Innere Ruhe trotz Alltagsstress

Shownotes

Da gönnt man sich ein Wellness Wochenende – und kaum ist man auf dem Weg nach Hause, ist es schon wieder vorbei mit der inneren Ruhe und Gelassenheit. Selbst wenn der Körper einmal auf «ruhig» schaltet, kann es innerlich trotzdem turbulent zu und her gehen. Wie kann man also innerlich zur Ruhe kommen – trotz aller Anforderungen im Alltag, trotz Stress und trotz endloser To do Listen? In dieser Folge erzählt Psychotherapeutin Julia Wegmann, wie es in ihrem Kopf nach und nach leiser wurde. Dabei spielen Pausen, Rituale, kluge Reizreduktion und eine klare innere Ausrichtung eine zentrale Rolle. Stichworte dazu: «Brain Dump», progressive Muskelentspannung, Digital Detox und der «sichere innere Ort». Ausserdem geht es um Akzeptanz, Dankbarkeit und Glauben.

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Expertin:

Julia Wegmann ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin und Fachpsychologin für Psychotherapie FSP. Sie bietet kognitive Verhaltenstherapie, Traumatherapie und Schematherapie an. Seit 2009 begleitet sie Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern auf ihren individuellen Wegen im Leben. Mitte 2021 wagte sie den Schritt in die Selbständigkeit mit der Praxis Tandem GmbH. Mit Empathie, Wertschätzung, Transparenz und Echtheit hilft sie, Schwierigkeiten zu überwinden und neue Lösungen zu finden. Sie setzt sich dafür ein, dass Menschen ihre eigenen Stärken und Ressourcen wiederfinden können. Julia Wegmann ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Host und Autorin:

Tabea Kobel

Links:

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt ja immer dieses Bild von, ich bin im Hamsterrad und ich laufe immer und dann mache ich eben so ein nuelles Urlaub, steig mal kurz aus dem Hamsterrad aus, hab mich mal kurz entspannt und dann komme ich zurück und das Rad läuft einfach weiter.

00:00:27: Freunde, alle Rechnungen, die man noch sollte zahlen.

00:00:30: Und auch die Ferien, die man noch sollte planen.

00:00:33: Es läuft immer weiter.

00:00:34: Und auch dann, wenn man das Gefühl hat, dass man in den letzten Jahren mit dem Silvester alles abgeschlossen hat, es fängt alles wieder von vorne an mit dem neuen Jahr.

00:00:42: Wir laufen im Hamsterrad.

00:00:44: Es ist ein innerer Stress.

00:00:46: Dabei wünschen wir uns doch alle Ruhe innerlich.

00:00:50: Also ... Wo kommen wir?

00:00:51: ein Wellness-Wochenende oder ein Tag im Spa und hoffen, dass wir zu dieser Ruhe dieser Entspannung kommen.

00:00:59: Aber sind wir ehrlich.

00:01:00: Meistens ist diese Ruhe schon weg, kaum ist man auf dem Weg heim.

00:01:04: In dieser Folge rede ich darum mit der Psychotherapeutin Julia Wegmann darüber, wie man dann langfristig zu dieser inneren Ruhe kommen kann.

00:01:11: Und sie hat uns hier gute Tipps.

00:01:13: Und zwar für alle Lebenslagen.

00:01:15: Ich bin Tabea Kobbel.

00:01:16: Starten wir in dieser Folge.

00:01:22: Wenn merkst du, dass du im Alltag vielleicht etwas Weckkunst von der inneren Ruhe, dass du dich nicht mehr fehlst?

00:01:33: Ich merke das sehr stark, wenn ich sehr reizbar bin, vor allem mit den Kindern, schnell und ungeduldig bin.

00:01:43: Man kann das auch oder bei mir war das auch viel so Gedankenkreisen vor allem abends.

00:01:47: Also wenn man so einen ganz vollen Tag hat und dann habe ich mich ins Bett gelegt und dann hat sie in meinem Kopf wie keine Ruhe gegeben.

00:01:54: Zum Beispiel dann kommt so ein Gedanke nach dem anderen und ich merke auch man ich kann überhaupt nicht einschlafen.

00:02:02: Was bedeutet es dann für dich, wenn du dann innere Ruhe hast?

00:02:06: Wenn ich innere Ruhe habe, dann merke ich also für mich ist es vor allem so ein leise sein im Kopf und auch in ruhig sein.

00:02:15: Also ich habe eine sehr gute Freundin, die hat immer gesagt, ja, manchmal dann höre ich einfach Worshipmusik, dann liege ich so und dann denke ich nichts.

00:02:26: Und ich dachte so, wie soll das gehen?

00:02:29: Nichts denken.

00:02:30: Wenn ich mich irgendwo hinleg, dann rattert's in meinem Kopf, dann kommt irgendwie ein Gedanke nach dem anderen.

00:02:36: Also so, mein Kopf ist dann irgendwie wie laut und gar nicht ruhig gewesen.

00:02:41: Ich hab gemerkt, im Laufe der letzten Jahre ist mir irgendwie doch gelungen, dass das jetzt doch auch mal funktioniert.

00:02:47: Weil ich dachte immer, hey, von was redet die?

00:02:49: Also, für mich far away überhaupt nicht erreichbar.

00:02:52: Ich hab schon den schlechten Schlaf, seitdem ich klein bin irgendwie, das zur Ruhe kommen, auch im Schlaf wirklich tief schlafen, erholt schlafen.

00:03:01: Habe ich so gemerkt, hey, das kenn ich gar nicht so richtig.

00:03:05: Und sie erzählt es so.

00:03:07: Ich hatte mal einen anderen Freund, der hat gesagt, wenn ich mich ins Bett leg, Mache ich einfach die Augen zu, dann denke ich, schwarz und dann schlafe ich.

00:03:13: Und ich dachte so, wie geht denn das?

00:03:15: Als Schwarz danken?

00:03:16: Ja.

00:03:16: Das kann man ja mal ausprobieren.

00:03:18: Vielleicht funktioniert es bei den Einten, wär schon mal ein Tipp raus.

00:03:20: Genau,

00:03:21: also deswegen habe ich gemerkt, innere Ruhe ist für mich jetzt auch so, wo ich merke, mein Kopf ist auch einfach mal ruhig.

00:03:27: Das sind nicht irgendwelche Gedanken und die strömen so über mich ein oder das Gefühl, ich muss jetzt.

00:03:33: Ich sollte doch, da ist noch dieses oder da ist noch jenes zu erledigen, sondern wirklich auch okay.

00:03:40: Ich kann mich jetzt auch aufs Sofa setzen und dann gucke ich einfach aus dem Fenster und dann gucke ich einfach aus dem Fenster.

00:03:45: Ich finde es super, dass du das sagst, weil das gibt irgendwie eine Hoffnung.

00:03:47: Weil ich hätte dich jetzt gerade noch gefragt, ist es denn nicht eine typische Sache?

00:03:52: Ich kenne Menschen, die können das eben schon seit immer.

00:03:55: Und ich kenne Menschen, die können das nicht.

00:03:57: Und ich hätte jetzt so wie ... Also, da könnte man schon stoppen, dass du einfach sagst, hey, sorry, müsste ich einfach damit abfinden.

00:04:04: Da gibt es keine Chance, dass du jemals wirklich zu der inneren Ruhe kommst.

00:04:08: Aber du sagst doch, es ist möglich.

00:04:11: Und wenn wir ein bisschen tiefer darauf eingehen, also unbedingt herausfinden, wie du zu dem gekommen bist, dann hast du dann ... eher kurze

00:04:20: Zeiten

00:04:21: und das andere ist normal.

00:04:23: Oder kannst du heute auch sagen, doch, ich habe eine innere Ruhe, die eigentlich immer hier ist und sie wird jetzt eher mal unterbrochen von hektischen Zeiten.

00:04:34: Ja, also ich glaube grundsätzlich vielleicht, um das noch vorne wegzustellen, denke ich, dass Menschen, die im Bereich von Neurodivagent sind, also wenn man ein reizoffeneres Gehirn hat oder auch eine andere Wahrnehmung hat, dass die mehr herausgefordert sind, an so einen Punkt von innerer Ruhe zu kommen.

00:04:53: Weil wenn ich zum Beispiel hochsensibel bin, dann habe ich ein reicheres Innenleben, dann grübel ich mehr, dann mache ich mir mehr Gedanken, dann bewegen mich auch bestimmte Sachen mehr.

00:05:03: Wenn ich ein ADHS habe und ich bin leicht ablenkbar, mein Gehirn nimmt immer irgendwelche Reize wahr, dann hat das Gehirn natürlich auch mehr zu verarbeiten.

00:05:12: Und dann brauche ich auch mehr Ruhezeiten oder Erholungszeiten oder jemand, der auf dem Autismus Spektrum ist.

00:05:19: Also wenn wir uns eben so in diesem Bereich von Neurodivergenz ist man mehr herausgefordert.

00:05:24: oder das, was du sagst, es gibt Menschen, die haben das einfach, die sind ruhig und die sind gelassen.

00:05:30: Oder dann kann das auch sein, dass die vielleicht auch nicht ein neurodivergentes Gehirn haben, sondern neurotypisch funktionieren und sich über manche Sachen vielleicht auch gar nicht so viele Gedanken machen oder das Gehirn sich besser abschirmen kann von Reizen, die im Außen zum Beispiel auftreten.

00:05:47: Und das habe ich gemerkt jetzt bei mir selber auch, weil ich auch ein sehr reizoffenes Gehirn habe und sehr sensibel bin.

00:05:53: Ich nehme sehr, sehr vieles wahr und mein Gehirn braucht auch mehr Zeit zum Sachen verarbeiten.

00:06:00: Und dann ist auch manchmal so ein Schlüssel das zu erkennen, okay, wie funktioniere ich eigentlich?

00:06:04: Wo brauche ich vielleicht mehr Pausen?

00:06:06: Wo brauche ich mehr Ruhezeiten?

00:06:08: Also gerade dieses Gedankenkreisen am Abend habe ich, wenn Tage sehr, sehr vollgepackt sind und ich zwischendurch meinem Gehirn keine Zeit gibt, das, was es jetzt schon erlebt hat zu verarbeiten.

00:06:20: Und dann ist so ein Tipp, den ich geben kann, ist eben sich bewusster Pausen einzuplanen.

00:06:26: Also mein Vater und mein Opa, die haben schon immer einen Mittagsschlaf gemacht.

00:06:29: Und das ist was, was ich gemerkt habe, was ich in der Schulzeit, habe ich auch immer einen Mittagsschlaf gemacht.

00:06:35: Da bin ich auch gut durch den Tag durchgekommen und abends war das Einschlafen noch nicht so ein Thema und irgendwann so mit Einstieg in den Beruf.

00:06:44: konnte ich gar keinen Mittagsschlaf mehr machen und dann hat auch das Gedankenkreis in abends viel stärker angefangen.

00:06:51: Und jetzt achte ich auch mehr darauf, dass ich mir über den Tag wirklich eine Pause nehme.

00:06:56: Das habe ich jahrelang, habe ich das nicht gemacht irgendwie.

00:06:58: Ich habe im Heim gearbeitet, keine wirkliche Mittagspause, weil dann sitzt man mit den Jugendlichen oder mit den Kindern am Tisch und ist mit denen Mittag und dann habe ich eigentlich durchgearbeitet von morgens bis abends manchmal und dann konnte ich eben nicht einschlafen und war innerlich unruhig.

00:07:14: Ich glaube, alle, die viel mit Menschen arbeiten oder auch gerade in solchen Heimsettings, da bist du sehr schnell, sehr gebunden.

00:07:20: Und wenn man nicht konsequent drauf achtet, hey, jetzt habe ich mal fünfzehn Minuten Pause.

00:07:24: Jetzt setze ich mich mal draußen irgendwo hin oder gehe eine Runde um den Block, um da, wo ich arbeite wie auch immer und nehme mir mal eine Auszeit und gebe auch meinem Gehirn Zeit zum Sachen verarbeiten.

00:07:37: Dann kann das irgendwie wie eben nicht Ruhe.

00:07:42: Es kann nicht in Ruhe kommen, weil es immer dreht.

00:07:45: Jetzt hast du gesagt, schlafen.

00:07:47: Ist das ein gängiges Mittel?

00:07:49: Kann man sagen, schlafen hilft, dass man eine innere Ruhe hat, wenn man wach ist?

00:07:57: Schlaf ist generell, also wenn wir sind ja im Podcast Psychehygiene, wenn es um die Psyche geht und was uns gut tut, sind wesentliche Elemente, Schlaf, Ernährung, Bewegung oder für unser Wohlbefinden.

00:08:09: Und Schlaf ist ein Schlüssel-Element.

00:08:12: Also unser Körperrout, unser Geistrout, Dinge können verarbeitet werden oder im Gehirn können Dinge... Ins Langzeitgedächtnis gelangen oder es passiert Erholung über die Nacht, dass wir wieder Energie haben für den nächsten Tag.

00:08:27: Und wenn natürlich der Schlaf gestört ist, dann bin ich weniger erholt am nächsten Tag.

00:08:34: Dann bin ich anfälliger für Stress.

00:08:36: Ich bin schneller reizbar und ich bin auch anfälliger für starke Emotionen.

00:08:41: Also Schlaf ist sehr ein wichtiges Thema, wenn man merkt, man hat so die Unruhe, dann irgendwie sagen hey.

00:08:50: Ich schlafe jetzt einfach jede Nacht acht Stunden oder neun oder was würdest du dir empfehlen?

00:08:54: Ja, zum Beispiel.

00:08:55: Also man kann da keine Pauschalempfehlung geben, weil auch der Schlafbedarf ist sehr individuell.

00:09:01: Es gibt Menschen, denen reichen sechs Stunden Schlaf und es gibt Menschen, die brauchen zehn Stunden Schlaf.

00:09:06: um erholt zu sein.

00:09:07: Oder deswegen kann ich jetzt nicht sagen, es müssen mindestens acht Stunden sein, sondern das muss man selber für sich rausfinden.

00:09:13: Hey, wann kann ich denn am Morgen aufstehen und merke, ich bin erholt und ich habe ausreichend geschlafen.

00:09:19: Wenn ich dann ausrechnen, okay, wie viele Stunden waren das jetzt?

00:09:22: oder und das so eine Zeit lang beobachte, dann kann ich auch rausfinden, was ist so ungefähr mein Schlafbedarf, den ich brauche?

00:09:29: oder profitiere ich zum Beispiel von so einem Power-Nap am Mittag zu mich erholen.

00:09:35: Du sagst, du hättest viel nachdenken oder verarbeiten müssen und so weiter.

00:09:39: Macht das Hirne, wenn man schlaft, automatisch?

00:09:43: Hat man es dann gleich verarbeitet, wie im Wachzustand verarbeitet?

00:09:47: Nein, das, was beim Schlaf im Gehirn passiert, sind mehr so Langzeitspeicherung und Prozesse.

00:09:53: Aber wenn mich jetzt Probleme beschäftigen ... oder wenn mich, wenn mir innere To-do-Listen durch den Kopf gehen, so das Thema Mental Load oder was ja viele Eltern kennen oder generell viele Menschen oder auf der Arbeit steht irgendein Projekt an und ich habe das noch nicht abgeschlossen, ich habe irgendeine Aufgabe noch nicht beendet.

00:10:13: Dann kann das ja was sein, was uns wie noch umtreibt, also bestimmte Gedanken da sind.

00:10:18: Aber wenn ich dann schlafe, dann denke ich natürlich nicht in dem Moment, aber dann sind die Dinge, die mich beschäftigt haben, ja auch noch nicht gelöst.

00:10:25: Also das heißt, die kommen dann auch wieder zurück.

00:10:28: Es kann dann aber helfen, schon mal so als einen Tipp sich wirklich ein Block und ein Zettel neben das Bett zu legen und wenn einem Sachen noch durch den Kopf gehen, die aufzuschreiben, das hilft so ein bisschen, ich nimm's vom Kopf raus und leg's irgendwo ab.

00:10:42: Und dann tue ich es in die Schublade oder mache mir Notizen auf dem Handy oder schreibe irgendwas in der To-do-Liste.

00:10:48: Und dann weiss ich auch, ich muss nicht permanent daran denken, weil ich es jetzt aufgeschrieben habe.

00:10:53: Und dann entscheide ich, wann ist jetzt ein Zeitpunkt, wann kann ich mich damit beschäftigen?

00:10:57: Hilft aber, wenn man vielleicht nicht schlafen kann, weil es eben zu feststrahlt.

00:11:01: Nicht in dem Fall.

00:11:03: Es ist nicht immer möglich, dass man einfach einen Nap machen kann.

00:11:05: Oder dass man sich ausnehmen kann, wie du es vorhin auch beschrieben hast.

00:11:08: Du hast eine Situation gehabt im Beruf, wo du es jetzt nicht hast können.

00:11:12: Und am Abend hast du nachher dann gemerkt, du warst viel mehr im Gewusel.

00:11:16: Wie hattest du es dann machen können, dass du dort zur Ruhe kamst?

00:11:21: Du trichst, ob ich das selber erruhe hast.

00:11:23: Du hast gesagt, du willst schieben.

00:11:24: Schon mal etwas.

00:11:26: Genau, also ich habe noch gemerkt, für mich auch so ein Unterschied zwischen mein Kopf ist irgendwie laut oder mein Körper ist unruhig oder angespannt.

00:11:36: Und wenn der Körper unruhig oder angespannt ist, dann habe ich angefangen zum Beispiel mit progressiver Muskelentspannung, bestimmten Atemübungen oder also die eigentlich beruhigen und die entspannen.

00:11:48: damit mein Körper z.B.

00:11:50: auch zur Ruhe kommen kann.

00:11:52: Progessive Muskelentspannung ist, wenn man sich alles anspannt und dann langsam löst.

00:11:58: Genau, also da gibt es auf YouTube verschiedene Anleitungen, wenn man das eingebt.

00:12:03: Progessive Muskelentspannung, dann geht man in der Regel.

00:12:07: Es geht von zwanzig Minuten bis sechzig Minuten, geht man verschiedene Körperpartien durch, die man bewusst anspannt und dann wieder entspannt und auch mit dem Atmen verknüpft, also auch mit länger Ausatmen als Einatmen.

00:12:21: und durch diesen Unterschied von Anspannung und Entspannung und dann spürt man auch in die Entspannung rein, passiert es tatsächlich, dass sich auch den Körper entspanne und dieses Gefühl von der Entspannung sich ausbreitet.

00:12:35: Also das hilft sich eben zum Abenfahren, vom Alltag, Gedanken, Orten.

00:12:42: Was hat er sonst noch geholfen?

00:12:44: Ja, das andere, was auch noch hilft, ist natürlich ein gutes Zeitmanagement.

00:12:49: Also eben, wie teile ich meine Zeiten auf, was ist ein Stresslevel, mit dem ich umgehen kann?

00:12:55: Also auch da sind Menschen unterschiedlich belastbar.

00:12:59: Und wenn ich wie nie zur Ruhe kommen kann, also es gibt ja immer dieses Bild von, ich bin im Hamsterrad und ich laufe immer und dann mache ich eben so ein Nuellen des Urlaub, steig mal kurz aus dem Hamsterrad aus, hab mich mal kurz entspannt und dann komme ich zurück und das Rad läuft einfach weiter.

00:13:14: Genau.

00:13:14: Deswegen ist auch manchmal das Thema, ich muss vielleicht auch an meinen Umständen etwas... Also Thema, ich sage jetzt mal, in dem ein Kinderheim, in dem ich gearbeitet habe in Deutschland, wo ich dann irgendwann zweihundert Überstunden hatte und eigentlich nie wirklich Pause gemacht habe und fast ins Burnout gerutscht bin, habe ich gemerkt, ich muss jetzt eine Reißleine ziehen.

00:13:34: Das wird in diesem Heim nicht funktionieren, weil dort die Kultur fehlt von, es braucht auch Pausen und es braucht Zeit für Erholung.

00:13:44: Leiter haben selber zu viel gearbeitet.

00:13:46: Das ist ja immer, wer geht eigentlich voran und was haben die für ein Vorbild?

00:13:50: Und dann habe ich gemerkt, okay, ich muss jetzt da aussteigen, ich muss woanders hin und ich muss auch an einen Ort, wo dem auch Sorge getragen wird, weil ich mich selber schlecht abgrenzen kann.

00:14:00: Oder ist ja auch das andere Thema, wo muss man sich selber abgrenzen, wo darf man auch für seine Pausen einstehen oder und eintreten und sagen, ich habe das Recht oder jede Stunde darf man theoretisch eine kurze Pause machen oder dann halt am Block.

00:14:12: Fünfzehn Minuten am Vormittag und eine Mittagspause und nochmal am Nachmittag eine kurze Pause.

00:14:18: Das ist so das andere, oder?

00:14:19: Also, wie sind eigentlich äußere Umstände und wo muss ich auch schauen?

00:14:24: Was geht und wo es auch das Stresslevel einfach zu hoch?

00:14:27: Weil oft, wenn wir innerlich unruhig sind, hängt das auch mit dem Stress zusammen, weil der Körper viel Quartisol ausschüttet und wir gestresst sind.

00:14:36: Aber vielfach kann man ja gar nicht so wirklich etwas machen.

00:14:39: Vielleicht gerade das Familiensetting, das man dann immer daran ist.

00:14:43: Wenn das ein Kind schläft, dann ist es eine andere Woche rumgekehrt und man kann sich die Pausen kaum nähen.

00:14:48: Das sind ja auch Ausnahmezustände.

00:14:51: Was hilft dort?

00:14:52: Dann kannst du wieder schlafen.

00:14:55: Dann kannst du noch ... Wie kann man das machen?

00:15:00: Ich glaube, was sehr wichtig ist oder was ruhereidend bringt, sind Rituale.

00:15:05: Also sich sein Alltag zu strukturieren, auch mit Ritualen.

00:15:08: Wie starte ich zum Beispiel schon mal in den Tag?

00:15:11: Ich habe gemerkt, so im Alltag mit Kindern, wo ich wenig Zeit habe für mich.

00:15:16: Also jetzt sind sie im Schulalter, jetzt ergeben sich neue Räume.

00:15:20: Aber auch vorher so das Thema, okay, ich muss früher aufstehen und dann kann ich für mich am Morgen irgendwie ein Bibelfers lesen.

00:15:26: Also ich bin jetzt nicht typisch, mache ewig langstelle Zeit, aber ich lese mal so den Tagesvers und versuche mich so ein bisschen gedanklich auszurichten.

00:15:34: Also zieht mit Gott verbringen Sie morgen.

00:15:37: Genau,

00:15:37: oder in Ruhe duschen für mich alleine.

00:15:40: Ich bin schon gestresst, wenn die Kinder wach sind, bevor ich mich parat gemacht habe, weil dann werde ich ständig unterbrochen, dann mache ich hier, mache mich da, WC abputzen, anziehen.

00:15:50: Deswegen habe ich gemerkt, ist schon mal wichtig, ich brauche Zeit, bevor die Kinder wach sind, dass ich so in Ruhe meinen Ablauf, der mir gut tut und so einen Morgenritual für mich machen kann.

00:16:01: Zum Beispiel mit dich dusche, ich ziehe mich an.

00:16:04: schmink ich mich ein bisschen, nicht jeden Tag, aber manchmal oder irgendwas, was so mein Ablauf ist, dann mache ich die Zunini-Boxen-Parade, dann mache ich das Frühstück-Parade, so in der Ruhe, also zum Beispiel schon mal in der Ruhe in den Tag starten.

00:16:18: Ich habe auch, bevor wir Kinder hatten, Bin ich immer, ich glaube, eine halbe Stunde, bevor ich aus dem Haus musste, aufgestanden und mein Mann steht über eine Stunde vorher auf.

00:16:27: Und weil ich eben so schlecht geschlafen habe, habe ich auch immer so, nee, ich muss maximal lange schlafen.

00:16:32: Damit ich gut durch den Tag

00:16:33: durchkomme.

00:16:34: Und dann habe ich aber gemerkt, hey, mein Mann steht irgendwie früher auf und der Fans schön, wenn wir noch Zeit zu zweit haben.

00:16:42: Und dann habe ich auch angefangen, eine Stunde vorher aufzustehen und wir haben morgens in Ruhe gefrühstückt.

00:16:47: Dann musste ich eher aufpassen, dass ich nicht die Zeit verdattelt so ein bisschen, weil ich musste dann immer auf dem Zug, weil ich gependelt bin zur Arbeit.

00:16:55: Aber dann habe ich gemerkt, hey, das ist viel besser in Ruhe, zum Beispiel auch schon mal in den Tag zu starten.

00:17:00: Und nicht schnell schnell und auf dem Weg am Bahnhof noch ein Skipfeli und ein Kaffee oder so.

00:17:06: Und alles immer schnell schnell, sondern es hilft auch in die Ruhe reinzukommen, wenn ich auch Momente habe, wo ich in Ruhe starten kann und wo ich genügend Zeit für etwas einplane.

00:17:17: Dass der Tag nicht so überladen ist und auch nicht so vollgestopft oder nicht Termine zu dicht eineinander sind.

00:17:24: Das was man steuern kann, oder?

00:17:26: Und steuern kann ich zum Beispiel, wann stehe ich auf?

00:17:29: Und auch mit schlechten Nächten oder so mit den Kindern, dann gibt es schon manchmal, okay, jetzt setze ich Priorität auf länger schlafen.

00:17:36: Dann habe ich halt die Zeit am Morgen für mich nicht oder setze ich Priorität auf Zeit für mich, wo ich gemerkt habe, das bringt mir häufig sehr, sehr viel, weil ich eben viel ruhiger in den Tag starte.

00:17:53: Ich glaube, es sind so verschiedene Teile.

00:17:55: Also oft gibt es nicht so, ich sage jetzt mal den Einschlüssel und genau der ist es und dann bin ich plötzlich innerlich ruhiger, sondern ich glaube jetzt so in meinem Leben sind es verschiedene Sachen gewesen.

00:18:07: Also verschiedene Gewohnheiten, wo ich gemerkt habe, hey, die muss ich verändern.

00:18:11: Also bewusster Pausen machen, irgendwie in den Morgen schon früher starten, mir Zeit für mich einplanen.

00:18:19: Dann habe ich auch irgendwann angefangen, wieder Sachen für mich zu machen, also auch so das Thema Selbstfürsorge, wo habe ich auch Räume für mich?

00:18:25: oder wo haben auch bestimmte Bedürfnisseraum.

00:18:28: Und ich glaube, dann ist auch so ein großer Teil von innerer Ruhe, kann natürlich auch entstehen.

00:18:35: Also nicht immer wegen Umständen, die im Außen sind oder wo Unruhe ist, sondern auch im Innen.

00:18:39: Also wo bin ich auch gefestigt in meiner Identität und in meiner Persönlichkeit.

00:18:45: Wo bin ich auch irgendwo angekommen?

00:18:47: Weil eine innere Unruhe kann ja auch mit dem zusammenhängen.

00:18:51: Ich bin nicht angekommen.

00:18:53: Ich habe noch keine Wurzeln geschlagen.

00:18:54: Irgendwie an einem Ort oder ich habe noch keine Familie oder irgendein Ort, wo ich mich zu Hause fühle oder das Gefühl, dass ich in meiner Berufung angekommen bin.

00:19:03: Ich weiß gar nicht, was ich machen möchte.

00:19:04: oder deswegen gibt es natürlich auch Phasen im Leben, die sehr viel unruhiger sind, wenn wir auch in unserer Identität nicht so angekommen sind.

00:19:13: Da habe ich gemerkt, so.

00:19:15: Das Leben von meiner Familie, von meinem Mann und von mir hat sich so entwickelt, dass wir beide in unseren Berufungen laufen.

00:19:23: Wir können unsere Begabungen einbringen in dem, was wir beruflich machen.

00:19:28: Wir haben unsere Familie gegründet, wir haben unser Zuhause.

00:19:31: Da ist ganz viel, was man vielleicht auf so Checklisten hat oder was möchte ich in meinem Leben machen, wo wir sagen können, ja, wir sind eigentlich da angekommen und das bringt natürlich auch eine Ruhe.

00:19:40: Da sind jetzt vielleicht noch Gedanken über eine Reise, die ich vielleicht mal machen möchte oder vielleicht mal noch irgendeine Weiterbildung.

00:19:46: Aber mir haben so, ich würde jetzt mal sagen, so ein Grundgefühl auch von, hey, ich bin da, wo ich gerade bin, in meinem Leben bin ich sehr zufrieden, wo ich

00:19:55: bin.

00:19:58: Schön, wenn man das haben kann.

00:20:01: Wenn man aber in dem anderen Punkt ist, muss man die einfach aushalten.

00:20:05: Die innere Unruhe.

00:20:07: Ja, also ich glaube eben so ein Teil ist ja oder das, was wir vorher hatten, was kommt so von außen, wo kann ich über Stressmanagement, bewusste Pausen, Rituale im Alltag, wo kann ich dafür Ruhe sorgen?

00:20:19: und das andere ist natürlich tatsächlich so.

00:20:21: Also solche Phasen habe ich ja im Leben auch gehabt, die sehr stressbehaftet sind, wo nicht immer alles so ist, wie ich das gerne hätte, wo Partnerschaften zu Ende gehen und Keine Ahnung, man weiß gar nicht, was passiert jetzt überhaupt, wie geht es weiter?

00:20:38: Bin ich jetzt alleine?

00:20:40: Also wo natürlich auch eine Unruhe kommen kann von in welcher Situation bin ich jetzt eigentlich gerade, in welcher Lebensphase?

00:20:47: Und ich finde, was da Ruhe reinbringen kann, ist auch das Thema Akzeptanz.

00:20:52: akzeptieren von.

00:20:54: Und das ist nicht so einfach.

00:20:55: Das habe ich auch gehabt, beruflich oder an einem Punkt.

00:20:58: Also jetzt bin ich selbstständig und jetzt merke ich, das tut mir gut.

00:21:01: Ich kann viel so gestalten, wie ich das möchte.

00:21:04: Und als ich das noch nicht war oder auch manchmal Arbeitsbedingungen nicht so waren, dass es für mich zufriedenstellend war, gab es schon auch viele Phasen von, okay, ich muss das aushalten.

00:21:15: Ich muss das akzeptieren, dass das gerade das ist, was möglich ist.

00:21:20: Also... Ich habe es auch schon erlebt, so im beruflichen, dass mir bestimmte Leitungsfunktionen aufgrund von Umstrukturierungen entzogen wurden.

00:21:28: Und dann habe ich gemerkt, das macht mich jetzt unzufriedener.

00:21:31: Ich leite eigentlich gerne irgendwie einen bestimmten Bereich und dann ist immer mehr von mir weg.

00:21:36: Und ich sage jetzt mal Bemächtigung von anderen Mitarbeitern, was ich grundsätzlich gut fand.

00:21:40: Aber wo ich gemerkt habe, so für meine eigene Zufriedenheit ist das irgendwie nicht so gut.

00:21:46: Und dann gibt es eben auch so Situationen, wo es darum geht, okay, ich muss bestimmte Lebensphasen auch akzeptieren, dass es gerade eine Phase ist, in der ich drin bin, wo vielleicht nicht alle Fragen beantwortet sind, wo ich aber jederzeit schauen kann, okay, aber was ist das, was gut ist, was ist das, wofür ich dankbar sein kann, oder also dann den Blick nicht zu stark auf das richten, was nicht gut ist.

00:22:12: muss das auch nicht ignorieren.

00:22:13: Oder ich finde, man darf auch traurig sein, man darf auch wütend sein über irgendwelche Lebensumstände, die gerade nicht so sind, wie wir uns das wünschen.

00:22:21: Aber wenn wir zu stark diese negative Brille aufbehalten, dann leidet eben auch unser Wohlbefinden.

00:22:28: Und dann ist das, was helfen kann, sich eben zu besinnen auf.

00:22:31: Aber wofür kann ich dankbar sein?

00:22:34: Und wir haben immer Dinge, für die wir dankbar sein können.

00:22:38: Ich habe mal viel über das auch gegrittet.

00:22:41: Man kann anwenden, dass es im Moment auch etwas Ruhe gibt.

00:22:47: Schlafen genug, Erholung im Schlaf, gute Essen und zärtige Sachen.

00:22:54: Das kann im Moment vielleicht helfen.

00:22:57: Aber so, dass man lange innere Ruhe hat.

00:23:01: Wie kann man das?

00:23:03: Oder wo ist der Unterschied zu einer kurzfristigen Entspannung?

00:23:09: Ja, also das, was so durch so ein Wellness-Trip oder kurzfristige Entspannung wäre, jetzt ich reduziere Reize aus meinem Alltag, oder?

00:23:16: Ich entziehe mich meinem Job und ich bin mal an einem Ort, wo es ruhig und entspannt ist, wo weniger Reize auf mich einprallen, oder?

00:23:24: Das ist ja

00:23:24: eine super Trend, ja, oder machen irgendwie ... ... Retreat, genau.

00:23:27: ... irgendwie

00:23:28: ein wenig in die Wellness-Säferien gehen oder irgendwie ... ... ein bisschen ... ... entspannen in einem Kurs oder so.

00:23:36: Genau, und das ist auch gut, weil das entspannt kurzfristig, oder?

00:23:39: Ich habe Reize reduziert.

00:23:41: Man sagt dann, bei der tiefen inneren Unruhe geht es auch mehr um eine innere Ausrichtung, also nicht so sehr das Außen oder eben das, was ich gesagt habe, man kann sich schon abschirmen von den äußeren Reizen.

00:23:55: Aber es hat auch viel damit zu tun, was habe ich auch für eine Haltung.

00:23:58: Also wie gehe ich eben mit den Sachen um?

00:24:00: Wo muss ich manchmal Sachen akzeptieren, wie ich gerade nicht verändern kann?

00:24:04: Oder wo muss ich gelassener werden?

00:24:07: Oder wo muss ich geduldiger werden im Alltag?

00:24:09: Oder das ist so die innere Ausrichtung.

00:24:12: Und dann haben wir auch kurzfristige Entspannungen, sind oft auch körperlich.

00:24:15: oder ich bin schnell eine Runde laufen gegangen oder ich habe vielleicht so eine progressive Muskeentspannung gemacht oder und jetzt ist mein Körper entspannt und man sagt dann so die tiefere Innere Ruh kommt dann eben auch, wenn ich mich emotional entspannen kann, also wenn ich mich sicher fühle, wenn ich mich geborgen fühlen kann, wenn ich mich geschützt fühlen kann oder wo es auch so um existenziellere Sachen geht.

00:24:38: Und da ist natürlich auch das Thema, wenn ich wirklich sehr, sehr schwierige Lebensumstände habe oder dann kann man ja noch sagen, ja ich lebe in einem Elternhaus mit Gewalt oder das ist schwierig, mich da geborgen zu fühlen zum Beispiel.

00:24:52: oder dann Ist das natürlich nicht so einfach, oder ist dann mehr die Frage, wo sind auch Räume?

00:24:57: Wo kann ich mich geschützt fühlen?

00:24:58: Oder wie kann ich dieses Gefühl für mich selber herstellen?

00:25:02: Oder dass ich mich geborgen fühlen kann?

00:25:05: Wer ist ein Tipp, das man sollte mal in sich hinlust?

00:25:08: Wo ist denn überhaupt der Raum?

00:25:10: Wo fühle ich mich sicher und geborgen?

00:25:12: Ja, und es gibt also im Therapiesetting oder also auch zum Beispiel mit Traumapatienten etabliert man immer einen sicheren Ort und das ist ein innerer sicherer Ort, also der quasi in mir ist, wo man eigentlich eine Anleitung gibt für eine Imagination oder dass man innerlich selber so ein inneres Bild entstehen lässt, was ist für mich ein sicherer Ort?

00:25:34: Das kann zum Beispiel ein Garten sein oder was auch immer.

00:25:37: oder und dann ist das vielleicht ein Garten und da ist eine Bank und dann ist vorne dran ein See und vielleicht hat es dann Tiere oder auch nicht.

00:25:44: Und dann arbeitet man eigentlich sehr, sehr stark mit solchen inneren Bildern, in die man sich zurückziehen kann, wenn im Außen zum Beispiel irgendein Sturm ist, Lebensumstände, die gar nicht gut sind.

00:25:56: Aber wie kann ich mich innerlich zum Beispiel trotzdem wieder verankern und Sicherheit finden?

00:26:03: Und es gibt dann aber auch zum Beispiel auch bestimmte Atemübungen, also wo es auch eine Stelle im Körper, wo ich mich gerade gut fühle, wo kann ich mit meinen Gedanken hinreisen?

00:26:12: Oder es werden solche Techniken zum auch eine innere Ruhe herstellen können.

00:26:19: Oder das Gefühl von, okay, ich bin sicher.

00:26:21: Auch bei Angstpatienten.

00:26:23: Also arbeitet man auch viel mit inneren Bildern.

00:26:26: Dass man wirklich nicht in wennes Urlaub kann, man immerhin innerlich kann, irgendwo einfach das finden.

00:26:31: Weil es ist wahrscheinlich mehr Tatsache oder passiert eher, dass man den Raum schneller und gebiger aufsuchen kann.

00:26:42: Aber wie kann man das?

00:26:44: Können wir das selber auch machen?

00:26:46: Das ist das Therapiesetting, das du gesagt hast.

00:26:48: Sollen wir das in sich einfach so vorstellen?

00:26:51: Also das Bild ausmalen?

00:26:53: Was wäre ein schöner Ort, in dem ich mich wohlfühle?

00:26:57: Oder kann es auch ein Ort sein, in dem man kennt, in dem man in den Gedanken geht?

00:27:01: Genau, das kann man auch.

00:27:05: Gut bieten sich auch Kindheitserinnerungen an, die mit viel Geborgenheit und Gefühl von Sicherheit.

00:27:10: Zum Beispiel, wir waren mit der Familie immer in so einer kleinen Hütte in den Ferien und dann hat mein Vater draußen einen Feuer gemacht und wir haben da wirstlich grilliert oder was auch immer.

00:27:22: Und da habe ich mich so richtig sicher und geborgen gefühlt.

00:27:25: dann kann ich an diesen Ort reisen.

00:27:27: Oder das war bei meiner Großmutter zu Hause in den Bergen oder wie auch immer als Kind war ich mal am Meer oder auf einer Blumenwiese.

00:27:37: Und dann kann ich gedanklich an diesen Ort reisen.

00:27:39: Und was macht das denn, dass es fortwahrscheinlich euch das Blätversystem habe?

00:27:43: Genau, also die Teile im Gehirn, wo auch so unser Alarmsystem

00:27:48: ist.

00:27:49: die bei Stress reagieren, wenn Cortisol ausgeschüttet wird.

00:27:52: Das sind Strukturen so im Unbewussten und dieser Teil vom Gehirn spricht sehr gut an auf Bilder und auch auf Musik.

00:28:00: Also deswegen ist Entspannung ja auch oft mit entspannender Musik verknüpft oder irgendwelchen Klängen oder die auch eine Entspannung.

00:28:08: hervorrufen für unser Gehirn, also was unser Gehirn auch als entspannt wahrnimmt.

00:28:13: Und solche inneren Bilder führen dann zu einer Beruhigung von dem Teil, wo unser Alarmsystem ist und geben dann wie einen Funk okay, du kannst dich entspannen.

00:28:22: Also hier ist jetzt gerade ein Raum, wo Sicherheit ist und Ruhe und du musst nicht Alarm funken und die ganze Zeit Cortisol ausschütten oder und dann sind wir im Stress.

00:28:31: Machst du das im Alltag?

00:28:33: Dass du dann den inneren Raum aufsuchst, wo du sagst, ich bin jetzt mehr in dem oder sei dir jetzt mehr ein Gefühl, das einfach etabliert ist.

00:28:41: Weil du sagst, meine Umstände haben sich ein bisschen verändert.

00:28:44: Ich schlafe vielleicht mehr und ausgeglichener.

00:28:47: Das Leben hat sich einfach mehr zur Ruhe gesetzt, dass wir jetzt gerade in die Pensionierung kommen.

00:28:55: Aber es hat mehr Ruhe in.

00:28:58: Oder gibt es das dann auch, dass du sagst, ich bin im Alltag so voll, im Stress und jetzt, okay, ich gehe jetzt kurz in den Raum rein?

00:29:06: Also das, was ich gesagt habe, was ich ja mehr mache, ist so in der Ruhe in den Tag zu starten.

00:29:11: Das habe ich gemerkt.

00:29:12: Genau.

00:29:12: Ich habe jetzt für mich eigentlich nicht so einen inneren, sicheren Ort, sondern ich habe wirklich mehr.

00:29:17: so dieses Am Morgen mit mehr Ruhe starten.

00:29:21: Dinge vorbereiten, so oder dass ich im Tag nicht so viel Stress habe, aber es gibt natürlich auch Momente, wo ich scheitere und wo mein Stressmanagement noch nicht so gut läuft.

00:29:31: Aber was ich auch versucht habe, das ist mehr jetzt so das Thema Achtsamkeit von.

00:29:36: ich richte den Blick auch einfach achtsam auf bestimmte Sachen.

00:29:40: Also ich entstresse und ich reduziere Reize insgesamt.

00:29:44: Ich gehe nicht joggen und höre nebenbei einen Podcast oder Musik.

00:29:49: Geh einfach joggen und konzentrier mich auf die Natur.

00:29:51: Wieso was macht es?

00:29:54: Das hilft auch, einfach Reize fürs Gehirn zu reduzieren, weil ich nicht mehrere Sachen gleichzeitig verarbeiten muss.

00:30:01: Oder wir sind heutzutage so sehr, also auch das Thema Digital Detox oder Smartphone ist immer dabei.

00:30:08: Wir sind ständig erreichbar.

00:30:10: Wir

00:30:10: haben immer eine Flut von Reizen, die auf unser Gehirn einströmen.

00:30:15: Und ich habe ein sehr reizoffenes Gehirn.

00:30:17: Also deswegen kommt dann auch so abends okay, jetzt kommt das und das und das, was ich eigentlich, wenn die Tage sehr, sehr vollgepackt sind.

00:30:24: Und dann habe ich gemerkt, ich muss Reize reduzieren und ich muss insgesamt entschleunigen.

00:30:29: Und ich muss eben auch so... Momente haben, wo ich mir das auch erlaubt, zum Beispiel einfach mich ans Fenster zu setzen, auf Sofa und einfach mal rauszugucken und zu sehen, wie schön gerade die Sonne untergeht.

00:30:43: Also so dieses achtsame Wahrnehmen eigentlich von der Natur, von Dingen, die in meiner Umgebung sind und auch nicht ständig den Kopf füllen mit irgendwelchen Reizen, immer erreichbar sein, immer sofort reagieren, weniger Smartphone.

00:30:58: Zum Beispiel.

00:30:59: Also dass man sich z.B.

00:31:00: Zitten setzt.

00:31:01: Oder was wird schon im Falle im Umgang mit Smartphone?

00:31:04: Ja, im Umgang mit Smartphone ist sehr gut.

00:31:08: Es gibt so Funktionen, Unterbrechungen reduzieren oder eben ich mache so nicht Stirn-Modus rein oder Push-Mitteilungen.

00:31:15: kann man ausstellen, dass ich auch nicht jedes Mal, wenn es irgendwas Neues gibt, kriege ich irgendeine Push-Mitteilung, ob das irgendeine Nachricht ist oder dass irgendein Sale oder Schlussverkauf, irgendwas.

00:31:26: Also auch da Reize reduzieren, weil da kommen sehr, sehr viele Reize täglich über E-Mails, über Pushmitteilungen auf dem Handy.

00:31:35: Also das kann ich schon mal einstellen.

00:31:37: Dann kann man für sich handyfreie Zeiten definieren.

00:31:41: Also während den Mahlzeiten, kein Smartphone.

00:31:44: Während ich auf der Arbeit bin, ich lasse zum Beispiel das Handy dann nicht direkt neben dem Laptop so, dass ich immer sofort sehe, wenn mir jemand schreibt, sondern ich pack's in die Tasche.

00:31:53: Also wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin, außer wenn ich dann Fotos mache oder irgendwie mit dem ÖV, das Ticket oder so, versuche ich wirklich das Handy komplett wegzulassen und gar nicht draufzuschauen.

00:32:05: Und eben so einzustellen, Unterbrechung reduzieren, dass ich auch gar nicht mitbekommen.

00:32:09: Jetzt hat mir irgendjemand geschrieben.

00:32:11: Zum Beispiel, ich habe noch eine Smartwatch, oder wenn es dann da auch noch vibriert, oder so, dann muss man aufpassen, oder dass das nicht zu viel wird, weil das bedeutet für unser Gehirn immer eine Anforderung, da kommen Reize, die muss ich verarbeiten.

00:32:24: Das ist aber schon etwas, wo einfach auch unsere Gesellschaft mega gängig ist.

00:32:28: Wenn würdest du sagen, ich muss mit Ries Leine ziehen.

00:32:32: Wenn, wenn ist Thema.

00:32:35: Also wenn ich mir so gesamtgesellschaftliche Entwicklungen betrachte, finde ich zum Beispiel, dass Australien jetzt eine Reißleine zieht mit Smartphone, Social Media erst ab sechzehn.

00:32:49: Oder finde ich schon mal sinnvoll und ich glaube auch generell müssen wir alle aufpassen.

00:32:55: dass diese digitalen Medien nicht zu viel Raum einnehmen im Alltag.

00:33:00: Und wir Phasen und Pausen haben, wo wir nicht ständig erreichbar sind, wo wir nicht immer sofort reagieren müssen, wo wir nicht immer irgendwelche Informationen anschauen oder konsumieren, sondern wo auch unser Gehirn zur Ruhe kommen kann.

00:33:15: Ich kann das mangisch aber mehr, wenn ich sehr stressig in Zeit habe, dass ich mangisch am Abend noch am Handy bin, mangisch im Bett.

00:33:26: Ich habe das Gefühl, ich suche noch etwas.

00:33:31: Ich muss noch dort und das und das noch schauen.

00:33:34: Ich kann fast nicht das Handy weglegen.

00:33:37: Das ist meistens kuppelt mit sehr strengen Zeiten, die sehr viel laufen.

00:33:42: Man kann fast nicht runterfahren oder es dann auch weggeben.

00:33:47: Wie tust du das?

00:33:49: Ich glaube, dass ... was ja Medien oder Medienkonsum auch bringt, ist ja eine Form von ich kann mal abschalten.

00:33:56: Genau.

00:33:57: Und das finde ich, das kann es auch bis in einem gewissen Maße oder wo.

00:34:01: ich weiß, jetzt gucke ich irgendein Film oder irgendeine Serie oder gucke ich mir mal so ein paar Reels an, okay.

00:34:07: Und dann bin ich vielleicht auch mal gedanklich, wo ganz anders gewesen.

00:34:10: Ich gucke auch gerne mal so ein Kochvideo oder so und lass mich inspirieren.

00:34:14: Also Medien haben ja auch einen positiven Anteil.

00:34:17: Aber wenn dein Stresslevel zum Beispiel so hoch ist oder dass du ja auch das eben spürst, ich bin innerlich wie angetrieben, ich kann gar nicht zur Ruhe kommen, dann hilft es scrollen und weiterer Input übers Handy eben eigentlich nicht, damit dein Gehirn abschalten kann und dein System runterfahren kann.

00:34:36: oder da wäre eben der kurze Abendspaziergang oder eine kleine Muskelentspannung, Jugereinheit, Massage, ein entspanntes Bad oder sowas, wäre wahrscheinlich viel besser, um wirklich zur Ruhe zu kommen.

00:34:52: Oder ein Ritual.

00:34:53: Ich mache mir noch ein Entspannungstee und dann höre ich Musik und ich zündige Kerze an.

00:34:58: Also so, ich sage jetzt mal, der Lebensstil, den man früher hatte, bevor es Smartphones gab.

00:35:04: oder hat eigentlich ganz viel von dem, was wir heute brauchen, wo wir ständig erreichbar sind und das natürlich auch mit unserem Gehirn etwas macht oder wo wir mehr Zeiten brauchen, eben von Reizreduktion von weniger, also einfach weniger Reizen.

00:35:21: Es klingt dann auch noch sehr viel.

00:35:23: Man möchte ja dann vielleicht nicht gerade all das irgendwie ... Oder man merkt vielleicht so, dass ich aber nicht alles integriere.

00:35:30: Weisst du, was würdest du sagen, was ist so etwas vom ersten Schritt, das man machen kann, wenn man irgendwie in das in die Bettin geht?

00:35:38: oder auch so eine Achtsamkeit üben oder Meditation.

00:35:41: Das ist ein höchstes Ziel.

00:35:43: Wenn man eine halbe Stunde meditieren will oder so, was man sagt, es sei mega gesund und gut, um sich irgendwo abzufahren und dass man da eine Ruhe finden kann, das ist schon sehr viel.

00:35:59: Und wenn man so in diesem Rush ist ... Was würdest du sagen, dass wir einfach mal eine Minute anfangen?

00:36:05: Oder wie sollen wir anfangen?

00:36:06: Ja oder ich glaube entscheidend ist mit kleinen Schritten anzufangen und dann auch zu gucken, was ist für mich so ein kleiner Schritt, der tatsächlich auch machbar ist, also den ich auch schaffen kann.

00:36:17: Ich habe zum Beispiel am Anfang eben von jahrelangen Mittagspause nur im Heimsetting am Tisch und dann ... Als meine erste Tochter geboren war in der Praxis nur schnell, schnell und möglichst viele Patienten an einem Tag, habe ich irgendwann gemerkt, hey nein, ich plan mir ein Zeitfenster ein von einer Stunde am Mittag oder wo ich versuche, nichts Berufliches zu erledigen.

00:36:39: Und dann esse ich einfach nur mein Mittagessen und lese nicht nebenbei noch in der Zeitung oder schaue auf dem Smartphone oder auf Netflix vielleicht noch schnell irgendwas, sondern bewusst und achtsam esse ich jetzt einfach das, was auf meinem Teller ist.

00:36:54: Oder es kann ja auch sein morgens eben, ich stehe fünf Minuten vorher auf, bevor Kinder wach sind oder Partner oder wer auch immer und ich trinke einfach in Ruhe einen Tee oder einen Kaffee und ich mache nur das und gucke nicht nebenbei noch auf Smartphone.

00:37:09: Also es können so ganz kleine Sachen sein.

00:37:11: oder wenn ich viel am PC arbeite, ich stelle mir so ein Timer und alle fünf Minuten gucke ich einfach mal fünf Minuten aus dem Fenster.

00:37:19: Und guck mal, was ich gerade sehe im Außen, oder?

00:37:22: Also es ist sowieso gesund für die Augen, oder?

00:37:24: Für alle, die viel am Bildschirm sind, dann mehr in die Ferne schauen, oder dass das Auge sich wieder mehr bewegt und der Muskel und ich nicht immer nur auf den Bildschirm gucke.

00:37:33: Aber so kleine Kleinigkeiten können eben schon einen Unterschied machen.

00:37:38: Oder ich gehe joggen und ich höre keinen Podcast parallel.

00:37:42: Oder ich leg mich auf Sofa und ich höre nur den Podcast.

00:37:46: Du hast gesagt, du machst schon morgen manchmal auch so eine Zeit, die du mit Gott verbringst.

00:37:50: Du hast am Abend nach einer ähnlichen Ritual beschrieben, die man eigentlich auch machen könnte.

00:37:54: Also so abgefahren, vielleicht ein bisschen Musik lassen oder einfach mal sein oder etwas lesen und dann drüber nachher denken und so weiter.

00:38:02: Wir sagen, dass jetzt der Christich glauben, in diesem Fall, gerade zum Thema Ruhe, einen grossen Impact haben könnte.

00:38:11: Ja, also ich glaube insgesamt auch für mich persönlich habe ich gemerkt auch so das Thema meine Identität, so als Kind von Gott oder es gibt mir auch Sicherheit, der Glaube ist sowieso ein Fundament.

00:38:24: was mir Sicherheit gibt, dass ich auch weiß, hey, egal was in meinem Leben passiert, Gott fängt mich auf, Gott hält mich, Gott trägt mich.

00:38:32: oder ich glaube, das bringt eben auch so viel, diese innere Ruhe oder das Gefühl von Sicherheit.

00:38:37: Ich weiß eigentlich immer, ich kann zu Gott kommen, egal wie stürmisch es in meinem Leben ist.

00:38:42: oder ich glaube an einen Gott, zu dem ich kommen kann, der meine Gebete hört, der für mich da ist und der mich auffängt und der mich trägt.

00:38:51: Und natürlich auch mit Perspektive von der Ewigkeit.

00:38:54: Ich darf auch eine Hoffnung haben auf ein Leben, wo alles perfekt und ideal ist und wo es allen Menschen und mir zum Beispiel gut geht, oder?

00:39:03: Ich glaube, das gibt schon mal so einen tieferen, inneren Frieden.

00:39:07: So immer im Alltag, dass ich sagen kann, hey, der Glaube ist einfach mein festes Fundament.

00:39:13: auf dem ich stehen kann.

00:39:14: und wenn ich mich dann täglich danach ausrichte oder dann tanke ich eigentlich wie da auf durch einen kurzen Bibelfers und versuche mich so an dem auch auszurichten, was sagt mir das jetzt für meinen Tag?

00:39:25: Also was kann ich da vielleicht auch mitnehmen?

00:39:29: oder so als, ich sage jetzt mal, geistlicher, geistlicher Input und dann eben so das Thema von der Identität oder auch von Ruhe oder wenn das Leben stürmisch ist, helfen mir auch manchmal bestimmte Psalmen oder Bibelstellen, wo ich merke, hey, das hilft mir, Gottes Wahrheit wieder über meinem Leben auszusprechen und das bringt dann auch schon mal eine Ruhe, also auch Dinge, auf die ich vertrauen kann.

00:39:53: dass Gott irgendwelche Prophezeiungen gemacht hat oder es gibt es ja auch, dass man irgendeinen Vers bekommt oder so zum Beispiel.

00:39:59: Und ich darf dann darauf vertrauen, auch wenn ich jetzt im Sturm bin, hat Gott mir vielleicht auch irgendein Bild oder irgendeine Zusage gemacht oder es gibt irgendeine Profitie, wo ich weiß, hey, ich darf auch darauf vertrauen, dass das eintreten wird.

00:40:11: Und zu dieses Vertrauen in Gott gibt mir auch Sicherheit und das gibt dann wieder Ruhe, oder?

00:40:17: Weil ich mich nicht existenziell so bedroht fühle.

00:40:21: Wieso sagt es, dass du in der Bibel leistest, die dir helfen, durch den Alltag irgendwie durchkommt, gerade wenn du irgendwo wieder in der Stressin kommst oder in ein Hamsterrad oder so, dass du abgefahren kannst und ruhiger werden kannst.

00:40:39: So wie ich rausgehört habe, ist es wirklich ein Thema, in dem man kultiviert muss, dass man irgendwo zu dem erkommt, dass es den andauernden Inneren ... Freude, die Ruhe, die das Friedenheit irgendwo geben kann.

00:40:53: Jetzt ist man vielleicht aber überhaupt nicht dort.

00:40:55: Man kennt, dass es eigentlich immer noch reißt und so.

00:40:59: Man kann sich dann vielleicht schon sagen, okay, jetzt muss ich meine Tudulisten noch schreiben und so.

00:41:04: Und ich tue mich jetzt nur auf schwarz konzentrieren.

00:41:07: Oder was auch immer, was du in Sachen gesagt hast.

00:41:09: Aber es geht irgendwie nicht.

00:41:10: Man kommt irgendwie nicht aus dem Hamstrad, aus.

00:41:12: was würdest du denn noch empfehlen?

00:41:14: Ich glaube, wichtig ist schon mal, dass man weiss ... so innere Ruhe zu erreichen.

00:41:18: Das ist auch kein Dauerzustand, den wir die ganze Zeit haben können.

00:41:22: Also unser Körper funktioniert auch so, dass wir immer wieder versuchen müssen, in den Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung zu kommen.

00:41:30: Und wenn wir nur, nur entspannt sind, dann fehlt auch manchmal eben so Anreize für Weiterentwicklung, oder?

00:41:38: Also es gibt ja auch einen positiven Stress, zum Beispiel eine positive Art von Anspannung.

00:41:43: Deswegen finde ich auch bei innerer Ruhe.

00:41:47: Das ist nicht so ein Dauerzustand, den wir permanent haben können.

00:41:50: Das geht auch gar nicht.

00:41:52: Oder wir haben ja immer Anforderungen von außen, die an uns herangetragen werden.

00:41:56: Ich kann zwar meine Haltung verändern, wie ich mit denen umgehe, aber es wird immer Momente im Leben geben, wo ich merke.

00:42:02: Jetzt bin ich total gestresst, jetzt bin ich innerlich grad nicht mehr ruhig.

00:42:07: Und dann ist aber das Wichtige zu wissen, ich kann aber jederzeit etwas machen, um zu dieser inneren Ruhe zurückzukehren.

00:42:14: Also ich darf auch wahrnehmen, jetzt bin ich grad irgendwie angespannt.

00:42:18: Also auch so den Fokus zu richten auf, okay, was spüre ich denn eigentlich?

00:42:21: Ich merke zum Beispiel, boah, ich bin körperlich angespannt.

00:42:24: Ich habe wieder Gedankenrasen, mein Schlaf hat sich verschlechtert.

00:42:28: Und dann aber auch zu überlegen, okay, was kann ich jetzt machen, um innere Ruhe wieder herzustellen.

00:42:34: Und das heißt dann noch für Tricks.

00:42:36: Ja, also da gibt es verschiedene Sachen.

00:42:38: Wenn es jetzt so das Thema ist, im Kopf leiser werden oder dann hilft eben Gedanken benennen, Gedanken aufschreiben.

00:42:45: Man nennt es auch Containern oder also sie wie irgendwo aufbewahren.

00:42:48: Ich mache etwas, wo ich sie ablegen kann.

00:42:50: Ich kann Gedanken zeichnen oder manchen hilft es auch.

00:42:53: oder wenn man sehr kreativ ist, kann man manchmal auch sich vielleicht besser ausdrücken über Bilder oder irgendetwas zeichnen oder selber Musik machen oder wie auch immer und etwas verarbeiten und wie auch ablegen.

00:43:05: Dann hilft es auch Gedanken wahrzunehmen und sich zu sagen, das ist jetzt auch einfach ein Gedanke.

00:43:12: Das ist jetzt kein Fakt oder keine Tatsache.

00:43:14: oder manchmal haben wir Gedanken, aber müssen mit denen eigentlich nichts machen.

00:43:19: Ich darf dann auch wahrnehmen, oh, jetzt kommt gerade der Gedanke, ich sollte, ich muss doch.

00:43:23: Aber ich darf mir vielleicht auch sagen, hey, den kann ich jetzt einfach ziehen lassen.

00:43:27: Jetzt gerade entspanne ich mich oder ich beschäftige mich zu einer späteren Zeit wieder mit dem Gedanken.

00:43:35: Dann hilft es auch zu akzeptieren, dass es eben so ist, dass es Momente gibt von innerer Unruhe, wo wir angespannt sind, wo eben solche Gedanken kommen können.

00:43:46: Und dann finde ich immer wichtig, aber der Schritt, okay, aber wie... Wie kann ich auf einer Handlungsebene?

00:43:52: Was kann ich denn machen?

00:43:53: Wie kann ich meinen Stress reduzieren?

00:43:55: Wie kann ich mit den Anforderungen umgehen, die gerade an mich gestellt werden?

00:43:59: Was macht mich eigentlich innerlich unruhig?

00:44:02: Was treibt mich?

00:44:02: Wo kann ich Reize reduzieren?

00:44:05: Man kann schon kürzen, man kann den Gedanken ein Befehl geben.

00:44:09: Also man kann dann sagen, stopp jetzt.

00:44:11: Genau.

00:44:12: Funktioniert das?

00:44:13: Also das ist so der klassische Gedankenstopp, oder?

00:44:18: Ich habe gemerkt, Ich glaube auch selber, das braucht schon so ein bisschen... Training.

00:44:22: Und manchmal ist eben, ich muss zuerst Reize reduzieren, damit die Gedanken auch nicht mehr so laut sind, weil wenn ich so ein Riesengedankenkarussell habe und ich sage einfach, stopp, stopp, stopp und das darf ich jetzt nicht mehr denken, dann denke ich es oft trotzdem.

00:44:34: Ja, genau.

00:44:35: Oder

00:44:36: wenn... Oder wenn bestimmte Sachen wie nicht gelöst sind.

00:44:39: Aber was man machen kann, wenn, ich finde, das hilft vor allem bei so negativen Glaubenssätzen oder so negativen Gedankenspiralen, ich bin nicht gut genug, ich schaffe das nicht, ich kann das nicht.

00:44:50: da einen Stopp zu setzen und zu sagen, hey, halt.

00:44:53: Also immer nie, das stimmt nicht.

00:44:57: Wo kann ich doch etwas?

00:44:59: Was ist das Gute, oder?

00:45:01: Also sich das hervorholen und da solche vor allem negativen Gedankenkreise unterbrechen.

00:45:07: Und manchmal oder auch so Angst Gedanken, wenn man sehr ängstlich ist, kann man schon sagen, ah, okay, stopp, das ist jetzt so ein Angstgedanke.

00:45:15: Aber ich darf mich ja sicher fühlen, ich muss eigentlich jetzt nicht über diese Angst nachdenken.

00:45:20: Dass man wirklich den Gedanken zieht, was du vorhin gesagt hast.

00:45:24: Und eher wieder in den Moment zurückkommt, wo man sich vielleicht auch sicher fühlt, ja eigentlich in diesem Moment unter Umständen.

00:45:33: Also jetzt im Thema Angst, wo man ja eigentlich vielleicht im Bett lebt.

00:45:38: Und man gerade keine Betrugung spürt.

00:45:41: Oder dann eben zu sagen, hey, also oft bei Ängsten ist dann so, dann kommen so katastrophisierende Gedanken, dann wird es immer schlimmer im Kopf.

00:45:49: Und dann ist wichtig, das System wieder zu beruhigen über Atemübungen, über Entspannungsübungen und dann eben aus dem Kopf auszusteigen.

00:45:57: Also ich kann natürlich anstatt Gedanken stopp, finde ich, oft sinnvoller.

00:46:01: Ich mache etwas anderes, was mich gedanklich beschäftigt.

00:46:04: Ich mache ein Kreuzworträtsel, ich mache ein Sudoku, ich male ein Mandala aus oder so.

00:46:10: Irgendwas, was oder ich tanze, irgendwas, was meine Konzentration erfordert, wenn ich merke, das sind eigentlich keine Gedanken, mit denen ich mich beschäftigen muss oder aber ich muss irgendwie aus diesem Gedankenkarussell aussteigen.

00:46:23: Also dass man irgendwo eben im Moment vielleicht so ein bisschen zu ruhig kommt und wo man vielleicht, wenn man es immer wieder ein bisschen probiert und demnach geht, auch das kann kultivieren.

00:46:37: Ein bisschen tiefere Ruhe, dann auch.

00:46:41: Super, wir machen einen Punkt.

00:46:43: Danke dir vielmals.

00:46:44: Ja,

00:46:44: danke auch.

00:46:49: Innere Ruhe finden.

00:46:50: Dass es etwas leiser wird im Kopf, sagt Julia Wegmann.

00:46:55: Hier hilft Struktur und Ritual im Alltag.

00:46:59: Wir versuchen, das mal aus mit mehr Ruhe in den Morgen zu bringen.

00:47:03: Nicht bis zu den letzten Minuten, sondern wirklich eine Routine in den Morgen, damit man mit mehr Ruhe den Tag anfangen kann.

00:47:12: Ich hoffe, die Folge hat dir mehr Ruhe gegeben und weniger Stress.

00:47:16: Oder du hast zumindest eine Idee, wie du das Ganze jetzt abpacken kannst.

00:47:21: Ich freue mich über ein Feedback oder auch über eine Bewertung auf deiner Podcastplattform.

00:47:26: Falls du uns finanziell unterstützen möchtest, sind wir sehr dankbar, weil wir gehören zum Medienhaus RF-Media und das ist spendenfinanziert.

00:47:34: Danke vielmals für es lassen und unterstützen.

00:47:37: Habs gut und bis zum nächsten Mal.

00:47:42: Coaching für Geist und Zähl

00:47:44: und Podcast für irrefmetische Wieners.

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