Erwartungen – zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Shownotes

Man sollte noch einen Kuchen backen für den Geburtstag, an Weihnachten muss man beim Fest dabei sein – und ich bringe Job, Haushalt, Sport, Hobby und alle anderen kleinen Dinge perfekt unter einen Hut. Wir sprechen von Erwartungen, die wir manchmal von aussen, aber oft auch von innen spüren. In dieser Folge schauen wir dahin, wo Erwartungen entstehen: in die frühe Kindheit. Da wurden auch schon innere Antreiber festgelegt wie «sei perfekt» oder «mach es allen recht». Psychotherapeutin Julia Wegmann zeigt uns in dieser Folge, warum hinter Erwartungen fast immer Bedürfnisse stehen, wie wir diese kommunizieren, weshalb Enttäuschung und Scham dazugehören und warum keine Erwartungen zu haben auch nicht die Lösung ist.

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Expertin:

Julia Wegmann ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin und Fachpsychologin für Psychotherapie FSP. Sie bietet kognitive Verhaltenstherapie, Traumatherapie und Schematherapie an. Seit 2009 begleitet sie Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern auf ihren individuellen Wegen im Leben. Mitte 2021 wagte sie den Schritt in die Selbständigkeit mit der Praxis Tandem GmbH. Mit Empathie, Wertschätzung, Transparenz und Echtheit hilft sie, Schwierigkeiten zu überwinden und neue Lösungen zu finden. Sie setzt sich dafür ein, dass Menschen ihre eigenen Stärken und Ressourcen wiederfinden können. Julia Wegmann ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Host und Autorin:

Tabea Kobel

Links:

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Transkript anzeigen

00:00:00: Also geht es häufig auch eben darum, wie realistisch sind auch Erwartungen.

00:00:04: Weil wenn sie unrealistisch ist, dann entsteht Frust und Konflikte.

00:00:08: Dann bin ich enttäuscht.

00:00:10: Dann kommen negative Gefühle.

00:00:11: Wenn Erwartung realistischer ist, kann man Freude erleben und Dankbarkeit und Zufriedenheit und Stolz.

00:00:18: oder die Kinder zum Beispiel.

00:00:20: Wenn ich merke, hey!

00:00:21: Ich kann eine Erwartungserfüllung erfüllen.

00:00:24: Das löst positive Gefühlen aus.

00:00:29: Coaching für Geist und Seele.

00:00:31: Ein Podcast von

00:00:32: RF Mediaschweiz.

00:00:36: Wenn wir Erwartungen erfüllen können, geht es uns gut.

00:00:39: Dann haben wir richtig positive Gefühle.

00:00:42: Also wenn wir zum Beispiel unser Jobprofil gut erfülle.

00:00:45: Wenn wir jeden Tag etwas Zässe auf den Tisch brachten.

00:00:48: Oder wenn man diesen Kuchen gebacken hat fürs Kind Geburtstag für die Schule, weil ja das sollte man halt machen, wenn ein Kind Geburztag hat.

00:00:57: Wenn dann aber noch Erwartungen von innen kommen, wie «Hey, aber der Kuchen muss super

00:01:02: speziell aussehen!»

00:01:04: oder die Arbeit, die ich abgeben habe.

00:01:06: Die muss übermässig gut sein.

00:01:08: Dann kann es plötzlich kippen und das Gefühl, was man dabei hat wird ihr belastend.

00:01:14: Erwartungen haben viel mit Glaubenssätzen oder so inneren Antrieben zu tun, sei es Psychotherapeutin Julia Wegmann.

00:01:22: Oder mit Messlatten, die wir sehr hoch ansetzen und dann kann man eigentlich nur mehr verlieren.

00:01:29: Von wo kommen eigentlich diese Erwartung?

00:01:32: in uns?

00:01:32: An uns selbst oder auch an unseren Umfeld?

00:01:35: Und wie können wir gut damit umgehen – auch vielleicht gerade wenn wir eine etwas höhere Erwartungszeit haben?

00:01:40: Das ist der Erfolg!

00:01:41: Ich bin Tobias Kobbel.

00:01:47: Es ist nicht so ein Positiv-Prägtswort.

00:01:50: Erwartung, oder wie empfindest du das Wort?

00:01:53: Ich glaube im ersten Moment ist es schon so ein Wort, was Druck auslöst.

00:01:57: Ich weiß nicht, wie's dir geht aber wenn man vielleicht das Gefühl hat okay da setzt sich schon etwas auf meine Brust und drückt ein bisschen, wenn ich das Wort höre Erwartungen, dann möchte jemand was von mir, oder?

00:02:08: Genau.

00:02:09: Man hat das Gefühl jetzt muss man etwas leisten, muss irgendwie etwas passieren... Das prägt uns ja auch im Alltag, wenn man diese Sachen hat.

00:02:18: Woher können die überhaupt erwartigen?

00:02:22: Ja, also grundsätzlich kann man sagen oder sind Erwartungen erst mal wenn wir es jetzt lösen von dem was wir so subjektiv fühlen.

00:02:28: Wenn wir das Wort hören erstmal innere Vorstellungen darüber wie etwas sein sollte und rein Entwicklungspsychologisch entsteht dass dadurch dass unser Gehirn einfach so aufgebaut ist dass immer die Umgebung abscannend eigentlich nachgefahren oder eigentlich letztendlich geht's immer irgendwie ums überleben Und darüber was ist eigentlich vorhersehbar?

00:02:49: Also was kann ich lernen?

00:02:50: was kann Ich mir merken?

00:02:52: Wie kann ich Dinge in meiner Umgebung vorhersehen, um mich selber zu schützen?

00:02:57: Vor Verletzungen, um mein Überleben zu sichern.

00:03:00: Und das passiert schon bei Babys.

00:03:02: Da sind wir auch so im Bindungsthema drin.

00:03:04: wenn der Säugling zum Beispiel brüllt und ein sensitives Elternteil reagiert und versorgt und da entsteht Fürsorge dann entsteht eine sichere Bindung und auch immer die Erwartung aha!

00:03:15: Wenn nicht schreihe, dann reagiert man gegenüber.

00:03:18: Also da passiert etwas.

00:03:20: Wenn ich etwas mache, dann kommt eine Reaktion und so entstehen dann erste innere Repräsentation darüber wie reagiert mein Außen?

00:03:28: Wie reagiert meine Umwelt?

00:03:29: Und was kann ich auch erwarten, was passiert zum Beispiel wenn ich brülle oder weil ich Hunger habe als Baby, dann werde ich gefüttert.

00:03:37: Und das setzt sich denn so fest dass man wirklich sagen hey das ist jetzt also wenn A dann B!

00:03:44: Das ist wie ein Programmierige aus dem Handy

00:03:47: Ja, genau.

00:03:48: Also das ist tatsächlich so.

00:03:49: oder dass gerade frühkindliche Erfahrung oder jetzt im Bereich von Bindung spricht man auch von der sensiblen Phase wo wie solche inneren Repräsentation sich aufbauen und dann eigentlich später alles prägen.

00:04:02: also wie wir denken wie wir fühlen wie wir uns verhalten Ist es schon sehr entscheidend was passiert in den ersten Lebensjahren.

00:04:09: Und dann kommen natürlich weitere Erfahrungen im Laufe von der Kindheit dazu.

00:04:14: Wie Menschen auch lernen oder?

00:04:16: von den Lerntheorien, wenn ich etwas mache dann folgt eine Konsequenz und ist die Konsequent positiv.

00:04:23: Dann werde ich das Verhalten häufiger zeigen.

00:04:25: Wenn sie negativ ist, dann werde ich es verhalten weniger zeigen.

00:04:29: Also wenn Eltern zum Beispiel ihren Kindern sagen am Mittagstisch müsst ihr ruhig sitzen oder?

00:04:35: Dann ist das ne ausgesprochene Erwartung, die ich immer von meinen Kindern erwartet, dass sie ruhig am Tisch sitzen Das positiv bemerke auch so schön, oder jetzt haben wir hier in Ruhe gegessen.

00:04:47: Dann merken die Kinder okay das ist gut wenn ich ruhig am Tisch sitze und wenn sie ständig aufstehen und umherwuseln und dann kommen generfte Stimmen oder setzt sich wieder hin oder dann entsteht vielleicht Stress oder auch ein Konflikt.

00:04:59: Dann merkten Kinder natürlich okay dass es einen Verhalten was nicht erwünscht ist und so passieren eigentlich ständig Lernprozesse wie wir auch merken.

00:05:07: ok was wird von mir erwartet?

00:05:09: anhand von dem wie man gegenüber auf mich reagiert?

00:05:12: Als Kind ist es wichtig, dass man das auch lernt.

00:05:16: Dass man in einem sozialen Gefüging bestanden kann und macht das automatisch.

00:05:22: Das ist aber später noch der Fall.

00:05:24: oder dass man diese Erwartungen hat.

00:05:28: Es kommt im Job, man weiss ... Man hat einen Auftrag, er wird erwartet, damit man ihn erfüllt.

00:05:36: Ist ja per se nicht etwas Schlechtes?

00:05:39: Wieso werden wir dann schlecht?

00:05:42: Ja, das kommt natürlich immer drauf an.

00:05:44: Auch ob ich den Eindruck habe.

00:05:46: also was für Maßstäbe setze ich an mich?

00:05:48: Es gibt.

00:05:49: eigentlich in der Chemotherapie kann man auch mit Bildkarten arbeiten und da gibt es eine Karte die steht für so fordernde innere Anteile Und dann hält entweder ein erwachsener Mann oder eine erwachsene Frau so eine riesige Messlatte und Man selber ist abgebildet wie als kleines Kind daneben und man sieht eigentlich okay der Maßstab Der ist jetzt zum Beispiel so hoch Den kann ich gar nicht erfüllen.

00:06:11: Und wenn ich so innere, fordernde Stimmen entwickelt habe und immer das Gefühl hab, weil ich vielleicht auch einen inneren Antrieb habe.

00:06:18: Ich muss alles perfekt machen!

00:06:20: Ich muss immer gut sein... ...und ich kann diesen Maßstab eigentlich nie

00:06:23: erfüllen."

00:06:24: Dann geht es mir zum Beispiel schlecht oder dann erlebe ich auch Druck.

00:06:28: Wenn eine Erwartung von außen kommt und ich merke ja, Ich kann das erreichen, ich kann das erfüllen.

00:06:32: Das ist kein Problem für mich!

00:06:34: Dann ist es natürlich für mich nicht negativ behaftet, eine Erwaltung zu erfülle.

00:06:39: Aber wenn ich da so eine Diskrepanz spüre zwischen dem was wird erwartet und was habe ich den Eindruck vielleicht?

00:06:44: Was ich kann ob ich das überhaupt erfülen kann, dann ist es Natürlich belastend.

00:06:49: Und wieso...ich ist denn wie die einste irgendwie belastend und für andere nicht.

00:06:55: Also man wartet ja, wenn du jetzt ein Kind hast und du hast genau das Beispiel gebracht mit der Stil-Sitzen oder so... Warum ist es dann für die einen nachher nicht unbedingt ein Problem?

00:07:06: Und für den anderen entwickelt sich

00:07:09: das?

00:07:09: Ja, sehr vieles hängt einfach mit dem Selbstwert zusammen.

00:07:12: also welches Bild habe ich von mir selbst?

00:07:18: positiv ist und man ein starkes Selbstbild hat.

00:07:21: Und Eltern haben das geschafft.

00:07:22: oder neben ich stelle Anforderungen und Erwartung, aber mein Kind weiß auch was es kann und Erwartungen sind realistisch also so des Kinder die auch erfüllen können zum Beispiel dann kann das Kind auch ein positives Selbstbild entwickeln.

00:07:37: und wenn ich Erwartungen stelle aber mein kind ich sage jetzt mal einen Kind mit ADHS kann nicht lange ruhig am Tisch sitzen.

00:07:45: Und wenn ich diese Erwartung immer wieder formuliere und mein Kind immer wieder das Feedback bekommt, warum zappelst du immer so?

00:07:51: Du bist immer so wild!

00:07:53: Du bist zu laut!

00:07:54: Also dann macht es natürlich was mit dem Selbstbild.

00:07:56: Dann entstehen ganz viele innere negative Glaubenssätze.

00:08:00: Ich bin zu laut, ich bin zu wild... ich kann das nicht Und das hat dann natürlich auch einen Einfluss.

00:08:07: oder wenn ich dann im Erwachsenenalter bin und da habe ich eben so innere kritische und fordernde Stimmen ausgeprägt, die immer wieder Erwartungen an mich stellen, die ich gar nicht erfüllen kann.

00:08:19: Ist es natürlich auch so, dass später im Leben, wenn dann Erwartungen kommen, wo ich schon den Eindruck habe das schaffe ich gar nicht.

00:08:26: Weil ich diesen Glaubenssatz hab, dass sich den negativ erlebe.

00:08:29: Wohingegen ein Kind, wo Eltern realistische Erwartung stellen, wo positives Feedback kommt und der Selbstwert aufgebaut wird positive Glaubenssätze entstehen von ich kann das, ich schaff das.

00:08:42: Ich traue mir das zu und bin mutig!

00:08:45: Ich wage etwas, ich darf Fehler machen oder?

00:08:48: Das wären solche positiven Formulierungen.

00:08:50: Dann kann ich natürlich auch anders mit einer Erwartung umgehen wenn die von außen kommt weil ich dann merke ah ja okay gut es ist etwas was ich kann oder das traue ich mir zu oder löst jetzt vielleicht schon auch Stress und Druck aus.

00:09:03: aber ich traue mich das zu ich schaffe das schon irgendwie.

00:09:06: Es ist immer eine gute Anleitung, wenn man Kinder hat.

00:09:08: Man kann sagen, es sei wichtig, dass man die Erwartungen irgendwo anpasst als Kind oder dass er auch immer wieder ein Volkserlebnis machen kann, weil das später ein Leben prägt.

00:09:20: Dann gehen wir mal zurück zum Erwachsen sein.

00:09:22: Wenn man jetzt erwachsen ist und merkt ... Man bekam nicht so einen Prägte.

00:09:29: Man hat hier vielleicht Mühe mit dem, die Erwartungen nicht gerecht werden oder dass es Druck macht und das schwierig ist.

00:09:40: Wie kann man dann mit dem

00:09:42: umgehen?

00:09:44: Ja, ich glaube ganz wichtig ist so die Verbindung zu den sogenannten inneren Antreibern.

00:09:48: Die wir eben entwickeln durch frühe Erfahrungen und durch unsere Prägungen zum Beispiel mit dem einen Antreiber sei perfekt.

00:09:56: also wenn ich den habe oder diese Messlatte gefühlt sehr hoch ist weil ich den Anspruch hab ich muss immer alles gut perfekt vielleicht auch noch ein weiterer Antreber wäre sei schnell und ich muss es auch noch schnell machen.

00:10:09: dann Sobald Erwartungen von außen kommen, spüre ich diesen Druck.

00:10:14: Weil mein innerer Glaubenssatz, den ich dann entwickelt habe ist Ich darf keine Fehler machen und dann sind natürlich alle Anforderung die irgendwie von Außen kommen erzeugen sofort ein Druckgefühl.

00:10:24: oder beim Thema Perfektionismus weil ich dann auch immer das Gefühl hab ich kann es ja gar nicht schaffen.

00:10:30: also Die Messlatte ist viel zu hoch.

00:10:33: Und was wir machen können wenn wir solche inneren Antreiber haben und dann solche Glaubenssätze, wie ich darf keine Fehler machen ist die eigentlich zu entschärfen.

00:10:44: Also man kann sich das vorstellen wie Gift-Sätze oder natürlich so Giftpfeile für die Seele weil das können wir ja gar nicht erfüllen der Anspruch ist sehr viel zu hoch.

00:10:54: Und Der balsam Satz der eigentlich dazu passt ist Wie Ich Darf auch Fehler Machen andere Machen Auch Fehler.

00:11:01: und Deswegen Ist So Ein Punkt wenn ich Wenn man merkt, hey Erwartungen lösen eigentlich immer einen riesen Druck aus.

00:11:08: Auch in sich mal rein zu spüren und sich zu fragen okay was steckt denn jetzt eigentlich dahinter?

00:11:12: Was erwarte ich dann von mir selbst?

00:11:15: Was sind meine inneren Antreiber?

00:11:18: Und wenn man die schonmal rausgefunden hat?

00:11:21: also es gibt natürlich auch Fragebögen mit denen man die herausfinden kann aber manchmal ist er auch ok.

00:11:26: Was erwarte ich eigentlich von mir selbst, wenn ich mir die Frage beantworte?

00:11:30: Ich habe das Gefühl.

00:11:31: Ich muss da auf der Arbeit den perfekten Vortrag machen.

00:11:34: Ich darf nicht stottern und mir darf kein Fehler passieren.

00:11:37: Alle müssen immer aufmerksam sein.

00:11:39: Niemand darf gähnen während meinem Vortragen.

00:11:41: Also dann kommt ja vielleicht, wenn wir anfangen, innerlich diese Frage zu beantworten Dann kommen ja vielleicht solche inneren Sätze, wo ich sagen kann, aha okay.

00:11:50: Das könnte jetzt so ein innerer Antreiber sein.

00:11:53: und dann ist eigentlich die nächste Frage was würde ich denn jetzt einem guten Freund oder einer guten Freundin raten?

00:11:59: Weil sehr häufig sind wir viel gnädiger mit unserem Umfeld Antreiber die wir haben, die andere auch haben.

00:12:08: Wenn Freunde uns davon berichten dann sagen wir sofort hey du musst es doch nicht perfekt machen jeder macht Fehler.

00:12:14: aber wir haben diesen Satz entwickelt.

00:12:16: oder vielleicht hatten wir auch einen sehr fordernden Elternteil zum Beispiel und das Gefühl wir dürfen gar keine Fehler machen sonst wird geschimpft oder was auch immer.

00:12:26: Und dann dürfen wir eigentlich lernen, wenn wir uns in die Perspektive hineinversetzen.

00:12:29: Was würde ich denn jemand anderem raten das auf uns selber zu übertragen?

00:12:33: Also Mitgefühl mit anderen im ersten Schritt zu entwickeln und dann mit mir selbst also mir selber zu sagen Es ist okay niemand ist perfekt Ich darf Fehler machen oder ich kann es nicht allen rechtmachen.

00:12:47: Aber da sind wir sehr eben beim Thema was kommt alles für Glaubenssätze Zusammen, ich hatte zum Beispiel... das geht so in Richtung People-Pleasing was ja auch mit Erwartungen zusammenhängt.

00:12:58: Ich hatte ganz häufig immer das Gefühl jeder muss mich gerne haben und jeder muss sich mögen.

00:13:02: Das wäre auch ein anderer aber sei gefällig oder?

00:13:05: Also du musst auch den anderen immer gefallen!

00:13:08: Und irgendwann habe ich dann natürlich im Therapiesetting auch so Karten sets und da gibt es ganz viele wie man eben solche negativen Glaubenssätze umformulieren kann noch mit so ganz schönen Bildchen Ich muss nicht jeden mögen.

00:13:25: Also ich muss nicht jedem mögen und nicht jeder muss mich

00:13:27: mögen.".

00:13:27: Und dann habe ich gemerkt, okay wenn ich mit diesem Satz immer wieder sage anstatt jeder muss sich mögen, mir dann sagen, nee das ist eigentlich gar nicht so!

00:13:35: Es ist auch ok, wenn mich Menschen nicht

00:13:37: mögen!".

00:13:38: Jetzt ist das so super oder?

00:13:40: Natürlich kann man sagen ja jetzt müssen wir den Satz einfach... Anders zu sagen, aber das ist ja etwas, was im Hirn schon seit Jahren drin ist.

00:13:50: Wo man so lange kultiviert hat und wo man auch ganz viele Mechanismen entwickelt hat, dass jetzt in diesem Beispiel zum Beispiel alle gerne haben.

00:13:58: Man versucht dann alles vielleicht richtigzumachen.

00:14:02: Man probiert alle Bedürfnisse zerkennen vom Gegenüber.

00:14:06: Man passt sich an, was immer dort noch alles dazugehört.

00:14:09: Aber wie kommt man dazu?

00:14:11: Das ist nicht von heute auf morgen!

00:14:13: Das ist genau so, wie du sagst.

00:14:15: Es ist natürlich ein Prozess und das ist ein Weg weil alles was über Jahre entstanden ist und wo in unserem Gehirn sich eine Autobahn gebahnt hat von Neuronen die sich miteinander verknüpft haben.

00:14:27: oder wenn ich einen Gedanken immer wieder denke zum Beispiel sei gefällig ich darf keine Fehler machen also diese ganzen Glaubenssätze die immer und immer wieder über mir ausspreche, und die in meinem Kopf sind.

00:14:40: Dann ist das wie so eine Autobahn!

00:14:41: Und dann biegt unser Hirn auch ganz schnell in diese Richtung

00:14:44: ab.".

00:14:46: Das was es dann halt braucht, ist wirklich dranbleiben.

00:14:49: also diese Ballsammsätze formulieren zum Beispiel mich muss gar nicht jeder mögen ich darf Fehler machen Ich kann es gar nicht allen rechtmachen Ich kann und ich muss es auch nicht allen recht machen.

00:15:03: Ich mache das, was für mich gut ist oder wie auch immer diese Sätze dann lauten Und dann ist der andere Teil wirklich dran zu bleiben und nicht aufzugeben.

00:15:11: Das haben wir glaube ich in irgendeinem Podcast zum inneren Kind habe ich das auch schon mal gesagt die Stephanie Stahl Die deutsche Psychologin die nennt dass sobald ich mich ertappe Also sich selber ertappen dass ich wieder so ein Gedanken denke also einen inneren Antreiber ich komme dem auf die schliche.

00:15:26: ich merke jetzt kommt wieder dieser Glaubenssatz gar nicht, ich schaff das nicht.

00:15:31: Ich darf keine Fehler

00:15:32: machen.".

00:15:33: Dann muss sich anfangen mich selber zu ertappen und dann umschalten.

00:15:37: Und dass eigentlich trainieren und dranbleiben... Und jedes Mal wenn ich diesen Satz dann ertapt habe, ich darf keine Fähler machen, mir zu sagen doch!

00:15:44: Ich darf Fehler machen andere machen auch Fehler.

00:15:47: Und es ist natürlich eine Übungssache und wenn man das über Jahre immer wieder übt, jedes mal wenn man sich ertapft, dann biegt das Gehirn auch.

00:15:55: irgendwann entsteht dann eigentlich wie ne neue Autobahn im Gehirnt Und dann ist das kein Problem mehr.

00:16:00: Wie hast du das jetzt gemacht bei deiner Situation, wo du dir nicht gesehen bist?

00:16:05: Wo du gemerkt hast ja es muss mich nicht jedem mögen

00:16:08: also

00:16:09: was hast du gemerkt?

00:16:10: wie bist du heute nachher weitergegangen dass du das kannst irgendwo ertappen und umschalten.

00:16:18: Es ist, glaube ich, genau einfach so wie ich das gesagt habe.

00:16:20: Sobald ich diesen Satz in meinem Kopf irgendwie gespürt hab oder manchmal passiert es natürlich auch durch ein Gespräch und durch Austausch jetzt zum Beispiel mit meinem Mann wenn ich dann von irgendeiner Situation erzähle also ich bin eher ein Mensch Ich verarbeite auch dadurch dass ich mich austausche mit anderen Und durchdenke nicht nur alles

00:16:37: für mich

00:16:38: In meinem Kopf.

00:16:40: Und wenn ich dann austausche und das erzähle, und dann stellt vielleicht auch jemand mal eine Rückfrage.

00:16:44: Das kann dann auch helfen sich selber zu ertappen und zum Beispiel zu merken, ah okay hat mein Mann mir zum Beispiel meine Frage gestellt ja ist es dir denn wichtig da irgendwie dabei zu sein oder dazu gefallen?

00:16:55: Sondern habe ich gemerkt jetzt also wenn ich drüber nachdenke, nee so wichtig ist mir das eigentlich gar nicht!

00:17:01: Oder?

00:17:01: Also manchmal hilft dann eben auch Austausch und Reflexion mit einem Gegenüber dem ich von einer bestimmten Situation erzähle Dadurch eigentlich diesen inneren Glaubenssatz ertappen kann.

00:17:14: Und irgendwann automatisiert sich das auch, also wo ich dann so... Gut sind natürlich auch immer visuelle Hinweise, wenn ich irgendwie so eine Karte habe oder wenn ich einen Balsamsatz aufschreibe und mir dazu ein Bild male.

00:17:26: Oder auf dem Handy-Display, wenn mich jetzt nicht ganz stark irgendetwas trainieren will zum Beispiel Ich darf Fehler machen und was steht für mich?

00:17:35: Wer könnte jetzt ne Person sein oder die für mich ein Vorbild ist?

00:17:38: oder man kann auch überlegen Was ist denn eine Pflanze für mich, die nicht für Perfektion steht?

00:17:44: Sondern einfach siehst schön so wie sie ist oder so.

00:17:46: Und dann finde ich so ein Bild zum Beispiel von der Pflanzen und dann drücke ich mir das aus oder ich mache mit es aufs Handy Display und jedes Mal wenn ich das sehe denke ich mir dann... Die Pflanze ist auch nicht perfekt, aber trotzdem sind sie wunderschön.

00:17:58: So ein Brennessel, wo überall Wachst und viel Inhaltsstoff hat, der mega gesund ist... Aber sie ist überhaupt nicht lässig eigentlich!

00:18:08: Also sie piekst und wächst überall an Suchrouten.

00:18:12: Oder ich glaube eben so das Thema im Unperfekten des Schöne sehen.

00:18:16: und was ist jetzt vielleicht für ein Bild oder etwas, was mir hilft?

00:18:20: Mir selber das zu sagen.

00:18:21: Ich muss nicht perfekt sein irgendwas, was nicht perfekt ist aber was ich trotzdem schön finde es gibt ja die Japaner haben ja dieses eine Prinzip.

00:18:28: ich weiß jetzt nicht mehr wie das heißt Wo zum Beispiel, wenn ein Gefäß zerbricht, Kinzugi oder so was kann es sein?

00:18:36: Genau.

00:18:37: Dann machen die ja mit Goldfarbe Kleben, die das wieder zusammen und dann entsteht etwas Neues Schönes z.B.

00:18:44: Es ist eigentlich nicht perfekt weil du siehst ja überall die Risse aber die sind irgendwie mit Gold und es ist trotzdem schön.

00:18:50: Und solche inneren Bilder können wir nutzen oder die können uns helfen Weil gerade unser Unterbewusstsein reagiert viel stärker auf Bilder oder auch Musik Und können dann wie so eine Gedächtnisstütze sein, wenn ich das immer sehe und mir zum Beispiel dieses Gefäß oder was jetzt damit Gold verschönert ist.

00:19:08: Das schaue ich immer wieder an und sag mir dann auch innerlich Ich darf Fehler machen!

00:19:12: Ich muss nicht perfekt sein

00:19:14: Was macht es denn mit uns?

00:19:16: Wenn man jetzt das nicht angeht Aber was erkennt man das?

00:19:20: Dass man jetzt merkt hey das sind eigentlich gar nicht... Das sind irgendwie Erwartungen von außen an mich gekommen sind und wo ich jetzt übernehme.

00:19:29: Und irgendwie diesen muss gefallen oder die muss erfüllen?

00:19:32: Genau, das ist jetzt so ein Thema.

00:19:34: eben wenn die Erwartungen von außen kommen dann kann ich das merken manchmal im Körper ich spüre irgendwo Druck irgendwo lastet was auf mir oder also ich glaube sehr viele Menschen beschreiben eben so einen Druck auf der Brust oder eine schwere am Rücken, also manchmal kann ja auch wie ein Last so von oben kommen und einen drücken.

00:19:53: Also das kann sehr individuell sein, aber es kann so ein Anhaltspunkt sein, also wo spüre ich eigentlich in meinem Körper etwas?

00:20:02: Und womit kann das zusammenhängen?

00:20:04: zum Beispiel da kommt jetzt irgendeine Erwartung von außen und die erlebe ich als Druck oder ist löst in mir auch... Ungute Gefühle aus wie Schuld oder Scham.

00:20:15: Oder ich habe Angst vor dem Versagen, wenn jetzt im Jobbereich zum Beispiel eine Erwartung von außen kommt.

00:20:23: Ich merke meine Familie erwartet dass sich an Weihnachten bei einem bestimmten Fest dabei bin oder irgendwas wo ich vielleicht auch merkt das ist gar nicht so meins.

00:20:32: und dann löst es Stress aus im ersten Moment.

00:20:35: Das ist ja genau das Thema.

00:20:37: Zum Beispiel Familie erwartet etwas als Kind.

00:20:41: Gehört man das dann als älteren, sagt man den Kindern so, hey, ich mache jetzt das und mache das.

00:20:48: Und so oder um zu erwarten, dass das Kind lasst?

00:20:52: Jetzt wenn er in einer Beziehung ist und man dann irgendwie so Erwartungen hat am Partner.

00:20:57: Dann habe ich auch schon jemanden gehört ja, das sollt ihr eigentlich nicht.

00:20:59: Hab keine Erwartung, hab eher Wünsche!

00:21:03: Oder es kann man wahrscheinlich auch aus Familiensetting ... nachher übertragen ab einem gewissen Alter.

00:21:08: oder es geht nicht darum, ich habe keine Erwartung an dich sondern man hat eigentlich einen Wunsch.

00:21:13: Oder wie würdest du sagen ist das... Ist das nicht zu gleiche?

00:21:16: Also ich denke erst mal ist der Satz hab keine Erwartungen sehr schwierig.

00:21:23: Also wer jetzt für mich auch so ein Maßstab, den ich nicht erreichen kann?

00:21:26: Weil unser Gehirn einfach so funktioniert.

00:21:29: Dass es möchte das Dinge vorhersehbar sind und dass wir deswegen auch Sachen erwarten.

00:21:35: Es geht dann oft viel mehr darum Sind meine Erwartungen realistisch oder sind sie unrealistisch?

00:21:40: also mit welchem Maßstabe?

00:21:42: also wenn ich wieder dieses Bild habe oder von dieser riesen Messlatte Mit welchem Maßstab mäßig eigentlich Sachen?

00:21:48: Welchen Maßstap lege ich an meine Kinder an zum Beispiel und können die das erfüllen oder können sie das nicht erfülen.

00:21:54: Welchen Marschstab habe ich an meinen Partner oder an meine Partnerin, also wenn ich mit einer introvertierten Person zusammen bin und ich erwartet es, die mir in Clubs geht immer im Ausgang ist oder an die riesen Fäden mitkommt oder bei den Partys voll mit dabei ist und genauso wie ich, wenn ich extrovertiert bin da richtig aufblühre dann muss man sagen hey das ist eine Erwartung die kann eine sehr introvertierte Person einfach nicht erfüllen.

00:22:18: Also geht es häufig auch eben darum, wie realistisch sind auch Erwartungen?

00:22:22: Weil wenn sie unrealistisch ist dann entsteht Frust, dann entstehen Konflikte und ich bin enttäuscht.

00:22:28: Dann kommen negative Gefühle.

00:22:30: Wenn Erwartung in Realistik ist, dann kann ich Freude erleben und Dankbarkeit und Zufriedenheit und Stolz oder auch Kinder zum Beispiel.

00:22:38: Wenn ich merke, hey!

00:22:40: Ich kann eine Erwartungserfüllung erfülle.

00:22:42: dann geht es uns ja gut, das löst positive Gefühle aus.

00:22:45: Deswegen geht's sehr häufig beim Thema Erwartungen auch um den Maßstab.

00:22:49: also welchen Maßstabs nutze ich denn?

00:22:52: Was setz' sich denn für eine Messlatte an meinen Partner, meine Partnerin und meine Kinder oder wo?

00:22:58: ich finde jetzt... Zum Beispiel im Bereich von Kindererziehung hilft ganz viel Entwicklungspsychologisches Wissen.

00:23:04: Wann können Kinder eigentlich was?

00:23:07: Wie entwickelt sich das Gehirn, wann sind sie in der Lage für Empathie?

00:23:13: Ganz, ganz viele Eltern.

00:23:15: und manchmal ertappe ich mich natürlich selbst bei solchen Fehlern die man dann macht oder Maßstäben oder Erwartungen.

00:23:20: Die man an die Kinder hat wo ich mir im Nachhinein sagen muss hey das können sie gar nicht erfüllen.

00:23:24: Und häufig gibt es eben auch so ah das macht das Kind doch mit Absicht Oder dass ärgert mich doch jetzt das provoziert mich jetzt doch.

00:23:31: und eigentlich wenn man Entwicklungspsychologe schaut weiß man in den bestimmten Alter sind Kinder noch gar nicht in der Lage Perspektive vom Gegenüber zu übernehmen und dann zu wissen aber wenn Ich das jetzt mache ärgere ich damit mein Mama Meine Mama oder mein Papa.

00:23:45: Das können Kinder in einem bestimmten Alter noch gar nicht?

00:23:47: Kind nicht, aber bei den Partnern oder bei den Partners in vielen Schulen auch schon.

00:23:52: Genau!

00:23:52: Darf man jetzt eine Erwartung haben, dass man immer der Klassiker und kaum den WC-Teckel zu tun hat?

00:23:59: Oder dass man Kleider, die man dreht, dann wirklich in diesen Wäschsack tut wenn sie zum Wäsche wehren?

00:24:09: Wichtig ist, um zu deinem Ursprungssatz zurückzukommen.

00:24:13: Keine Erwartungen sondern Wünsche!

00:24:15: Hinter unseren Erwartungen stecken ja eigentlich Bedürfnisse.

00:24:19: Also was brauch ich, damit es mir gut geht?

00:24:22: Was brauche ich in der Partnerschaft?

00:24:24: und wenn mich natürlich täglich das nervt dass da die dreckige Wäsche auf dem Boden liegt oder keine Ahnung die Zahnbürste mit der Zahnpasta noch am Waschbeckenrand und es tropft und es gibt Dreck und ich bin dir dies weg putzen muss oder was auch immer Dann ist ja eigentlich des bedürfnis was dahinter steht.

00:24:42: Ich habe gern ordnung Ich mag dieses Chaos zum Beispiel nicht und dem Partner dann offen, dieses Bedürfnis zu kommunizieren.

00:24:52: Und zu sagen hey es ist mir wichtig dass dreckige Wäsche nicht einfach hier in unserer Wohnung rumliegt oder das stört irgendwie meinen wohlbefinden meine innere Ausgeglichenheit und Ruhe.

00:25:04: Das nervt mich irgendwie.

00:25:06: Werst ihr möglich in den Wäschesack zu werfen oder in ... keine Ahnung.

00:25:12: In dem Wäschekorb, wo auch immer man die dreckige Wäche aufbewahrt und dann kann natürlich der Partner sobald ich das ausspreche hat er den Wunsch gehört und das Bedürfnis dahinter Und dann ist die Wahrscheinlichkeit aus meiner Sicht auch höher, dass man dem voll geleistet oder wenn ich erkannt habe hey das ist jetzt wirklich wichtig fürs Wohlbefinden von meinem Partner meiner Partnerin weil wenn ich jemanden liebe versuche ja natürlich auch, dass es meinem Gegenüber gut geht.

00:25:37: Oder sollte zumindest so sein, dass das dahinter steht

00:25:42: und das ist aber dann eher immer eine Frage auch vom Mars oder nicht?

00:25:45: also Ich wohne in einer Wege, da hat man vielleicht nicht gleich Liebe zu einer Partnerin oder Mitbewohnerinnen.

00:25:55: Und das ist ja dort noch mal anders.

00:25:58: Man wohnt gleich eng zusammen und logischerweise probiert man irgendwo auf die anderen eingehen.

00:26:04: Aber dort habe ich jetzt schon mehr erlebt, dass es dann so ist, dass wir diese Erwartung klatschen durcheinander.

00:26:12: Welches ist denn jetzt die Größere Erwartung oder welches ist das größere Bedürfnis, was dahinter steckt?

00:26:19: Also ist es dort einfach ein Abwege.

00:26:22: Ja, das ist jetzt das, was du sagst, glaube ich der wichtige Prozess ist ja Erwartungen auch zu kommunizieren und auszusprechen weil so meine Erfahrung auch vom WG-Leben ist oft werden Sachen erstmal nicht... ausgesprochen oder dann gibt es irgendwann ein Konflikt und jemand ist genervt.

00:26:39: Oder man macht das vielleicht nicht auf eine konstruktive Art und Weise, weil da sind wir im Thema wie kläre ich denn Konflikte?

00:26:45: Und Konflikte entstehen ja dann wenn verschiedene Bedürfnisse aufeinander treffen.

00:26:50: also wenn eines bedürfnis hat nach Ordnung und der andere keine Ahnung musste schnell zur Arbeit und hat seine Kaffeetasse stehen lassen oder hat vergessen seine Haare aus dem Abflussib in der Dusche zu machen oder so in der WG Oder?

00:27:03: Also was auch immer.

00:27:04: Und dann geht es ja darum, okay jeder sagt, was er sich wünscht oder was auch seine Erwartung ist damit ein Zusammenleben funktioniert und wenn da natürlich Sachen sind die sehr, sehr schwierig sind zu vereinen, dann wird's natürlich auch schwierig zusammenzuleben.

00:27:19: aber die Frage ist immer wo kann ich einen Kompromiss finden?

00:27:22: Ist das möglich oder wer muss sich vielleicht anpassen?

00:27:25: muss sich jemand unterordnen oder nicht?

00:27:27: also das muss man ja dann miteinander austragen

00:27:32: Gerade wenn man ein Teenager z.B.

00:27:34: hat, die heim oder so ... Man kann mehr diskutiert werden.

00:27:37: Man kann auch etwas gegenüber einem Bedürfnis richten wie mit kleinen Kindern.

00:27:43: Man muss nicht sagen, du wechselst deine Windel selber, gar nicht.

00:27:49: Dort ist es ja dann wieder eine Frage.

00:27:51: Das kann man miteinander anschauen aber vielleicht ist dort noch wichtig ... Wie?

00:27:56: Also Bedürfen kommunizieren was kann man sonst noch?

00:28:00: Beachten, wenn es um Kommunikation geht.

00:28:04: Ja genau also das Wichtige sind Ich-Botschaften.

00:28:07: Also ich kommuniziere mein Bedürfnis, meinen Wunsch und nicht du hast und immer lässt Du... Also immer und nie sind auch solche Killer.

00:28:17: Die sollte man versuchen wegzulassen.

00:28:18: Wenn ich etwas formuliere Und dann eben mit einer Ich-botschaft Das Signal senden was ist mir wichtig Was wünsche ich mir?

00:28:27: Wie soll das hier in der WG laufen?

00:28:29: Also wirklich die Ich-Botschaft, denke ich ist da das Zentralste.

00:28:33: Dass man sich dort auch übt... Weil das fällt dann noch schwer, wenn man wie merkt es nervt mich an dir, dass du!

00:28:41: Das hat man ja zuerst im Kopf.

00:28:43: und was bedeutet's denn wirklich also dass man dort nicht gerade dreischieht?

00:28:47: oder ist wahrscheinlich

00:28:48: auch

00:28:49: die Idee, dass wir erstmal reflektiert haben?

00:28:52: so warum nervts mich genau?

00:28:54: Ja und vielleicht nicht gerade in der Emotion von Wut und Ärger das Gespräch suchen, sondern ein paar Mal tief durchatmen oder zu einem anderen Zeitpunkt wo ich weiß okay jetzt bin auch in der Lage sachlich über das Thema zu reden.

00:29:10: Und mein Bedürfnis und meinen Wunsch zu kommunizieren.

00:29:12: Also weil gerade Wut-und Ärger ist ja ein Signal dafür, hey irgendwo werden hier meine Grenzen überschritten.

00:29:19: Bedürfenisse von mir nicht gehört.

00:29:21: also wenn ich Wut und Ärger spüre, ist das eigentlich ein Zeichen dafür da ist irgendwas nicht okay?

00:29:26: Dann ist ein erster wichtiger Schritt auch ok.

00:29:28: Ich muss meine Wut mal wahrnehmen und in mich rein hören was mir diese Wut sagen will.

00:29:32: Nämlich zum Beispiel es stört mich dass mein WG Partnerpartnerin mit Bewohner irgendwelche Sachen immer wieder liegen lässt oder immer meinen Shampoo benutzt ohne zu fragen, zum Beispiel.

00:29:45: Oder und dann habe ich das schon mal wahrgenommen?

00:29:47: Und dann kann ich mir überlegen okay wann ist jetzt ein guter Zeitpunkt zumal das Gespräch suchen oder eine ruhige Gesprächsatmosphäre kreieren und dann sagen hey ich wollte mal mit dir über was reden Ich hab gemerkt dass du mein shampoo sehr häufig benutzt oder ich würde mir wünschen dass du vorher fragst Oder dass du finanziell beteiligst, oder wie auch immer.

00:30:09: Also was dann der Wunsch dahinter ist?

00:30:11: Wie festhängt es denn jetzt mit dem zusammen... Wenn man zum Beispiel bemerkt, man hat immer Erwartungen an die anderen und sie sind relativ höch.

00:30:20: Man hat vielleicht ganz klare Vorstellungen, wie etwas muss sein.

00:30:23: Wie festhangt das dann mit den Erwartungen, die man sich selber hat zusammen?

00:30:29: Und wie merken wir dann, dass diese jetzt vielleicht zu hoch sind?

00:30:33: ist sehr häufig so, dass wir eben die Messlatte, die wir an uns halten auch an andere halten.

00:30:39: Weil wir einfach so geprägt sind und unser Gehirn dann so geprägt ist... Wir merken das natürlich durch Feedback von außen!

00:30:47: Also ne?

00:30:47: Wenn dann jemand sagt, du bist aber ganz schön kleinlich oder hätte ich jetzt nicht gedacht, dass du hier so wegen dem Shampoo so einen Riesenaufstand machst oder was auch immer Dann kommt natürlich ein Feedback und da kann ich mich fragen Ist es jetzt kleinlich?

00:31:00: Vielleicht tausche ich dann mit jemand anderem aus und sag dann, okay wie hättest du das gemacht in der Situation.

00:31:05: Und da gibt's vielleicht Leute die sagen ach das stört mich gar nicht also die paar Franken wegen dem Shampoo oder da würde ich nichts machen.

00:31:12: Vielleicht gibt's auch andere die sagen oh ja das fände ich jetzt auch gar nicht ok oder wenn das so wäre.

00:31:17: Also meinten wir brauchen schon oft eine Art von Orientierung und die suchen wir natürlich oft im Außen.

00:31:24: Wie reagieren andere in einer bestimmten Situation?

00:31:27: Und durch die Feedbacks, die eben kommen können wir natürlich auch spüren.

00:31:31: Okay habe ich da vielleicht eine zu hohe Messlatte?

00:31:35: Also ich hab noch ne Dozentenstelle und da krieg' ich dann regelmäßig Feedback.

00:31:39: oder was am Unterricht war gut und was war nicht so gut.

00:31:42: Wenn dann viel Kritik kommt ist es immer ein Teil okay.

00:31:47: Ja stimmt das jetzt?

00:31:48: Das muss ich jetzt prüfen.

00:31:50: kann ich das verbessern?

00:31:51: finde ich das gut so.

00:31:53: Kommt vielleicht noch einen Feedback von außen.

00:31:55: oder was sagt denn jemand anderes Von der Hochschule zum Beispiel, wenn die dann das Feedback geben.

00:32:00: Nein du machst es alles gut so.

00:32:01: da ist einfach jemand sehr kritisch oder?

00:32:03: Dann weiß ich ja okay Der hat scheinbar eine sehr hohe Messlatte.

00:32:06: Ich konnte jetzt nicht erfüllen.

00:32:09: Also dass man dort wirklich sich wieder auch ein bisschen raus nimmt und aussen zummt und schaut wie kann man diese Erwartungen mit dem Gegenüber abgleichen?

00:32:19: also was Stimmt das jetzt mit dem Überein, den ich irgendwo habe?

00:32:23: Oder eben bei sich selber mal schauen.

00:32:25: Hey!

00:32:25: Das ist etwas hoch.

00:32:26: Dann müssen Sie vielleicht auch ein bisschen abgefahren.

00:32:30: Wie ist es dann mit Erwartungen, die man vielleicht auch hat an etwas in der Zukunft besicht?

00:32:36: Zum Beispiel Affäre.

00:32:38: Wenn ich so eine Erwartung an Ferien habe ... Da hast du auch noch ein grosses Thema oder?

00:32:42: Man erwartet etwas wie etwas wird Und ich habe nicht auch schon oft gehört so, hey besser hast du keine Erwartungen drauf?

00:32:50: Dann wirst du nicht enttäuscht.

00:32:52: Kein Stesbruch!

00:32:55: Ist das aus deiner Sicht etwas, wo man sagt die, was erstrebenswert ist?

00:33:01: Das ist dann wieder eine Schutzstrategie oder eine Form von Selbstschutz, egal ob jetzt Ferien- oder in einem anderen Bereich.

00:33:07: Oder wenn ich mir sage am besten erwarte ich nichts, dann werde ich auch nicht enthäuscht.

00:33:12: Also es ist natürlich so... Erwartungen etwas reingehe, dann kann mich die Situation überraschen oder positiv wie negativ und dann habe ich eben dieses Gefühl nicht von Enttäuschung.

00:33:23: Weil Enttäuschung kommt eigentlich daher wenn ich mich in etwas getäuscht hab in der Situation oder einer Person.

00:33:33: Es geht wieder zurück.

00:33:34: eigentlich zu dem Thema.

00:33:35: Erwartungen sollten realistisch sein.

00:33:38: Also wenn ich zum Beispiel mit Kindern Ferien mache, dann darf ich nicht erwarten dass das meine erholsamsten Ferien werden weil Ferien mit Kindern einfach weniger erholsam sind in Kleinkindjahren zum Teil gar nicht.

00:33:51: Dann fallen einfach bestimmte Belastungen weg Weil man vielleicht ein All-Inclusive Hotel bucht und dann werden mal die Teller abgeräumt Und der Dreck unter dem Tisch den muss man nicht selber weg machen.

00:34:00: Aber Kinder fordern Aufmerksamkeit, da muss man Bedürfnisse erfüllen und dann kann man nicht einfach auf dem Liegestuhl liegen und sein Buch lesen.

00:34:08: Also die Frage ist auch immer welche Erwartungen habe ich uns interioristisch?

00:34:11: oder wenn ich mit einem Partner-Partnerin verreise und ich bin jetzt typisch liegam liebsten die ganze Zeit am Strand in der Sonne und lese ein Buch und schlüpfe noch irgendeinen Cocktail und die Person mit der ich die Ferien verbringe möchte super aktiv jede Stadt und jeden Markt in der Umgebung irgendwie anschauen Dann ist auch der wichtigste Punkt Erwartungen klären, bevor ich in die Ferien gehe.

00:34:34: Also was sind meine Bedürfnisse?

00:34:36: Was wünsche ich mir von diesen Ferien zum Beispiel?

00:34:39: Ich möchte mich einfach ausruhen können oder und dann können die Erwartung vielleicht auch erfüllt werden.

00:34:44: aber wenn nicht erwartungen im Vorfeld haben und ich kommunizier die nicht Ich sag jetzt mal das, was man nicht kontrollieren kann ist das Wetter.

00:34:50: Wenn ich erwarte, ich fahre nach Italien und ich kann da in der Sonne liegen... ...und dann habe ich eine schlechte Woche erwischt und es regnet die ganze Zeit!

00:34:57: Dann ist man natürlich enttäuscht.

00:34:59: aber das kann man auch nicht verhindern.

00:35:01: Wie geht man denn mit dem um?

00:35:03: Denn echt auch noch so Worte zu.

00:35:05: Grundsätzlich finde ich immer ist ja auch ein Teil sich einzugestehen.

00:35:09: Ich darf auch enttäuscht sein, also ich darf mich auf etwas gefreut haben und wenn es dann anders kommt, dann darf ich auch traurig sein.

00:35:16: Dann darf ich mal motzig sein oder vielleicht mal einen Moment gereizt und das Gefühl darf auch sein.

00:35:23: Man darf nur nicht zu lange in diesem Gefühl verweilen weil unangenehmen Emotionen feststecken.

00:35:30: bleibe, nehme ich mir die Möglichkeit mich vielleicht doch noch zu entspannen oder doch etwas Schönes zu erleben.

00:35:37: Ich glaube das ist so der wichtige Teil sich dann wieder zu öffnen und dann nachdem eigentlich die Emotion wenn man die wahrgenommen hat und auch eine Weile in der drin

00:35:46: war, dann

00:35:47: heißt es auch okay die Umstände zu akzeptieren wie sie sind und dann zu schauen wie kann ich jetzt das Beste aus der Situation machen?

00:35:56: Enttäuschung, was auch ein Volk sein kann, wenn man eine Erwartung hat, die nicht erfüllt ist.

00:36:02: Dass man Scham erlebt oder dass man z.B.

00:36:04: bei jemandem das Gefühl hatte, man hätte die Erwartungen nicht erfüllen.

00:36:07: Dann hat man irgendwie wie Scham bekommen über einem selber.

00:36:11: Wie kann man mit diesem Gefühl umgehen?

00:36:14: Ja, Scham ist eigentlich ein Gefühl, das uns helfen soll, uns wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

00:36:20: Das klingt immer so ein bisschen paradox, weil Scham ist so okay.

00:36:24: ich schäme mich und das ist mir peinlich.

00:36:26: Und es ist mir unangenehm und ich werde rot.

00:36:28: Oh Gott!

00:36:29: Und jetzt haben alle irgendwie mitbekommen dass ich da einen Fehler gemacht habe, dass da irgendwas nicht so gut gelaufen ist.

00:36:38: aber eigentlich soll das helfen dann wieder den Weg zurückzufinden.

00:36:41: also es geht dann darum ok Ich kann das auch bekennen.

00:36:44: oder ich kann sagen hey es tut mir mega leid Ich habe das nicht geschafft.

00:36:48: oder Erwartungen sind ja auch auf Thema in der Freundschaft.

00:36:51: Ich erwarte zum Beispiel, dass sich jemand zum Geburtstag bei mir meldet und gratuliert hat und dann merke ich hey diese eine Freundin hat mir nicht geschrieben an meinem Geburtstag.

00:36:59: jetzt bin ich mega enttäuscht!

00:37:01: Und dann meldet die sich aber vielleicht drei Tage später weil sie das gemerkt hat und sich eigentlich schämen weil sie den Geburtstage vergessen haben?

00:37:07: Wenn Sie sich dann aber meldet sagt es tut mir mega leid ich hab dieses Jahr dein Geburtestag vergessen.

00:37:13: Also ich hatte diese Situation mit einer Freundin und ich glaube ein Jahr später ist es ihr aufgefallen.

00:37:17: Und dann hat sie sich entschuldigt und ich habe gemerkt, hey völlig easy.

00:37:20: in dem Moment damals war ich schon ein bisschen traurig weil ich dachte so die ist mir eigentlich wirklich wichtig.

00:37:25: Die hat jetzt nicht an mich gedacht.

00:37:27: Ein Jahr später.

00:37:28: Ja ja ich

00:37:29: glaube über einen Jahr später oder so ist ihr das aufgefallen?

00:37:32: Das fand ich aber schön, weil sie hat das angesprochen und hat auch gesagt Hey, es tut mir mega leid!

00:37:37: Ich bin so schlecht irgendwie an Sachen zu denken und so.

00:37:40: oder Es tut mir Leid.

00:37:43: Für den Fall, dass da auf ihrer Seite auch Scham war ist die Scham weg.

00:37:46: Weil sie entschuldigt sich ich nehme die Entschuldigung an und dann ist es wieder geklärt.

00:37:50: also wenn wir Schamen empfinden ist eigentlich das Beste okay zu bekennen was... Was ist eigentlich falsch gelaufen?

00:37:57: Was habe ich falsch gemacht?

00:37:59: Und dann haben andere die Möglichkeit uns zu vergeben, uns zu verzainten oder manchmal kommt vielleicht auch ein Feedback Deswegen schämst du dich jetzt, das brauchst du ja gar nicht.

00:38:08: Das ist doch gar nicht schlimm!

00:38:09: Also das ist was ich sehr häufig auch bei Patienten erlebe dass die sich für Dinge schämen wo ich von außen sagen kann hey das ist doch jetzt auch gar nicht deine Schuld dafür musst du dich eigentlich gar nicht schäme du hast gar nichts falsch gemacht.

00:38:23: also weil je nachdem welche Messlatte oder was ich dann wieder für einen Maßstab An mich selbst setze ist die Scham eigentlich bei mir, aber die ist vielleicht auch gar nicht berechtigt.

00:38:33: Aber wenn ich die für mich behalte und das mit mir rumschleppe und das nicht kommuniziere dann kann sie sich auch wie nicht auflösen weil es eigentlich ein Gefühl ist was uns helfen soll unseren Platz in der Gesellschaft aber wieder zu finden.

00:38:44: Bitte schaue ich euch aber raus, dass sie nicht berichtet ist oder gerade auch älteren habe ich gehört.

00:38:50: da hast du das immer wieder.

00:38:51: also du hast irgendwie Du bist das Beste und gleichzeitig schaffst du es nicht.

00:38:56: Hast du ein Gefühl, ich schaffe es nicht?

00:38:59: Ich bin schlechtes Mami oder ein schlechter Pappi.

00:39:02: Das ist ja dann auch eine Art von Scham, die man vielleicht gar nicht bräuchte.

00:39:06: Wie kann man mit dem ...

00:39:08: Ja... Da sind wir wieder beim Thema Glaubenssätze, weil häufig dahinter steckt, ich muss perfekt sein.

00:39:13: Ich darf nie mit meinem Kind schimpfen, ich darf nie laut werden, ich durfte nie gereizt sein.

00:39:20: nie Raum haben für meine eigenen Bedürfnisse, ich muss mich immer für mein Kind aufopfern.

00:39:24: Auch schon alleine?

00:39:24: Ich muss es gut zum Mami oder ein gute Partner sein, bis sie hier wahrscheinlich schon Glaubenssatz hat.

00:39:28: Genau

00:39:28: und dann ist ja auch immer die Frage was heißt denn gut?

00:39:30: Also was ist eine gute Mutter?

00:39:32: Was ist ein guter Vater?

00:39:34: Guten Partnerin, guten Partner!

00:39:36: Genau.

00:39:37: also da sind wir wieder beim Thema Messlatte.

00:39:39: und welche Messlatten habe ich eigentlich an mich?

00:39:43: Ich finde auch da, oder ist eigentlich wieder entlasten dieser Ballsammensatz ich darf Fehler machen und das geht vor allem.

00:39:49: Ich darf in der Partnerschaft Fehler machen, ich darf als Elternteil Fehler machen... ...ich darf bei meinem Job Fehler machen weil Menschen sind nicht perfekt.

00:39:58: Wir reden wie Psychologinnen immer noch über den christlichen Glauben was das für Ressourcen sein kann in der Psychologie oder in dem Thema wo wir zusammen anschauen.

00:40:08: Was würdest du jetzt sagen?

00:40:14: Ja, also ich finde vor allem in dem Bereich Wahrheiten über mich aussprechen.

00:40:19: Also im Gegengewicht zu solchen negativen Glaubenssätzen stellen wo ich sagen kann ja der christliche Glaube macht eigentlich eine Zusage davon dass sich ein Wert habe das ich einzigartig bin und wundervoll bin unabhängig von meiner Leistung.

00:40:35: Das Konzept von der Agape-Liebe Gott liebt uns bedingungslos, dass er das was uns Menschen schwer fällt keine Erwartungen zu haben.

00:40:43: Keine Bedingung zu knüpfen an etwas kommt eigentlich vom Glauben.

00:40:48: hey nein ich darf einfach sein und ich darf Fehler machen Ich darf Gottes Gnade als Geschenk annehmen oder da sind ganz viele solche Ballsamm Sätze.

00:40:56: ich darf!

00:40:57: Ich muss nicht sondern ich darf also da gibt es keinen Anspruch an Perfektion sondern ich darf mich bemühen, ich darf Gott ähnlicher werden.

00:41:07: Ich darf eben Fehler machen und ich darf dann um Vergebung bitten!

00:41:11: Ich darf meine Sachen bei Gott abgeben oder darf auch darauf vertrauen dass ich nicht selber alles kontrollieren muss und auch nicht alles kontrollierend kann.

00:41:20: also der Glaube kann sehr viel Entlastung bringen in diesen negativen Glaubens setzen die ich formuliert habe.

00:41:27: Oder wie ein Gegengewicht mit den Werten, die in der Bibel stehen oder mit Sätzen, wo ich mir dann sagen kann, ich muss z.B.

00:41:36: nicht perfekt sein?

00:41:37: Wie hat dir das auch persönlich geholfen?

00:41:41: Ich glaube es war etwas wichtig für dich im Leben.

00:41:45: Gerade bei dem Thema, an dem du angegangen bist, dass du nicht allen gefallen musst, würde ich nicht alle gerne haben!

00:41:51: Also ich glaube eben darauf... zu vertrauen, dass ich angenommen und dass ich geliebt bin.

00:41:56: Und das eigentlich zentral ist, dass Gott mich liebt oder dass Menschen auch gar nicht meine Bedürfnisse alle erfüllen können.

00:42:03: Ich glaube, das hat mich so ein bisschen entlastet, dass sich auch nicht die Erwartung haben darf.

00:42:07: Eine andere Person muss jetzt für mich das alles

00:42:10: können.".

00:42:12: Also auch in Bezug auf welche Erwartungen an Menschen sind realistisch und wo weiß ich dann, hey so eine bedingungslose Liebe die kann ich mir bei Gott abholen.

00:42:20: aber Menschen sind einfach nicht perfekt.

00:42:22: Und das kann auch gar nicht gelingen.

00:42:24: eben ich muss nicht perfekt sein eben auch nicht allen gefallen oder nicht jeder muss mich mögen.

00:42:30: und dann habe ich gemerkt auch so in meinem Mami sein hat mit der Glaube sehr geholfen.

00:42:36: als Entlastung eben auch, ich darf Fehler machen und ich darf die meinen Kindern bekennen.

00:42:41: Und auch um Vergebung bitten und sagen hey das tut mir mega leid jetzt bin ich vorher irgendwie laut geworden.

00:42:47: ist so viel Stress?

00:42:49: keine Ahnung irgendwie Bin ich jetzt da auch in so einen roten Bereich reingekommen?

00:42:53: Das tut mir Leid.

00:42:55: oder auch gemeinsam mit mein Kindern zu beten also auch immer wieder ein Fokus zu lenken auf wofür kann nicht dankbar sein was sind Momente die heute gut waren Wenn ich die hervorhole und dafür bete, wofür ich dankbar bin, verändert das auch das innere Wohlbefinden.

00:43:13: Aber zu beten hilft meinem Partner, dass er jetzt checkt, dass sie endlich den WT-Teckl zumachen können?

00:43:22: Und du willst versorgen?

00:43:24: Hilft ihm das auch?

00:43:26: Ja, ich finde es ist noch ein guter Punkt, den du ansprichst, weil grundsätzlich ... finde ich, also beten darf man immer.

00:43:33: Aber in den Bereichen wo ich selber handeln kann und etwas machen kann und selber für mich einstehen kann eben mit meinem Partner drüber zu reden hey!

00:43:43: Ich habe dann Bedürfnis, ich hab da einen Wunsch, find' ich ist der direkte Weg auf jeden Fall der bessere.

00:43:48: Ich kann mir auch nicht vorstellen dass Gott da reagiert und der Partner plötzlich den Blitzgedanken hat.

00:43:54: vielleicht isst es manchmal so?

00:43:55: Also ich will's nicht ausschließen aber Gott hat uns auch handlungsfähig gemacht und unseren Verstand geschenkt, damit wir auch das was wir kommunizieren können.

00:44:05: Das wird es auch kommunizierend und miteinander klären.

00:44:08: aber vielleicht schenkt er dem Partner auch ein Blitzgedanken wenn ich gebetet habe, wenn der auf dem Wehzieh sitzt und dann plötzlich den Gedanken hat oh vielleicht würde meiner Frau das auch gefallen wenn nicht den Klodeckel runter.

00:44:19: Aber generell finde ich in Kommunikation oder in zwischenmenschlichen Beziehungen finde ich immer den Weg direkt den richtigen eigenen Bedürfnissen zu kommunizieren, eigenen Wünschen zu kommunizinieren.

00:44:34: Wir sind schon fast am Ende und ich würde hier gerne von dir noch zum Schluss etwas Praktisches gerade jetzt für diesen heutigen Tag hören wenn jemand den Podcast in Folge gelost hat zum Thema Erwartungen.

00:44:51: Man hat schon ein Thema, in dem man merkt, ich kann höchere Erwartungen an mich.

00:44:57: Oder es können Höhe Erwartung von aussen an mich hin.

00:45:00: Was würde das erst empfehlen?

00:45:04: Ich glaube, gerade wenn es ums Thema geht, spüre ich auch viele hohe Erwartungen im Außen.

00:45:10: Es ist eine Reflexion nach innen.

00:45:12: Was sind meine Erwartlungen an mich?

00:45:16: Also eben was sind so Sätze, innere Glaubenssätze die ich eigentlich selber habe.

00:45:22: Weil also das hab' ich auch gemerkt wenn man eben diese inneren Antreiber hat sei stark, sei perfekt, sei schnell, sei gefällig.

00:45:33: Die entstehen natürlich durch das Außen, also durch das was ich erlebe wie ich geprägt bin.

00:45:38: Entstehen die und beeinflussen dann aber auch wie ich Erwartungen von anderen Personen wahrnehme und welche Messlatte ich ansetze.

00:45:46: Deswegen wenn ich eben Erwartung von außen spüre finde ich immer wichtig den Blick nach innen.

00:45:52: Was löst es denn in mir aus?

00:45:53: Und was sind da eben Versätze Und manchmal dann auch das Gespräch zu suchen, das habe ich auch gemerkt und nachzufragen.

00:46:00: Hey wie wäre das wenn also zum Beispiel jetzt in meiner Familie die Erwartung?

00:46:05: Ich muss an Weihnachten am vierundzwanzigsten in Deutschland Zuhause sein und jetzt lebe ich in der Schweiz und es gibt's auch noch eine Schweizer Familie Die auch erwartet dass man Weihnachten feiert und Dann habe ich gesagt hey ich glaube ich muss da irgendwie ne Lösung finden.

00:46:20: Wie wäre das Wenn ich am Vierund zwanzigstens mal nicht zu Hause bin?

00:46:23: Und dann kam so das Feedback von meiner Mutter, ja ich bin dann traurig und deine Großeltern werden traurigs sein wenn du nicht dabei bist.

00:46:30: Dann kam mein Vater um die Ecke und hat gesagt mach du das so wie das für dich gut ist?

00:46:35: Da war dann so die gnädige Stimme.

00:46:36: und dann habe ich gemerkt ja es darf auch sein.

00:46:39: also wenn ich natürlich in so einen Austausch gehe kann dass auch wenn ich eine Erwartung einer Person nicht erfülle Ungutes Gefühl bei der Person auslösen, dass sie z.B.

00:46:49: traurig ist?

00:46:50: Ich bin traurigt, dass du an meinem Geburtstag nicht da bist!

00:46:52: Ich bin Traurig, dass Du nicht gekommen bist zu dem Konzert wo ich gerne mit Dir hin wollte oder was auch immer.

00:46:59: aber da ist dann ein Thema, ich darf mich abgrenzen oder es geht in den Bereich von Selbstfürsorge.

00:47:05: Wo darf ich Entscheidungen für mein Leben treffen?

00:47:08: und wo muss sich auch nicht immer Erwartungen vom Außen erfüllen

00:47:12: und die sich dann entdecken.

00:47:14: Irgendwo merken wir selber in der Kindheit.

00:47:17: Das ist mein Bedürfnis, ich kann es nicht erfüllen auch wenn mein Gegenüber im People-Pleasing zu Hause ist.

00:47:24: Ich kann es jetzt nicht erfühlen weil ich habe gemerkt was meine Bedürftung ist und dort klare Grenzen setzen.

00:47:31: Haben wir übrigens auch ein Volk gemacht zum Thema People Pleasing?

00:47:34: Auch zum Grenzen setzten.

00:47:36: also da kann man sich noch einmal etwas verdäufen wenn er merkt... Da klingt etwas an bei mir.

00:47:41: Aber für den heutigen Tag machen wir hier einen Punkt.

00:47:44: Ich danke dir vielmals, Julia!

00:47:45: Ja, danke auch!

00:47:51: Realistische Erwartungen haben und Nichtsättige, die man sowieso nicht erfüllen kann.

00:47:56: Das nehme ich gerade mit für mich.

00:47:58: Ich habe nämlich eine Ehre dazu, auf meine Tagesstudie zu schreiben und dann kann ich diese Erwartung von mir selber meistens überhaupt gar nicht gerecht werden.

00:48:09: Aber realistisch sein in der Erwartungszeit, das kann man ja noch in anderen Bereichen anwenden?

00:48:14: Und ich bin auch froh, dass Julia Wegman jetzt nicht das Kind gerade mit dem Bad ausgeschüttet hat und gefunden hat, hey also gar keine Erwartung an.

00:48:21: Dass sie jetzt also die Entlösung erwarten oder wünschen.

00:48:25: Das können wir eben gleich noch.

00:48:27: Zum Beispiel kann man sich ja Rückmeldungen wünscht.

00:48:30: Über diese würde ich mich auch bei dieser Folge sehr freuen.

00:48:33: Kontakte sind in den Show Notes und dort ist es dann auch ein Link zum Spenden der Podcaste und unseres Medienhauses Lebt von Spenden.

00:48:40: Und da sind wir über jeden Franken dankbar!

00:48:43: Danke vielmals und bis zum nächsten Mal.

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