bach bin und mich dort Zeit nimmt, wenn ich jetzt einen neuen Ort gestalten will, weil ich gedanklich das kann, greif ich doch Elemente aus den Farben, Formen, Gerüchen.
00:20:33: wo wir wollen und wo ich mich jetzt wieder wachrufe, auch wenn ich ein ganz neues Bild gestalte.
00:20:38: Spannend.
00:20:39: Du hast Gerüche angesprochen, das ist auch etwas aufaszinierend, finde ich, dass ein Geruch mich innerhalb von Sekunden noch einmal an den Kattapultieren vom Gefühl der Gedanken her.
00:20:51: Ich meine, wenn es nach Weihnachtsgut etwas schmeckt, dann bin ich gleich sofort wieder in der Küche mit meinem Mami am Mainländerl backen.
00:20:58: Und das ist das ganze Jahr nie in den Sinn gekommen, aber dann hast du einen Geruch und dann kommt es.
00:21:03: Das zeigt etwas von diesem inneren Netzwerk.
00:21:06: Der Geruch-Sinn ist sehr unmittelbar und sehr direkt mit diesem Bereich in unserem Hirn verknüpft.
00:21:21: Das läuft quasi dort an die Reize, wo unsere Emotionen abgespeichert sind.
00:21:27: Das heißt, Gerüchte gehen sogar an der bewussten Erinnerung vorbei direkt in den emotionalen Bereich.
00:21:34: Und wenn sie im emotionalen Bereich quasi wie in das Netzwerk eintauchen, dann kannst du wirklich ein Netzwerk vorstellen, dann laufen die Impulse eben auch in die Verknüpfungen rein, die ich dann bei den Anerinnerungen durchaus landen kann.
00:21:52: Und das heisst, immer wenn wir etwas... Zufällig uns erinnert, hat es meistens irgendwo einen Geruch oder einen Ton oder einen Satz, wo quasi als Element bewusst wird oder aufgenommen wird und wo dann in unserem Netzwerk, wie in verschiedenen Abzweigungen ihnen geht und wir landen neumt.
00:22:13: Heisst das aber auch, dass wir das ganz bewusst einsetzen können?
00:22:16: Weisst du, wenn man einen Moment hat, den man einfach gerne festhalten könnte und dann ... Das merkt man an und das schmeckt sich auch nach Wald.
00:22:28: Ich muss im Hirne sagen, dass du den Wald duftest, auch mitspeichern, damit ich das nächste Mal, wenn ich im Wald bin, an einen höheren Moment denke.
00:22:37: Ja, wir
00:22:37: müssen das uns im Hirne nicht einmal sagen.
00:22:39: Es macht es auch so.
00:22:40: Es macht das.
00:22:42: Was viel hilfreicher ist, ist, dass ... Das heisst, es hat heute im Bereich, man sagt, die Achtsamkeit.
00:22:51: Acht Sammgang.
00:22:52: Und Acht Samm heisst, dass ich hier bin, wo ich gerade bin.
00:23:02: Und das heisst, ich nehme wahr, was schmöcke ich überhaupt, was höre ich überhaupt, was sehe ich.
00:23:08: Also ich tu mich bewusst auf die Eindrücke, die hier sind.
00:23:13: auch in meiner Bewusstenwahrnehmung ausrichten.
00:23:17: Wir machen häufig etwas anderes.
00:23:18: Wir gehen in den Wald laufen und sind gedanklich bei uns ein Problem, das wir bewegen.
00:23:25: Manchmal hilft das, wenn ich gehen gehe, dann löhne und darüber nachdenke, dann bin ich entspannter und dann kann ich wie auch etwas lösen oder ordnen.
00:23:34: Aber dann ist Bewegung und Aussen sein, die dann eher, dass ich entspannter, etwas innerlich ordnen kann.
00:23:42: Aber wenn ich den Eindruck aufnehmen möchte, dann ist es sinnvoller zu sagen, was schmöcke ich, was sehe ich und bewusst zu vervielen.
00:23:51: Jetzt haben wir sie von schönen Erinnerungen gehabt, die wir alle gerne haben.
00:23:55: Sie bringen uns zum Schmunzeln, sie haben ein gutes, warmes Gefühl.
00:23:58: Und jetzt gibt es in jedem Leben auch Erinnerungen, die wir nicht so gerne haben.
00:24:03: hat, wenn sie aufkommen.
00:24:05: Das kann eine Erinnerung sein oder ein peinliches Ereignis.
00:24:07: Was mich erinnere, als ein Mädchen vor mir an den Wandtafeln, hat mir das Errechnungsübchen gelesen und ich habe sie einfach nicht geschafft.
00:24:16: Das war mir so unangenehm.
00:24:18: Wenn diese Erinnerung aufkommt, ist es nicht lässig.
00:24:21: Ich kann darüber stehen, es ist nicht traumatisierend, aber es ist einfach nicht schön.
00:24:26: Dann gibt es natürlich auch traumatisierende Erinnerungen.
00:24:29: Und die Frage ist, wer für mich ... was passiert?
00:24:34: oder was mache ich, wenn so Erinnerungen plötzlich auferkommen?
00:24:37: Das kann man nicht immer planen.
00:24:40: Man schmeckt etwas, das man in die Situation in eine Katapultiert, die man so gerne nie mehr an geht.
00:24:48: Und da spielen genau diese Elemente, oder das, was bei den schönen Erinnerungen spielt.
00:24:54: Das spielt bei den schweren genauso.
00:24:56: Es könnte Gerüchte sein, die mich plötzlich noch nicht mehr an die Katapultieren.
00:25:02: Da kommen wir jetzt aber auch in einen Bereich.
00:25:06: Oder es gibt normal schwierige Sachen.
00:25:12: Oder wenn du sagst, das ist für mich ein heftiger Po.
00:25:14: Es war für mich sehr unangenehm.
00:25:16: Und wenn ich jetzt zurückdenke, merke ich, ich kann mich jetzt noch erinnern, wie unangenehm das war.
00:25:24: Und dann gibt es aber auch Biografien, die nicht einfach um ein einzelnes Ereignis gehen, sondern die in diesem Sinn Sachen stattgefunden haben, wo ein Kind in dem, was es bräuchte, nicht nur an einem Punkt oder einmal, quasi bei einer unangenehme Situation gerade ist, sondern immer wieder in überfordernen Situationen.
00:25:48: Und wenn man von dem redet, da bräuchte es, glaube ich, auch fachliche Hilfe.
00:25:56: Weil da bräuchte es einen längeren Weg.
00:25:59: Und man sagt dann auch, die traumatische Dimension, mit dem einen Umgang zu finden.
00:26:07: Dass man das nicht alleine kann, dass man da wirklich professionelle Hilfe braucht.
00:26:11: Ja, dass man professionelle Hilfe lohnt.
00:26:13: Und das merkt man vielleicht für sich selber, ist das manchmal gar nicht so einfach zu einschätzen, sondern da, wo man es merkt, ist, wenn gewisse Erinnerungen so heftig kommen, dass sie mich wieder wie lehmet.
00:26:30: Oder dass Menschen sich aufgrund von schweren Biografien lernen, sich dauernd zu schützen in Beziehungen oder in die eigene Gefühlswelt lieber nicht wahrzunehmen.
00:26:45: Aber vor allem wenn einem Erinnerungen immer wieder überflutet, heisst das nicht, ich bin einfach doof, ich bin einfach blöd, sondern es heisst ... Es ist gut, sich Unterstützung zu holen, damit ich genau mit dem heftigen Zeug, der da immer wieder kommt, einen Weg finden kann.
00:27:05: Und das ist manchmal auch wirklich schwer.
00:27:08: Ich kann ja was passiert ist nicht verändern.
00:27:10: Ich kann nur einen Weg gehen, wo das was passiert ist, wo ich es neu einordne und wo ich mit verbundenen Gefühlen lerne umzugehen.
00:27:21: Und bei einzelnen Punkten kriegen wir das gut an.
00:27:25: Wenn es so eine ganze Geschichte wäre, es gut, sich Hilfe zu holen.
00:27:28: Auf
00:27:29: die einzelnen Punkte möchte ich dann eingehen.
00:27:31: Ich möchte zuerst noch dabei bleiben.
00:27:32: Wie merke ich?
00:27:33: Du hast gesagt, wenn es mich lehmt.
00:27:35: Wenn etwas immer wieder Erinnerungen kommt und es mich lehmt, dann merke ich, ich brauche Hilfe.
00:27:40: Also, das Leben kann heissen.
00:27:42: Ich sitze z.B.
00:27:43: beim Zug und dann kommt die Erinnerung und ich kann nicht mehr.
00:27:47: Aussteigen aus dem Zug.
00:27:48: Ich fahre einfach weiter, weil ich es nicht schaffe.
00:27:50: Zum Beispiel.
00:27:51: Oder ich kann nicht meinen Arbeit nachgehen, den ich schaue, in den Mittag zu kochen, in den Mittag im Alltag, weil die Erinnerung dann so starrt.
00:28:00: Oder ich schalte auf Automatismus.
00:28:03: Also ich schalte auf Funktionieren.
00:28:07: Und dann wird quasi, weil das, was jetzt gerade kommt, wieder wie muss zurück drängen, damit ich überhaupt aus dem Zug aussteige.
00:28:16: Das sind häufig innere Prozesse, die man von aussen gar nicht unbedingt mitbekommt, wenn man nicht weiss, auf was man schauen
00:28:25: muss.
00:28:25: Es ist schwierig zum Erkennen der Elfen.
00:28:28: Ich brauche es wirklich Hilfe, weil man hat sich auch das gewöhnt, an die Erinnerungen immer wieder wegzudrücken und in den Automatismus hineingehen.
00:28:34: Das sind Strategien, die man im Laufe der Jahre entwickelt.
00:28:40: Und von daher ist ... Aber das Thema Trauma, ich bin jetzt nicht eine ausgewissene Traumaspezialistin, sondern es geht eher darum, eine Art Witz zu sehen, wenn Menschen immer wieder so einfach in eine Dauermüdigkeit reinkommen.
00:28:58: Wenn sie Schwierigkeiten haben, wie können sie sagen, ich, ich.
00:29:05: Ich tue das, was ich brauche, gut zu schützen.
00:29:08: Wenn sie eine Schwerfalt gute Grenzen setzen, wenn sie emotional immer mal wieder überflutet werden, dann lohnt sich es vielleicht einfach mal mit jemandem auch ins Gespräch kommen und zu schauen.
00:29:25: Hier helfen mir einfach einige Hilfestellungen.
00:29:28: oder brauche ich vielleicht einen verdäuften Weg.
00:29:31: Mit einer Traumotherapie.
00:29:33: Jetzt reden wir ja nicht immer von Traumassen.
00:29:35: Wir alle haben Erinnerungen, die unangenehm sind, die jetzt nicht mit dem Trauma verbunden sind.
00:29:40: Erinnerungen an eine Gespräche, die auschwierig war, die ich eigentlich gar nicht mehr zurückdenke.
00:29:48: Aber es kommt immer wieder.
00:29:49: Oder eine Erinnerung an eine peinliche Situation, in der etwas passiert und man denkt, ach!
00:29:56: Ich möchte gar nicht mehr das denken und dann kommt es aber wieder.
00:30:00: Was hast du hier so für eine Strategie für uns, damit die Erinnerungen entweder nicht immer so beschäftigen können oder dass man damit umgehen kann, wäre gut oder nicht?
00:30:09: Ja,
00:30:10: also ich will mal zwei, ich setze mal zwei Sachen.
00:30:13: Das eine ist, die Erinnerung hat ja verschiedene Anteile, warum mir die Situation... die Situation hat verschiedene Anteile, warum wir das als belastender leben.
00:30:28: Und zwar, der eine Anteil ist, wie hat die Person, die daran beteiligt ist, wie hat sie sich verhalten?
00:30:38: Wenn du jetzt vorhin erzählt hast, vorn an der Tafel steht und die Lösung, wie hat der Lehrer sich verhalten?
00:30:44: oder die Lehrerin?
00:30:46: Hat sie unterstützt oder hat sie bloß gestellt?
00:30:51: Wenn sie bloßgestellt hat, dann haben wir auch noch den Konflikt, dass sich hier jemand so verhalten hat.
00:30:58: Ich dachte mir eine Unterstützung zu sehen.
00:31:01: Man könnte dann sagen, dass mir eine Form von Unrecht tut.
00:31:05: Wie im weitesten Sinn.
00:31:07: Und das heisst ... Es geht immer wieder darum, wie überhaupt sich selbst zuzustellen und sagen können, so wie diese Person sich verhalten hat, ist tatsächlich nicht in Ordnung.
00:31:19: Ich hätte das gebraucht.
00:31:21: Also die Klärung überhaupt, was ist hier abgelaufen und wie wem liegt jetzt quasi ein Teil, was ist meine, was ist deine, das kann manchmal helfen, etwas auseinandernehmen.
00:31:34: Also
00:31:35: für mich selber dann.
00:31:36: Das mache ich jetzt nicht mit dieser leeren Person.
00:31:38: Nein, für mich selber.
00:31:39: Ein Kontakt mit dieser einfach für mich.
00:31:41: Ja,
00:31:41: innerlich zu klären.
00:31:44: Und dann gibt es einen zweiten Teil und der heisst, dass was jetzt hier passiert ist.
00:31:52: Man sagt einem, eine Akzeptanz finden.
00:31:56: Und Akzeptanz finden ist immer auch ein Teil übrigens von der Truhprozesse.
00:32:01: Wir können sagen, hey, Ja, so Dinge passieren.
00:32:06: Es passieren Dinge, die nicht fair sind.
00:32:11: Ich merke, dass es für mich als Christ einfach eine grosse Hilfe ist, dass ich so gewisse Ungerechtigkeiten habe.
00:32:18: Wie darf Jesus in die Hand gehen und sagen, er kann die nicht lösen.
00:32:22: Ich muss die bei dir deponieren.
00:32:25: Ich kann die Gerechtigkeit, die ich mir wünsche, nicht herstellen.
00:32:28: Also das machst du in Form von Gebärmten?
00:32:29: Das mache
00:32:30: ich in Form von Gebärmten, ja.
00:32:31: Und
00:32:32: das tut dich wie so ein bisschen von dem dann erlösen, oder wie?
00:32:37: Ja,
00:32:37: also erlösen.
00:32:38: Es ist für mich eine Unterstützung in diesem Prozess.
00:32:40: Ich kann es anerkennen, dass ich das Verhalten von anderen Menschen nicht unter Kontrolle habe.
00:32:46: Ich kann, ja, es hätte so Lehrer gegeben, ja, es gibt Menschen, die unfair sind, ja, es gibt Menschen, die ein Wort brechen.
00:32:55: Das ist nicht in meiner Hand.
00:32:57: Und der zweite Teil, der zweite Teil ist, dass wir schauen Wo bin ich daran beteiligt, dass es nicht zu ruhen kommt?
00:33:07: Und das könnte zum Beispiel sein, ich persönlich bin ein Mensch, ich mache überhaupt nicht gerne Fehler.
00:33:13: Es ist mir einfach Fehler machen.
00:33:16: Auch wenn keine Katastrophe passiert, das kollidiert wie mit einem Selbstanspruch.
00:33:23: Und ich wäre gerne die immer faire, die immer ausgleichene und so.
00:33:30: Und ich merke manchmal, dass dass Sachen mich nicht loslönen, weil jemand andere so gehandelt hat.
00:33:36: Aber das ist eigentlich nicht der Hauptpunkt.
00:33:38: Der Hauptpunkt ist, dass ich mich nicht loslöse, weil ich gegen eine eigene Werte verstoßen habe.
00:33:43: Das merke ich oft erst im zweiten Schritt.
00:33:46: Wie du dir selbst einen Vorwürf machst, ah, hätte ich das doch anders gemacht, hätte ich anders reagiert, wäre ich einfach aufmerksam gewesen oder was auch immer.
00:33:55: Das ist dann eigentlich so eine eigene Schulzubeisung.
00:33:59: Eine eigene
00:34:00: Schulzubeisung.
00:34:02: Und die Schulzuwiesung oder auch den... Und dann merke ich anerkennen, dass auch ich einfach nur ein begrenztes Wesen bin.
00:34:11: Ein begrenzter Mensch.
00:34:14: Und das ist mir schwergefallen.
00:34:17: Seit mir das bis gelingt.
00:34:19: Man sagt dem Landläufig, mir selber zu vergeben.
00:34:23: Ich muss eher sagen, anerkennen, dass auch ich nur ein begrenztes Wesen bin.
00:34:28: Ähm... Der ist da... besser gelingt es mir, Sachen wieder loszulassen.
00:34:37: Und quasi wie nicht in den Gedanken daran hängen zu bleiben.
00:34:40: Und manchmal muss ich mich mehrfach daran erinnern.
00:34:43: Ich erinnere mich an eine Situation.
00:34:45: Da habe ich mich wirklich unflätig verhalten.
00:34:49: Und das widerspricht so etwas von dem, was mir wichtig ist.
00:34:53: Und ich kriege die Situation nicht raus.
00:34:56: Und dann habe ich mir ... Wir müssen lernen sagen, das ist so.
00:35:02: Auch dir passiert das.
00:35:03: Auch du bist nicht immer fair.
00:35:06: Und dann habe ich mir etwa hundertmal ... Nein, ich übertreibe ein bisschen.
00:35:11: Aber mehrfach auch sagen wir, es ist gut.
00:35:16: Lass es stoppen jetzt.
00:35:18: Das sind dann auch so innerliche Diskussionen, die du mit dir selbst führst.
00:35:23: Mich
00:35:23: bremsen lernen.
00:35:26: Und das kann ich aber nicht im Sinne von abwürgen, sondern im Sinne von klären und so etwas im Stahl und daran festhalten.
00:35:35: Und das macht dann nicht, dass die Erinnerung an das Ereignissen nicht mehr kommt.
00:35:38: Aber wenn es kommt, kannst du wie besser, kann ich es hören lassen.
00:35:42: Du weisst dann gerade an, Monika hat dich da wieder die Gedanken, wenn dich wieder gewähren, dass du einen Fehler gemacht hast.
00:35:48: Ja.
00:35:50: Und er kann sagen, ja und Gott sei Dank.
00:35:53: ist die Welt nicht untergegangen.
00:35:54: Also das ist ein Satz, das ich relativ häufig habe.
00:35:57: Aber in Rotstift, ich weiss nicht, wer das noch kennt.
00:35:59: Dann geht die Welt doch nicht unter.
00:36:01: Man denkt, das muss ich mir manchmal auch sagen.
00:36:04: Was mache ich mit mir?
00:36:06: Ja, das ist nicht gut gelaufen.
00:36:08: Aber ich habe ja Handlungsmöglichkeit.
00:36:10: Ich kann ja hier gehen und sagen, sorry, das war nicht in Ordnung, tut mir leid.
00:36:16: Oder das war mir ein Autofahrer gegenüber.
00:36:18: Dann sehe ich nie mehr.
00:36:20: Und dann muss ich sagen, ja.
00:36:23: Dann habe ich jetzt einen üblichen Abend bereitet, aber der wird das überleben.
00:36:27: Und wenn er jetzt über mich schimpft, dann darf er das... Ich bestehe nicht nur aus diesem Moment.
00:36:33: Also, so wie eine solche
00:36:35: Relativierung
00:36:36: auch.
00:36:38: Und ein zweiter Weg, den ich mir auch versuche, ist manchmal hilft es, wenn ich das innere Bild, das ich von einer Situation habe, ich sage dem wie ergänzen.
00:36:50: Ich glaube, ich mache es an einem persönlichen Beispiel.
00:36:55: Klar, meine Mutter hatte eine Lungenachrankung.
00:37:00: Und bevor sie gestorben ist, hatten sie ganze heftige Wochen.
00:37:04: Einfach, weil Atemnot war das Thema.
00:37:06: Und ich habe sie hier ein Stück weit begleitet und mein Bruder hat sie begleitet.
00:37:12: Und ich habe ein paar ganz heftige Erinnerungen.
00:37:15: Also, einfach weil Atemnot Zeugen sind von Atemnot, ist nicht so einfach.
00:37:20: Meine Mutter ist gestorben.
00:37:24: Mit medizinischer Unterstützung darf sie ruhig sterben.
00:37:27: Das war schon eine Hilfe.
00:37:30: Dann habe ich gemerkt, dass die Bilder immer wieder auftauchen.
00:37:33: Die Bilder, die nicht zu Atem kommen.
00:37:36: Und ich habe meine eigene Hilflosigkeit und meine eigene Menschen auch Panik.
00:37:44: Wie er selbst erlebt, taucht wieder auf.
00:37:48: Und dann habe ich gedacht, ich kann ja das nicht mehr ändern.
00:37:52: Ich kann es auch nicht nur wegdrucken und habe dann Folgendes probiert.
00:37:57: Und ich glaube, ansatzweise könnte das auch in anderen Situationen helfen.
00:38:02: Ich habe wirklich gemerkt, das ist ein Bild und das Bild kann ich nicht, das ist da.
00:38:08: Aber was, wenn ich jetzt in eine andere Vorstellung ganz bewusst hinein gehe und ich habe das, wenn das wieder auftaucht, habe ich innerlich mir einen Moment wachgerüft, von dem quasi das Mami kämpft nicht mehr.
00:38:28: Der Kampf ist vorbei.
00:38:30: Es ist jetzt gut.
00:38:32: Also dass wir in Erinnerung rufen, hey, der Kampf ist vorbei.
00:38:35: Das Mami kämpft den Kampf nicht mehr.
00:38:38: Was das heisst, das ist nicht einfach eine Erinnerung.
00:38:42: Er setzt, also du hast nicht irgendwie eine positive Erinnerung gekonnt an diesen Moment, ob ich auch mitgekommen habe, sondern du hast dir wie selbst etwas gesagt.
00:38:51: Ich bin wie ein Schritt weitergegangen.
00:38:54: Für mich ist auch da, weil ich Christ bin, mir ist da einfach eine Hilfe, dass ich gewisse Sachen dann auch Jesus kann in Beziehung sagen.
00:39:03: Sie ist jetzt in deiner Hand.
00:39:06: und muss nicht mehr kämpfen.
00:39:09: Der Kampf ist vorbei.
00:39:10: Und ich glaube, dass manche auch schwere Erinnerungen nicht einfach auslöschen können.
00:39:15: Aber vielleicht finden wir irgendetwas, was uns noch einen neuen Blickwinkel schenkt.
00:39:21: Und wo wir in den Inneren Bogen hinein konnten und sagen, es sei vorbei.
00:39:25: Und ich bin nicht mehr dort.
00:39:27: Ich denke, noch eine andere Situation.
00:39:29: Da hat mich jemand beschissen.
00:39:31: Und das hat mich so aufgeregt.
00:39:32: Ich habe das so unfair gefunden.
00:39:34: Und dann irgendwo auch an einem Punkt kommen können, wo ich sagen muss, es ist vorbei und ich kann weitergehen.
00:39:43: Ich kann das auch.
00:39:44: Ja, der hat mich beschissen, das wird sich auch nicht mehr verändern.
00:39:47: Aber ich finde neue Wege.
00:39:51: Ich höre auch ein bisschen so ein Freude mit einer Situation, oder?
00:39:56: Ja, und das hat ... Manchmal nennt man das Vergebung.
00:40:01: Aber vielleicht hat es manchmal auch ... mit der Zuversicht zu tun, dass ich einen neuen Weg finden kann.
00:40:08: Dass ich anfangen kann, neue Erfahrungen zu machen, weil ich bewusst dazu lerne.
00:40:14: Und diese werden jetzt ein Schatz von neuen Erinnerungen.
00:40:18: Manchmal brauche ich Hilfe dazu und manchmal gelingt uns das, weil man bewusster mit etwas umgehen kann.
00:40:25: Mega spannend.
00:40:27: Jetzt wollen die negativen Erinnerungen kommen.
00:40:31: Du hast jetzt erwähnt, dass mit dieser Atemnot von deinem Mami, die Panik, was ich dir rauslöse.
00:40:37: Du hast gesagt, dass du dann, wie neue Sachen dazu ergänzt bist, oder eine neue... Mit der Blickwinkel weiter, etwas
00:40:46: in einen Abschlussbogen bringen.
00:40:48: Ja, genau.
00:40:49: Hast du sonst noch einen Tipp?
00:40:50: Was kann helfen, wenn so negative Erinnerungen kommen?
00:40:53: Ich glaube, dass grundsätzlich wichtig ist, dass man unterscheidet.
00:40:57: Erinnerung ist meine Erinnerung.
00:41:00: Aber sie ist in mir lebendig als Erinnerung.
00:41:03: Sie macht Gefühl und sie macht Gedanken.
00:41:07: Umgang mit Erinnerung ist ein Lernen.
00:41:12: Du kannst auch heftige oder schmerzliche Gefühle zu Ruhe bringen.
00:41:17: Und wie kann ich die inneren Gedankenwelten verändern?
00:41:22: Neue Bilder suchen, stützende Gedanken finden.
00:41:27: Und dann gibt es aber der andere Anteil, und das ist das, was sie ist.
00:41:31: Und das, was sie ist, kann ich nicht mehr verändern.
00:41:34: Mit dem, was es bei mir an Gefühl und Gedankenwälder gibt, kann ich lernen, umzugehen.
00:41:39: Und das andere ist eher der Weg.
00:41:42: Ich sage dann bewusst den Weg, weil das nicht einfach ein Akt der Weg zu der Akzeptanz ist.
00:41:47: Und das hat oft zu tun, dass ich das gerne mit Verlust akzeptiere.
00:41:52: Weil schwere Erinnerungen sind immer mit Verlust verbunden.
00:41:56: Also du redest jetzt nur einen Verlust von einem Menschen?
00:41:58: Nein, nicht nur.
00:41:59: Sondern wenn mir jemand Unrecht hier hat, dann hat es... Vor allem wenn es über längere Zeit geht, dann ist er mit, zum Beispiel den Verlust verbunden, jemand hat mir verboten, den Beruf zu lernen, den ich gerne gelernt hätte.
00:42:14: Das war häufig ein Thema früher.
00:42:16: Und ich erinnere mich, wie der Vater oder wie die Mutter so und so war.
00:42:19: Und ich konnte diesen Beruf nicht lernen, den ich so gerne gelernt hätte.
00:42:23: Und das hat Konsequenzen.
00:42:25: Und das ist ein Trauraspekt.
00:42:28: Aber es darf betrugen, dass die Sachen, die ... Wir konnten nicht stattfinden, weil jemand so und so an mir gehandelt hat.
00:42:38: Diese Trauerarbeit ist eine und der Umgang mit dieser Erinnerung ist das andere.
00:42:43: Und gerade auch die Trauerarbeit braucht Menschen auch zuerst etwas, das ich überhaupt anerkennen darf, das mir unrechtlich ist.
00:42:50: Und das weckt meistens Zorn.
00:42:52: Also auch Trauer
00:42:53: und Zorn.
00:42:55: Und damit den Umgang finden.
00:42:56: Ja, Anklage heisst das.
00:42:59: Dass auch ein Anklage stattfinden darf.
00:43:01: Und das muss nicht einmal ... Das muss nicht einmal eins zu eins in der Realität sein.
00:43:06: Es muss zuerst einmal innerlich stattfinden.
00:43:09: Damit ich die Sachen ordne.
00:43:11: Und diese beiden Sachen ... Kann ich nicht gegeneinander ausspielen, sondern ich muss miteinander weggehen.
00:43:18: Das klingt für mich aber auch nach sehr viel innerer Arbeit.
00:43:21: Also, weisst du, im hektischen Alltag ... Passiert es ja nicht einfach so, sondern braucht es bewusst zu anschauen.
00:43:28: Es merkt auch, ja, diese Erinnerung kommt immer wieder.
00:43:31: Warum kommt sie?
00:43:33: Und was macht ihr jetzt damit?
00:43:34: Also, würdest du sagen, es ist Arbeit?
00:43:36: Ich
00:43:36: glaube, es würde sich lohnen, gerade wenn etwas immer wieder kommt und uns plagt.
00:43:41: Und da kann ich wieder sagen, Gott sei Dank.
00:43:44: Gott sei Dank sind ganz viele Sachen, die uns noch plagt haben, heute nicht mehr in Erinnerung.
00:43:50: Also, wir mussten ohne krampfen.
00:43:53: haben wir einen Weg gefunden, das zu ordnen.
00:43:56: Aber dann gibt es einzelne Sachen, die sich das lohnen, einmal hier zu schauen und sagen, vielleicht ist ein Draht an, innerlich noch etwas zu ordnen.
00:44:04: Das sind nicht immer jahrelange Wege.
00:44:06: Manchmal ist es lange, vielleicht mit Unterstützung, zwei, drei Gespräche, manchmal ist es lange sogar ein Gespräch mit einer Freundin, bei der ich noch mal Zeit habe, mir überhaupt zugestellt zu sagen, was war da?
00:44:21: Und warum macht es etwas mit mir, oder?
00:44:23: Und warum macht es etwas mit mir?
00:44:25: Und dann vielleicht, das wäre eine schöne Übung, die würde ich gerne zum Schluss.
00:44:28: Ja, sehr
00:44:29: gerne, unbedingt.
00:44:31: Es gibt auch eine schöne Übung und das ist wieder eine Dankbarkeitsübung.
00:44:34: Und das ist, das habe ich gemacht, als ich vierzehn geworden bin, habe ich das ganz bewusst gemacht.
00:44:40: Das ist auch schon wieder zwanzig Jahre.
00:44:42: Ich habe mal so mein Leben in fünf Jahren Abschnitt einteilt.
00:44:46: Und dann habe ich zu jedem Jahr, also allen fünf Jahren, habe ich ganz gezielt gesucht nach Menschen, die gut in mein Leben hier haben.
00:44:55: Oder kommt immer auch anders, die schreibe auf ein Separat.
00:44:58: Einfach mal schauen, was ist gut in mein Leben hierher.
00:45:03: Was ist trotz allem möglich gewesen, was andere auch gegeben haben?
00:45:08: Und dass in diesem Sinn mein Leben noch einmal bewusst unter diesem Aspekt?
00:45:16: Die einen finden viele, die anderen finden weniger, je nach Lebenszeit.
00:45:20: Und doch, wenn ein Mensch heute, wie ich, eine Sechzeigin, andere sind, so und so viel Alter von meiner anziehenden Person, sie sind bis hierher gekommen, dann hat es auch Sachen, die gut in ihr Leben gekommen sind.
00:45:35: Und es hat auch Sachen, die sie gut gemacht haben.
00:45:37: So schwer sind sie nicht hier.
00:45:39: Und die auch zu würdigen, das ist ... Das ist auch etwas Kostbares.
00:45:45: Und der lohnt sich dann, wie du gesagt hast, aufzuschreiben.
00:45:48: Also, dass man vor sich sieht.
00:45:51: Ich denke, einfach erzähle uns ein oder sich überlegen.
00:45:55: Aber wenn man es wahrscheinlich mal runtergeschrieben hat, kann man es ja später wieder lesen, merkt, dass es stimmt, dass wir alle Personen sind, alle Ereignisse, die wir gut haben.
00:46:04: Ich höre, dass es lustig ist, so viel in solchen Gesprächen wie wichtig oder gut oder hinzuschreiben, das Tagebuch zu schreiben.
00:46:13: Und das hat das doppelt.
00:46:14: Ich muss es quasi ordentlich nach außen legen und nachher kann ich es noch einmal anschauen und kann es mit rein nehmen.
00:46:20: Aber geordnet, also so mit mir und her.
00:46:23: Ja, und also wenn wir so ein bisschen die Bibel hinein schauen, ist spannend.
00:46:28: Die haben auch immer wieder so die Gedenksteine aufgerichtet.
00:46:32: oder ein Altar aufgerichtet, was sie ganz bewusst einen Ort geschaffen haben, wo sie das, was gut ist, was ihnen geschenkt worden ist, bewusst erinnert.
00:46:44: Und so Erinnerungsfest, das könnte unsere Geburtstag sein, das könnte unsere Jubiläer sein.
00:46:51: Es hat immer das andere auch drin, das ist ein Teil von unserem Leben.
00:46:54: Aber das bewusste Firen vom Guten ist eben auch etwas Koffer-Spaß.
00:47:00: Mega schön.
00:47:01: Danke vielmals, Monika Rivar, für all deine Anregungen und Gedanken zum Thema Erinnerungen.
00:47:07: Weisst du, wie es dir geht?
00:47:08: Für mich wird das Gespräch ein guter Erinnerung bleiben.
00:47:12: Ja, das ist schön.
00:47:14: Bei mir sind jetzt auch gerade wieder einige Erinnerungen wach, die ich schätze.
00:47:18: Und das finde ich auch etwas Schönes.
00:47:20: Danke vielmals.
00:47:21: Danke
00:47:21: dir.
00:47:21: Bei negativen Erinnerungen einen neuen Blickwinkel suchen und mir selber auch sagen, ich bin nicht mehr dort.
00:47:33: Das ist vorbei.
00:47:34: Das nehme ich jetzt gerade mit aus dem Gespräch mit der Monikarie wahr.
00:47:37: Was ist bei dir?
00:47:39: Du darfst mir deine Gedanken, aber auch Fragen oder Dein Feedback sehr gerne schicken.
00:47:43: Am einfachsten geht das über die Kontaktangaben, die du in den Shownotes findest.
00:47:47: Wenn du diese Folge hilfreich gefunden hast, dann freut es mich, wenn du sie in deinem Umfeld teilst.
00:47:53: Und hast gewusst, dass es diesen Podcast nur dank Spenden gibt?
00:47:57: Ihr F-Medien, die der und andere Podcast produziert, lebt von Spenden.
00:48:01: Und wenn du uns auch
00:48:02: unterstützen
00:48:03: willst, klickst am besten auf der Link in der Show Notes.
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00:48:08: Danke von Herzen.
00:48:09: Ich bin Evelyn Gwecknacht.
00:48:11: Bis zum nächsten Mal.
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