Helfersyndrom – zu viel des Guten

Shownotes

Helfen gilt als etwas Gutes. Doch was passiert, wenn mein Wert davon abhängt und ich mich plötzlich darüber identifiziere? In dieser Folge spricht die psychosoziale Beraterin Bea Grimm über das sogenannte Helfersyndrom: Warum Menschen ständig für andere da sind, dabei ihre eigenen Bedürfnisse übergehen – und weshalb das langfristig krank machen kann. In dieser Folge sprechen wir an: • Warum Helfen nicht immer hilfreich ist. • Weshalb Grenzen setzen nichts mit Egoismus zu tun hat. • Und wie aus gut gemeinter Unterstützung ein Ungleichgewicht entstehen kann. Mit alltagsnahen Beispielen erklärt Bea Grimm, wie sich solche Muster entwickeln – oft schon in der Kindheit – und warum es so schwer ist, sie zu durchbrechen. Es geht um Fragen wie: • Helfen wir wirklich dem Gegenüber – oder eigentlich uns selbst? • Können wir Hilfe annehmen? • Und wie finden wir zurück zu einer gesunden Balance zwischen Geben und Nehmen?

**Kontakt: ** Hat dich diese Folge angesprochen oder hast du ein Feedback für uns? Wir freuen uns sehr von dir zu hören.

Expertin: Bea Grimm, psychosoziale Beraterin und Gestalt-Therapeutin ** Links:** Kontakt zu Bea Grimm: https://www.beratungbegegnung.ch/

Host & Autorin: Ruth Stutz

Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung: https://erf-medien.ch/sinnvoll-spenden/spendeninfos/jetzt-spenden-podcast/

Transkript anzeigen

00:00:00: Das vielleicht auch ein bisschen vor schnellen oder übermäßigen Hilfen hat viel damit zu tun, wenn ich aushalte, dass jemand in meinen Augen nicht schnell genug ist.

00:00:16: Oder das umständlich macht, umständlicher als ich es machen würde und sich dann eingreifen.

00:00:26: Psycho-Igiene Coaching für Geist und Seele Ein Podcast von RF Media

00:00:31: Schweiz.

00:00:32: Schau mal, was für ein braves Mädchen sie wieder hilft!

00:00:39: Und gestern, als ich zu Hause kam, hatte sie auch schon wieder gekocht.

00:00:42: Ja das ist wirklich ein gutes Mädchen.

00:00:46: So ein Kompliment gönnt oben wie Honig.

00:00:50: Wenn man als Kind merkt, wenn ich helfen bekomme ich Lob-Anerkennung und damit eben auch irgendwie einen Wert.

00:00:58: Manchmal bleibt man in den Muster, nimmt es mit und erwachsene ich.

00:01:03: Ich bin wertvoll, wenn ich helfen kann, wenn mich Menschen brauchen.

00:01:08: Ein Wort dafür ist das Helversyndrom.

00:01:12: Das kann doch eigentlich nur gut sein!

00:01:14: Ich habe im Gespräch mit der psychosozialen Beraterin Biogrim gemerkt – das stimmt nicht.

00:01:20: Helfen kann auch fehl am Platz sein.

00:01:23: Wenn die gute Gemeinde Unterstützung nämlich aus der Balance keitet?

00:01:27: Schön bist du dabei, bei dieser Folge Psycho-Eugene.

00:01:30: Ich bin Trudstutz!

00:01:34: Bea Grim, herzlich willkommen hier wieder in unserem Lieblingsstudio.

00:01:38: Ja danke.

00:01:39: Dass

00:01:39: Du da herkommst und das bei mir bist.

00:01:43: Wir reden über ein Thema und ich finde es sehr spannend.

00:01:46: Ich muss aber sagen, dass wir als Team eine Brainstorming-Sitze haben, die über die nächsten Psycho Eugenen Themen geredet haben ... Und wenn wir dann auf das Thema gekommen sind, habe ich so viel gefunden.

00:01:56: Oh nein!

00:01:58: Das machen wir nicht.

00:01:58: Das Thema Helfer-Syndrom.

00:02:01: Ich habe so etwas gefunden.

00:02:02: Möchten wir jetzt über Leute sprechen, die helfen und sie quasi wie von diesem Weg holen, dass sie helfen?

00:02:09: Es gibt doch so wenige Menschen, die sich kümmern.

00:02:12: Das

00:02:13: Gefühl,

00:02:14: wenn ich so rausgehe.

00:02:15: In meinem Umfeld habe ich das Gefühl, wir müssten an so vielen Orten helfen.

00:02:20: Es gibt Spannung, warum mich das denken?

00:02:22: Aber die Menschen dürfen mir jetzt wie nicht bremsen.

00:02:26: Verstehst du mein Gedanke?

00:02:30: Ich verstehe dein Gedanken.

00:02:32: Ich höre auch etwas heraus, dass du v.a.

00:02:35: findest, helfen ist etwas Gutes und kann dann helfen auch etwas Schlechtes sein.

00:02:42: Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

00:02:45: Das wäre meine Frage, findest du?

00:02:46: Es kann etwas schlecht sein!

00:02:51: Helfen ist ja grundsätzlich ... Man kann das positiv konnotieren.

00:02:57: Es ist gut wenn Menschen sich um andere kümmern, wenn Menschen kurzzeitig auch einmal ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen oder Ein bisschen über ihre Grenzen ausgehen.

00:03:11: Das kann kurzzeitig einmal angebracht sein oder hilfreich sein tatsächlich, aber nicht langfristig.

00:03:19: Also man wird nicht langfrisch.

00:03:21: Abhängig ist von einem Mensch so meinst

00:03:24: du?

00:03:24: Ich denke jetzt eher an Helfer und Helferin.

00:03:28: Das ist kein ... Wie soll ich sagen... wertschätzenden Umgang mit sich selber Wenn man langfristig seine eigenen Bedürfnisse zurücksteckt, seinen eigenen Wünschen und eigenen Zielen, seine Grenzen überschreiten.

00:03:44: Das ist nicht etwas gesundes für den Helfer oder die Helferin.

00:03:52: Was löst denn das in dir aus?

00:03:54: Ich habe gesagt, so bin ich in dieses Thema gestartet.

00:03:58: Mittlerweile bin ich recht warm worden damit.

00:04:00: Ich finde es sehr spannend!

00:04:02: Was lösen sie bei dir

00:04:02: aus?!

00:04:04: Wenn wir jemandem von Helfer-Syndrom sprechen, dann habe ich die Vorstellung eines Menschen, der überbetödelt

00:04:14: ist.

00:04:14: Also bei Mutter und so?

00:04:16: Ja einfach

00:04:17: zu viel!

00:04:20: Wo sich eigentlich überhaupt nicht dafür interessiert was ich wirklich brauche sondern macht was er denkt was ich brauche oder denjenigen vielleicht würde ich brauchen Und mir das überstülpt.

00:04:34: Ich habe ein unangenehmes Gefühl beim Wort-Helfer-Syndrom, das verbindet sich nicht mit etwas Angenemmen.

00:04:44: Das hat mich damit geholfen zu helfen.

00:04:46: Aber schauen wir mal an, was sind so typische Anzeichen von dem Helfersyndrome?

00:04:52: Weisst du vielleicht auch bei was wirst Du hellhörig, wenn jemand zu dir kommt in das Gespräch?

00:04:58: Das finde ich auch noch spannend!

00:05:01: Also hellhörig werde ich vor allem dann, also bei vielen Sachen.

00:05:07: Aber ich werde auf dem Bezug auf helfen.

00:05:09: Wird ich v.a.

00:05:10: dann

00:05:10: hellhörung?

00:05:12: Wenn jemand auch anfängt, dann frustriert sie oder äussert das Gefühl.

00:05:21: Ich werde von all meinen Freunden ausgenutzt wenn so Aussagen fallen Dann werde ich hellhörig.

00:05:31: Denn dann gehe ich davon aus, dass hier Grenzüberschrittungen stattfinden und zwar schon über längere Zeit.

00:05:38: Und dass derjenige, der das sagt, vermutlich der ist, den die Grenzen überschreiten.

00:05:46: Und nicht realisiert, dass diese Person sich über seine eigenen Ressourcen

00:05:56: verausgabt.

00:05:57: Das ist auch etwas, was man beobachtet von Leuten, die ganz fest in der Muster sind.

00:06:01: Dass sie einmal zu Burnouts neigen und Depressionen vorkommen.

00:06:06: Das ist wahrscheinlich wegen dem oder weil man sich ... Man spürt sich zu wenig?

00:06:13: Wir haben ja vorher gesagt, helfen ist ja grundsätzlich wertneutral.

00:06:18: Es ist nicht positiv, nicht negativ.

00:06:20: Helfen ist einfach ein Verb.

00:06:24: Etwas, das man macht.

00:06:26: Genau!

00:06:27: Und der, der hilft, gibt etwas, das er empfängt, vielleicht braucht.

00:06:35: Im optimalen Fall hat er die Hilfe gefragt, was er gebraucht braucht und dann ist es auch in einer Balance inne.

00:06:50: Dann weiss er, wer hilft, seine eigenen Grenzen, seine eigene Bedürftigkeit die Kenntler und erkennt auch, was der andere gerne möchte oder froh wäre, darum, dass wir ihm helfen würden.

00:07:11: Das ist ja eigentlich dann auch eine Augehöhebeziehung.

00:07:17: Denn wenn gar nichts von dem Helfer gefragt wird, sondern man agiert aufgrund von etwasem, das man selber nicht aushaltet ... und meint, es ist ein Bedürfnis des Anderen.

00:07:36: Und man will ihm dort helfen.

00:07:39: Dann ist man vermutlich darüber.

00:07:43: Was könnte das sein?

00:07:46: Was stellst du davor?

00:07:48: Nehmen wir an ... Du sitzt in einem Personalrestaurant

00:07:54: alleine.

00:07:57: Und du sitzt alleine, weil du das gerne willst!

00:08:00: Ich kenne ihn sehr gut.

00:08:04: Und dann kommt jemand mit einem Helfer-Syndrom und sitzt zu dir an, obwohl er eigentlich lieber würde an anderen Tisch zu den anderen Leuten ansitzen.

00:08:16: Weil die Person meint, dass es sehr unangenehm für dich muss sein, dass du hier alleine sitzt.

00:08:23: Und fragt aber nicht vorher?

00:08:24: Nein, fragt

00:08:25: nicht!

00:08:26: Weil für den Helfer oder die Helferin schlecht aushaltbar ist, dass da jetzt jemand allein sitzt.

00:08:33: Und die Person kann sich nicht vorstellen, dass das für den, der hier sitzt.

00:08:37: Vielleicht genau das ist, was er will?

00:08:40: Und mit diesem spürt er einerseits sich selber nicht, weil sie das Bedürfnis an anderen Tischen sitzen, zu den anderen Menschen.

00:08:49: Er hat aber auch überhaupt keine Ahnung des Bedürfs von dem, welcher hilft.

00:08:56: Und vielleicht zwei Tage später sitzt diese helfende Person allein am Tisch ... Und die Person, der das letzte Mal quasi geholfen wurde, kommt innen und sitzt unter einer Gruppe.

00:09:13: Und nicht zu dieser Person, die das letzte mal zu ihr gesessen ist und sich aufgopfert hat für das... ...und dann ist Frustration.

00:09:24: Ich mache immer alles für alle.

00:09:26: Genau!

00:09:27: Niemand macht etwas für mich.

00:09:30: Und vor allem eigentlich die stille Erwartung an diese Person.

00:09:35: Also wenn ich jemals auch in so einer Situation bin, rette mich bitte!

00:09:40: Ja genau, ja also eigentlich eine Erwartung dann nicht einfach nur

00:09:46: ein Geschenk.

00:09:47: und dann sind wir schon bei diesem Thema wie uneigen Nutzigisten eigentlich helfen.

00:09:54: Ich würde gleich noch mal schnell die Anzeichen ein bisschen anschauen weil vielleicht lasst sie jetzt jemand zu, der findet... Ja, vielleicht bin ich hier schon ein bisschen betroffen.

00:10:01: Wir können es mal etwas durchgehen... Es ist noch krass!

00:10:04: Man sagt also so eine Person fühlt sich eigentlich nur wertvoll und hat das Gefühl von Sinn im Leben wenn sie eben jemandem helfen kann.

00:10:14: So krass ist es?

00:10:15: Kann man das so sagen?

00:10:17: Also sehr dramatisch kann man das schon so sagen.

00:10:22: So explizit ist es aber meistens nicht.

00:10:26: Das ist ja auch nichts was wir auf dem Radar haben Sondern das ist ja etwas, was wir vermutlich zu tiefst verinnerlicht haben und uns dessen nicht einmal bewusst sind.

00:10:38: Also kann es sein, dass man in der Kindheit vielleicht einen älteren Teil hatte, die krank war?

00:10:47: Und man hat halt zum System dieser Familie noch nicht mehr belasten, hat man Verantwortung übernommen und hat angefangen zu helfen.

00:10:57: Für das hat man dann auch ... Lob und Wertschätzung bekommen, wenn es gut gelaufen ist.

00:11:06: Und das was man aus dem Aussehen lernt ohne dass er im Bewusstsein ist, ist ... Wenn ich helfen, komme ich Lob und Anerkennung über.

00:11:20: also bin ich wertvoll.

00:11:25: Es kann aber auch sein, dass niemand krank ist sondern das halt nur, im Familiensystem mit der Kindheit viel hilft.

00:11:37: Gerade bei Meitli passiert das noch gerne, dass Meitlis im Haushalt helfen will und so ... Und was sagen die Eltern?

00:11:46: Super!

00:11:47: Ja!

00:11:47: So ein braves Meitlici-Hilfe!

00:11:50: Also

00:11:50: so!

00:11:51: Und schon zack ist es konnotiert an, Helfen gibt mir Liebe Gibt mir Anerkennung, gibt mir Wertschätzung.

00:12:03: Was erlaubt man, wenn man nicht hilft?

00:12:05: Wenn man mal nein sagt ... Ja, aber wieso?

00:12:08: Du hilfst das immer?

00:12:10: Nein!

00:12:11: So ein freches Kind oder aufmüpfig ist sehr negativ dann.

00:12:17: Genau.

00:12:18: So

00:12:19: speichern wir das ab und wir speicheren es ab.

00:12:21: Okay?

00:12:22: Helfen ist positiv.

00:12:25: Also helfen ... Das muss man machen.

00:12:31: Es kann aber auch sein, dass sich das helfen dann doch ein bisschen zwanghaft fast anfühlt oder dass man das Gefühl hat, man muss es wirklich machen.

00:12:39: Also es ist eine so etwas übermäßige Hilfsbereitschaft.

00:12:44: Ich stelle mir jetzt so eine Frau vor, die über die Strasse weht und das vielleicht ganz ein guter Läge könnte.

00:12:51: Und ich gehe her und nehme sie an der Hand und rufe sie fast über diese StrasSE einfach weil ich helfen muss.

00:12:56: Das ist wirklich ein blödes Beispiel aber...

00:12:59: Einfach so.

00:12:59: das

00:13:00: Zwanghaft heisst es schon.

00:13:02: Ich muss!

00:13:03: Sonst geht's mir nicht gut?

00:13:05: Ja genau und dann gehts... Also beim Helfen müsste der Mensch, der hilft Menschen, die Hilfe überkommt in einer gleichwertigen Beziehung.

00:13:19: Wo der eine fragt oder der andere bittet.

00:13:25: Wenn weder noch stattfindet, hat man eigentlich keinen Auftrag

00:13:30: zu helfen.

00:13:31: Und es ist ja dann auch so, dass Menschen ganz viel Mühe haben zum Selbsthilfe annehmen?

00:13:36: Oder kann man das so sagen?

00:13:39: Sie haben ... Ja natürlich!

00:13:42: Also einerseits haben sie Schwierigkeiten zum Hilfe annehmen.

00:13:46: Weil Hilfe geben ist ja das, was wertvoll ist.

00:13:50: Hilfsbedürftig sein ist ja nichts wert.

00:13:54: Das andere stimmt aber nur halben.

00:14:00: Sie wollen natürlich, dass die Menschen ihnen auch helfen.

00:14:04: Nur wenn sie nicht darum bitten?

00:14:06: Also

00:14:07: ja ... Man

00:14:08: muss es schmücken!

00:14:13: Das sind

00:14:14: für alle.

00:14:15: Für den Menschen, der das sogenannte Helfer-Syndrom gut beherrscht, ist es eine schwierige Situation.

00:14:25: Es ist sehr unsichere Sache, wenn man sich nicht dazu hier ins Salat bittet, dann ist auch nicht so sicher, dass man Hilfe bekommt.

00:14:41: Aber da sind sie ja nicht alleine.

00:14:43: Um Hilfe bitten, das ist so etwas Schwieriges.

00:14:47: Man will das Leben im Griff arbeiten und um Hilfe bieten, finde ich schon noch recht... ...auserfahren?

00:14:54: Kannst du das

00:14:54: gut?

00:14:56: In Phasen!

00:14:57: Ist

00:14:58: vielleicht auch ein bisschen zu lernen oder...?

00:15:01: Es ist für viele Menschen so, dass sie so lange genug Energie haben und in ihrer Kraft sind,... ihr Leben managert und bewältigt, ohne Hilfe in Anspruch zu nehmen.

00:15:20: Und eben wir lernen natürlich heute auch unabhängig sein für sich selbst.

00:15:27: Sorgen, Tafsein... Und das Paradoxen ist eigentlich genau wenn wir einander Unterstützung anbieten und Unterstützung einfordert, gehen wir eigentlich in Verbindung zueinander.

00:15:49: Ja, das habe ich ja schon gemerkt.

00:15:50: Dann ist ganz etwas teues plötzlich da, gell?

00:15:53: Wenn das in einer ausgewogenen Beziehung passiert... Also wenn es eine Balance ist, wenn helfen nicht einen Selbstzweck für den Helfer

00:16:04: ist,

00:16:05: sondern wenn das in der ausgewogenen Beziehungen ist, dann ist man manchmal der, der gibt und manchmal der die nimmt und dann brennt auch niemand aus.

00:16:16: Und das Phänomen der anderen, die eigene Hilfe sowie über ein Stülpe fängt ja eigentlich schon ganz früh an?

00:16:25: Wenn kleine Kinder etwas erstmals in den Finger haben, müssen sie zuerst ausprobieren bis sie herausfinden wie etwas funktioniert.

00:16:36: Dann gibt es Erwachsene, die einen ganzen Haufen Nerven zum Zuschauen und warten, bis das Kind das entdeckt hat.

00:16:42: Und dann gibt es Erwachsene, die das nicht aushalten und sie helfen.

00:16:47: Aber sie tun nichts Gutes mit dem, weil sie Untergraben.

00:16:50: der Forscher geist und Neugier von diesem Kind.

00:16:55: Also dass vielleicht auch ein bisschen vor schnellen oder übermäßigen Helfen hat viel damit zu tun wie ich aushalte, dass jemand in meinen Augen schnell genug ist oder das vielleicht etwas umständlich macht, umständlicher als ich es machen würde und sich dann eingreifen.

00:17:24: Kommen wir jetzt auch gerade in den Sinn, wenn du jemand krank bist zum Beispiel, das haltet man ja fast nicht aus, jemanden, der leidet

00:17:30: z.B.,

00:17:32: dass man vielleicht auch in ein Mach-Innen kommt und etwas erledigt für diese Person.

00:17:38: Es ist eigentlich sehr schön, dass wir was machen wollen.

00:17:41: Aber vielleicht bräuchte es ja auch etwas anderes?

00:17:43: Vielleicht bräucht sie einfach jemanden hinzulassen und da ist es oder gar nicht so das zu tun?

00:17:50: Statt dass man einfach etwas macht kann ich sagen ... Ich sehe, du bist in einer schwierigen Situation und ich bin eigentlich lieber fordert.

00:17:58: Ich weiss gar nicht wie ich damit umgehen

00:18:00: soll.

00:18:03: Dann kann dir es gegenüber sagen, ich brauche das oder das.

00:18:08: Das würde mir helfen.

00:18:09: Oder wenn man über etwas anderes redet, würde mir helpen.

00:18:14: Was ich mega spannend finde ... Du hast mir gesagt in der Vorbereitung, du möchtest gerne auch über das Thema Machtrede mitzuschwingen.

00:18:22: Das habe ich überhaupt irgendwie einordnen können wie du das meinst.

00:18:26: Macht und helfe?

00:18:28: Wie kann das zusammengehören?

00:18:31: Menschen, die ein Helversyndrom ... Tendenz, ich tue nicht so gerne Diagnostizieren.

00:18:36: Was sagen wir, die tendenziell in einem Helfer-Syndrom unterwegs sind?

00:18:42: Die gehen ja davon aus, einerseits beziehen sie ihren Selbstwert oder ihre Wertschätzung über das sie helfen und über die Reaktion von dem, der geholfen wurde.

00:19:02: Gleichzeitig gehen sie aber auch davon aus dass sie das können, untereinander nicht.

00:19:12: Und das gibt ein Gefäll.

00:19:15: Ich bin gross und stark, du bist klein und schwach.

00:19:22: Und Menschen, die kontinuierlich gerade so in fixen Beziehungen ... Zum Beispiel im Partnerschaften?

00:19:30: Genau, genau!

00:19:30: Auf dieses Thema will ich niemanden

00:19:34: kommen.

00:19:35: Wo sich das dann etabliert... Dann gibt es diese Beziehung die immer alles macht, wo immer hilfreich und unterstützend sein will.

00:19:53: Und mit dem bleibt der andere klein.

00:19:55: Es ist ähnlich wie bei den Kindern.

00:19:57: Wenn man sich früher befreit von ihrer Neugier, tut man ihnen nichts Gutes.

00:20:07: Das ist auch in einer Beziehung.

00:20:08: Man muss auch jemand anderem wieder einmal in die Selbstständigkeit entlassen und dem anderen auch etwas zutrauen und zumuten.

00:20:19: Und wenn sich das so, so Muster etablieren Sie ja meistens ohne dass man dann so viel Aufmerksamkeit schenkt sondern einfach so.

00:20:26: im Laufe der Jahre hat man sich daran gewöhnt... Ja also viele ältere Männer, die heute so um die achtzig jungen sind, sagen, ich kann das halt nicht!

00:20:37: Das hat immer meine Frau gemacht Und das ist dann auch ein Stück weit so eine erlernte Hilflosigkeit.

00:20:45: Das gibt schon einen Machtgefühl, weil hier jemand kontrolliert und jemand nicht.

00:20:53: Und es kann durchaus sein, dass jemand sich in dieser Rolle sehr wohlfühlt oder sich drei ergibt.

00:21:02: Durchaus nur der, der immer stark und gross ist.

00:21:11: Ich glaube, auch dem entgeht etwas.

00:21:15: Weil niemand ist immer gross und stark.

00:21:18: Es braucht einfach auch, dass man mal darf verletzlich sein, dass wir mal dürfen schwach sein, das man mal durfte bedürftig sein.

00:21:34: Und nichts Schlimmes passiert, wenn man das einmal ist.

00:21:40: Und es tut einem anderen gut, wenn er mal den kann sein, der hilft!

00:21:45: Wo darf gross sein?

00:21:48: Dass du beide gut bist.

00:21:50: Und dort, wo es einen Balance gibt oder was eine Ausgewogenheit in diesem gibt ... Das ist vermutlich ein Beziehung, das ja gesund ist.

00:22:03: Ich sage jetzt gleich, dass es gesund ist!

00:22:05: Das ist nicht so gut!

00:22:06: Nein,

00:22:06: ich sage nichts so gut...

00:22:09: Aber ich stelle mir jetzt gerade zuvor eine Beziehung, die von Anfang an so in dem Ungleichgewicht ist.

00:22:15: Weil man eben vielleicht gerade jemanden aussucht, der die Eigenighilfe so fest braucht.

00:22:20: Das sieht man ja schon einmal wieder oder das gibt es ja schon immer wieder, dass man dann so zurück legt und merkt, oh nein aber warum habe ich immer ähnliche Partner?

00:22:29: Oder immer habe ich das gleiche Problem?

00:22:32: Weisst du sie meinen?

00:22:33: Ja, das zeigt einfach, dass wir sich wirklich nicht bewusst sind was für ein eigenes Muster

00:22:38: hat.

00:22:40: Die Nachhinein ist das Problem, wenn sich die Person aus ihrer Schwachheit entwickelt und wieder Stärke hat.

00:22:48: Ist es wahrscheinlich auch mega schwierig für diese Personen, die immer helfen können?

00:22:53: Plötzlich bin ich ... Wer bin ich denn jetzt?

00:22:56: Also wer bin ich dann noch in dieser Beziehung?

00:22:58: Ich kann ja gar nichts mehr zu tun!

00:23:01: Was ist das im Einen?

00:23:02: Das ist natürlich eine bedrohliche Situation für jemand, der wirklich zu tiefsten Innerste verankert hat.

00:23:12: Nur wenn ich helfen kann, bin ich auch etwas wert.

00:23:16: Wenn dann Bedürftigen quasi Flügel wachsen, dann ist es eine existenziell bedrohlische Situation mit dem Helfer-Syndrom.

00:23:30: Und einerseits könnte es sein, dass das System kapituliert.

00:23:40: Dass der Selbstwert zusammenklappt und in eine Depression geht.

00:23:48: Ich bin niemand mehr.

00:23:49: Ich kann nichts.

00:23:54: Wer bin ich noch?

00:23:55: Jetzt braucht mich nicht einmal mehr diesen.

00:23:58: Es könnte aber auch in die andere Richtung laufen, dass das helfen mit ganz viel Gewalt fast verteidigt wird.

00:24:16: Dass man eine Strategie entwickeln muss und dafür sorgt, dass sich der Ander immer wieder klein fühlt damit er dann wieder den kann sein, der redet

00:24:28: Hm, das klingt recht manipulierend.

00:24:29: Ja, das ist dann auch sehr ... Beides ist halt der Form von Manipulation aber beides ist sehr bedenklich.

00:24:39: Hast du es auch schon in deinen Beratungsgesprächen?

00:24:45: So explizit, die dir richtig nein.

00:24:48: Aber ich arbeite vor allem mit Frauen und Frauen haben tendenziell eher Neigung ihre Bedürfnisse zurückzustecken, um für die Bedürfenessens der Familie zu sein.

00:25:02: Und dann wird die Familie erwachsen

00:25:04: und

00:25:05: braucht sie nicht mehr so.

00:25:07: Dann kommen grosse Fragen.

00:25:11: Das sehe ich schon viel.

00:25:12: Ja.

00:25:14: Stimmt!

00:25:14: Das ist natürlich auch dort.

00:25:16: Da konnte man helfen, da hat es einen gebraucht ... Wo helfe ich denn jetzt noch?

00:25:21: Komm, wir nehmen mal das Beispiel.

00:25:23: Wenn ihr so schauen weisst was ist jetzt wenn mir auffällt... Ich bin da drin wie kann ich den Gegner steuern?

00:25:28: Wir nehmen das Beispiel von der Mami die so gebraucht wurde und jetzt merkt sie plötzlich wow!

00:25:34: Jetzt habe ich hier ein weißes Durchfall vor mir.

00:25:36: und was mache ich jetzt

00:25:38: noch?!

00:25:39: Ja also da ist mein drei Schritte-Plan.

00:25:44: Oh ja komm, das ist immer gut.

00:25:45: Drei Schritte im Machbar.

00:25:48: Das erste ist Man muss anerkennen und erkennen, dass man vielleicht eine gewisse Zeit lang über seine Ressourcen Bedürfnisse von anderen gestellt hat.

00:26:04: Und seine eigenen Bedürfe

00:26:06: zurückgestellt

00:26:06: hat.

00:26:10: Das kann unter Umständen schmerzhaft sein.

00:26:14: Es kann auch gut generieren.

00:26:16: Man sagt, ich habe mein ganzes Leben den Familienkopf.

00:26:20: Jetzt geht jeder seinen Weg.

00:26:23: Und was es vielleicht auch gilt zu erkennen und zu anerkennen, dass ... Ich nenne sie jetzt mal aufopferende.

00:26:35: Halt auch eigener Nützige im Motiv gehabt.

00:26:39: Also man ist nicht einfach Opfer.

00:26:43: Sondern man hatte auch einen Gewinn daraus aus.

00:26:46: Also das Anerkennen und das Erkennen okay ich habe über meine Verhältnisse oder vielleicht manchmal auch über das, was gefragt war.

00:26:58: Oder habe ich hilfreich will hier sein für andere?

00:27:02: Und ich habe mich damit auch für mich etwas gemacht – nicht nur für die anderen!

00:27:08: Auch wenn es vielleicht aus schlecht gelernten Strategien war, aber ich hatte trotzdem einen Gewinn.

00:27:14: Weil in dieser Zeit war ich wertgeschätzt, gebraucht.

00:27:18: Ich habe das Gefühl, dass es mich für die Familie gibt, was ich ja gesucht habe.

00:27:24: Das habe ich bekommen.

00:27:26: Mindestens durch Kinder.

00:27:27: bei den Partnern ist das manchmal ein bisschen anders.

00:27:30: Die finden das nicht immer nur cool.

00:27:33: Dann lohnt sich als Zweites wirklich auch einen Blick darauf zu werfen, wo ich das gelernt habe?

00:27:40: Wo habe ich das und wie habe ich es gelernt?

00:27:44: Das hilft einfach auch, dass man sagen kann, ah interessant.

00:27:48: Das ist etwas, das habe ich in einer jüngeren Version von mir gelernt und jetzt bin ich ja erwachsen.

00:27:56: also ich muss nicht mehr helfen.

00:27:58: zum geliebt werden.

00:28:01: es passiert mir auch nichts wenn jemand mich nicht liebt.

00:28:06: als Kind in der Familie will man geliebten oder uns ist gefährlich wenn man nicht geliegt wird Als erwachsene Mensch, wenn einem jemand nicht mehr liebt.

00:28:17: Es tut weh, das ist gar keine Frage.

00:28:20: Aber es passiert nichts Schlimmes.

00:28:23: Man wird nicht sterben.

00:28:25: Also wie die eigene Kindheit zurückgeguckt mit dem Coach Seelsorger und Psychologen?

00:28:29: Zum

00:28:31: Beispiel ja genau.

00:28:32: Und dann geht das mit den Glaubenssätzen drin?

00:28:36: Ich habe auch lieber, dass man sagt, dass wir diese jüngere Variante von sich mit einem liebenvollen Blick anschauen und selbst mit Gefühl

00:28:46: haben.

00:28:47: Also wie das Kind von früher sich vorstellt?

00:28:50: Genau!

00:28:51: Das

00:28:51: finde ich auch mega schön, ja.

00:28:53: Genau.

00:28:54: Und dass man dem das Mitgefühl und einmal sagt, ohja du hast es wirklich nicht einfach gehabt.

00:29:01: Du hast viel geholfen, viel geleistet und die Erwachsene haben zeitweise auch einen schlechten Job gemacht Das darf man auch mal sagen.

00:29:11: Ohne das muss man sagen, man muss den Eltern schuld geben oder so.

00:29:15: Aber wir alle, wir Erwachsene wissen selber, dass wir nicht immer nur einen guten Job machen als Älteren, als Arbeitnehmer und als Freunde.

00:29:24: Nein!

00:29:24: Wir sind nicht einfach immer nur gut, wir sind nicht immer hilfreich.

00:29:28: Wir machen nicht immer alles richtig.

00:29:30: Wir schiessen Böck, wir liegen daneben, wir machen dumme Sachen ... Häufig nicht absichtlich, manchmal verlistlich.

00:29:39: Aber häufig nicht.

00:29:40: Ja genau!

00:29:41: Und das passiert allen Menschen und einfach auch mal dürfen sagen ja da hätte ich als Kind etwas gebraucht was ich nicht überkomme und für diesen Teil in einem selber selbst mitgefühl

00:29:56: haben.

00:29:57: Und dann nachher wie erneu... Mit dem ich umgehe.

00:30:01: Bei den Glaubenssätzen hat man eine neue Sätze formuliert, wie machst du das mit dem Kind?

00:30:11: Ich kenne das auch mit der Glauben-Sätze und bei mir funktioniert es schlecht.

00:30:15: Ich habe immer das Gefühl, dass ich mich überliste.

00:30:20: Darum funktioniere ich vielleicht nicht mit so Affirmationen und Glaubenssätzen.

00:30:24: Das ist jetzt vielleicht tatsächlich eher nicht so mies.

00:30:27: Ich weiss aber ganz viel, ich könnte das gut.

00:30:30: Ja!

00:30:31: Ich habe eher eine Tendenz zu sagen okay ja akzeptieren da hätte ich etwas anderes gebraucht.

00:30:38: ja selbst mit Gefühl haben mit mir mich versöhnen mit dem Anteil wo es kurz gekommen ist definitiv ist gar keine Frage.

00:30:50: Und dann das, was ja jetzt in diesem Thema ein Thema ist, dass die eigenen Bedürfnisse gar nicht erst wahrgenommen werden.

00:31:00: Geschweige dann eingefordert oder umgesetzt.

00:31:06: und da halt ich kleine Schritte lernen an, was bräuchte ich jetzt gerade?

00:31:12: Schauen wir mal, was ich gerade spüre!

00:31:16: Manchmal sind es ja ganz kleine Sachen.

00:31:18: Wenn ich zum Beispiel plötzlich genervt bin und mich so fragt, wieso bin ich eigentlich plötzlich so genervt, merke ich so, oh ich müsste aufs Witz

00:31:25: sein.

00:31:26: Ja sicher!

00:31:27: Ich habe dann immer Hunger.

00:31:28: Ja das kann auch passieren aber... Oder wenn ich ungeduldig bin, dass sich so merken ... Da ist irgendein anderes Bedürfnis, das gerade nicht befriedigend ist.

00:31:38: Wo dringend die Befriedigung bräuchte und das ist bei mir tatsächlich ein häufiges WC.

00:31:42: Und wenn ich auf dem WC war, habe ich wieder alle Geduld der Welt.

00:31:46: Also wirklich mal etwas mehr auch Körperwarnemmung halt wieder.

00:31:53: Wie ... wo spüre ich Bedürfenisse?

00:31:58: Was spüre Ich?

00:32:00: Und was würde ich gerne tun?

00:32:03: Oder was braucht das Bedürfnis?

00:32:06: Wie kann ich das befriedigen?

00:32:10: Und es wird immer befriedigend, jetzt mit Hilfe in diesem Fall.

00:32:14: Kann man das so sagen?

00:32:15: Manchmal langen Sie einfach auch schon, dass man überhaupt merkt, ah, das wäre mein Bedürftnis und dann kann ich eine bewusste Entscheidung treffen.

00:32:25: Also zum Beispiel ... Ich weiss noch, ich muss posten

00:32:28: bis

00:32:29: Samstagabend.

00:32:31: Und ich kann mir jetzt überlegen, ob ich heute auf dem Heimweg noch gepostet werde.

00:32:36: Eigentlich bin ich müde und habe schon viel gehabt.

00:32:42: Oder soll ich lieber morgen Morgen geposten?

00:32:44: Dann muss ich aber früh aufstehen!

00:32:47: Ich muss einfach heute noch geposten.

00:32:50: Also dann kann ich das entscheiden.

00:32:53: Aber für das braucht es ein Bewusstsein vom Bedürfnis.

00:32:58: Also meinst du auch wie wenn eine Anfrage kommt von jemandem

00:33:01: Ja, dann kann man ja auch zuerst mal warten.

00:33:05: Die wenigsten Sachen sind notvollmässig.

00:33:10: Die meisten Sachen vertragen vierundzwanzig Stunden Pause.

00:33:14: Und ich glaube es geht auch darum oder dass wir neue Erfahrungen machen also auch das wie aushalten.

00:33:21: was passiert denn wenn nicht helfen?

00:33:25: Was passiert denn eigentlich?

00:33:28: und das andere ist was passiert wenn ich mein Bedürfnis erfülle.

00:33:34: Aber für das ist es anders.

00:33:35: Wirklich zuerst noch eine Warnung, oder?

00:33:38: Ja und das ist wirklich eine herausfordernde Aufgabe.

00:33:45: Menschen, die schon länger mit Helfer-Syndrom unterwegs sind, haben das wirklich gut vernachlässigt, zu erkennen was sie eigentlich brauchen.

00:33:58: Und dort braucht es kleine Schritte.

00:34:00: Manchmal geht's nur darum, dass jetzt noch ein Dessert im Kühlschrank kommt, man weiss aber das Kind kommt auch noch heim.

00:34:07: Eigentlich möchte ich jetzt den Dessern

00:34:08: essen.

00:34:12: Und dann schaffe ich das jetzt, diesen Desserten zu essen oder vielleicht die Hälfte und um Kinder zuzumuten, damit es nur noch

00:34:20: eine Hälfe gibt?

00:34:21: Also auch ein bisschen eine E-Übung höre ich da raus.

00:34:23: Das ist etwas, das nicht von heute auf morgen ändert.

00:34:27: Man muss auch etwas Geduldig sein mit sich selbst und so vielleicht langsam etwas draussen kommen?

00:34:34: Ja... Oder wie

00:34:34: würdest du es ganz praktisch machen, um etwas herauszufinden?

00:34:37: Ja, tatsächlich in kleinen Schritten.

00:34:41: Und was es halt wirklich auch braucht ... Es wird sich am Anfang vielleicht nicht gut anfühlen.

00:34:49: Dann habe ich vielleicht diesen Tessern gegessen Und nachher habe ich ihr schlecht gewissen.

00:34:56: Aber es ist nichts kaputt!

00:34:59: Das ist das kindliche schlechte Gewissen, oder?

00:35:02: Ich habe ... Ui, nein, jetzt habe ich das für mich genommen.

00:35:06: Das wollte sicher noch jemand anders auch noch.

00:35:09: Und hier muss man auch wieder aushalten, dass sich am Anfang nicht gut anfühlt.

00:35:15: Ich kann aber auch sein, dass jemand am Anfang einen Riesenschritt macht und merkt so, oh, das war jetzt so schön einfach nur für mich zu schauen.

00:35:24: Kann auch passieren.

00:35:28: Das wissen

00:35:30: wir ja immer erst, wenn man es uns probiert.

00:35:32: Es ist natürlich nicht so schön oder wenn man jetzt nicht hilft und vorher immer das gekoppelt hat an das Gefühl jetzt bin ich geliebt?

00:35:40: Oder warum kann sich das automatisch wahrscheinlich nicht immer die Schöne anfühlen?

00:35:45: Oder richtig?

00:35:45: Oder gut?

00:35:46: Also wenn ich muss sagen Nein du, das liebst mir jetzt nicht drin oder so.

00:35:51: Ich arbeite in einem twenty- vier Stunden Betrieb.

00:35:55: Ich erlebe immer wieder, dass wenn jemand den Dienst mit mir tauschen möchte.

00:36:00: Dann höre ich wahnsinnige Erklärungen, warum ich jetzt durch diesen Dienst tausche.

00:36:08: Warum sie so darauf angewiesen ist, damit ich diesen Dienst mit ihren Tauschen habe?

00:36:14: Aber das hat für meine Entscheidung keinen Einfluss, weil entweder ich kann tauscha' oder nicht.

00:36:21: Und die Erklärung!

00:36:22: Es ändert dem überhaupt nichts.

00:36:26: Und es hat ja auch etwas Anmassens, denn je nachdem würde ich dann vielleicht sagen, die Erklärung ist gut genug und ich dusche nicht.

00:36:36: Das ist irgendwie so ... Für mich hat es etwas Seltsames.

00:36:40: Aber wenn mich jemand um Hilfe fragt für etwas und ich nicht im Helfer-Syndrom-Modus bin, überlege ich mir Habe ich Energie, um das zu machen?

00:36:56: Habe fähigkeiten, um es zu tun?

00:37:00: Und habe ich Lust, an vorn noch Zeit?

00:37:05: Ja, ein sehr wichtiger Punkt.

00:37:06: Habe die Fähigkeiten und die Zeit?

00:37:09: Und hast du Lust?

00:37:13: Wenn Energie oder Zeit oder Fähigkeit fehlt, dann ist klar und nein!

00:37:22: Bei der Lust ist sie schon etwas anders.

00:37:25: Es ist zugesteht, dass wir auch mal nicht der Fluss haben.

00:37:29: Kostet ja etwas.

00:37:32: Aber ich darf auch nein sagen einfach nur weil ich keinen Lust

00:37:35: habe.

00:37:37: Ich stelle mir das unglaublich schwierig vor.

00:37:40: Nein, jetzt probiere ich es anders zu machen.

00:37:44: Das müssen meine Schritte sein, stelle ich mir vor.

00:37:47: Wenn man vorher so anders funktioniert hat ... Wenn eine Person vor einem steht und sagt, kannst du mir bitte helfen?

00:37:54: Das ist sicher sehr schwierig in der Praxis!

00:37:58: Es geht.

00:37:59: Also wenn du dir jetzt vorstellst, hast du jemanden, die immer ja sagt... Egal für was du fragst um Hilfe, die sagt immer ja.

00:38:08: Und gleichzeitig siehst du aber auch wie dir immer Strugglet mit ihrer Zeit ist, immer im Stress und all das.

00:38:18: Wie würdest du dich fühlen?

00:38:20: Würdest du diese Person überhaupt noch fragen?

00:38:23: Nein sicher nicht, ja...

00:38:26: Genau Oder

00:38:27: hoffentlich nicht!

00:38:28: Ja also es gibt natürlich schon manchmal Situationen ... wo es sehr bequem ist, wenn man weiss, jemand sagt immer ja... Genau!

00:38:36: Das habe ich dir auch noch wirklich...

00:38:38: Es ist ganz egal, wie es dieser Person geht.

00:38:40: Hauptsache, ich muss das nicht machen.

00:38:42: Aber ähm... Wenn ich ehrlich bin mit mir und meine Ressourcen aller Art abchecken, wenn eine Anfrage kommt und ich merke... Ja vielleicht würde ich sie noch reinbringen aber ich weisse es.

00:39:03: Es tut mir nicht gut, ich brauche jetzt einen halben Tag Freie zum Beispiel und kann mich in dieser Zeit nicht um dieses Kind kümmern.

00:39:12: Dann sage ich Nein!

00:39:14: Und wenn ich weiss, wenn ich weiß dass jemand auch so mit sich umgeht dann habe ich mich immer dafür zu fragen wenn ich etwas brauche weil ich weisse den Mensch schaut auch für sich und wenn er nicht kann, kann er nicht.

00:39:32: Und ich weiss, er sagt nein zu dieser Frage und nicht Nein zu mir.

00:39:38: Wie ist es denn?

00:39:39: Darf ich dir überhaupt noch weiterhelfen?

00:39:42: Weisst du... Also darf ich das überhaupt noch?

00:39:44: oder muss ich von Anfang an mega vorsichtig sein, wenn es ums helfen geht?

00:39:50: Nein!

00:39:50: Aber bleib bei deinen Gefühlen, bei deinen Bedürfnissen.

00:39:55: Bleib bei dir.

00:39:57: Also du... Du siehst da scheint der Not zu ziehen.

00:40:02: Mhm Du wirst es als Not identifizieren und du wirst gerne helfen.

00:40:10: Dann frag!

00:40:11: Weil das ich helfen will, ist eigentlich nichts schlecht.

00:40:14: Das sind wir wieder beim Anfang.

00:40:15: Sondern einfach zu machen ohne eine Frage.

00:40:19: Und ohne zu checken wie meine Bedürfnisse stehen oder?

00:40:22: Ja und vielleicht auch schauen... Was genau...?

00:40:28: Also jetzt kann man grammatikalisch fast nicht sagen Wem willst du helfen?

00:40:38: Was soll ich dir

00:40:39: sagen?!

00:40:42: Wem willst du helfen, willst du dir helfen, weil du es schwierig findest zum Zuschauen.

00:40:48: Oder willst du wirklich dem Mensch helfen?

00:40:51: und wenn du merkst... Nein!

00:40:53: Ich möchte eigentlich wirklich dem Mann helfen.

00:40:55: Ich könnte mir vorstellen, wenn ich in dieser Situation wäre, wäre ich froh um Hilfe.

00:41:00: Dann Frage und Hilfe natürlich.

00:41:03: Wir brauchen Hilfe!

00:41:06: Jeder Mensch braucht Hilfe früher oder später in seinem Leben.

00:41:10: Das ist ein wichtiges gesellschaftliches Bindemittel, sich gegenseitig helfen und sich gegensitig unterstützen.

00:41:19: Ich fände es spannend, noch kurz das Thema Partnerschaft zu gehen.

00:41:22: Wenn ich jetzt merke, mein Partner hat so einen Helfer-Syndrom ... Was kann ich dann machen?

00:41:29: Kann ich irgendetwas tun?

00:41:31: Ja.

00:41:32: Nein, danke.

00:41:34: Das kann ich alleine Grenzen setzen.

00:41:38: Grenzen braucht es auf beiden Seiten.

00:41:41: Und wenn jemand tendenziell – ich nenne es wirklich übergriffig – agiert, hilft nur eines.

00:41:49: Nein!

00:41:50: Stopp!

00:41:52: Lass mich das selber machen auf meine Art und Weise.

00:41:57: Oder nein, ich möchte nicht, dass du mir jede Abend bis Nacht bereit machst für den ersten Mittag oder nächsten Tag.

00:42:05: Nein, ich will nicht, dass du mir meine Kleider rausleihst.

00:42:08: Meistens ist es sehr angenehm oder schwierig zu nein sagen?

00:42:13: Ja, ein Zitielang findet man es vielleicht noch und irgendwann geht es einem auf den Wecker.

00:42:18: Nur dann hat sich das schon so eingespielt, dass beide eben nicht mehr wirklich ausserkommen.

00:42:24: Darum auch wenn man merkt, dass man eigentlich immer überbeteutelt wird, sagt er Stopp!

00:42:34: Ich weiss, du meinst es gut und nein.

00:42:37: Bea, was ist das, was du jetzt einfach sagst?

00:42:39: Ein Satz?

00:42:40: Ein Tipp?

00:42:41: Irgendetwas oder so zu diesem Thema?

00:42:42: Einfach runtergebrochen.

00:42:43: möchtest du mitgehen.

00:42:45: Solange man nicht um Hilfe bettet wird hat man keinen Auftrag.

00:42:50: Und wenn man um Hilfe bettet wird, hat man trotzdem die Möglichkeit zuerst darüber nachdenken, passt das für mich.

00:43:00: Bitte um Hilfe... ...ist nicht Pflicht!

00:43:04: Für Hilf.

00:43:09: Die psychosoziale Beraterin Biogrim hat uns mitgenommen ins Thema Helfer-Syndrom.

00:43:14: Wenn es zu viel vom Guten ist, helfe ich wirklich einer anderen Person oder schlussendlich nur mir selbst.

00:43:21: Mehr zu der Biogrim, ihrer Praxis und ihre Arbeit findest du bei uns in den Shownotes.

00:43:26: Dort haben wir dir einen Link zum Spenden drauf.

00:43:29: Ihr F-Medium produziert diesen Podcast ist nämlich ein Spendenwerk und ohne deine finanzielle Unterstützung könnten wir nicht so wertvolle Gespräche aufnehmen.

00:43:38: Darum

00:43:38: danke dir vielmals für das Mittragen und auch fürs Mitlosen.

00:43:42: Wir freuen uns übrigens sehr über ein Feedback von dir!

00:43:46: Bis bald, ich bin

00:43:55: Trudstutz.

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