Entschuldigen – warum ein Sorry oft nicht reicht

Shownotes

«Sorry» sagen wir schnell. Oft zu schnell. Im Vorbeigehen, aus Höflichkeit, aus Unsicherheit – manchmal sogar dafür, dass wir überhaupt da sind. In dieser Podcast-Folge gehen wir mit der psychosozialen Beraterin Janine Oesch dem Entschuldigen auf den Grund. Und auch dieses Mal erzählt sie offen aus ihrem eigenen Erleben und von ihrer Tendenz zur Überentschuldigung. Gerade erst vor der Podcast-Aufnahme hat Janine sich bei ihrer Tochter entschuldigen müssen. Nicht mit einem kurzen Wort, sondern mit Verantwortung, Reue und der Bereitschaft, sich korrigieren zu lassen. Dabei wird deutlich: Eine echte Entschuldigung ist kein Kniefall, sondern ein mutiger Schritt in eine Beziehung hinein. Diese Folge zeigt, was eigentlich im Wort Entschuldigen steckt, weshalb wir uns nicht selbst von Schuld befreien können und warum es uns manchmal so unglaublich schwerfällt, diese entschuldigenden Worte zu formulieren. Janine Oesch gibt uns eine Starthilfe: Mit 6 praktischen Tipps, mit denen wir eine wirksame Entschuldigung formulieren können. Eins ist klar: Eine Entschuldigung bleibt immer ein Beziehungsangebot und kann trotz bester Absicht abgelehnt werden. Was brauchen wir, wenn keine Entschuldigung kommt? Wie gehen wir mit diesem Schmerz um, ohne bitter zu werden? Diese Folge macht Mut, Verantwortung zu übernehmen, ohne sich selbst zu verlieren. Und sie erinnert daran, dass Entschuldigen nicht Schwäche ist, sondern Kraft – eine Kraft, die Beziehungen heilen, vertiefen und manchmal sogar neu beginnen lässt.

Kontakt: Hat dich diese Folge angesprochen oder hast du ein Feedback für uns? Wir freuen uns sehr von dir zu hören.

Expertin: Janine Oesch arbeitet als psychosoziale Beraterin mit Schwerpunkt Seelsorge und Coaching. Sie bietet Unterstützung und Begleitung bei persönlichen Lebens- und Glaubensthemen.

Host & Autorin: Ruth Stutz

Links: Kontakt zu Janine Oesch: https://www.letsflourish.ch/

Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung: https://erf-medien.ch/sinnvoll-spenden/spendeninfos/jetzt-spenden-podcast/

Transkript anzeigen

00:00:00: Das ist ein Unterschied zwischen Schuld und Scham.

00:00:04: Schuld sagt, ich habe etwas falsch gemacht und das kann schuldig werden.

00:00:10: Gefahr ist aber, dass wir von der Schuld nachher in die Scham gehalten haben.

00:00:17: Dort blieb ich vor, ich habe das falsch gemacht und das ist ganz wichtig und ich trage die Verantwortung für das.

00:00:23: Sondern dass wir in unsere Gedanken gerade zum Schluss kommen, ich bin falsch, ich bin nicht liebenswert, ich versäge.

00:00:34: Dann könnte

00:00:41: man sagen, dass es eine super Kraft ist.

00:00:46: Man kann wieder durchschnaufen, fühlt sich vielleicht zehn Kilo leichter, wird reifer, bezieht zum Gegenüber, wird im besten Fall stärker, den Wunsch nach Rachen wird kleiner und ich fühle mich vielleicht plötzlich verstanden.

00:00:59: Da so noch vieles mehr kann Entschuldigung auslösen.

00:01:03: Ob ich jetzt der oder die, die den Bock geschossen hat oder ob ich das Opfer bin.

00:01:07: Dann schafft man eine Entschuldigung auszudrücken oder auch anzunehmen, dann kann das extrem positive Auswirkungen haben.

00:01:15: Aber das ist gar nicht so einfach mit dieser Entschuldigung.

00:01:20: Warum, falls es eine Menge so wahnsinnig schwer zugeben gibt, dass man einen Fehler gemacht hat?

00:01:26: Was ist denn überhaupt eine Entschuldigung, die man ernst nehmen kann, die wirksam ist?

00:01:31: Und darf ich auch eine Entschuldigung einfordern?

00:01:35: Mit diesen und noch viele Fragen bin ich zu Janine Ösch, psychosoziale Beraterin.

00:01:40: Es ist mega spannend, was sie dazu zu sagen hat.

00:01:43: Schön bist du mit dabei.

00:01:44: Ich bin Trudstutz.

00:01:48: Janine Ösch, freue mich mega, dass ich wieder bei dir sein darf.

00:01:50: Es ist nicht in einer Praxis, und wir haben viel zu besprechen.

00:01:54: Ein Thema, das mich mega interessiert.

00:01:57: Da hat man so viel damit zu tun, auch mit den Kindern.

00:02:00: Also da gibt es ganz viele, die wir beraten können.

00:02:02: Wir haben es vom Entschuldigen, ich würde mich mega gerne einfach dich fragen, Janine.

00:02:07: Wie hast du es eigentlich mit den Entschuldigen?

00:02:08: Bist du jemanden, der gerade den Entschuldigen sagen kann oder muss da etwas nach oben

00:02:12: knurzen?

00:02:13: Nein, ich würde sagen, ich bin jemand, der sich etwas überentschuldigt.

00:02:18: Ich bin wirklich die Person, die durch die Migros läuft mit dem Weg und überall, wo ich nur ein bisschen im Weg steht und mich gerade entschuldigt.

00:02:26: Ich bin da wirklich selber ein bisschen ... ja.

00:02:28: Konditioniert, so merke ich.

00:02:30: Und eher in einer Überentschuldigung, dass ich manchmal wie mir selber muss sagen, nein, ich habe ja genau so ein Recht, damit ich in diesem Gang stehe bei die anderen Personen.

00:02:39: Ah, ich verstehe dich so gut.

00:02:41: Das habe ich auch.

00:02:42: Wann hast du dich das letzte Mal entschuldigt?

00:02:44: Magst du dich gerade erinnern?

00:02:46: Heute in der Mühre.

00:02:47: Ja genau, so klein wirklich ist es mir jetzt in der Vorbereitung für den Podcast.

00:02:50: ist es möglich, die Gäste wieder aufgefallen, weil ich mit dem Velos aufs Dorf gefahren bin, mit meinem Anhänger und natürlich ein breiter unterwegs bin.

00:02:58: Aber so richtig entschuldigt habe ich mich tatsächlich letzte Woche nennen.

00:03:03: bei meiner Tochter.

00:03:05: Weil ich etwas gesagt habe, was ich nicht so hätte sagen sollen.

00:03:09: Was ich gemerkt habe, muss ich jetzt Verantwortung übernehmen.

00:03:11: Das fordert jetzt nicht so sorry wie in der Migros, sondern da ist jetzt eine richtige Entschuldigung auszusprechen und verantwortet für mein Handeln, das ich hier habe.

00:03:22: Gar nicht so einfach, oder auch im Kind gegenüber.

00:03:25: Ich habe da immer gestohnt, dass mein Vater das irgendwie auch sehr gut gekönnt hat.

00:03:28: Er ist an uns runtergekommen, hat klopft an der Tür, wenn ich mich so hässig ... Versteckt man fast im Zimmer und hat das können und sich entschuldigt.

00:03:36: Ich habe auch von ihm sehr viel gelernt und Spannung finde ich, dass er das selbst gar nicht so erlebt hat.

00:03:42: Und er kann das lernen.

00:03:43: Das fasziniert mich bis heute, weil es ist nicht so etwas einfaches.

00:03:48: Es gibt schon Leute, die ganz viel Mühe haben mit dem.

00:03:51: Es ist auch berechtigt.

00:03:52: Man macht sich ein wenig klein, kann man das sagen.

00:03:55: Oder braucht es die E-Mut?

00:03:56: Ja, ich glaube, es braucht tatsächlich demut, es braucht auch die Fähigkeit, um vielleicht einen Schritt zurück zu stehen und von aussen an zu schauen.

00:04:05: Es braucht die Fähigkeit, um sich auf andere Menschen einzulassen.

00:04:09: Ich habe anerkennen, dass etwas, was ich nicht gemacht habe, eine Verletzung jemandem ausgelöst.

00:04:18: Für das muss ich jetzt wie Verantwortung tragen.

00:04:21: Ich kann mir vorstellen, du hast vor dieser Anspruch im Papier das selbst gar nicht gelernt.

00:04:26: Ich denke, da hat sich auch unsere Gesellschaft gewandelt.

00:04:29: dass man das früher tatsächlich, dass das vom Machtgefell her ganz klar war.

00:04:34: Stelter sind die Eltern und sind etwas richtig.

00:04:37: Und man

00:04:38: muss sich darum auch nicht entschuldigen oder die Verantwortung übernehmen für ihr Handeln, sondern sie haben die Aufgabe zum Erziehen.

00:04:45: Und da haben ganz viele, haben das ja nie als Vorbild so mitbekommen, dass man sich auf Augenhöhe begeben kann.

00:04:52: Das ist ja auch entschuldigend.

00:04:53: Und die gleichen.

00:04:55: Wärtigkeit, dass du heute wieder herstelle.

00:04:58: Ich habe schon gehört, dass heute Erwachsene immer noch auf eine Entschuldigung manchmal erwartet von Mami oder von Papi, weil Verletzungen hier sind, aber dass niemand stattfindet.

00:05:09: Das ist schon noch krass.

00:05:10: Ja, ich glaube, da ist ganz viel Geld, das vielleicht manchmal nicht geklärt ist.

00:05:16: Und wo es aber ... Wir werden nachher vielleicht so etwas von Opfer und Täter reden.

00:05:21: Und ich finde es aber gleich auch wichtig zu betonen, wenn man so stigmatisiert und eben sagt, wie ja, da war jemand Täter und der muss sich entschuldigen und das Opfer wartet, dann habe ich vielleicht jahrelang auf Entschuldigung jetzt bei diesem Beispiel gesagt, dass man sich gleich auch hier wie ein Perspektivenwechsel getraut vollziehen und sich bewusst ist, Das Gegenüber kann auch nicht hell sehen.

00:05:43: Ganz, ganz vieles, oder ich merke das manchmal schwieb bei mir, ich bin mir bewusst, ich verletze Menschen, offensichtlich, ich muss mich manchmal entschuldigen, aber ich meine sie eigentlich gut, ich gehe nie nicht an und entscheide mich aktiv, jetzt bin ich gemein oder jetzt verletze ich, sondern ganz oft bin ich ja in meiner Wahrnehmung, in meinem Umfeld, ich

00:06:05: ...

00:06:07: Ja, ich merke zu mir als Frau, wenn ich kurz vor meinen Tagen hier bin, ich gereizt bin, oder schlafmangel oder von meiner Prägung.

00:06:16: Und ich bin mir dann manchmal gar nicht bewusst im Moment, was meine Daten oder Handlungen oder das, was ich sage, auslösen.

00:06:24: Und ich glaube, da braucht es manchmal wieder ein Spiegel.

00:06:27: Der liebevolle Spiegel von jemandem, der sagt, dass das mich jetzt verletzt hat.

00:06:32: Und so denke ich auch gerade in diesen Generationenkonflikten.

00:06:36: Darf man sich vielleicht manchmal bewusst sein, vielleicht darf ich das Opfer mal einen ersten Schritt machen und benennen, dass es für mich nicht stimme war oder dass das, was du gemacht hast, das hat in mir das und das ausgelöst.

00:06:51: Und ich glaube, dass man selber, wie es in Handeln kommt und in Gesprächen kommt, dass das Gespräch Angebot macht und nicht einfach wartet.

00:07:01: und davon ausgeht, dass die andere Person helfen kann oder dass die andere Person meine Lebensrealität vollständig erkennt und erfasst und sich gerade bewusst ist, was das ausgelöst hat.

00:07:12: Und gleich ist es wahrscheinlich auch schwierig, oder das reden wir später, oder was ist, wenn ich es formuliert habe und es kommt gleich nichts, oder darf ich in Entschuldigung überhaupt einfordern?

00:07:21: Das ist das Thema, das wir unbedingt zusammen anschauen.

00:07:24: Aber Janine, was bedeutet denn überhaupt Entschuldigen?

00:07:28: Wie stecken die ja?

00:07:29: wie?

00:07:29: Ich kann mir sagen, zwei Wörter, also einfach das Entschuldigen, dass die Schuld wegkommt.

00:07:37: Genau, also jetzt einfach rein vom Wort her, oder ich tue jemanden von seiner Schuld entbinden.

00:07:43: Ich nehme ihm die Schuld weg, er muss sie wie nicht mehr tragen.

00:07:48: Oder das ist wie so, ich stelle mir das wie auch vor, wir tragen vielleicht wie ein Stein um, es belastet uns, es ist schwer und die andere Person nimmt dann David weg und man leitet ihn noch einmal an und sagt, wieso ist er da?

00:08:04: Wir nehmen das wie ein Weg.

00:08:07: Im Alltag merke ich es ja oft, dass man uns wünscht, dass das bei Tore ausgedruckt wird, dass wir eine Harmonie wieder herstellen können und wieso auch zwischenmenschlich Spannungen reduzieren können.

00:08:20: Genau.

00:08:22: Spannend wie Entschuldigung ist ja wie, ich kann meine Schuld bekannten, ich kann meine Schuld anerkennen, aber ich kann mich nicht selber davon befreien.

00:08:29: Ja, genau, dann brauchen

00:08:30: sie.

00:08:30: Genau, dann braucht es wie jemand, der das auf uns auf irgendeinem Ort versteht.

00:08:36: Und das ist manchmal ganz, ganz schwierig, weil das immer natürlich voll inzwischen menschliche Dynamiken drin ist.

00:08:42: Also eigentlich, das habe ich auch noch schön gefunden, hat es gelesen, Entschuldigung bedeutet eigentlich, ich bitte es gegenüber, dass er oder sie die Schuld von mir nimmt.

00:08:52: Ja, genau.

00:08:53: Und dass wir zusammen aber auch etwas mit dieser Schuld machen.

00:08:55: Das wäre dann wie im Idealfall, dass sie nicht nachher den anderen treibt, sondern dass wir sie zusammen immer ableiten.

00:09:01: Und sie eigentlich auch ein Angebot ist, beziehungsweise wieder herzustellen.

00:09:06: Und dann ist eigentlich erst richtig versöhnlich.

00:09:08: Oder wenn so wie beide die Schuld zusammen irgendwie begympern können.

00:09:14: Kann man das sagen?

00:09:15: Sonst ist es so ein bisschen einseitig.

00:09:17: Ja, ich habe dann einfach meinen Teil gemacht.

00:09:19: Ja, genau.

00:09:20: Und das ist natürlich gerade die nächste Schwierigkeit.

00:09:22: Ich glaube, viele, die wir jetzt so sprechen, können in der Theorie gut berichten.

00:09:26: Und es ist aber in der Praxis nach dieser ganz, ganz Schwierigkeit, weil es ja eben oft, oft, oft eine Dynamik ist und nicht einfach eine Theorie, in der man schon in die Eins bis Sechs machen kann und dann ist es gut.

00:09:37: Ja,

00:09:37: noch viele Emotionen drin und aufgeladen,

00:09:40: Stimmung

00:09:40: und alles.

00:09:40: Und

00:09:40: manche auch Sachen, die schon jahrelang nicht erschwellig irgendwo sind und plötzlich explodiert.

00:09:47: Oder es gibt einmalige Events und dann kann man sich wie entschuldigen und sagen, das habe ich falsch gemacht.

00:09:52: Und das ist einfacher als wenn man in Dynamiken drin ist, wo einem jahrelang jemanden noch mehr triggereit oder verwendet.

00:10:00: Und darum ist es gar nicht so einfach und ist brutal vielschichtig.

00:10:04: Und das finde ich ganz, ganz wichtig, um sich das bewusst zu sein.

00:10:08: Aber wirst du sagen, Entschuldigung ist gleichzeitig eine vergabliche Vergebung?

00:10:12: Nein, Entschuldigen... ...ebenso nochmal wie das ganz... Plakativ.

00:10:17: einfach entschuldigen kann sich der Täter, aber vergeben kann er nachher nur das Opfer.

00:10:23: Also es hat es eben nicht einfach jemand in der Hand, sondern es braucht tatsächlich beide.

00:10:32: Was eine Entschuldigung nutzt, das ist ja erwiesen, also das ist eigentlich mega krass.

00:10:37: Entschuldigung hat mega viel positive Auswirkungen, ist eigentlich sehr schön, also es kann ganz viel... Auslösen, wo dann sehr viel Positives rauskommt.

00:10:50: Vielleicht geht es in die Täter-Opfer-Positionen, die du vorhin gesagt hast.

00:10:56: Was kann das bewirken, eine Entschuldigung?

00:11:00: Bei einem Täter kann es natürlich bewirken.

00:11:03: dass man Schuldgefühl abbauen kann.

00:11:05: Man darf sich selbst entlasten.

00:11:07: Wenn man Entschuldigung ausspricht, ist das oft, als kann man wieder durchschnaufen und merkt, ich muss das nicht mehr selber umtragen.

00:11:16: Es hilft aber auch, dass man sich verantwortlich übernimmt, dass man wirklich etwas beinahe kann.

00:11:23: Und das hilft dann auch.

00:11:25: dass ich mir etwas bewusst werde, dass ich es vielleicht nicht nochmal mache.

00:11:29: Oder

00:11:29: dass ich es nächstes Mal tatsächlich früher mir merke, aha, letztes Mal hat das etwas verletzt.

00:11:35: Also mache ich es vielleicht anders.

00:11:37: Und es ist mir zumindest bewusst.

00:11:39: Es ist ja schwierig, es ist Entschuldigung, es braucht etwas.

00:11:41: Und es wütend, man ja vielleicht auch nicht

00:11:44: mehr.

00:11:44: Ja genau, und es steht ja etwas auf dem Spiel manchmal.

00:11:49: Längerfristig ist aber auch die Möglichkeit zum Wachstum.

00:11:52: Ich darf mich verändern, ich darf wachsen, gerade auch an Fehler, an Sachen, die ich vielleicht nicht ideal gemacht habe.

00:12:00: Und für das Opfer auf der anderen Seite, das Opfer kommt wie ein Stück an Macht zurück über.

00:12:07: Es kommt wieder wie Handlungsspielraum über.

00:12:09: Es ist nicht einfach nur gelähmt, sondern es merkt an, ich bin gesehen in dem einen, der mir passiert ist.

00:12:16: Ich werde wahrgenommen.

00:12:19: Ich bin nicht alleine mit meinen Gefühlen.

00:12:20: Es ist vielleicht auch eine gewisse Verunsicherung, die weggenommen wird.

00:12:25: Das, was ich empfinde, wird ein Stück weit validiert.

00:12:28: Ich darf es so empfinden.

00:12:30: Und das schafft natürlich wieder ein Vertrauen im Idealfall.

00:12:33: Es nimmt auch den Wunsch nach vielleicht rachen.

00:12:37: die man ja manchmal hat, oder?

00:12:40: Und das ist genau das, was ich vorher gemeint habe.

00:12:41: Man kann nicht einfach so sagen, ob der Täter, weil die Macht, die man zurückkommt, die gibt dann ja nachher neue Handlungsspielraum, dass man auch aufpassen muss, dass man nicht wieder zum Täter wird.

00:12:51: Könntest

00:12:52: du das auch mit einem Beispiel beschreiben?

00:12:54: Also, das finde ich, dass es auch nicht mehr stimmt.

00:12:57: Das ist so einfach.

00:12:58: Das passiert ganz einfach.

00:13:00: Ja, ich kann es von einem Beispiel erzählen, was mir das passiert ist.

00:13:06: hat sich für etwas bei mir entschuldigt und ich habe gemerkt, nein, ich wollte noch etwas hässig sein und ich tu jetzt nicht gerade reagieren, ich tu jetzt in die Person noch etwas zu abladen, ich soll sich jetzt noch etwas schuldig fühlen.

00:13:20: Ich verschrecke es selber an mich, dass ich das so sage, oder?

00:13:22: Nein, kann das sehr cool.

00:13:23: Die Dynamiken, die wir kommen, die Macht, die gibt ja, die gibt einem etwas.

00:13:28: Und dann dort, ja, sich bewusst, sie haben einen Halt.

00:13:32: Jetzt bin ich wieder am Ball, jetzt ... muss ich wieder aufstehen und mich auf die andere Person wieder einlassen.

00:13:38: Und nicht an dem Opfer.

00:13:41: Ein Opfer sein kann einem Macht geben, kann einem auch Identität geben, ein Stück weit.

00:13:48: Und es gibt vielleicht so Menschen, die sich sehr wohl fühlen, in diesem Opfer sein, weil das etwas ist, was sie handlungsfreerum erleben.

00:14:00: Und da glaube ich, Da muss man ganz fest aufpassen.

00:14:03: Aber du hast eigentlich gefragt, was bringt dann Entschuldigung.

00:14:09: Und da glaube ich, dass Lausendlich eine Gelegenheit ist, in der man Lausendlich einen Reset-Knopf drücken kann und sagen, dass wir die Beziehung zusammen wieder herstellen.

00:14:19: Ja, cool ist eigentlich, dass dann auch ein neues Level in eine Beziehung kann.

00:14:24: Also dass eine Beziehung gestärkt werden kann.

00:14:26: Wie viel ist heute das Cancel-Culturen?

00:14:29: Wir haben es immer wieder von dem.

00:14:31: Wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann ist es mir zu komplizieren.

00:14:35: Oder vielleicht einen Streit oder so.

00:14:37: Aber durch die Vergebung oder durch eine Entschuldigung kann doch die Beziehung festigt werden.

00:14:42: Ist eigentlich mega ermutigend.

00:14:44: Ja, total.

00:14:45: Also ich glaube, Entschuldigung ist ein Beziehungsangebot.

00:14:51: Es braucht Vergebung.

00:14:52: Wir reden heute wirklich bewusst über Entschuldigen.

00:14:54: Vergebung ist etwas, das man nicht in der Hand hat, aber Entschuldigen haben wir in der Hand.

00:15:01: Für was kann ich Verantwortung übernehmen?

00:15:05: Das ist wie nie ein Garant, das nachher wiederhergestellt wird.

00:15:09: Es ist kein Anspruch, was man haben könnte.

00:15:11: Jetzt habe ich mich entschuldigt.

00:15:12: Jetzt muss mir vergeben werden.

00:15:13: Sondern es ist wirklich ein Angebot.

00:15:16: Hat es einen Spannung gefunden, dass du vorhin gesagt hast, wie können wir nachher ein bisschen auf das E-Go?

00:15:20: Du hast gesagt, dann hat die Freundin sich entschuldigen, dann hast du sie noch ein wenig warten lassen.

00:15:25: Manchmal ist sie aber auch nicht so weiss, wenn man dann gerade sagt, es ist kein Problem.

00:15:29: Oder manchmal braucht es vielleicht auch ein bisschen.

00:15:32: So ein bisschen das Aushalten von Jesus, aber vielleicht gar nicht gerade so gut wieder.

00:15:37: Ja, und das ist nachher etwas anderes, gell, es darf Konsequenzen haben.

00:15:42: Das heisst ja nachher nicht, wie du gesagt hast, dass alles wieder gut ist, sondern mangisch ist ein realistischer Anspruch, dass es wieder neu werden darf.

00:15:53: Mit vielleicht Sachen, die wir jetzt mittragen, mit Verletzungen, die wir zuerst schauen müssen, ja, wie wir die jetzt einbüscheln.

00:16:01: Aber das wäre nachher wieder das Thema Vergebung.

00:16:04: Manchmal ist es nicht einfach, dass jemand sich entschuldigt und ich vergeben kann.

00:16:09: Das braucht tatsächlich das mangische Zeit.

00:16:12: Was ich mir gemeint habe, ist, wie man in dieser Dynamik aufpassen muss, wo es oft ein Wechselspiel ist, wo man nicht einfach Täter oder Opfer ist, sondern wo man sehr schnell auch wieder eine Verantwortung überkommt als Opfer.

00:16:26: Was mache ich jetzt draus?

00:16:30: Was braucht es denn für eine richtige Entschuldigung?

00:16:32: Es gibt ja auch so die Sorries oder so.

00:16:34: Ah, sorry, nichts.

00:16:36: Oder einfach so, dass sie nicht ernst gemeint haben.

00:16:38: Was würdest du sagen, was braucht es?

00:16:40: Ja, oder manchmal ist es ja auch einfach SRY oder so.

00:16:46: Was braucht es für eine richtige

00:16:47: Entschuldigung?

00:16:48: Kann man sagen, welche Teilen müssen vorkommen?

00:16:51: Ja, genau.

00:16:51: Da bist du natürlich nicht die einzige, die dich fragstellt.

00:16:54: Da wurde schon sehr viel dazu geforscht.

00:16:57: Mir selbst hilft... Ein Modell von einem Soziolog oder Soziapsycholog, Roy LeWickey.

00:17:06: Er hat mit anderen Leuten diese Sechselemente von einer wirksamen Entschuldigung entwickelt, die sie wegmerkt haben.

00:17:15: Es ist manchmal nicht einfach sorry und dann ist es gut.

00:17:17: Sondern das sind eigentlich so sechs Stufen für dich, die mehr oder weniger wie müssen gehen, damit der Entschuldigung wirklich wirksam ist.

00:17:27: Und ja, ich finde schon nur das hilfreich, um sich auszuziehen.

00:17:30: Ja, manchmal ist es eben nicht einfach nur, dass du es tut mir leid.

00:17:34: Sondern manchmal braucht es wie noch andere Aspekte.

00:17:38: Und das Erste ist, dass man konkret benannt, was ich falsch gemacht habe.

00:17:44: Möglichst konkret sagen, das habe ich hier oder das habe ich vielleicht auch unterlassen, dass man das benennt.

00:17:52: Der zweite Punkt ist, dass man nach dieser Verantwortung übernimmt und dabei wie nicht einfach sagt, aber du hast ja auch oder so, sondern dass man wirklich bei sich die Verantwortung übernimmt für den eigenen Anteil, den man hier hat.

00:18:07: Auch wenn die Situation vielleicht nicht schwarz-weiß ist und es nicht nur mein Fehler war, aber dass ich mir wirklich konkret überlege und Verantwortung übernehme, ja, das ist mein Ankleid.

00:18:16: Was

00:18:16: könnte das für ein Satz sein, also dass man das konkret...

00:18:19: Ja, wir können es nachher auch gerne an einem konkreten Beispiel wieder durchgehen.

00:18:25: Ja, genau.

00:18:25: Der dritte Punkt ist, dass man nachher auch ruhig und bedurig ausdrückt.

00:18:31: Der vierte Punkt ist, dass man auch Empathie hat für das, was in der anderen Person ausgelöst hat.

00:18:37: Also, dass man eine emotionale Haltung wie zur Tat übernimmt und sich bewusst wird, dass ich mein Verhalten habe, das und das in der anderen Person ausgelöst.

00:18:47: Ohne Wertung, ob das jetzt richtig in meinen Augen ist oder nicht.

00:18:52: Und dann auch Bereitschaft, um es wieder gut zu machen.

00:18:55: Sich überlegen, was ich konkret oder signalisieren kann.

00:19:02: Diese Situation kann wieder geklärt werden.

00:19:04: Und dann als sechste Absicht zur Verhaltungsänderung in der Zukunft.

00:19:09: Also was kann ich mir vornehmen?

00:19:12: Wenn Situationen wieder kommen, was ist meine Absicht, um es wie anders zu lösen, um es anders zu machen?

00:19:18: Nicht jede Entschuldigung braucht all die sechs Elemente, aber sie haben nachher gleich herausgefunden, dass wenn der Punkt benennen, also der zweite Punkt und der Punkt Verantwortung übernehmen und den Punkt der Roi nicht vorhanden sind, dass es für das Opfer oft tatsächlich nicht eine richtige Entschuldigung ist oder dass man es als manipulativ oder eher oberflächlich.

00:19:40: Du hast gesagt, es ist einfach SRY wie in einem WhatsApp schreiben.

00:19:45: Ja, das entschnellt sich.

00:19:47: als billige Entschuldigung eigentlich überkommt.

00:19:50: Ja, genau.

00:19:51: Man

00:19:51: muss auch nicht so genau bei sich schauen.

00:19:53: Ja,

00:19:53: und das ist natürlich mega theoretisch.

00:19:57: Und gleich finde ich es sehr hilfreich.

00:19:59: Mit wem muss es sein?

00:20:00: Ja, es braucht manchmal doch ein bisschen mehr als einfach sagen.

00:20:03: Es tut mir leid und es ist ganz, ganz viel davon ist auch eine Haltungsfrage.

00:20:09: Merke ich nicht nur an dem, was die Person sagt oder an dem, was ich sage.

00:20:13: dass es jemandem leid wird, sondern spüre ich das tatsächlich auch an einer Haltung.

00:20:19: Und eben, ich habe vorhin gesagt, ich könnte sie auch an einem praktischen Beispiel wissen.

00:20:22: Ja, jetzt bin ich ganz schön.

00:20:24: Und zwar muss ich jetzt gerade meinen Mann ein bisschen

00:20:27: anheben.

00:20:27: Sehr gut.

00:20:28: Aber es ist gerade so ein gutes Beispiel.

00:20:30: Letztes Suntag.

00:20:31: Ich bin so früher in Kiel.

00:20:33: Ich habe in Kiel moderiert.

00:20:34: Und ich wollte jemanden noch ein Geschenk geben.

00:20:37: Und ich habe aber am Morgen das Geschenk vergessen, die Hei.

00:20:41: Und ich habe nachdem mein Mann geläutet, weil er noch zu Hause war und gesagt hat, ihr könnt das bitte mitbringen.

00:20:46: Ich habe das vergessen.

00:20:48: Und mein Mann sagt, ja, ja, klar, das mache ich.

00:20:50: Und dann hat er es vergessen und nicht mitgenommen.

00:20:52: Und dann habe ich mitgemerkt, ah, das macht mich jetzt mega, weil ich habe ihn ja extra angeläutet.

00:20:57: Und er hat aber nach dieser Wirklichkeit gerade, also er hat wie selber ja gerade gemerkt, ah ja, Scheibe,

00:21:03: oder?

00:21:04: Und er hat dann aber nicht nur gesagt, er hat die Schuldigung, sondern er hat wirklich eigentlich die sechs Punkte wie eine ganz schöne Automatis so exemplarisch gemacht.

00:21:12: Er hat gesagt ... Ja, es tut mir leid.

00:21:15: Ich habe es vergessen, das mitzunehmen, obwohl du mir gelühtet hast.

00:21:19: Er hat ganz konkret benannt, es tut mir leid, ich habe es wirklich vergessen.

00:21:25: Er hat keine Ausrede an, weisst du, ich war gerade im Stress.

00:21:27: Ich habe noch alle Kinder abgemacht und alle schauen, sondern er hat mir gesagt, das habe ich falsch gemacht.

00:21:34: Er hat wie eine Verantwortung übernommen für das.

00:21:37: Das wäre der zweite Punkt.

00:21:38: Er hat gesagt, das ist mein Buch.

00:21:40: Er hat seinen eigenen Anteil ... wie übernommen.

00:21:44: Er hat keine Gefühle entschuldigt.

00:21:47: Ja, jetzt du nicht so.

00:21:48: Oder ja, komm, ich kann ja mal passieren.

00:21:50: Oder ja, sorry, dass du dich so fühlst oder so.

00:21:53: Sondern er hat wirklich Verantwortung übergenommen.

00:21:55: Hey ja, das habe ich vergessen.

00:21:57: Und nachher eben auch wie so ein Ausdruck von Bedauern gesagt hat, hey ja, es tut mir leid, dass du wegen mir das Geschenk nicht überreichen können.

00:22:08: Es hat keine Fluske, es ist nicht so ein Mist.

00:22:12: Wirklich, ja, das und das habe ich ausgelöst.

00:22:16: Und nachdem ich als vierte Tempati für die Wirkung auf die andere Person habe, kann ich verstehen, dass ich das ärgere.

00:22:23: Schon nur sich auf die Emotion mit mir verbinde, hat mich geärgert.

00:22:27: Und wie anerkennen, ja, ich verstehe, dass du dich so fühlst.

00:22:30: Ich kann das nachvollziehen.

00:22:32: Und nicht irgendwie, wie ich sage, ja, ich muss dich nicht ärgern oder so.

00:22:35: Oder

00:22:36: die Verantwortung wie Abschiebe.

00:22:38: Sondern wirklich hier empathisch, wie aufeinander eingehen und sagen, ja, das kann ich verstehen.

00:22:43: Und nach dieser Bereitschaft zum Wiedergutmachung, einen konkreten Schritt vielleicht, weil man den Schaden wieder kannte Reparieren.

00:22:49: Also es ist jetzt ein dummes kleines Beispiel und hatte auch nicht grosse Auswirkungen gehabt.

00:22:54: Aber nicht die leere Versprechungen machen irgendwie so, ja, nächstes Mal denke ich dann sicher daran.

00:22:59: Sondern wie einfach ... Überlege ich, was einen konkreten Schritt sei, um den Schaden zu begrenzen.

00:23:05: Zum Beispiel habe ich auch ganz schnell geholt.

00:23:07: Oder ja, was auch immer das Nachtgarten ist.

00:23:09: Und dann als sechste Verhaltungsänderung in der Zukunft.

00:23:13: Bis ich signalisiere, habe ich die Absicht, das nächste Mal wie besser zu machen.

00:23:18: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:20: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:22: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:24: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:26: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:27: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:29: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:31: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:33: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:34: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:35: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:37: Wieso habe ich das nächste Mal wie besser zu machen?

00:23:39: Wieso habe Das ist das Unverbindliche.

00:23:40: Ja, ich hoffe es passiert nicht mehr.

00:23:41: Das gibt ja keine Garantie, logisch kann es immer noch passieren.

00:23:43: Aber ich glaube, es ist manchmal wichtig, dass man wie gespürt hat, die Person sich so etwas trageweite bewusst.

00:23:46: Auch wenn es ein kleines Beispiel ist.

00:23:47: Ja, ich bin mir bewusst, dass ich da irgendwie im Stress hin und dazu tendiere.

00:23:53: das nicht zu machen und ich muss mir irgendwie eine Stattung überlegen.

00:23:56: Wenn du das so sagst, weisst du, das klingt extrem gesund, so nach einem gesunden Erwachsenen, der reflektiert ist und wie auch ein Selbstvertrauen, oder wie will man dem sagen, gefestigt ist in sich.

00:24:11: Also braucht es das, dass man so eine richtige Entschuldigung aussprechen kann?

00:24:17: Nein, so würde ich es jetzt nicht sagen, dass es selbst Vertrauen unbedingt braucht.

00:24:22: Aber es braucht sicher die Bereitschaft, sich selber irgendwo wie zu reflektieren und vielleicht auch ein selbstbild korrigieren zu lassen.

00:24:31: Ja.

00:24:35: Schuld, das ist ein bisschen wie der Unterschied zwischen Schuld und Scham.

00:24:40: Schuld... sagt, ich habe etwas falsch gemacht und das kann entschuldigt werden.

00:24:47: Das ist eine extrem gute Nachricht.

00:24:51: Genau,

00:24:51: es passiert uns allen.

00:24:53: Gefahr ist aber, dass wir von der Schuld nachher in die Scham hineinkehren.

00:24:58: Und ich glaube, das ist das, was du ansprichst.

00:25:00: Dass wir nicht dort bleiben von, ich habe das falsch gemacht und das ist ganz wichtig und ich trage die Verantwortung für das, sondern dass wir in unseren Gedanken gerade Zum Schluss kommt, ich bin falsch, ich bin nicht liebenswert, ich versäge.

00:25:16: Oder dass es gerade sehr fatal wird und das ist nachher nicht, ich habe einen Fehler gemacht oder ich habe etwas falsch gemacht, sondern das zählt gerade auf die Identität und sagt, ich bin falsch.

00:25:29: Und das ist nachher schon am.

00:25:31: Und es kann natürlich dann schon triggert werden, oder dass man vielleicht gar nicht erst so eine Entschuldigung aussprechen will, weil man gerade wieder in das Muster inne kehrt, dass bei einem jetzt etwas ganz verkehrt ist.

00:25:41: Dabei hat man nur etwas falsch gemacht.

00:25:44: Ja,

00:25:45: wir haben vorhin von Befort.

00:25:46: von der Vorteil gerät, die eine richtige Entschuldigung mit sich bringt.

00:25:49: Und das ist ja schlussendlich, dass Beziehungen dürfen tiefer werden.

00:25:54: Aber ja, klar, man macht sich natürlich verletzlich.

00:25:56: Wenn ich mich jemandem zuheben und sagen habe, ich habe einen Fehler gemacht, dann fühle ich ja ein Stück weit auch wie Angriffspflege, dass ich entabgelindet werde, dass die andere Person nicht bereit ist, schlussendlich mir zu vergehen oder mich eben zu entschuldigen von diesem Fehler verhalten.

00:26:14: Und ich glaube, das ist nach einer Angst, was uns tatsächlich hindern kann, dass wir wie über Entschuldigungen überhaupt aussprechen.

00:26:22: durch das vom Täter nachher zum Opfer werden.

00:26:27: Und in diese Negativspirale kommen von der Scham, die sagt, ich bin nicht wert, ich bin falsch.

00:26:34: Das habe ich vorhin auch angesprochen.

00:26:36: Das ist oft eine Wechselwirkung.

00:26:39: Nach der Dynamik ist man selten nur Täter oder nur Opfer, sondern man muss sich bewusst sein oder darf sich bewusst sein.

00:26:49: Ja, dass man da wie nicht stabil bleibt und sich überwindet und verletzlich macht.

00:26:53: Vielleicht hat man ja das auch erlebt.

00:26:55: Es kann ja sein, dass man wie ein Art Missbrauch erlebt hat, dass man sich geöffnet hat und in dem es gegenein verwendet wurde.

00:27:05: Ja, auf jeden Fall.

00:27:07: Ja, genau.

00:27:08: Es braucht mehr.

00:27:09: Es klingt in der Theorie... Es gibt so ein Konzept, von was eine gute Entschuldigung ist und was es dazu gehört.

00:27:17: Aber es ist klar, in der Realität kommt hier eine ganze Lebensumwelt zusammen, in der man drinsteckt, von Prägung, von Erlebten, von Konditionierungen.

00:27:27: Und das ist ganz auserfortend, um nachher gesund zu leben und zu gefestigten Beziehungen zu kommen.

00:27:36: Oft ist es aber nicht, es hat ja sowieso Konsequenzen.

00:27:41: Ich glaube, das darf man sich auch bewusst sein, wenn ich in einer Opferhaltung bleibe, mich nicht dazu bewegen kann, mich zu entschuldigen.

00:27:49: Hat das ebenso Konsequenzen, wie wenn jetzt im schlimmsten Fall ein Beziehungsabbruch erfolgen würde, weil die Person mir nicht kann vergeben oder meine Entschuldigung nicht annehmen

00:27:59: kann.

00:27:59: Hey, also so eine Entschuldigung, die du jetzt gerade brach, das ist das Döme für mich wie Himmel auf Erden, oder?

00:28:04: Ja, schön

00:28:06: wär's.

00:28:06: Ja, genau.

00:28:06: Also wenn wir das hier umsetzen, dann klappt es dann quasi ja immer.

00:28:10: Also das Erfolgsrätsel, können wir das

00:28:12: sagen.

00:28:14: Ja, dann gibt es nur noch Freude auf Erden und Lösungen beim E-Konflikt befreit.

00:28:19: Mit dem Podcast

00:28:20: haben wir es.

00:28:20: Genau,

00:28:21: die Welt gerettet.

00:28:22: Nein, ich glaube, die Herausforderung ist ja... Und das merke ich jetzt auch, da rede ich jetzt auch wieder aus meiner persönlichen Erfahrung.

00:28:29: Hey, jemand kann es aus seiner Perspektive und seiner Wahrnehmung auch gut meinen und sich richtig entschuldigen.

00:28:40: Und das kommt aber vielleicht trotzdem nicht an.

00:28:43: Ich merke zum Beispiel, mir ist es auch wichtig.

00:28:47: Und da muss ich auch wieder bei mir anschauen, wenn sich jemand entschuldigt, Dann habe ich erwartet, dass er das nicht macht, weil ich die Entschuldigung einfordere.

00:28:58: Mir ist es wichtig, dass ich merke, dass die Person sich selber Gedanken gemacht hat und dass sie sich bei mir entschuldigen will und nicht, weil ich das jetzt einfordere.

00:29:10: Ich fordere fast von anderen Menschen, dass sie sich hell sehen können, wie ich jetzt eine Entschuldigung brauche.

00:29:16: Das hat nachher wieder viel mit mir zu tun.

00:29:18: Die anderen Personen können sich das nicht richtig machen, auch wenn sie eigentlich ... all die sechs Punkte, die ich jetzt vorhin genannt habe, nach Textbuch sich vielleicht so entschuldigt hat?

00:29:29: Manchmal ist es auch ein bisschen sinnvoll.

00:29:32: Es gibt auch die fünf Sprachen der Liebe, so wie mir die Liebe versteht.

00:29:37: Und ich glaube, so gibt es auch verschiedene Sprachen von wie ich Entschuldigung verstehe.

00:29:42: und wie ich verstehe, jemand meint, das ernst.

00:29:45: Ich glaube, es gibt Menschen die Verstände und Entschuldigung, wenn jemand sich Mühe macht und einen Blumensturz kaufen kann.

00:29:52: Bei mir würde es jetzt gar nicht angekommen, das ist mir egal.

00:29:54: Ich möchte gesehen werden, ich möchte das jemand wirklich von sich aus benennt.

00:29:59: Und ich glaube, das dürfen wir uns auch bewusst sein.

00:30:01: Wir haben die Ticke ganz unterschiedlich und da können wir uns auch als Opfer erkennlich zeigen, was ... Was bräuchte ich jetzt vom Täter?

00:30:12: Wie gehöre ich Entschuldigung?

00:30:14: Wie kann ich sie nachher annehmen für mich?

00:30:16: Und uns bewusst zu haben, dass es gegenüber nicht hell sehen kann.

00:30:20: Wir müssen auch formulieren, was wir brauchen.

00:30:22: Ganz

00:30:22: fest kommunizieren.

00:30:25: Wie geht es uns gerade damit?

00:30:27: Was wäre für uns eine richtige Entschuldigung?

00:30:30: Ich mir hoffe, das andere gegenüber ist offen für das.

00:30:34: Das macht bei mir schon.

00:30:36: Aber wenn die Person sagt, es sei jetzt kompliziert mit dir.

00:30:39: Genau.

00:30:40: Das kann natürlich passieren.

00:30:41: Darum auch, wie es für uns auch manchmal gibt es Sachen, und nicht warten, bis es gegenüber so richtig handelt, wie wir das jetzt gerade brüchten.

00:30:53: Und das darf man auch anerkennen.

00:30:55: Ich brüchte jetzt gerade das.

00:30:58: Und manchmal kann man auch betruren, dass man jetzt gerade das nicht überkommt von einem gegenüber und aber dann nicht dort bleiben.

00:31:06: Sondern ich glaube, manchmal sind wir zu wungen, etwas zu heilen, das jetzt von aussen vielleicht nicht ... Die Entschuldigung ersohnte mir sie.

00:31:17: oder wie sie für uns wirklich eine richtige Entschuldigung

00:31:21: wären?

00:31:21: Am Anfang dieser älteren Kind-Situation hatte ich eine Erwachsenung, die immer noch ganz fest wartet, zum Beispiel auf eine Entschuldigung.

00:31:30: Und das vielleicht auch formuliert hat und gesagt hat, ich bräuchte das und es kommt halt eben gleich nicht.

00:31:36: Die Frage, die ich mega wichtig finde, kann ich so eine Entschuldigung einfordern?

00:31:40: Was ist, wenn sie nicht kommen?

00:31:42: Ja, genau.

00:31:43: Das ist ein wichtiger Punkt, den du ansprichst, weil ich glaube, das ist eine ganz feste Realität.

00:31:51: Die Frage ist, wie weiter mit einer Beziehung geht.

00:31:55: Und da gibt es ja ganz viele unterschiedliche Aspekte, warum sich eine Person nicht kann oder will entschuldigen.

00:32:02: Es gibt Leute, die sehen tatsächlich ihre Schuld nicht.

00:32:06: Es gibt Leute, die emotional unrife oder nicht verfügbar sind und die Empathie, die sie dann brauchen, um anerkennen zu haben, bei ihnen löst sie etwas aus.

00:32:16: Die haben die Kapazität nicht, aus was vergründet auch immer.

00:32:20: Oder sie schützen.

00:32:21: Das hast du vorher auch schon angesprochen.

00:32:22: Wir schützen das selbstbild um jeden Preis.

00:32:25: Man will nicht schlecht anstehen.

00:32:28: Schuld anerkennen würde.

00:32:29: Bedeuten, dass man Schwäche zeigt.

00:32:31: Können

00:32:33: Traumaten das Grund sein?

00:32:36: Wollen wir irgendwie noch helfen zu, um es zu verstehen oder nicht?

00:32:39: Dass man sich so verletzt?

00:32:44: Ja, da können wir oft nur Mut massen.

00:32:46: Ich glaube, die Herausforderung ist ja, dass wir oft nicht wissen, was hinter dieser Person verborgen ist und warum sie nicht.

00:32:56: Ja.

00:32:57: Und das macht tatsächlich ausschwerig.

00:32:59: Und dann gibt es aber auch Menschen, die haben einfach ganz andere Wahrnehmungen.

00:33:03: So viel Konflikt, da ist man in einer Situation und man hat einfach ganz andere Wahrnehmungen.

00:33:09: Und das merke ich wie bei mir, ich meine sie ja nie bös.

00:33:13: Wirklich nicht!

00:33:15: Und doch verletze ich Menschen, weil ich eben vielleicht im Moment gerade eine andere Wahrnehmung habe, weil ich die Person anders einschätzen kann.

00:33:23: und das eben nicht einmal mit einer bösen Absicht.

00:33:25: Und ich glaube, das ist etwas, was ich ganz einen wichtigen Punkt finde, dass wir den anderen auch als Mensch sehen.

00:33:33: Und nicht gerade abstempfen als eben der Täter oder der Böse, sondern dass wir uns wie wir raus sind.

00:33:40: Ja, irgendein Grund wird es geben, dass diese Person kann oder will.

00:33:44: Und das bedeutet aber nicht, dass mein Schmerz nicht real ist und dass ich der nicht empfinde.

00:33:51: Und gleich aber nachher weiter nicht in diesem Stab bleiben, bei diesem Verletzt sein, sondern wir überlegen, was löst denn gerade so?

00:33:59: Ist mir die Entschuldigung jetzt gerade so wichtig?

00:34:01: Was ist hier alles wie dahinter?

00:34:04: Und das klar benennen, die Verletzung.

00:34:07: Im Idealfall im Gespräch, aber manchmal muss es tatsächlich langen, wenn wir es mit uns selber machen oder vielleicht noch mit ihnen in der Seelsorge gehen.

00:34:16: Meine Therapie gönnt das an, je nach gravierend es ist.

00:34:20: oder auch wenn man merkt, ich gratte immer wieder in solche Situationen.

00:34:25: Und es verletzt mich einfach viele Menschen.

00:34:28: Dann lohnt es sich vielleicht auch, wie ich bei sich mal anschauen habe.

00:34:31: Auf welchen Grund fallen dann diese Sachen?

00:34:34: Warum löst das bei mir gerade so viel aus und andere scheinen einfach weiterzumachen, ohne dass sie das merken, was sie auslösen?

00:34:43: Ja, und nachher auch ... Also eben die Ruhr zu lassen, auch über den, den ich vielleicht nicht bekomme.

00:34:50: Und dann, als vielleicht praktischer Schritt auch, man darf auch Grenzen ziehen.

00:34:55: Man darf auch irgendwo sich überlegen, wo es jetzt auch dran ist, mich zu schützen.

00:35:03: Je nachdem, wie man verletzt wird.

00:35:06: Hat er auch wieder mit Verantwortung übernetzt?

00:35:08: Ja, ich

00:35:09: weiss, wir müssen beide Seiten Verantwortung übernehmen.

00:35:11: Genau, nicht nur ... Es ist einfach immer nur der Täter, der Böse und das Opfer ist das Arme.

00:35:18: Oder?

00:35:18: Es ist eben weiter als das.

00:35:20: Und in die Verantwortung, ja genau, müsste es endlich beide Parteien reinkommen.

00:35:25: Dann gibt es ein anderes Phänomen.

00:35:28: Das finde ich auch spannend.

00:35:29: Es gibt ja auch die Leute, die sich sehr schnell und sehr viel entschuldigen.

00:35:33: Also sobald der Konflikt hier ist, habe ich schon meine Entschuldigung fast bereit.

00:35:37: Und einfach möglichst alles wieder in Ordnung, wieder Harmonie.

00:35:41: Ich verstehe das mega gut.

00:35:42: Aber irgendwo ist ja dort fast etwas zu einfach.

00:35:46: Ja, auch hier geht es ja schlussendlich um Verantwortung übernehmen.

00:35:51: Das kann natürlich eine einfache Exit-Strategie sein, oder wenn man sich gerade entschuldigt, dann muss man nämlich bis ich nicht wirklich anschauen, dann schiebt man die Verantwortung wieder ab.

00:36:01: Also das ist sicher eine Kopinstrategie, ein Schutzmechanismus, wo Menschen können das ausweichen.

00:36:08: Ich habe beim Einsteigen gesagt, dass ich mich auch wirklich viel entschuldige.

00:36:13: Wir haben eigentlich letzte Woche für den Podcast abgemacht.

00:36:17: Ich muss ja absagen, weil ich krank bin.

00:36:19: Und ich habe mich tatsächlich dafür entschuldigt, dass ich krank bin.

00:36:23: Du hast das nachher so, wo du mir eine Sprache zurückgemacht hast.

00:36:26: Hey, du musst dich sicher nicht entschuldigen.

00:36:28: Das ist die Klassik.

00:36:29: Du denkst

00:36:30: ja genau, ich habe ja nichts dafür.

00:36:33: Ich möchte mich entschuldigen, dass es für dich Umstände macht.

00:36:38: Genau.

00:36:39: Ich merke, ich wurde wirklich so konditioniert, dass ich zu viel Verantwortung übernehme, dass ich mich verantwortlich fühle für das Wohlergehen von jedem Bürger in der Migros.

00:36:54: Ja, und da ist jetzt nicht einmal, ich glaube, nicht einmal irgendwie eine böse Absicht dahinter, sondern das ist wirklich, das darf ich mir bewusst sein, hey, die Last von dieser Welt liegt nicht alleine auf meiner Schulter.

00:37:06: Also, da gibt es ganz viel, warum das so ist und ich glaube, da darf man mit sich selber in das Gespräch gehen.

00:37:12: Und ich unterzwische, ich bin mir immer etwas mehr bewusst und es kommt immer noch automatisch, dass ich mich gerade entschuldige für Sachen, die ich wirklich nicht müsste.

00:37:22: dass ich mir überlege, nein, ich habe genau das Recht, wie die andere Person.

00:37:28: Die andere Person hat ja auch Handlungsfreiraum.

00:37:30: Also habe ich den auch, ohne dass ich mich rechtfertigen

00:37:33: muss.

00:37:33: Ich finde es spannend, bei all diesen Sachen, die man gesagt hat, wenn keine Entschuldigung kommt, ist man in diesem Schmerz hinein.

00:37:39: Ist es auch eine Möglichkeit?

00:37:43: Ich habe vorhin gedacht, es kann auch eine Möglichkeit sein, wie man das Gebäude sucht und mit Jesus über das Reden.

00:37:51: Hilflosigkeit, wie man dort besprechen kann und dort hoffen kann, dass Ruhe zählen kommt oder so.

00:38:00: Ja, ich persönlich erlebe, dass tatsächlich als sehr hilfreich gerade dort, wo ich mit Menschen vielleicht nicht weiterkomme oder wo Menschen mir nicht das geben könnten, was ich gerade bräuchte, um mich sicher zu fühlen, um mich zu sehen zu fühlen, dass ich darf wissen, hey, Jesus hat das erstens selber erlebt.

00:38:21: Und ja, das beeindruckt mich schon ganz, ganz fest, dass er am Kreuz das Bett der Vater vergeben hat, weil sie nicht wissen, was sie tun.

00:38:30: Dass er eigentlich wirklich in diesem tiefsten, tiefsten Schmerz drin war, das ich ja nicht einmal nachfühlen kann.

00:38:37: Den, den ich drin bin, habe ich den Eindruck.

00:38:40: Und dass mir aber gleichzeitig Hoffnung gibt, dass ich so fest gesehen bin, in dem ich bewege.

00:38:47: Ja, dass ich mich von ihm, der das versteht, sehe und angenommen fühle.

00:38:53: Und mit ihm darum auch, wie sie so Sachen erklären dürfen.

00:38:58: Oder dass es manchmal wieder flangt.

00:39:00: Dass auch wenn niemand anders mich sieht oder ich diese Entschuldigung nicht in diesem Sinn bekomme, die ich mir wünsche, dass wechseln sie bzw.

00:39:09: Gott die ist, die darf sein.

00:39:11: Megaschön, wenn das so stattfinden kann.

00:39:15: Das

00:39:15: ist aber auch immer wieder mit Zuwendung zu tun.

00:39:19: Auch dort, wie Verantwortung übernimmt für meine Gefühle.

00:39:24: Ja, wenn ich es nicht menschen kann, zuzumuten.

00:39:25: Ich darf es gut zuzumuten.

00:39:28: Und in der Bibel steht ja auch ... Ich glaube, es ist still.

00:39:31: Wie heisst es?

00:39:31: Vergib sieben Mal ... Wie heisst es?

00:39:33: Sieben Mal, sieben, sieben, sieben

00:39:35: ... Ja, ich heisse auch gerade nicht so.

00:39:36: Ja, genau.

00:39:36: Aber auf jeden Fall sicher.

00:39:38: Aber das ist nachher wieder wie die Vergebung, gell?

00:39:40: Ja, da ist es recht.

00:39:41: Genau.

00:39:41: Ich finde aber in der Bibel hat es so ein anderes Konzept, das ich extrem spannend finde.

00:39:47: Und zwar ist es die Metanoia.

00:39:50: Wir sehen das z.B.

00:39:51: beim Josef.

00:39:52: Ich finde das so eine spannende Geschichte, die ich tatsächlich auch viel ... mit den Leuten anzuschauen, weil ich das so hilfreich finde.

00:40:00: Josef wurde von seinen Brüdern verkauft als Klaff auf Ägypten.

00:40:08: Das ist unvorstellbar.

00:40:10: Dort sehen wir aber, wie die Brüder nach Jahren zu ihm kommen, ihn nicht erkennen.

00:40:18: Du merkst richtig, sie tragen die Schuld mit sich.

00:40:21: Und da ist eine Ruhe, die sie nachher erkennen, wer er ist, dass das ihre Brüder ist.

00:40:26: Da ist so viel Ruhe, so viel Verantwortung für ihr Handeln.

00:40:30: Und dort kommt eben nachher, wie das von Josef, dass er entlastet hat.

00:40:38: Ich nehme euch, dass wir die Metanoia weggeben.

00:40:41: Und das finde ich so ein schönes Konzept.

00:40:44: Beziehungen dürfen auch wieder hergestellt werden.

00:40:48: Und wieder dürfen die Reset-Knochen wieder gedruckt werden.

00:40:53: Selbst bei schlimmsten, schlimmsten Vergehen, die menschlich gesehen unentschuldbar sind.

00:41:02: Das gibt mir Hoffnung.

00:41:03: Das gibt mir Hoffnung, wenn so viele Scherben leiden, dass sie wieder herstellen.

00:41:10: Irgendwo, wo wir stattfinden dürfen.

00:41:12: Das bringt mich zu der nächsten Frage.

00:41:16: Es gibt Sachen, die nicht entschuldbar sind.

00:41:22: Das

00:41:22: ist eine schwierige Frage.

00:41:24: Objektiv und psychologisch gibt es in diesem Sinne nicht einen unentschuldbaren.

00:41:30: Jede Handlung kann zumindest theoretisch eigentlich entschuldigt werden.

00:41:37: Aber natürlich gibt es Dinge, die so gravierend und so dramatisch sind, dass Entschuldigung auf der emotionalen Ebene das nicht gut macht oder das nicht repariert, dass es viel zu tief ist, wie Schwergewalt, Verrat oder kriminelle Handlungen.

00:41:58: Aber auch dort ... Entschuldigungen können ruhig und verantwortlich ausdrücken.

00:42:06: Selbst eben beschlimmsten, vergehen.

00:42:09: Aber die heiligte Leute sind nachher wie beim Opfer.

00:42:13: Ja, das ist ja manchmal nachher wie aus Opfersicht.

00:42:17: Ich habe manchmal lange dort Entschuldigungen, ja wie nicht.

00:42:20: Und das ist auch valide.

00:42:21: Also weisst du, das ist auch wie, hey, das darf irgendwie so sein.

00:42:26: Und Opfer dürfen nachher eben Grenzen setzen und wie entscheiden.

00:42:30: Ich will viel näher und wie viel Distanz.

00:42:32: braucht es, dass irgendwo ein Vertrauen wie der möglich ist.

00:42:38: Ja, und gleich denke ich, ist dort die Herausforderung als Opfer, die ganz schlimme Sachen erlebt hat, wie kommt man gleich wieder an einen guten Ort?

00:42:48: Wie darf die innerheiligen, die Metanoia, wie darf das irgendwie wieder wie Stadt finden?

00:42:54: Und wie kommt man wieder an einen Ort, wo man sich wieder auf Menschen einlassen kann?

00:42:59: Ja.

00:43:00: wo man innerlich ein Stück weit wie kann das akzeptieren, das war und vergeben, weil der andere Weg ist Spitterkeit.

00:43:10: Und ich glaube aber, das ist natürlich auch, das ist so, so, so, so gross und das kann man nicht im Podcast oder das sind keine einfache Antworten, sondern das sind ganz, ganz lange Prozesse.

00:43:22: Ja, wo diese Leute wirklich bevorstehen.

00:43:25: Heißt aber auch, egal, ob es jetzt so ein riesiges Feld ist, wo man vergeben muss, auch bei kleineren Sachen darf ich sagen, nein, ich kann deine Entschuldigung nicht

00:43:36: annehmen.

00:43:37: Ja, das ist ja nachher die Vergabung, oder?

00:43:39: Ja, das

00:43:39: stimmt.

00:43:40: Wir können Entschuldigung annehmen oder nicht annehmen.

00:43:43: Wir kommen zu einer Zitatin, ich weiss aber, wer das gesagt hat, Vergabung bedeutet ein Gefangenen freiland und den Gefangenen bin ich.

00:43:52: Also Vergebung, man meint ja immer, oder man hat Hindernste zu meinen, ja, ich vergiebe jemandem, damit ich diese Person loslasse oder diese Person wieder frei sein kann.

00:44:02: Aber Vergebung ist eben in erster Linie auch für mich selber, dass ich frei werde und nicht mich von Sachen drücken lassen oder eben Sachen mich wirklich in Bitterkeit führen will, weil ich so viele Emotionen in mir drin habe, die schlussendlich nichts.

00:44:20: um einen guten Ziel zu führen.

00:44:21: Aber das ist wieder ein anderes Thema, das gerade eine riesige Box geöffnet werden würde.

00:44:30: Und mit viel Aspekt auch wieder reinkommen.

00:44:32: Du hast so viele coole Sachen mitgegeben.

00:44:35: Danke dir vielmals, Janine.

00:44:37: Ich habe mich inspiriert wieder zurück und freue mich aufs nächste Mal mit dir.

00:44:42: Ja, gleichfalls.

00:44:43: Danke vielmals.

00:44:46: Janine Ösch, Psycho-Sozialiberatorin mit eigener Praxis Torf,

00:44:50: gerade

00:44:51: bei Lucerne.

00:44:52: Wenn du mehr zu ihrer Arbeit willst heissen, dann schaue bei uns in den Show-Notes vorbei.

00:44:57: Danke dir fürs dabei sein bei dieser Psycho-Igene-Volk und danke dir fürs Mitdrehen unserer Leidenschaft, Podcasts zu machen, die Menschen im Alltag in den Herausforderungen helfen können, sie begleiten können, ermutigen können.

00:45:11: IRF-Media, die diesen Podcast produziert, ist ein Spendenwerk, um die finanzielle Unterstützung zu brauchen.

00:45:16: Wie dein Beitrag zu uns kommt, erfährst du auch in dem du auf unsere Show Notes gehst.

00:45:22: Danke dir von Herzen für deine Beiträge.

00:45:26: Ich bin Ruth Stutz und wir hören

00:45:34: uns bald wieder.

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