Schutzstrategien – Wut, Rückzug, Anpassung
Shownotes
Kennst du das Gefühl, dass du wegen etwas Kleinem total überreagierst und laut wirst? Danach fragst du dich: «Was war das gerade?» Dass du dich selbst immer wieder zurücknimmst, obwohl du eigentlich etwas sagen wolltest? Oder dass du eine Aufgabe von deinem Arbeitskollegen übernommen hast, obwohl du gar keine Zeit dafür hast?
Hier werden unsere Schutzstrategien aktiv – Muster, die wir als Kinder entwickelt haben, um mit schwierigen Situationen klarzukommen. Was damals überlebenswichtig war, steht uns heute oft im Weg. In dieser Folge spricht Host Tabea Kobel mit Psychotherapeutin Julia Wegmann darüber, warum wir wütend werden, uns zurückziehen oder es allen recht machen wollen – und was wirklich dahinter steckt: unsere unerfüllten Grundbedürfnisse.
Du erfährst, wie du deine eigenen Muster erkennst, besser verstehst und wie du lernst «umzuschalten». Die eigenen Schutzstrategien zu kennen, hilft dir und deinen Beziehungen für eine ehrlichere und nahbarere Zukunft.
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Expertin:
Julia Wegmann ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin und Fachpsychologin für Psychotherapie FSP. Sie bietet kognitive Verhaltenstherapie, Traumatherapie und Schematherapie an. Seit 2009 begleitet sie Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern auf ihren individuellen Wegen im Leben. Mitte 2021 wagte sie den Schritt in die Selbständigkeit mit der Praxis Tandem GmbH. Mit Empathie, Wertschätzung, Transparenz und Echtheit hilft sie, Schwierigkeiten zu überwinden und neue Lösungen zu finden. Sie setzt sich dafür ein, dass Menschen ihre eigenen Stärken und Ressourcen wiederfinden können. Julia Wegmann ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.
Host und Autorin:
Tabea Kobel
Links:
Folge 58: Das innere Kind: https://psychohygiene-podcast.podigee.io/58-neue-episode#t=3
Kontakt zu Julia Wegmann: www.praxis-tandem.ch
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Transkript anzeigen
00:00:00: Alle haben so über mich geredet und ich sitze da beobachte mich selber, wie ich eigentlich total verstumme.
00:00:06: Und so in mir versinke, so in meinen Gedanken und in mein Gedanke ein Dialog abläuft.
00:00:11: aber jetzt müsstest du doch das sagen.
00:00:14: Das ist dann beim Erdulden.
00:00:15: Ich sag ja nichts, läuft alles im Kopf ab und ich verstumme und mache nichts.
00:00:20: Dann habe ich eigentlich wie selber gecheckt okay... Jetzt bin ich gerade im Erdulden.
00:00:25: Ich lasse da alles über mich ergehen, was so die anderen reden und hinterher gehe ich nach Hause und heule weil ich so denke hey...
00:00:32: Die
00:00:32: haben einfach über mich entschieden und keiner hat mich gefragt.
00:00:38: Vielleicht ist der ja People-Please ein bisschen näher.
00:00:50: Obwohl du dich nicht zu du liest, bist du eigentlich schon bis oben gefühlt hast – gleich noch Ja gesagt hast, sondern eine Aufgabe auch wenn du lieber Nein gesagt hättest.
00:00:58: Oder du reagierst heissig und mit einem scharfen Ton auf ein Feedback, obwohl das diese Person gar nicht laut geworden ist?
00:01:06: Wirst vielleicht sogar verletzend irgendeine gegenüber!
00:01:09: Es sind Schutzstrategien, die hier zum Trägen kommen.
00:01:13: Fight Flight Freeze.
00:01:15: Das machen wir, wenn man uns bedroht fühlt und das haben wir schon als Kind gelehrt.
00:01:20: Dort haben die Schutzstrategien uns geholfen aber heute stehen die Mengen etwas quer in der Landschaft und sie machen unsere Beziehungen und unser eigenes Leben schwieriger.
00:01:29: Und darum möchten wir mit der Psychotherapeutin Julia Wegman herausfinden wie wir diese Strategie aus unserer Kindheit entlarven können und verstehen und was wir machen könnten, wenn wir sie bei uns sehen.
00:01:40: Ich bin Tavia Kobbel Julia, ich habe vorhin gerade so zwei Sachen erzählt, die könnten passieren wenn wir irgendwie eine Schutzstrategie eingehen.
00:01:54: Was passiert eigentlich auch in so einem Moment?
00:01:58: Also Ausgangspunkt Psychologisch ist also die Schematherapie und dann sagen wir da wird ein innerer Modus aktiviert und zwar im Kind-Modus.
00:02:07: Unser innerer Kinderanteil zum Beispiel das verletzte Kind, das wütende Kind, dieses impulsive Kind Das wird eigentlich wie getriggert oder aktiviert und dann unterscheiden wir aber auch noch nicht nur den Kindanteil, sondern wir haben auch immer so einen inneren Elternanteil.
00:02:24: Was haben wir auch für Stimmen von unseren Eltern?
00:02:26: Verinnerlicht also internalisiert.
00:02:29: Und dann können wir auch so ein Elternmodus haben der zum Beispiel fordernd oder strafend oder abwertend ist.
00:02:36: Und immer dann wenn unser verletztes inneres Kind getriggert wird, dann springen unsere Schutzstrategien Das sind Bewertigungsstrategien, die eigentlich versuchen unser Kind wie zu schützen.
00:02:48: Also das Kind was willst denn eigentlich?
00:02:50: Was wollt es genau schütze?
00:02:55: Ja, es geht so.
00:02:56: der Kern sind eigentlich unsere Grundbedürfnisse.
00:02:59: Das wäre zum einen Bindung und Beziehung ist also das Zentralste.
00:03:03: wo habe ich vielleicht Angst oder dass sich in der Beziehungen etwas verliere?
00:03:07: Dass ich eine Beziehungsverliere, dass die Bindung verliert, Sicherheit verliert.
00:03:12: Da geht's ums Uhrvertrauen.
00:03:14: Dann kann ein Grundbedürfnis auch sein, unsere Autonomie.
00:03:18: Also Selbstständigkeit – wir werden irgendwie eingeengt und können uns vielleicht nicht entwickeln.
00:03:23: Dann haben wir einen Grundbedirfnis nach Selbstwert- und Anerkennung.
00:03:27: Wenn ich zum Beispiel beschämt werde oder irgendwas passiert, dann geht es um das Grundbedörfnis was geschützt werden muss.
00:03:34: Dann habe wir eins so nach Halt und Sicherheit also dass es auch wie klare Grenzen gibt und wir sicher sind und nach Spaß, Lust und Spiel.
00:03:44: Das ist auch ein Grundbedürfnis, was frustriert werden kann.
00:03:47: Und unsere Schutzstrategien dienen eigentlich dazu diese Grundbedörfnisse zu schützen.
00:03:55: Also das ist eigentlich etwas Gutes, dass man die möchte tützen oder?
00:03:58: Und gleich kommen die dann irgendwie alles wenn wir älter werden in Quere, wieso
00:04:03: denn?
00:04:05: Ja, das ist so.
00:04:07: Warum sprechen wir von einem inneren Kind?
00:04:09: Das sind natürlich Anteile oder auch die Schutzstrategien, die wir als Kinder entwickelt haben weil die prägenste Phase ist die frühe Kindheit wo wir bei unseren Eltern sozialisiert werden und wo diese Grundbedürfnisse erste Frustration erfahren und wir dann Strategien finden müssen.
00:04:28: Wie schaffe ich es eigentlich, die zu schützen?
00:04:30: Und deswegen sind das kindliche Schutzstrategien, die uns geholfen haben zur Überleben.
00:04:37: Die aber – und das merken wir dann irgendwann im Verlauf vom Leben – irgendwann nicht mehr hilfreich sind sondern dazu führen dass es uns eigentlich nicht gut geht oder wir immer wieder in so einem Teufelskreis drin sind und immer wieder passieren uns die gleichen Sachen.
00:04:51: Wir spulen immer wieder diese Überlebensstrategie ab Aber sie hilft uns irgendwie gar nicht mehr.
00:04:58: Ist es dann etwas, wo man sagen kann, dass es nur noch negativ ist oder vielleicht gleich auch ein Teil noch hilfreich
00:05:05: ist?
00:05:06: Ja das ist.
00:05:07: Wir können mal reingehen was sind eigentlich diese Schutzstrategien?
00:05:11: Dann wird es auch ein bisschen greifbarer um zu differenzieren welche davon sind denn eigentlich positiv?
00:05:18: Welche fördern unser Wohlbefinden und welche hat man eben rausgefunden über die Forschung fördern unser Wohlbefinden eben nichts, sondern führen dazu dass es uns auch psychisch nicht gut geht oder das unsere Bedürfnisse nicht erfüllt werden.
00:05:33: Und wir unterscheiden... Das ist ja am Anfang schon angesprochen zwischen dem Fight Flight und Freeze.
00:05:39: aber in der Chemotherapie sagt man Wir haben Bewältigungsschutzstrategien Die sind Kategorie FightWare, das nennen wir Überkompensation.
00:05:47: also ich mache etwas übermäßig viel um mich zu schützen, zum Beispiel werde wütend oder ich raste aus.
00:05:54: Oder ich beleidige oder beschimpfe, ich werte jemanden ab?
00:05:58: Oder dann sind wir so in der Überkompensation im Fight-Modus.
00:06:03: Das Flight und das Freeze wären Schutzstrategien im Bereich von Vermeidung.
00:06:08: Ich ziehe mich zurück, ich muss mich irgendwie ablenken – das sind auch so Suchtanteile zum Beispiel.
00:06:14: Ich konsumiere irgendetwas, ich zocke, ich brauche Alkohol um mich zu beruhigen, um runterzufahren oder um meine Gefühle oder den Frust, weil meine Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden, um die zu verdrängen.
00:06:27: Dann bin ich in der Vermeiding.
00:06:28: Und dann haben wir noch eine dritte Kategorie Das ist die Unterwerfung.
00:06:33: Ich pass mich an, das wäre das People-Pleasing.
00:06:35: Ich nehme alle Lasten auf mich und sage immer ja ich möchte das Schema dahinter als ich möchte niemandem zur Last fallen.
00:06:42: Ich mache alles und ich ordne mich unter und ich erdulde.
00:06:45: Und das ist der Bereich oder von diesen Bewältigungsstrategien wo wir sagen können, die schaden unseren psychischen Wohlbefinden auf Dauer weil die Bedürfnisse eigentlich nicht wirklich befriedigt werden oder diese Grundbedürfnisse.
00:06:59: Und dann gibt es aber Strategien, wo wir sagen können hey also wenn wir die aufbauen in der Therapie und an denen arbeiten, dann nennen wir das so den kompetenten Erwachsenen-Modus oder auch bei Kindern sagt man eher so den Happy-Modus ist dann so das happy me wie kann's mir eigentlich gut gehen?
00:07:16: Und welche Strategien helfen denn auch?
00:07:20: Das eine kann man sich vorstellen wie ich habe so ne Checkliste oder ich mache Sachen organisiert und nach und nach nicht oder wie bei der Unterwerfung, bei der Anpassung und mache einfach alles.
00:07:31: Sondern ich gehe strukturiert vor – Ich mach mir einen Plan!
00:07:35: Oder eine sinnvolle Strategie ist «Ich bin für mich ein guter Freund und eine gute Freundin».
00:07:40: Weil häufig können wir sehr gut andern oder raten was es eigentlich gut wie wir uns verhalten sollen?
00:07:45: Was sind gute Bewältigungsstrategien?
00:07:49: Und dann müssen wir auch wieder lernen, uns selber ein guter Freund zu sein und eben genau zu gucken.
00:07:53: Hey was ist eigentlich mein Bedürfnis?
00:07:56: Was brauche ich denn eigentlich gerade?
00:07:57: Und die Strategie, die ich nutze hilft dir eigentlich das Meinbedürfniss, was irgendwo verletzt wird dass das befriedigt wird?
00:08:05: weil häufig ist es eben bei diesen drei Haupttypen wenn ich diese Schutzstrategien anwende in der Überkompensation Vermeidung oder Unterwerfung so dass es uns damit nicht gut geht und unsere Grundbedürfnisse auch nicht befriedigt werden.
00:08:21: Es ist eine Strategie, aber das geht nicht auf.
00:08:25: Du hast ein paar Beispiele gebracht, was man irgendwo erkennen kann im Alltag.
00:08:30: Vielleicht hat sich die einen oder andere Person jetzt auch erkannt in einer der Strategien.
00:08:36: Das ist ja aber auch nicht nur schlecht, wenn man hessig ist oder sich anpasst.
00:08:42: Wenn es dann ... Erkenntlich als eine Strategie, die ein Bedürfnis nicht befriedigt ist.
00:08:49: Ja also wenn wir so in der Überkompensation handeln oder?
00:08:53: Wir können ja jetzt das Wutbeispiel nehmen.
00:08:55: Wut gibt uns erst mal als allererstes die Information, hey da ist irgendwas nicht okay.
00:09:01: Ich kann irgendwie meinen Bedürfen nicht durchsetzen und der andere macht irgendetwas was für mich nicht ok ist.
00:09:07: Und wenn ich der kompetente Erwachsenenmodus nimmt es jetzt wahr... ...ich bin verärgert weil Zum Beispiel, der andere übergeht meinen Bedürfnis.
00:09:17: Der hat mich gar nicht gefragt ob ich heute Abend Essen gehen möchte sondern einfach ein Tisch reserviert und ich habe jetzt aber einen Bedürftnis nach Ruhe zum Beispiel.
00:09:24: Wer so?
00:09:24: ein klassischer Konflikt vielleicht in Partnerschaften... Mein Partner-Partnerin hat irgendwas geplant und es entspricht gar nicht meinem Bedürfenes.
00:09:31: Ich wurde nicht gefragt.
00:09:32: das verärgert mich.
00:09:34: Wenn ich jetzt in die Überkompensation gehe Dann würde ich jetzt meinen Partner anschreien und sagen, was fällt dir überhaupt ein?
00:09:41: Wieso hast du das einfach gemacht?
00:09:43: Du hast mich überhaupt nicht gefragt.
00:09:44: Du übergehst mich einfach so und dann bin ich in einem Konflikt oder und dann je nachdem.
00:09:50: oder wenn ich natürlich jemanden so stark angehe, dann reagiert der andere auch mit Selbstschutz oder und blockt ab.
00:09:56: hey Ich habe es nur gut gemeint Was soll das überhaupt?
00:09:58: nun sind wir total im konflikt der auch schnell eskalieren kann wenn ich in der Überkompensation bin.
00:10:04: Der gesunde Erwachsener würde sagen, hey können wir mal reden oder es ist mega lieb, dass du den Tisch reserviert hast.
00:10:10: aber ich merke im Moment habe ich eigentlich nur Bedürfnis nach Ruhe.
00:10:14: also so... Ich bin nicht in der Emotion und ich handele nicht aus diesem übermäßig wütenden oder wo ich vielleicht als Kind die Strategie gebraucht hab damit ich überhaupt gehört werde.
00:10:25: Und wo kann ich jetzt als Erwachsender zum Beispiel lernen?
00:10:32: Also es ist eigentlich eine übermäßige Reaktion auf einer Situation, wo man vielleicht von aussen betrachtet muss sagen hey.
00:10:40: Was ist jetzt eigentlich passiert?
00:10:42: Gesicht das richtig?
00:10:44: Genau und getriegert werden könnte?
00:10:46: oder also in diesem Fall ... ist vielleicht auch oder ich bin zum Beispiel von meinen Eltern nicht gesehen worden, oder?
00:10:53: Das Bedürfnis nach Nähe und Nachbindung.
00:10:57: Ich bin immer übergangen geworden Autonomie also eigentlich geht es um Autonomien oder Selbstbestimmung.
00:11:02: das Bedürfenes ist verletzt worden.
00:11:05: man hat mich Sachen nicht gefragt Man hat über mich entschieden Zum Beispiel oder und Personen die in diesem Grundbedürfnisse als Kinder sehr stark verletzst und frustriert wurden die können dann eben vielleicht so heftig reagieren.
00:11:18: oder in der Situation, wo man sagen würde hey sorry jetzt mache ich nicht so ein Drama was sollen das überhaupt?
00:11:24: Wo man dann sagen kann okay dann wird diese Wunde, die wird eigentlich wieder wie angetriggert.
00:11:28: Hey es hat einfach wieder jemand meinen Autonomiebedürfnis beschnitten und über mich hinweg entschieden oder einfach meine Zeit verplant ohne mich zu fragen.
00:11:42: gut ersichtlich auch von außen.
00:11:44: Da kann man vielleicht dann einmal den Finger drauflegen und sagen, also hey!
00:11:48: Aber jetzt geht es zu den anderen Themen, die noch erwähnt haben.
00:11:51: Rückzugsvermiedung und so... Das ist ja dein viel subtiler?
00:11:55: Wie zeigt sich das?
00:11:57: Genau, wir hätten bei der Unterwerfung oder der People Pleaser, der einfach mitgeht und nichts sagt.
00:12:05: Und hinterher vielleicht total gestresst und übermüdet ist oder mit irgendwelchen körperlichen Symptomen reagiert, weil wenn ich das Bedürfnis hatte nach Nähe und so ein Abend in einem Restaurant mit, weiß ich nicht, Geräuschengespräch... Das kostet mich vielleicht Energie?
00:12:20: Oder es geht gegen meinen Bedürfeness?
00:12:23: Dann
00:12:23: wird der People Pleaser irgendwann leiden und es wird dem Psychisch schlechter gehen, weil er sich anpasst und eigene Bedürffnisse nicht äußert.
00:12:33: Der Vermeider oder der würde den Konflikt vermeiden und sich vielleicht einfach zurückziehen, abschotten.
00:12:40: Oder einfach nicht verfügbar sein.
00:12:43: Ich bin nicht erreichbar oder so.
00:12:45: Ich schotte mich ab und ich ziehe mich zum Beispiel zurück.
00:12:48: Gehen wir doch gar die nicht lössig?
00:12:50: Also was kann man denn machen wenn man jetzt in so einem Motus drinnen ist?
00:12:54: Also der erste Schritt ist natürlich immer, ich muss das erkennen.
00:12:58: Dass sich selber so eine Bewältigungsstrategie habe.
00:13:01: Ich muss mich dabei ertappen dass mir das passiert.
00:13:06: Jetzt werde ich wütend wie damals weil sonst werde ich nicht gehört.
00:13:11: Das ist das alte Muster also mein Schema wird zum Beispiel getriggert niemand hört mich andere entscheiden Über mich hinweg, treffen einfach Entscheidungen über mich hin weg und wir merken das immer dann.
00:13:23: oder dass so eine Wunde getriggert wird wenn Wir sehr emotional werden Wenn bestimmte Gedanken immer wieder auftauchen.
00:13:31: Das ist wie so ein Strang der so zusammenhängt von Emotionen Gedanken und Verhalten Dass sich wie automatisch abspult.
00:13:39: und ich hinterher merke fand Ich jetzt auch ein bisschen heftig dass ich so reagiert habe.
00:13:44: Und dann ist das eine, okay ich muss das erkennen und mich dabei ertappen.
00:13:48: Hey jetzt bin ich in dem Muster gelaufen!
00:13:52: In meiner alten Bewältigungsstrategie.
00:13:54: Ich habe das mal gehabt in einer Teamsitzung.
00:13:57: Ich war so mehr in der Vermeidung und Unterwerfung also vom... ich edulte zum Beispiel Sachen und dann ging es um meine Rolle als Psychologin in einem bestimmten Team von Sozialpädagogen Und alle haben so über mich geredet.
00:14:11: und ich sitz so da, beobachte mich selber wie ich eigentlich total verstumme.
00:14:17: In mir versinke in meinen Gedanken ein Dialog abläuft aber jetzt müsstest du doch das sagen.
00:14:24: Das ist dann beim Erdulden.
00:14:25: Ich sag ja nichts.
00:14:26: Es läuft alles im Kopf ab und ich verstumme und mache nichts.
00:14:30: Dann habe ich wie selber gecheckt.
00:14:33: Jetzt bin ich gerade im Erdulden.
00:14:35: Ich lasse da alles über mich ergehen, was so die anderen reden und hinterher gehe ich nach Hause und heule weil ich so denke hey... Die haben einfach über mich entschieden und keiner hat mich gefragt.
00:14:45: Und dann war der Moment natürlich schon in der Selbsterfahrung, in der Therapeutenausbildung wo ich gemerkt habe stopp!
00:14:51: Und jetzt muss ich umschalten.
00:14:53: Jetzt hab' ich mich ertappt, ich bin im Erdulden und jetzt muss sich umschalten.
00:14:56: und dann habe ich gesagt Entschuldigung Darf ich bitte auch mal was dazu sagen?
00:15:01: Es geht ja um mich.
00:15:03: Und dann bin ich rausgekommen, oder aus dem Erdulden von Hey!
00:15:07: Ich bringe mich aktiv ein und dann musste ich natürlich den Mut haben oder meine Bedürfnisse anzubringen und zu äußern hey das ist mir jetzt auch wichtig.
00:15:15: ne ich möchte das und dass anfügen weiß nicht mehr genau was da alles so Thema war.
00:15:20: es ist schon sehr lange her mittlerweile aber um das geht's eigentlich.
00:15:25: oder wir müssen uns ertappen und da müssen wir umschalten.
00:15:27: Und dann müssen wir natürlich eine Strategie haben, was wirkt dem eigentlich entgegen?
00:15:33: Was macht denn ein kompetenter Erwachsener?
00:15:36: Und ein kompettender Erwachsener steht für seine Bedürfnisse ein!
00:15:40: Also was ist das Gefühl, sieht er nach?
00:15:44: Ja danach bin ich nicht heulen nach Hause gegangen wie vielleicht in anderen Momenten wo ich erduldet habe sondern ich wusste hey okay Ich habe die Dinge gesagt, die mir wichtig waren und natürlich – ich glaube das war jetzt nicht gelöst in dieser Sitzung zum Beispiel.
00:15:57: Natürlich hat es noch Gespräche gebraucht um Kommunikation aber es hat sich gut angefühlt dass ich für mich selber z.B.
00:16:03: eingestanden bin und nicht einfach erduldet hab und meine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt haben.
00:16:10: Das ist ja eine Bejude-Strategie, ist ja gewesen!
00:16:13: Ich sage nichts dann gehöre ich zum Gefüg Oder dann gehöre ich dazu, hat man mich lieb oder was auch immer?
00:16:20: Genau.
00:16:20: Was ist das Thema dahinter?
00:16:21: Ja genau also dann werde ich gemacht und passiert mir nichts.
00:16:26: Also wenn ich einfach mich anpasse...
00:16:30: Hätte aber auch sein können, dass die jetzt findet nachher, ah nein Julia ist eigentlich mega doof, wenn sie das sagt!
00:16:36: Das ist natürlich auch so für alle.
00:16:38: oder die Alle-People-Pleaser wo ich auch sehr, sehr lange dazugehört habe.
00:16:43: Wenn ich dann kein People Pleaser mal bin, dann fange ich natürlich an Anzuecken.
00:16:47: People Pleasers sind sehr gern gesehen.
00:16:49: Also jemand der zu allem Jahr sagt mitmacht das sind sehr angenehme Menschen und wenn ich anfange mich für meine Bedürfnisse einzusetzen, dann entstehen auf einmal Konflikte.
00:17:02: Dann bin ich nicht mehr so angenehm im ersten Moment oder?
00:17:06: Aber es braucht dann wieder eine Strategie, weil das Bedürfnis bleibt ja, dass man möchte zugehören und dass man irgendwo in einem gefügten Heim ist.
00:17:13: Und man angenommen wird usw.
00:17:15: Also braucht es eine neue Strategie?
00:17:17: Was wäre eine neue Strategei?
00:17:19: Ja also der Teil ist eben oder ich kommuniziere meine Bedürfenesson.
00:17:24: Ich muss dann natürlich auch lernen, Konflikte auszutragen und auszuhalten.
00:17:29: Also weil gerade im People-Pleasing ist ja oft auch eine große Harmoniebedürftigkeit... ...und dann ordne ich der Harmonie eigene Bedürfnisse unter oder um das Leben.
00:17:39: Frieden willen sage ich jetzt nichts.
00:17:42: Ich bleibe stumm!
00:17:43: Ich nehme mich zurück.
00:17:45: Und dann darf ich lernen dass Konflikte auch was Positives haben, oder?
00:17:49: Weil dann entsteht Reibung und dann entstehen aber auch oft Entwicklung, also Streit ist auch eine Chance sich weiter zu entwickeln.
00:17:59: Und das hat natürlich ganz viel damit zu tun was habe ich für Glaubenssätze?
00:18:02: Was hab' ich für Bewertungen?
00:18:03: oder eben Harmonie ist wichtiger als andere Dinge und wo ich dann lernen muss hey nein!
00:18:08: Ich darf auch für mich und für meine Bedürfnisse einstehen aber das geht auch meistens nicht konfliktfrei.
00:18:15: Manchmal vielleicht schon oder dann sagt jemand anderes ah okay super das habe ich gar nicht gewusst.
00:18:20: oder weil häufig is so bei People-Pleasing und Erdulden, dass die anderen ja auch gar nicht merken das dann Bedürfnis ist von der anderen Person.
00:18:29: Die machen das ja auch nicht böswillig, ne?
00:18:31: Dass sie Dinge entscheiden und machen, sondern das passiert ja immer mit dem Denken auf den anderen ist es jetzt okay so.
00:18:39: Mir geht wieder vor aus, dass ihr die andere Person irgendwo mündig ist und sie einfach sagt was ihr das Bedürfschen ist.
00:18:44: Das ist schon wie eine Grundhaltung wo man irgendwo immer wachsende Sie auch hat gegenübergegenehm oder nicht
00:18:51: Genau, deswegen oder ist auch wenn ich mich dann traue oder meine Bedürfnisse anzubringen.
00:18:58: Dann mache ich sie ja auch erst transparent.
00:19:00: also dann hole ich sie eigentlich hier an die Oberfläche und dann kann in der Freundschaft oder Partnerschaft oder wenn es jetzt in der Job-Situation ist.
00:19:07: Erst dann merkt ihr auch das Gegenüber okay für den anderen stimmt es eigentlich gar nicht.
00:19:12: Für die andere Person ist das eigentlich gar
00:19:18: Gleichwohl, wenn ich jetzt überlege, ist jemand, der auch eine eigene Meinung hat.
00:19:23: Auch sehr spannende Person.
00:19:25: Das kann man sich vielleicht dann wie auch mitnehmen oder das kann man im Kopf so lernen und sich sagen, dass es ja dann auch interessant sein kann.
00:19:36: Dass wenn man etwas nicht nur erdubt oder immer sagt zu den Vorschlägen der anderen, dass man dort durch ein Profil wieder ... kann spannend sein und das dann wieder Freundschaften generieren.
00:19:50: Ja, ich glaube man wird dann auch spürbarer oder es hat ja viel zu tun mit authentisch und echt sein.
00:19:55: Und wenn ich immer Teile von mir verstecke oder meine Bedürfnisse zurückhalte Dann bin ich für andere Personen nicht so spürbaar Oder dann bin ich einfach angepasst wie ein Chameleon.
00:20:07: In dem Kontext bin ich so.
00:20:11: Deswegen oft, wenn man sehr stark in diesem People-Pleasing und in der Anpassung drin ist muss man auch erstmal den Zugang finden.
00:20:19: Okay was will ich denn eigentlich?
00:20:21: Weil das habe ich natürlich nicht gelernt oder Ich hab ja dann gelernt mich anzupassen und mich unterzuordnen Und dann muss oft auch dieser Zugang wieder zu.
00:20:29: Was ist mir eigentlich wichtig?
00:20:31: Was brauche ich denn?
00:20:33: Was ist jetzt für mich gut?
00:20:35: Was mag ich denn gerne?
00:20:36: zum Beispiel?
00:20:38: Also ich habe in meiner ersten Partnerschaft manchmal so in der Studentenzeit.
00:20:43: Dann habe ich zum Beispiel meinen damaligen Freund gefragt, hey wollen wir heute Abend z.B.
00:20:48: irgendwas Asiatisches bestellen?
00:20:50: Mein Bedürfnis war eigentlich... Ich hab Verlust auf Asiatische.
00:20:52: und dann hat er gesagt, ach ne, lieber eine Pizza!
00:20:55: Und dann war ich immer so okay, da mischt er mal Pizza!
00:20:59: Also zu sagen, Hey, ich habe aber voll Lust auf das oder wie wäre denn das?
00:21:02: Oder dann zu sagen hey, dann bestellt einfach jeder was anderes ist ja auch ok.
00:21:07: Zum Beispiel, Ich finde, es geht ja auch mehr darum.
00:21:11: Okay ich muss auch wirklich spüren hey was möchte ich und was ist jetzt mein Bedürfnis?
00:21:15: Und was will ich?
00:21:16: Und mich dann auch trauen das der anderen Person auch offen zu legen oder nicht einfach runterzuschlucken und dann im Kopf zu denken und dann krummelt man so innerlich vor sich hin.
00:21:27: also jetzt bei dem Thema ist es wichtig zum können ihnen in einer Achsenei-Icho dass man bedürft ist Erkennt und sie lernt kommunizieren.
00:21:38: Wie ist das jetzt zum Beispiel bei den Wut?
00:21:40: Also wenn man die Wut hat, die Rebellion ... Das ist wie ein Führer, der dann irgendwie auferkommt!
00:21:47: Und das kann man ja fast nicht bändigen.
00:21:49: Wie muss man dort in der Mitte umgehen?
00:21:51: Ja da gibt es natürlich auch Strategien.
00:21:54: Gott sei Dank!
00:21:57: Häufig oder ist es ja so dass die Wucht gar nicht ganz plötzlich kommt sondern Da ist eben diese Wunde.
00:22:06: und dann ist natürlich der eine Teil, ich muss auch das verletzte innere Kind oder in dem Fall das wütende Kind.
00:22:13: Ich muss mich dem zuwenden und ich muss rausfinden okay was braucht das denn?
00:22:19: Und meistens ist es vielleicht das.
00:22:20: Ich muss gesehen werden, mein Bedürfnis nach Autonomie oder ich bin freiheitsliebend oder was auch immer dahinter steckt von den bedürfnissen oder andere entscheiden über mich oder ich habe Angst vor davor dass der Andere mich verlässt und dann werde ich aber eher wütend über andere Sachen.
00:22:38: aber dahintersteckt vielleicht eigentlich eine Angst oder jemanden zu verlieren?
00:22:44: diesen wütenden Kind auch zuwenden und überlegen, warum ist es denn eigentlich jetzt wütend?
00:22:49: Also ich muss auch erstmal in mich reinspüren.
00:22:51: was will mir dann die Wut auch sagen.
00:22:54: Was will mir der Ärger sagen und wo ist da eine Wunde?
00:22:57: und dann geht's auch immer drumzu entscheiden okay Ist das jetzt wirklich so?
00:23:01: oder also bestimmt zum Beispiel wieder jemand einfach über mein Leben wie es vielleicht meine Eltern gemacht haben in meiner Vergangenheit oder hatte mein Partner, meine Partnerin gar keine böse Absicht sondern hat es nur gut gemeint.
00:23:15: Und dann muss ich auch lernen zu unterscheiden okay das war in meiner vergangenheit und jetzt bin ich in einer Partnerschaft wo meine Bedürfnisse nicht übergangen werden aber es wird schnell getriggert oder?
00:23:26: Dann ist das die Wunde.
00:23:27: Genau!
00:23:28: Und dann hilft eigentlich schon mal so dieses Okay was hätte ich damals gebraucht Wie kann diese Wunde heilen, oder was hätte ich mir von meinen Eltern gewünscht?
00:23:38: Oder was brauche ich jetzt vor meinem Partner und meiner Partnerin.
00:23:42: Zum Beispiel das Heyes ist wichtig dass du mich vorher fragst einfach oder weil da noch so eine große Wunde ist jemand bestimmt einfach über mein Leben oder wo Partner-Partnerinnen ja sehr gut darauf eingehen können.
00:23:55: oder wenn mir jemand wichtig ist und mit dem jemand kommuniziert hey es ist wichtig in dem Punkt dass du dich fragst dann werde ich dir das nächste mal vorher fragen.
00:24:04: Also da kann man irgendwo halt dran arbeiten, wenn man jetzt nicht in den Wut ist.
00:24:09: Was macht man dann, wenn es aber in der Wut liegt?
00:24:12: Genau!
00:24:13: In der Wutt oder braucht man natürlich so Notfallstrategien?
00:24:17: also wenn ich merke meine Anspannung die ist jetzt noch von null ganz schnell auf neunzig auf hundert Dann brauchst du natürlich auch den Teil, okay ich merke das ist jetzt voll in der Wut bin und dann brauche ich eine Strategie zum Aussteigen.
00:24:31: Wie kann ich jetzt runterfahren?
00:24:32: Also auch ein Partner vielleicht sagen oder hey Ich verlass dann erstmal den Raum Und dann braue ich Strategien die mir helfen um mich zu beruhigen.
00:24:40: Oder es geht in der Regel sehr gut über den Atem oder also den atemberuigen.
00:24:44: Aber das gibt auch die Strategien innerlich erst mal bis zehn zählen, bevor ich etwas sage oder also so einen kleinen Break einbauen.
00:24:51: So einen kleinen Stopp, bevor sich ungefiltert in meiner Wut irgendwelche Sachen rauslasse, die ich hinterher bereue.
00:24:57: Dann gibts natürlich auch... Ich sag jetzt mal so Anti-Stressbälle oder irgendwelchen Fidget Toys oder die ich nutzen kann Zum ersten Mal so eine starke Emotion irgendwie ablassen.
00:25:08: oder ich gehe raus und schlage in den Kissen, oder geh raus und Schrei einmal ganz laut.
00:25:12: Oder ich laufe einmal um den Block und renne ganz schnell.
00:25:15: Aber diese Energie die muss natürlich irgendwo erst mal raus.
00:25:19: Das heißt da brauche ich Beruhigungsstrategien?
00:25:22: zum von der Wut runterkommen oder auch ein Partner, oder der dann nicht einsteigt.
00:25:27: Also wo so eine Eskalationsfalle kommt und ich lasse mich provozieren und werde auch laut, sondern jemand, der ruhig bleibt und zugewandt bleibt und sagt hey Schatz komm jetzt atmen wir erstmal dreimal tief ein und aus!
00:25:40: Oder was meinst du?
00:25:41: Ich sag glaub noch
00:25:42: mehr hastig!
00:25:43: Genau das kann... also wenn es nicht abgesprochen ist kann das sein.
00:25:46: aber wenn ich natürlich weiß hey das passiert mir.
00:25:50: Okay ja stimmt oder jetzt hilft mein Partner, meine Partnerin mir mich dabei zu ertappen dass ich die falsche Bewältigungsstrategie eigentlich gerade nutze.
00:25:59: Aber das geht ja um das wo es natürlich auch Kommunikation braucht.
00:26:02: sonst ist klar, sonst führe ich mich provoziert
00:26:06: oder?
00:26:07: Oder wenn jemand sagt beruhigt dich mal dann gießt das vielleicht eher Öl ins Feuer und dann wird's noch stärker einfach sondern es muss natürlich abgesprochen sein und man kann auch ein Code Wort oder vereinbaren zum Beispiel Timeout, rote Karte oder was auch immer.
00:26:25: Das kann helfen so einen Signal zu setzen hey jetzt bist du in dem Wutanfall oder wäre so eine Bewältigungsstrategie?
00:26:33: Jetzt machen wir schnell nen Break oder jetzt gehen wir schnell auseinander mit beruhigen uns und wenn du dich sortiert hast oder die Emotionen abgeklungen sind, dann können wir darüber reden warum du so wütend geworden bist.
00:26:46: Oder was steckt dahinter?
00:26:48: Was ist eigentlich dein Bedürfnis?
00:26:49: Was hat das ausgelöst?
00:26:52: Wie können wir das in Zukunft alternativ lösen?
00:26:56: Und ein Teil ist auch immer, wenn ich das merke... Ich bin eher impulsiver und werde schnell wütender auch achtsamer zu sein und mehr in sich reinzuspüren.
00:27:05: Woran erkenne ich, dass das jetzt wütend werde?
00:27:08: Woran erkenne ich es?
00:27:09: mich triggert?
00:27:10: Und dann halt früher gegenzuregulieren als dann in dem Moment oder was so?
00:27:15: Ja, da geht's ja fast nicht mehr.
00:27:17: Also es ist wie wahrscheinlich mit der ersten Momente, wo man merkt...
00:27:21: Da
00:27:21: fährt etwas an von ein einem irgendwo eben Triggerei oder Anklingen, dass man dort einen Riegel schiebt oder nicht?
00:27:31: Früher erkennt wird und ertappt und umgeschaltet werden kann oder auch da.
00:27:35: Ich nehme mich jetzt an, dass es dann ja ein Weg ist bis man irgendwo herkommt.
00:27:41: Das ist aber gesagt, wenn man einen Partner hat, der selber mitschwingt und gerade auf Hundertdacht ist... Also das heisst im Fall, gerade wenn man in einer dieser Schutzstrategie drin ist, ist es noch entscheidend was man für ein Gegenüber hat.
00:27:56: also das funktioniert nicht.
00:27:57: alle miteinander
00:27:59: Ja oder auch sehr, sehr starke Trigger.
00:28:02: Ich lese gerade noch ein Buch über Geschwisterkinder wo es auch darum geht oder wo triggert mich als Elternteil auch was.
00:28:11: und ich habe zum Beispiel gemerkt also für mich ist mein inneres Kind wird ganz stark getriggert wenn meine größere Tochter irgendwie aggressiv Übermäßig, ich sag's jetzt mal mit so einer Aggression körperlich gegen die Jüngere geht.
00:28:28: Und ich bin auch die jüngere gewesen und ich hab oft unter meiner Schwester gelitten... ...und jetzt so durch das Buch ist mir noch einmal klar geworden was eigentlich passiert ist dass als Kind war ich hilflos.
00:28:39: deswegen habe ich eben so ein Eduldermodus entwickelt.
00:28:41: meine Schwester war mir körperliche überlegen Die hat mich bedroht, die hat mich irgendwie eingeschüchtert.
00:28:47: Ich hab gemerkt meine Eltern haben es nicht, haben mich nicht richtig geschützt in dem Und dann war ich eigentlich hilflos, dem so ausgeliefert.
00:28:57: Und jetzt habe ich realisiert hey und wenn meine Töchter streiten, dann springt mein Notfallprogramm an und mittlerweile werde ich aber schnell laut und irgendwie wütend weil ich mit Fight jetzt reagiere oder um aus dieser Ohnmacht-Situation rauszukommen oder was sich als Kind nicht konnte?
00:29:13: Aber dann habe ich auch gemerkt okay ja Jetzt muss ich noch mal mehr an dem arbeiten, mir zu sagen okay Streit ist zum Beispiel auch eine Entwicklungschance oder die Kinder lernen da was.
00:29:24: Ich bin jetzt nicht mehr hilflos so wie damals sondern ich kann eben auch kompetente Strategien anwenden und meine Kinder begleiten.
00:29:33: das ist natürlich schwieriger.
00:29:34: oder wenn Wenn wir selber getriggert werden, und wenn so eine Wundergetriege wird.
00:29:39: Also das heisst man kann vielleicht auch verschiedene So-Schutzstrategien haben im Leben also vielleicht kommt eine nachher später hin dafür wo man eigentlich gar nicht schon aus einem inneren Kind heraus entwickelt aber vielleicht nicht die ist was man eigentlich immer gekannt hat.
00:29:54: es kann dort auch eine Veränderung geben.
00:29:57: jetzt haben wir noch nicht über die dritte geredet.
00:30:01: wie können wir da drauf reagieren?
00:30:04: vermiedigt sehen dem nicht.
00:30:07: Ja, genau also in der Vermeidung ist es häufig so dass eben die Schutzstrategien gehen dann oft Richtung Konsum.
00:30:16: oder ob es jetzt Serien schauen ist oder ich game oder ich konsumiere irgendeine Droge zum Beispiel Ich vermeide eigentlich Auseinandersetzungen ich ziehe mich viel zurück bin so im Rückzug Ich übernehme vielleicht auch vieles.
00:30:42: Zum Konflikt irgendwie noch vermeiden?
00:30:46: Da ist es dann so, dass wir natürlich auch merken.
00:30:48: Wenn wir uns zurückziehen oder wenn wir uns eben mit den Bedürfnissen und den Emotionen nicht auseinandersetzen das dann das psychische Wohlbefinden leidet.
00:30:57: also wir sind dann eher bei den sogenannten internalisierenden psychischen Erkrankungen.
00:31:02: das wäre Richtung Depressionen oder Richtung Ängste wohingegen die in der Überkompensation sind oder das sind oft die Aggressiveren oder?
00:31:10: Also wo man sagt das ist dann externalisierend das ist nach außen sichtbar Und die vermeider dann richtet sich nach innen.
00:31:17: Also, da sind wir mehr so im Bereich von depressiven Symptomen oder von Grübelein und Ängsten und Sorgen, die dann zum Beispiel entstehen.
00:31:27: Oder auch Perfektionismus oder gehört da auch mit rein?
00:31:30: Und da, gerade wenn man in der Beziehung ist mit einer Person, wo eher der Strategie inne ist... Dann hat mir aber auch keine Ahnung!
00:31:40: Man weiß ja dann gar nicht was ich da überhaupt... Gegenüber jetzt Thema oder auf was kann man dann vielleicht auch achten?
00:31:49: Wie findet man denn aus, dass die Person nicht vermiedigt ist.
00:31:51: Wenn sich viele zurückziehen und irgendwelche TV-Konsumieren.
00:31:56: Ja oder wenn ich vielleicht merke, da war eigentlich heute ein Konflikt gewesen oder so.
00:32:02: Vielleicht wird ja schon berichtet, heute war es super stressig auf der Arbeit Ich gehe hoch und schaue meine Serie oder sowieso zum Beispiel.
00:32:10: Oder dann würde ich das Thema.
00:32:14: Genau, und dann ist ja immer so die Frage Aha okay aber was war denn jetzt genau?
00:32:18: oder was hat es eigentlich mit dir gemacht?
00:32:20: Oder weil das wird ja dann vermieden.
00:32:21: oder der Anteil hey wo bin ich verletzt worden?
00:32:25: Wo ist ein Grundbedürfnis verletzten?
00:32:28: Die Auseinandersetzung damit die wird dann eigentlich vermiedEN.
00:32:33: Wahrscheinlich möchte man vielleicht gar nicht darüber reden, da kann ich mir vorstellen.
00:32:37: Man findet eher Hey Ich möchte jetzt lieber gerade meine Zeit Aber fahren meine Gedanken ablenken, nicht über das Denken, wo es gerade schwierig ist.
00:32:48: Also dann ist man ja auch nicht in der Kommunikation.
00:32:52: Ja und es verändert sich dann nichts.
00:32:54: oder die vermeidenen Strategien führen natürlich dazu.
00:32:58: Es verändert sich nichts da wo die in der Überkompensation oder die setzen ja doch meistens irgendwie ihr Bedürfnis durch oder durch Aggression Aber dann passieren vielleicht Verletzungen und ich bereue das hinterher.
00:33:10: oder ich habe meinen Partner beschimpft, aber wir sind dann eben nicht ins Restaurant gegangen.
00:33:14: Weil ich mich aufgeregt hab natürlich letztendlich da nicht hingegangen.
00:33:18: Das heißt, ich habe mein Ziel irgendwo erreicht.
00:33:20: Aber in der Vermeidung stellen wir eigentlich unsere Bedürfnisse zurück Und kommunizieren auch nicht darüber und es passiert auch keine Veränderung.
00:33:29: Es läuft dann alles dauerhaft weiter bis wir irgendwann an den Punkt kommen wo eben der Druck, oder?
00:33:36: Also wie wenn ich so ein Ball immer unter Wasser drücke.
00:33:39: Wenn ich den dann loslasse irgendwann spickt es ja dann raus und das wäre aber nach innen gerichtet oder?
00:33:44: Und dann habe ich plötzlich vielleicht eine Depression oder?
00:33:48: Ich bin so in meinen Grübel Gedanken irgendwann und es geht mir einfach schlecht weil ich mich mit bestimmten Sachen nicht auseinander gesetzt hab oder Emotionen einfach immer weggedrückt hab und nicht zugelassen.
00:34:02: Also dort hat man jetzt als Kind wahrscheinlich auch immer irgendwie abgelangt, um nicht in eine branzige Situation zu kommen.
00:34:11: Dass man irgendwo in den Konflikt kommt oder kann ich mir das vorstellen?
00:34:16: Ja genau also so... Das sind auch Anteile.
00:34:18: die habe ich als Kind auch gehabt.
00:34:19: sich wegträumen an der anderen Welt.
00:34:21: Ich hab viel gelesen aber ich habe auch viel gegeben und viel Fernsehen
00:34:24: geguckt.
00:34:25: Oder dann ist es so.. Ich ziehe mich eigentlich aus der Realität.
00:34:29: Zieh' ich mich raus!
00:34:30: und lebt dann vielleicht ein bisschen mehr in so einer Traumwelt oder in den Serien, die ich schaue.
00:34:35: Oder an den Büchern, die Ich lese... Und das ist dann vielleicht erträglicher als die Realität.
00:34:40: oder wo irgendwelche Sachen sind, die schwierig sind.
00:34:43: Aber wenn ich mich mit denen nicht beschäftige und mich mit ihnen nicht auseinandersetze, dann verändert sich auch nichts.
00:34:49: Also auch da wichtig wahrscheinlich Bedürfnisse können?
00:34:53: Also was ist denn eigentlich...?
00:34:54: Als Bedürfe wäre ja dann vor der Gründung wahrscheinlich so.
00:34:57: Ich habe den ganzen Tag schon über das Thema nachgedacht.
00:35:02: Ich möchte jetzt nicht mehr über das Nachdenken in der Beziehung, oder?
00:35:07: Also dass man sich dort irgendwo überwindet und ich schaue gleich an.
00:35:14: Man muss das dann wie lernen oder alles so nachingerüstet ist oder eine Vermeidung... muss ich eigentlich wie lernen, dass was ich denke oder genauer reinspüren.
00:35:24: Was ist eigentlich?
00:35:25: Und dann auch den Schritt machen okay und der kompetente Erwachsene kommuniziert das dann auch.
00:35:31: Oder du hast das gemacht, das hat mich verletzt zum Beispiel.
00:35:36: Nicht aus Angst oder oft steckt ja eben dahinter.
00:35:39: Ich habe vielleicht Angst verlassen zu werden.
00:35:41: Und ich möchte mit meinem Partner meiner Partnerin Freundinnen, wie auch immer, nicht in den Konflikt gehen.
00:35:49: Ich habe Angst, dass die Freundschaft ändert und die Partnerschaft ändert.
00:35:53: Deswegen lenke ich mich einfach
00:35:55: ab.
00:35:55: Es sind alle Strategien, wo man irgendwie merkt, man ecket irgendwo an, v.a.
00:36:00: in Beziehungen bei sich selbst.
00:36:03: In der Vermiedung merken wir wahrscheinlich, dass man in einer Depression endet oder so.
00:36:08: Und es hat auch im Zwischenmenschlichen einen Einfluss.
00:36:13: Es hat nicht unbedingt positive Auswirkungen.
00:36:17: Also wirklich bei allen diesen Strategien, sich bewusst machen.
00:36:22: Wo sind eigentlich meine Bedürfnisse und was will ich genau schützen?
00:36:26: Oder was würdest du jetzt sagen?
00:36:28: Ja, genau!
00:36:29: Letztendlich geht es ja um die Grundbedürfnisverletzungen.
00:36:32: oder wo bin ich verletzt worden?
00:36:35: Weil manchmal ist auch der Teil meiner Kindheit verletzte.
00:36:39: Und jetzt wird dieses Schema irgendwie getriggert im Hier-und-Jetzt.
00:36:45: Das heißt aber nicht immer, dass zum Beispiel in einer Partnerschaft das Grundbedürfnis auch immer so verletzt wird.
00:36:51: Also manchmal muss man auch den Check machen.
00:36:52: was war in der Vergangenheit und was ist aktuell?
00:36:55: Und wo wird einfach diese Wunde?
00:36:57: oder wenn ich mir es vorstelle wie eine Verletzung am Körper oder wo piks gerade jemand kurz in die Wunde rein durch sein Verhalten oder unbewusst?
00:37:06: Und das ist dann auch so der Teil oder das wahrzunehmen okay das ist die alte Wunde.
00:37:11: Und was braucht eigentlich mein Kind?
00:37:13: oder dass diese Wunde verheilen kann?
00:37:15: Wo muss ich mich trösten, wo muss sich eigentlich wie ein Pflaster drauf machen.
00:37:19: Mich selber umarmen mir selber Ruhe gönnen?
00:37:22: also wo ist auch so selbst für Sorgen Thema Was brauche ich eigentlich in dem Moment und Wie kann Ich das selber herstellen?
00:37:30: Oder Das Ist auch gar nicht immer vom Gegenüber So abhängig.
00:37:33: oder wie verhält sich jetzt das gegenüber?
00:37:34: Sondern dann auch zu Lernen okay was Kann ich Selber Dann Machen?
00:37:38: Es ist vielleicht bei der einen sehr offensichtlich.
00:37:41: Ich könnte sagen, es ist ganz klar das Thema in der Kindheit und das hat mich bis heute prägt.
00:37:46: Bei anderen vielleicht denke ich zu ja aber kann doch eine gute Kindheit sein?
00:37:53: Was muss man dort machen?
00:37:55: Ja das kommt immer darauf an.
00:37:57: also wenn ich natürlich mich enthappe in diesem Bewältigungsstrategien... dass die da sind, dann gibt's auch irgendwas was sie schützen wollen.
00:38:04: Also gibt es doch irgendeine Verletzung und das ist eigentlich... also wir Menschen, wir sind alle unperfekt.
00:38:11: Das geht gar nicht, dass wir keine Verletzungen in unseren Grundbedürfnissen erlebt haben.
00:38:17: Und es gibt oder?
00:38:18: Das ist eine Strategie vom Beschönigen, oder?
00:38:22: Da war doch nichts!
00:38:23: Es war doch alles gut.
00:38:25: Das ist ja alles gut, das ist auch eine Form von Vermeidung.
00:38:27: Ich bagatellisiere und beschönige, ich tue so, als wäre alles okay.
00:38:33: Als ich irgendetwas umgesehen habe, kann es dann auch sein, dass es vielleicht noch später war?
00:38:37: Oder ist ein Kind bis zu sechs oder zehn Jahre alt?
00:38:40: Nein, übrigens
00:38:41: sind die ersten Lebensjahre also von null bis sieben ... In der frühen Kindheit, manchmal geht es noch so in die mittlere Kindheit rein.
00:38:50: Aber es sind doch meistens oder den Schuh müssen sich alle Eltern anziehen und am prägensten sind einfach die Eltern bzw.
00:38:58: die primären Bezugspersonen, die um das Kind drumherum sind.
00:39:02: Mit ihrem Verhalten, das prägen werden Bedürfnisse von Kindern wahrgenommen und wird angemessen und prompt reagiert.
00:39:09: Oder da sind wir im Bereich der Bindungstheorie.
00:39:12: oder wo habe ich ein responsives Gegenüber was sensitiv und feinfühlig ist und bedürfnis vom Kind wahrnimmt?
00:39:19: Und wo passiert es nicht?
00:39:21: Wo entstehen dann schon in der Bindung, zum Beispiel unsichere Bindungsmuster erste Verletzungen oder in diesem Grundbedürfnis nach Bindung und Beziehung.
00:39:30: Und wo kommen denn andere Sachen dazu?
00:39:32: Oder was haben Eltern für den Erziehungsstil fördert der Autonomie oder beschränkt der Autonomie?
00:39:38: Ist jemand autoritär oder ... Was habe ich für einen Erziehungstil?
00:39:41: ist es mehr-lessi-fair oder wo wir auch wissen okay das ist für Kinder auch nicht gut.
00:39:46: Genauso wie das Autoritäre, was wir heute auch wissen.
00:39:49: Aber wenn jemand autoritär erzogen wurde, oder dann sind Grundbedürfnisse ganz klar verletzt vor allem das nach Autonomie.
00:39:56: Weil dann bin ich als Kind nicht nach meiner Meinung gefragt worden oder ob das für mich gut ist und meine Eltern haben entschieden und Gehorsam erwartet Und dann habe ich auch keinen Zugang zu meinen eigenen Bedürfnissen.
00:40:07: Und das ist, wenn wir Generationen anschauen oder dann wissen wir, dass gerade die Nachkriegsgenerationen, die sogenannten Baby-Boomer diesen sehr leistungsorientiert aufgewachsen.
00:40:17: Die meisten haben das Schema nur wer leistet der wird geliebt und ich muss leisten oder ich muss immer arbeiten Ich muss immer schaffen und sie haben nicht gelernt eigene Bedürfnisse wahrzunehmen.
00:40:30: Und so, wir sind beide Generation X oder?
00:40:33: Das ist meistens eben die von den Baby-Boomern.
00:40:35: Die Generationen, die danach kam... Wir haben das dann durch unsere Eltern auch nicht gut gelernt Emotionen zu regulieren oder Bedürfnisse zu spüren, weil unsere Eltern konnten das ja auch nicht.
00:40:45: Und jetzt sehen wir eigentlich bei der Generation Z und bei der generation Alpha Jetzt hat sich das entwickelt oder dass man in der Erziehung mehr Bindungs- und bedürfnisorientiert ist Dass wir mehr Wissen darüber haben wie sich Kinder entwickeln was Kinder brauchen Was die für Grundbedürfnisse haben Das Mehrwert auf Bedürfenes und Emotion gelegt wird.
00:41:06: Aber der Teil von der Regulation oder sagt man jetzt so bei der Generation Z, der ist immer noch ein bisschen zu wenig ausgeprägt.
00:41:13: Oder wie sich über Generationen auch Themen weiter tragen.
00:41:17: und was wurden dann für Schutzstrategien entwickelt?
00:41:21: Bei den Baby-Boomern?
00:41:22: klar ist, es gibt wenig die gelernt haben über ihre Gefühle zu reden.
00:41:27: Die kommunizieren oder innerhalb von Partnerschaften wo jetzt nachfolgendere Generation viel mehr Wissen haben oder das natürlich auch ein viel präsenteres Thema ist.
00:41:36: oder was brauche ich und was brauchst du?
00:41:40: Manchmal zu stark oder das kann dann auch in so eine Überkompensation kippen Passiert auf einmal übermäßig, jetzt achte ich nur noch auf mich und nur nach meinen Bedürfnissen.
00:41:50: Das ist dann natürlich auch wieder nicht gesund.
00:41:52: also in allem egal bei was braucht es immer eine gute Balance und einen guten Mittelweg?
00:41:57: Es kann einem ja vielleicht dann auch passieren wenn man jetzt in den Prozess hineingeht dass man dann vielleicht im ersten Moment dann vielleicht fast ein bisschen zu stark ist in dem seine Bedürftnisse zwar oder nein.
00:42:08: Also
00:42:09: das ist
00:42:09: wahrscheinlich ein Prozess.
00:42:10: wie lange geht denn so ein Prozess?
00:42:13: Ah, das kann sehr unterschiedlich sein oder?
00:42:14: Das kommt natürlich auch darauf an wie stark sind so die Wunden und wie stark ist die Verletzungen.
00:42:20: Oder war es massiv oder nicht so massiv?
00:42:23: Es gibt immer den Teil von der Stefanie Stahl, es gibt ja das Buch «Das Kind in dir muss Heimat finden».
00:42:29: Und sie hat das sehr einfach runtergebrochen auf – ich habe ein Sonnenkind und einen Schattenkind.
00:42:35: Die Schutzstrategien sind mehr beim Schattenkind.
00:42:37: und was hilft mir eigentlich jetzt oder so fröhlich und in der Sonde zu bleiben?
00:42:41: Was sind da Strategien?
00:42:43: und damit kann man sehr gut arbeiten.
00:42:45: oder wenn man nicht so tiefe Verletzungen hat, aber wenn es wirklich in Richtung Bindungstrauma geht oder ich habe schon eine Depression.
00:42:55: stärkere Symptome oder stärkeren Themen, dann würde ich auch eine Therapie empfehlen.
00:43:00: Oder wo man wirklich ganz genau schaut was in meine Glaubenssätze?
00:43:03: Was habe ich für Schema da?
00:43:05: Was hat mich geprägt?
00:43:06: Was ist denn meiner Kindheit wirklich passiert?
00:43:08: also dann würde Ich mir auch mehr Unterstützung holen.
00:43:11: Aber so merkt man es denn dass wir jetzt auf einem guten Weg sind?
00:43:16: Also ich glaube vor allem meistens daran wenn's einem auch besser geht.
00:43:20: Also das man jetzt wie auch nicht mehr so klar Strategienicate.
00:43:24: Ja, und dass man zufriedener ist und ausgeglichener... ...dass es einem wirklich psychisch besser geht oder dann laufen wir eigentlich in unserem kompetenten Erwachsenen.
00:43:35: Dann können wir auch auf unsere Ressourcen zurückgreifen, dann sind wir nicht so gestresst sondern sind wir auch nicht so angespannt.
00:43:41: Wenn ich auf eine Schutzstrategie zurück greife oder dann ist ja Fight Flight Freeze oder ich nehme ne Bedrohung wahr Mein Grundbedürfnis wird bedroht Und dann bin ich natürlich auch in der Anspannung.
00:43:53: Und wenn ich schaffe oder frühzeitig zum Beispiel zu kommunizieren, Bedürfnisse zu äußern, Sachen abzusprechen.
00:44:00: Wie ist das gut für mich?
00:44:02: Was brauche ich damit es mir gut geht?
00:44:04: Dann bleibe ich ja auch in meinem Ressourcenbereich.
00:44:07: also wo ich in der Anspannung bin von ich sage jetzt mal null bis siebzig Prozent oder ab siebzig Prozent sind wir im kritischen Bereich, wo auch diese Notfallprogramme zum Beispiel ausgelöst werden.
00:44:20: Und es ist auch noch spannend, wenn man merkt, dass man plötzlich aus dem Verhalten ausbrechen kann.
00:44:26: Zum Beispiel wenn wir finden die Worte, weil man vielleicht vorher in der Vermiedung war oder so, wo man irgendwie gefunden hat, dann sage ich halt nichts.
00:44:36: Dann ist das wie eine Befreiung!
00:44:37: Also ich kenne diese Situation aus meinem Leben und ich merke, dass wirklich sowieso ... Ich kann ja jetzt das formulieren?
00:44:45: Ich kann ja das jetzt sagen und es gibt nachher wie wieder eine Lösung irgendwie.
00:44:51: Es ist einfach, wie mehr reicht als wenn man nichts sagt und man aushaltet oder so?
00:44:57: Das finde ich schon etwas sehr befreiendes, wenn man irgendwo in das Inneren kann kommen oder so.
00:45:08: Wir reden ja bei Psychologien auch immer noch über den Glauben und wie der eine Ressourcen sein kann, jetzt gerade beim Thema Schutzstrategie.
00:45:14: Was kann der Glaube hier für eine Resserung sein?
00:45:17: Also es gibt jetzt glaube ich oder ich weiss nicht genau ob es in dieser Bibel so konkrete Schutzsträgien oder für den kompetenten Erwachsenen gibt.
00:45:27: So
00:45:27: ein Wort habe ich noch nie gefunden.
00:45:28: Vielleicht
00:45:29: in den Sprüchen oder da gibt's ja ganz viel, der klug macht das oder irgendwie.
00:45:35: Vielleicht findet man da noch irgendwelche Handlungsempfehlungen oder die sehr weise sind, die man irgendwie befolgen kann damit es einem besser geht.
00:45:42: Und sonst wäre für mich der Glaube so ein Teil wo manche Verletzungen aus meiner Sicht auch Heilung braucht.
00:45:49: also auch das Thema Vergebung Wo muss ich meinen Eltern vergeben?
00:45:55: Wir leben nicht in der idealen Welt oder wir sind nicht mehr im Paradies, sondern wir sind alle irgendwie getrennt von Gott und wir versuchen alle unsere Bedürfnisse irgendwie zu stillen.
00:46:06: Aber wir sind eben nicht perfekt und wir sind nie vollkommen.
00:46:09: Und bedingungslose Liebe können wir eigentlich nur von Gott erleben, oder?
00:46:13: Und wir Menschen verletzen uns also so der Teil von.
00:46:18: ich glaube so ganzheitliche Heilung
00:46:20: kann
00:46:21: passieren auch über einen Gott oder dass ich bedingungslose Liebe eben von Gott erfahre und auch erkennen kann, okay wir Menschen verletzen uns.
00:46:29: Und wir können das nicht... perfekt machen, aber wir können um Vergebung bitten.
00:46:34: Wir können uns versöhnen und ich glaube noch an einen Gott der mir seine Gnade schenkt und der mir auch vergibt eben die Fehler, die ich mache oder die ich zum Beispiel bei meinen eigenen Kindern mache wo ich weiß hey Ich kann nicht perfekt sein Aber es gibt den perfekten Vater im Himmel oder der sie bedingungslos liebt Und genauso annimmt wie Sie sind oder und wo sie diese bedinglungslose Liebe Wirklich erleben können, weil ich glaube das ist etwas was für uns Menschen tatsächlich schwierig ist.
00:47:03: Also es ist etwas wo wir uns dann auch ausstrecken, dass man uns wünscht aber wirklich ja, wir selber einfach nicht können machen, nicht können produzieren, ihr könnt weitergehen
00:47:13: Ja,
00:47:15: also ich glaube da können wir mal gut nachher schauen.
00:47:18: Mal ein wenig uns beobachten und selber schauen wo haben wir vielleicht irgendwie eine komische Reaktion?
00:47:25: Was geht hier in uns ab und was sind eigentlich unsere Bedürfnisse?
00:47:29: Haben wir etwas zu tun?
00:47:30: Danke dir!
00:47:31: Für die Aufdauer der Einflughitschutzstrategie Julia.
00:47:38: Wir sind in diesem Gespräch gerade ein paar Situationen aus meinem Leben in Erinnerung gekommen und ich bin gespannt, was das Wissen über die Schutzstrategie bei mir in der Zukunft noch so auslöst.
00:47:48: Also ertappe ich mich, wenn jetzt diese Schutzmechanismen aktiviert worden sind?
00:47:53: Ich hoffe es!
00:47:54: Und im besten Fall kann ich dann umschalten und mich fragen, hey Moment mal welches Bedürfnis ist jetzt gerade bedroht?
00:48:00: Geht's da um Bindung
00:48:02: beziehungsweise?
00:48:03: Autonomie selbstwert, Anerkennung Sicherheit und Halt oder ist irgendwie Lust, Freude und Lebendigkeit in der Gefahr?
00:48:13: Falls du dich mit dem inneren Kind noch etwas beschäftigen möchtest.
00:48:17: Da gibt es auch eine Folge, die wir gemacht haben an den Psycho-Egynen.
00:48:19: Ich schaue dir diese Verlinke in den Show Notes.
00:48:22: In den Show notes findest du einen Link, wo du diesen Podcast und unsere Arbeit von ihren Medien unterstützen kannst.
00:48:28: Wir leben nämlich von Spenden!
00:48:30: Danke vielmals für jeden Franken und bis bald!
00:48:34: Psycho-hygiene.
00:48:37: Coaching
00:48:37: für Geist und Zähl.
00:48:39: Ein Podcast
00:48:39: von Erem Medischwitz.
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