Suizidgedanken – wie Angehörige damit umgehen können

Shownotes

Wie erkenne ich, wenn ein Mensch in meinem Umfeld nicht mehr leben möchte? Und was kann ich tun, wenn mich jemand mit Suizidgedanken konfrontiert? Kein einfaches Thema, jedoch eines, das viele Menschen betrifft. Der Verein Trauernetz scheibt von 135 Personen, die durch einen Suizid betroffen sind. Das sind alles Menschen, die von Hilflosigkeit, Angst, Schuldgefühlen oder einer Ohnmacht betroffen sind. Psychotherapeutin Julia Wegmann erklärt uns in dieser Folge, was in einer suizidalen Krise passiert, weshalb Betroffene oft nur noch einen einzigen Ausweg sehen und welche Warnsignale Angehörige ernst nehmen sollten. Reden hilft dem Betroffenen und den Angehörigen. Und ausserdem sprechen wir darüber, was Angehörigen hilft, wenn ein Suizidversuch geschieht oder ein Mensch durch Suizid stirbt. Hinweis: Diese Folge behandelt Suizid und kann emotional belastend sein. Falls du selbst betroffen bist, suche bitte Unterstützung in deinem Umfeld oder bei professionellen Beratungsstellen. Ein paar Links findest du weiter unten. Kontakt:

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Expertin:

Julia Wegmann ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin und Fachpsychologin für Psychotherapie FSP. Sie bietet kognitive Verhaltenstherapie, Traumatherapie und Schematherapie an. Seit 2009 begleitet sie Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern auf ihren individuellen Wegen im Leben. Mitte 2021 wagte sie den Schritt in die Selbständigkeit mit der Praxis Tandem GmbH. Mit Empathie, Wertschätzung, Transparenz und Echtheit hilft sie, Schwierigkeiten zu überwinden und neue Lösungen zu finden. Sie setzt sich dafür ein, dass Menschen ihre eigenen Stärken und Ressourcen wiederfinden können. Julia Wegmann ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Host und Autorin:

Tabea Kobel

Links:

Hilfe für Betroffene und Angehörige:

Erlebnisbericht einer Hinterbliebenen im Podcasts «endlich leben»:

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Transkript anzeigen

00:00:00: Im Setting zu Hause ist es sehr, sehr schwierig.

00:00:03: Und dann hat man auch so das Gefühl, kann ich jetzt mein Kind in die Schule lassen oder passiert dann was?

00:00:10: Ich finde immer wenn man schon sich die Frage stellt und das nicht mehr mit Sicherheit sagen kann, dann würde ich auf jeden Fall bei einer Notfallnummer anrufen.

00:00:23: In diesem Fall geht es um Suizid und um suizidale Gedanken.

00:00:34: Wenn ich das Thema beschäftige, und du gerne mal mit jemandem reden willst, dann habe ich dir verschiedene Anlaufstellen herausgesucht.

00:00:41: Die finde ich alle in den Show Notes.

00:00:43: Suizidalige Gedanken kann einem selbst betreffen oder aber auch im Umfeld.

00:00:49: Und in dieser Folge gehts um das Zweite.

00:00:51: Wie man damit umgehen kann, wenn jemand im näheren Umfeld nicht mehr leben will.

00:00:56: Wie man helfen kann ohne dass man sich zu viel zumutet und was, wenn man dann gleich jemand in die Zeit verliert.

00:01:04: Im Schnitt sind es jetzt hundertfünfunddreisig Menschen, die betroffen sind, wenn sich eine Person das Leben nimmt.

00:01:10: Das schreibt der Vereint Rohrnetz.

00:01:12: Das sind doch noch viele Menschen.

00:01:15: Redet mich ja nicht so gerne darüber obwohl das eigentlich gut wäre, sagt Psychotherapeutin Jula Wegmann.

00:01:21: Darum machen wir das jetzt auch mit dieser Folge.

00:01:24: Es geht hier auch noch darum, wie die suizidalen Gedanken entstehen können und welche Warnzeichen es gibt.

00:01:31: Ich bin Tabea Kobbel.

00:01:36: Julia, wir haben diskutiert, welches neue Thema wir als nächstes machen wollen miteinander für eine neue Folge?

00:01:44: Hier ist Suizid auf den Tisch gekommen und du hast gesagt, das sei etwas, was dir noch Oeppe begegnet die der Proxies, gell?

00:01:51: Du erlebst das ja schon noch oeppe.

00:01:54: Also was erlebst du da?

00:01:57: Ich begleite ja hauptsächlich oder schwerpunktmäßig Jugendliche und junge Erwachsene Und leider begegnets mir da häufiger, ich sag jetzt mal so ab vierzehn, fünfzehnt, sechzehn.

00:02:09: Dass es da doch einige gibt die dann in der Krise sind.

00:02:13: das Suizidenthema ist also entweder in Kombination mit Selbstverletzungen dass es Suizitversuche gibt oder sehr starke Suizietgedanken und ich habe auch schon Menschen begleitet die jemanden verloren haben oder wo dann jemand tatsächlich sich das Leben genommen hat.

00:02:33: Wieso würdest du sagen, ist es wichtig, dass wir über das Thema Suiziden oder auch über die Perspektive der Angehörigen in diesem Fall reden?

00:02:44: Es ist ja an unserer Gesellschaft ein Tabuthema.

00:02:49: dass die Öffentlichkeit ein bisschen geschützt wird, dass wir gar nicht so genau mitbekommen wie häufig das passiert.

00:02:54: Aber du hast eine Zahl gesagt oder sind sehr viele Menschen betroffen in der Schweiz, die jemanden verlierend durch Suizid und es ist wichtig, dass man drüber redet weil Reden auch Entlastung bringt und eben auch für Betroffene, die selber Suizit Gedanken haben, sehr, sehr wichtig ist, weil das auch ein bisschen wie so ein Ventil ist, sobald ich merke hey, das is ok!

00:03:14: Ich darf auch über diese Gedanken reden.

00:03:17: Also ich frag bei jedem Erstgespräch, also das machen die meisten Therapeuten oder fragt man auch danach hey kennst du das?

00:03:23: Hast du schon mal einen Gedanken gehabt.

00:03:24: Du möchtest nicht mehr leben weil das ganz ganz wichtig ist oder dass man das wie nicht verpasst und doch sehr viele Menschen gibt die auch einfach Suizidgedanken haben.

00:03:35: Manchmal ist es vielleicht mehr als man wirklich würde denken, wenn man in einer Runde sitzt.

00:03:39: Wir haben das auch schon mal unter Freunden.

00:03:40: Da habe ich einfach das Thema auf den Tisch gebracht und dann sagte er, dass von euch auch schon einmal jemand denkt oder ein Gefühl hatte.

00:03:48: Und wirklich auch jemand hat gesagt ja, ich kenne das!

00:03:51: Und wir waren alle total überrascht gewesen... Interessante viel, wie das betrifft.

00:03:59: Genau wir haben natürlich auch hohe Zahlen von Menschen die an Depressionen erkranken im Laufe von ihrem Leben oder die psychisch sehr stark leiden.

00:04:07: deswegen kann man sich das auch so vorstellen.

00:04:10: Wenn der innere Leidensdruck, wenn er einfach sehr stark ist wie eine Krise in unserem System ist und wir haben zu viel Schmerz, zu wenig Hoffnung und sehen auch wie kein Zugang mehr zu Lösungen dann enght sich der Blick eigentlich immer wie mehr ein und irgendwann blitzt halt der Gedanke auf hey wenn ich jetzt nicht mehr da wäre, dann ist mein Leid beendet und dann ist alles besser.

00:04:34: Das kennen schon oder ich glaube so diese negativen automatischen Gedanken von bei mir ist alles zu viel?

00:04:39: Ich schaff das nicht!

00:04:42: Ich bin irgendwie müde oder das Leben ist so schwierig und anstrengend.

00:04:46: Das kennen relativ viele, dann kann eben manchmal in einer Abwärtsspirale vom Denken ein Endpunkt sein hey und jetzt möchte ich auch nicht mehr leben.

00:04:55: Dann entsteht oft im ersten Moment wie eine Todessehensucht.

00:04:59: der Tod hat was Erlösendes und Befreiendes von wenn ich das leite beende oder dann ist es halt einfach vorbei.

00:05:07: Und dann ist natürlich, wenn so eine suizidale Krise ist.

00:05:10: Dann ist es wie so ein Tunnelblick oder wie bei Pferden, wenn die so diese Scheu klappen haben.

00:05:16: Ich sehe auf einmal nur noch diesen einen Ausweg und sehe auch keine anderen Lösungen mehr.

00:05:21: Oder ich habe dann wie das Gefühl hat, dass ist der einzige Ausweg, der mir jetzt noch hilft mein inneres Leiden zu beenden was einfach unerträglich stark ist.

00:05:30: Man kann sich das auch vorstellen, wenn man sich mal den Finger in der Autotür einklemmt oder in irgendeiner Tür.

00:05:37: Dann spürt man, dass so ein heftiger Schmerz und dann gibt es in dem Moment nur den Schmerzen.

00:05:43: Wenn jemand so eingeengt ist auf Suizidgedanken, sieht man plötzlich nur noch den Scherz und das Leid und hat das Gefühl, das hört niemals wieder auf.

00:05:55: Und warum ist es denn so, dass dann plötzlich nur eine Lösung gab?

00:05:59: Es

00:05:59: könnte ja vielleicht noch mehrere Lösungen geben, aber warum ist es dann plötzlich nur noch die eine?

00:06:05: Ja also das ist irgendwie so der Prozess wo man merkt in dieser Abwärtsspirale von den Gedanken kommt.

00:06:11: Ich weiß jetzt nicht wie man das neurobiologisch oder so erklären könnte, aber es kommt dann einfach zu einer ganz starken Verengung von den Gedenken, die eng sich in diese Krise immer weiter ein und man sieht auf einmal andere Handlungsoptionen nicht mehr.

00:06:27: Ich kann auch sagen, wenn ich so jugendliche junge Erwachsene vor mir hatte die wirklich in eine Akutphase gesehen habe dann merke ich sie sind gar nicht mehr bei sich selbst.

00:06:40: Der ganze Blick und der ganze Fokus, das verändert sich.

00:06:43: Das geht sehr stark nach innen.

00:06:44: Es hat für mich auch was sehr Teuflisches.

00:06:46: also wo ich so das Gefühl habe okay die Personen sind gar nicht mehr bei sich selbst Die sehen nur noch dass eine und der Blick ist dann so eingeengt und so fokussiert Und man sagt auch das sind die Momente oder wo es wirklich kritisch ist Wenn jemand dann auch keine Angst mehr hat vor dem Schmerz oder vor dem eigenen Tod.

00:07:05: Oder und das ist schon als In uns ist das ja eigentlich angelegt, wir wollen keine Schmerzen haben.

00:07:12: Wenn mich schon jemand knifft oder so, dann sagen wir auch.

00:07:15: Eigentlich sage ich jetzt mal, ist es normal und gesunde, mir versuchen Schmerz zu vermeiden?

00:07:21: Und in dieser suizidalen Krise kommt man soweit, dass man plötzlich keine Angst mehr hat vor Schmerze und nicht vom eigenen Tod.

00:07:29: Wie alles andere durch diesen Tunnelblick und diese Scheuklappen ist komplett ausgeblendet.

00:07:35: Welche Warnzeichen müsste man dann vielleicht als Außenstehende lesen?

00:07:41: Dass man irgendwie merken kann, oh da geht jetzt ein Film ab.

00:07:45: Vielleicht auch noch bevor das jetzt eine Person wie gar nicht... bis ich selber ist, wie du es vorhin beschrieben hast.

00:07:52: Dass man sie ihre anmerkt?

00:07:54: Wichtig ist das, was ich vorher beschrieben habe, der Akut-Akutzustand oder auch der Moment in die Klinik einweise zum Schutz.

00:08:03: Weil ich merke, dass die Person nicht mehr bei sich selbst ist und diese Suizidgedanken sind so drängend, dass sich die Person von diesen Gedanken nicht mehr distanzieren kann.

00:08:13: Und dann ist erste Maßnahme Schutz ... wo es geschlossen ist, wo es zum Teil dann eben auch Medikamente gibt oder die beruhigen und die helfen dass man aus diesen sehr drängenden Gedanken wieder aussteigen kann.

00:08:30: Vorher oder wenn ich jetzt mir Sorgen mache z.B.

00:08:34: um einen Angehörigen ob das jetzt ein eigenes Kind ist Bruderschwester, weiß ich nicht Vater-Mutter oder wie auch immer.

00:08:42: Vorher kann man sagen sehen wir eigentlich das Person sich zurückziehen, also diese depressiven Symptome die wir erkennen können dass jemand hoffnungsloser wird, dass auch so Aussagen vorher eigentlich fallen wie ich kann nicht mehr mir ist alles zu viel Ich mag nicht mehr Das Stimmungen auch sehr stark schwanken können, dass es irgendwie eine Beschäftigung gibt mit dem Tod.

00:09:06: Oder die Eltern, die ich jetzt begleite, die finden dann manchmal oder das es irgendeine Notizheft gibt oder irgendwelche Zeichnungen, die sehr düster sind oder wo dann halt steht... Manchmal auf Englisch oder bei Jugendlichen I will die und irgendwie so, wo dann wirklich auch Zeichnnungen das irgendwie ausdrücken.

00:09:24: Oder wo ich weiß besorgte Eltern lesen dann eben doch im Tagebuch oder irgendwas und sehen dann eben Zeichnungen oder irgendwelche Sätze, oder irgendwelle Gedichte.

00:09:36: Oder manchmal merken wir das auch an der Musik oder die sehr düster ist oder womit beschäftigt sich zum Beispiel jemand.

00:09:43: dann kann es auch sein dass es Schlaflosigkeit gibt, dass es irgendeine Art von Substanzkonsum gibt starke innere Unruhe oder auch dass Sachen verschenkt werden auf einmal.

00:09:54: Also ich hab mal eine Jugendliche begleitet und da hat sich die beste Freundin das Leben genommen, also die nicht bei mir in Behandlung war.

00:10:01: Und irgendwie am Tag vorher hat sie ihr Lieblingsplüsch dir der Freundin geschenkt oder?

00:10:06: Also meiner Patientin.

00:10:08: Das gibt's schon noch.

00:10:09: oder dass Menschen das eigentlich wie vorbereiten.

00:10:13: wenn es jetzt nicht im Effekt also nicht impulsiv passiert sondern Ich beschäftige mich gedanklich damit, ich mache mir auch Gedanken darüber wie ich mein Leben beenden möchte und dann werden auch Vorbereitungen getroffen.

00:10:26: Also manchmal ist es dann auch es werden Medikamente gehortet oder ich finde vielleicht in der Schublade irgendeinen Messer oder also irgendwelche Vorbereitung werden getroffen.

00:10:37: Und dann ist manchmal auch noch, wenn man dann das Gefühl hat jetzt geht der Person auf einmal nach so einer Phase von Rückzug und so depressiven Symptomen.

00:10:46: Jetzt geht's der Person vielleicht ganz plötzlich besser.

00:10:50: Jetzt wirkt die wieder ruhig?

00:10:51: Dann kann es auch ein starkes Warnzeichen sein dass jemand innerlich den Entschluss gefasst hat das zu beenden und auch geplant hat, wann?

00:11:00: Also es ist eigentlich eine absolute Fähle.

00:11:02: Interpretationen meistens wahrscheinlich wenn man denkt, jetzt geht's ja wieder besser oder immer.

00:11:06: Und das kann dann eben sein dass der Plan eigentlich gemacht wurde.

00:11:11: Und ich habe auch oder das mir ganz wichtig zu sagen auch für alle Angehörigen.

00:11:16: Wir können das nicht immer erkennen.

00:11:18: Ich hab auch schon eine Patientin gehabt, wo ich wusste, dass die immer wieder Suizidgedanken hat und die ich länger begleitet habe in dem.

00:11:25: Und irgendwann hat sie mir dann mal gesagt ... Hey!

00:11:28: Übrigens vorletztes Mal oder so hab ich dich angelogen?

00:11:32: Dabei hatte ich eigentlich doch einen Plan, oder?

00:11:34: Und ich hab sie gefragt, ob sie irgendwelche konkreten Ideen oder Pläne hat.

00:11:38: Dann hat sie mich offen gesagt und ich hab's dir extra nicht gesagt, weil ich ja nicht wollte, dass du das verhinderst.

00:11:44: Krass.

00:11:45: Und das ist eben schon so, dass was man sagt es helfen.

00:11:49: also wir haben schon Einfluss auf Menschen die suizidal sind oder wir können Hoffnung schenken Wir können da sein, wir können ins Gespräch gehen und das bringt Entlastung.

00:12:00: Also ist

00:12:00: das gut?

00:12:01: Wenn ich jetzt selber anfange drüber rede Man sagt ja, wenn Leute darüber reden, dann zeigt das eigentlich positiv.

00:12:08: Ist das ein Fählanam oder ist es

00:12:11: gut?

00:12:11: Nein, das kann ein sehr gutes Ventil sein.

00:12:14: oder dass ich mich verstanden fühle und gesehen fühle in meinem inneren Leiden.

00:12:20: Oder vor allem, wenn es auch validiert wird.

00:12:23: Das heißt, wenn mir zugestanden wird dass ich gerade in so einem Zustand bin wo ich nicht mehr leben möchte.

00:12:28: Wenn das umfällt dann sagt ach komm das ist doch alles gar nicht so schlimm ne?

00:12:32: Das ist doch nicht so dramatisch!

00:12:34: Das Leben geht weiter.

00:12:35: oder so sag jetzt mal... Wenn sich die betroffene Person noch nicht verstanden fühlt, dann wirkt das ganz schlimm.

00:12:43: Weil dann werde ich quasi abgelehnt und in meinem inneren Leiden nicht gesehen.

00:12:49: Aber dieser Prozess von, da ist jemand da oder signalisiert mir, ich bin da?

00:12:53: Und wir schaffen das!

00:12:55: Hoffnung ist ganz wichtig.

00:12:57: Das sage ich meinen suizidalen Patienten auch.

00:12:59: Die meisten, die einen Suizidversuch begangen haben über Leben.

00:13:05: Also die meisten leben weiterhin.

00:13:08: Das ist so von den Zahlen oder wo man sagen kann, hey die meisten auch wenn die mal in einem Zustand waren, wo es ganz ganz schlimm war und sie das Gefühl hatten das Leben geht nicht weiter.

00:13:16: Und das ist der einzige Ausweg, die die auch einen Suizidversuch überlebt haben, die leben dann weiter.

00:13:22: Das ist ja nicht quasi nur vorderlich.

00:13:23: zum anderen Ort für Suizidswählen

00:13:28: Da sind wir wieder bei dem Thema, oder wenn jemand sich wirklich entscheidet für den Suizid und auch nicht mehr bereit ist Hilfe anzunehmen.

00:13:35: Dann kann ich das natürlich nicht verhindern.

00:13:37: Oder für die... Ich zeige das meinen Patienten oder auch Angehörigen eigentlich immer so.

00:13:42: Ich zeichne eigentlich immer wie zwei Kreise und das eine ist der Wunsch zu sterben und das andere ist der wunsch weiterzuleben.

00:13:51: Und beides Beides besteht eigentlich.

00:13:54: Und manchmal kippt einfach, oder?

00:13:56: Dann wird die Todessehnsucht der Wunsch zu sterben größer und mein Wunsch weiterzuleben.

00:14:01: Der wird eigentlich wie kleiner, der wird weniger aber der ist meistens da.

00:14:06: Das versuche ich dann auch so.

00:14:08: den Patienten, die ich begleite versucht danach aufzuzeigen hey ich sehe das zum Beispiel dein Todeswunsch jetzt bei siebzig Prozent ist oder was ziemlich hoch ist.

00:14:16: aber dann sage ich auch hey aber da sind auch dreißig Prozent die noch weiter leben wollen oder für was würde es sich denn lohnen zum Beispiel weiterzuleben.

00:14:25: Was gibt noch Hoffnung?

00:14:26: Oder was gibt noch Freude?

00:14:29: Aber das geht natürlich nicht in der Phase, wo jemand total eingeengt ist oder wo ich gesagt habe, wo es klar ist, da steht der Schutz über allem oder da muss ich jemanden einweisen wenn's ganz akut ist.

00:14:39: aber bei so Todeswunsch Ich sage jetzt mal, siebzig bis achtzig Prozent funktioniert das schon.

00:14:46: Dass man so anregen kann eigentlich darüber nachzudenken hey aber da gibt es ja noch einen anderen Anteil oder und der ist auch wie vorhanden.

00:14:53: Es gibt noch ein Wunsch vielleicht gibt's doch noch Träume Vielleicht gibt es doch noch eine alternative Lösung.

00:14:59: Also Räte drüber ist wichtig sich auch vielleicht dem also gerade als Angehörige vielleicht mit jemandem mal darüber zu reden vielleicht Kind oder im Umfeld eben Freunde mal fragen Wie haben Sie es mit diesem Thema empfehlen

00:15:15: würden?

00:15:16: Dass man das sicher mal etwas drunter wirft.

00:15:18: Und wenn jemand sagt, ich kenne das, wie ich das auch erlebt habe ... Was nachher?

00:15:25: Ich glaube, es ist so ähnlich wie du das gesagt hast.

00:15:27: Das löst erst mal einen kurzen Schockmoment aus weil wir das ja nicht erwarten.

00:15:32: oder genauso wie wenn ich die Frage stelle Wie geht's dir?

00:15:34: und jemand sagt Es geht mir gar nicht gut.

00:15:36: Ich möchte nicht mehr leben also auch sonst es geht mir überhaupt nicht gut dann sind wir schon manchmal okay Da ist irgendwas nicht gut aber das gehört ja zum Leben dazu.

00:15:47: in der ersten Sekunde ist wahrscheinlich ein kurzer Moment Okay Und was mache ich jetzt?

00:15:52: Jetzt hat die Person das gesagt Und dann ist einfach das Wichtigste, da zu sein und zum Beispiel zu fragen okay möchtest du drüber reden?

00:16:02: Oder gibt es jemanden mit dem Du schon darüber geredet hast?

00:16:05: oder manchmal sind ja Menschen schon eingebunden und machen irgendwo eine Therapie.

00:16:09: Oder haben da Ansprechpersonen den sie sich mitteilen und dann würde ich als erstes die Frage stellen hey möchtes du darüber reden?

00:16:17: Ja und vielleicht auch abschätzen ist der richtige Rahmen?

00:16:20: oder wenn ich bei einem Weiß ich nicht, Abend mit Freunden zusammen am Tisch.

00:16:25: Wo man es vielleicht gut haben will und dann ploppt so eine Frage auf oder?

00:16:28: Also muss sich natürlich schon auch überlegen in welchem Rahmen stelle ich so eine frage Und wo gibt's auch Raum dass wenn sich dann jemand tatsächlich äußert ja Ich bin selber betroffen oder ich kenne jemanden in meiner engeren Familie und das belastet mich Oder auch zu wissen ich habe auch ein Gesprächsrahmen wo ich dann raum hab darüber zu reden.

00:16:46: Also dass man vielleicht sagt hey komm drauf zurück wie man wieder meldet.

00:16:51: Es ist wahrscheinlich auch noch eine Gefahr, dass man fast zur Therapeutin wird oder nicht.

00:16:58: Dass man sich vielleicht verantwortlich fühlt, wenn man die Frage stellt und das Gefühl hat, jetzt sollte ich vielleicht immer wieder nachfragen.

00:17:08: Was gehörst du?

00:17:10: Was geht die Angehörigen in Leute, in Freunde von jemandem vor, der suizidale Gedanken

00:17:16: hat?

00:17:18: Also meine Erfahrung jetzt aus der Praxis ist, dass Leute sich doch häufig eher spät melden wenn es schon sehr kritisch ist.

00:17:26: Also wenn es... Häufig gibt's auch das ist jetzt einfach bei jungen Frauen eine Kombination mit selbstverletzendem Verhalten und es gibt suizidale Äußerung und es gab vielleicht auch schon einen Suizidversuch oder ein Ritzen was vielleicht nicht richtig ausgeführt wurde, aber mit der Absicht vielleicht.

00:17:45: Deswegen ist es dann meist schon recht akut wenn Leute bei mir landen und dann würde ich auf jeden Fall sagen dann sind wir ja schon an dem Punkt da braucht's professionelle Hilfe.

00:17:57: Wenn ich jetzt frühzeitiger auf solche Warnzeichen reagiere.

00:18:00: wie ich merke es zieht sich jemand zurück und wir haben zum Beispiel oder eine Am stärksten betroffenen Gruppen von Suizid sind ältere Männer ab fünfundsiebzig.

00:18:13: Also das sind die, die am häufigsten Suizide begehen und die andere Risikogruppe sind die jungen Erwachsenen zwischen fünfzehn-undfünfundzwanzig aber auch zwischen Fünfzehn und Achtzehn.

00:18:24: Und dann ist schon mal wichtig dass ich weiß okay da sind auch solche Risikokruppen.

00:18:28: Und wenn ich jetzt zum Beispiel, wir sind jetzt in so einem Alter oder dann wären das vielleicht irgendwann unsere eigenen Eltern.

00:18:35: Die in dem Altersbereich sind oder Großeltern und wenn ich da beobachte gerade Männer haben eine recht große Hürde auch zu reden... ...und die greifen auch häufiger zu den Suizidmethoden, die auch endgültiger sind.

00:18:50: Oder also wo sie es dann tatsächlich schaffen sich auch das Leben zu nehmen?

00:18:54: Und da ist es sicherlich wichtig, irgendwie Präsenz zu sein oder auch zu reagieren wenn jemand schon anfängt sich zurückzuziehen und man das Gefühl hat er ist jemand sehr einsam.

00:19:04: Also mich kann ja vielleicht probieren mit jemandem ein bisschen schwänzen und so.

00:19:08: aber es gibt dann vielleicht auch so ein Gefühl von mir ist jetzt verantwortlich für das weil die Person hat sich mir jetzt anvertraut erzählt dass sie dort wie nicht mehr so Sinn sieht also eigentlich lieber nicht mehr leben würde.

00:19:25: Was ist das Hilflosigkeit, was gibt es sonst noch für Gefühle, die da aufkommen können, wenn man jetzt als Person rund um eine Person betroffen ist?

00:19:36: Ja also das, was ich erlebe oder was neben der Hilflossigkeit, Verzweiflung.

00:19:42: Manchmal auch Wut, Ärger und Unverständnis.

00:19:44: Wir haben eigentlich die ganze Bandbreite an Gefühlen.

00:19:47: Auch Scham oder Schuldgefühle oder auch die Frage okay wie konnte das so weit kommen?

00:19:53: Warum konnte ich nicht das irgendwie verhindern?

00:19:56: Warum passiert es jetzt... Ich weiß nicht entweder meinem eigenen Vater oder meinem jugendlichen Kind.

00:20:02: dann ist oft eine große Ohnmacht.

00:20:06: Also wie es gefühlt, ich kann nichts machen oder weil und das ist natürlich so.

00:20:10: Oder wir können Menschen nicht vierundzwanzig Stunden, sieben Tage die Woche rund um die Uhr beobachten, die Suizidgedanken haben.

00:20:19: Oder da's wirklich so.

00:20:20: der Rahmen wenns akut isst dann gibts ein Klinikaufenthalt oder bei akuter Selbstgefährdung.

00:20:26: Da ist der Rahmen wo Personal da ist oder was überwachen kann was auch Medikamente hat zum beruhigen.

00:20:34: aber im Setting zu Hause ist das sehr, sehr schwierig.

00:20:38: Und dann hat man auch so das Gefühl kann ich jetzt mein Kind in die Schule lassen oder passiert dann was?

00:20:47: Und wenn man schon sich die Frage stellt und es nicht mehr mit Sicherheit sagen kann, dann würde ich auf jeden Fall bei einer Notfallnummer anrufen.

00:20:58: Professionelle Hilfe!

00:21:00: Also wenn ich nicht mehr oder?

00:21:01: ich habe mal eine Mutter und Tochter begleitet, wo die Tochter die hatte schon.

00:21:07: Suizidversuche vorher also die hatte auch Klinikaufenthalte und als sie dann bei mir in der Therapie war ist wieder so ne suizidale Krise aufgeploppt und die Mutter wollte aber nicht dass die nochmal in die klinik geht Und hat gesagt nein sie macht das oder sie nimmt sich frei Sie isst mit der Tochter zu Hause sie kümmert sich.

00:21:28: Und dann habe ich gesagt, okay.

00:21:30: Ich kann das anbieten oder in der nächsten Woche, dass mir täglich so ... dass ich Telefonchecks anbiete, dass wir telefonieren und abchecken kann, wo steht die?

00:21:38: Wie akut ist es

00:21:39: jetzt?".

00:21:40: Dann war irgendwann der Moment, wo die Mutter sie zu mir in die Therapie gebracht hat, dass sie gesagt hat, jetzt hatte ich Angst, dass er aus dem Auto springt.

00:21:47: Der Punkt ist erreicht, sie muss in die Klinik.

00:21:50: Das war genau ein Moment, als die Suizidgedanken drängend waren.

00:21:54: Wo die Mutter auch gespürt hat, hey!

00:21:56: Das geht jetzt so nicht mehr, oder?

00:21:58: Es kann jeden Moment auch mit vielen positiven Strategien.

00:22:01: Das war eine junge Frau, die ist gerne geritten und dann ist die Mutter extra auf dem Ponyhof.

00:22:07: Unmöglichst viel Zeit mit dem Pferd.

00:22:09: Dann hat sie aber gemerkt, da hab ich selbst Angst und merke das reicht gerade irgendwie nicht mehr.

00:22:15: Oder dass es auf jeden Fall ... Ich sag mal letzte Warnstufe rot, wo's eigentlich wichtig ist, dann brauchts den Schritt in die Klinik.

00:22:25: Aber wenn ich jetzt einen Jugendlichen habe und ich merke, da ist erst mal so die Stufe von mir ist gerade alles zu viel.

00:22:31: Und ich mag nicht mehr und kann nicht mehr.

00:22:34: Das sind oft auch so Momente wo man ... Wenn man da ist oder präsent ist, wenn man zuhört was ist grade so schwierig?

00:22:42: Wenn man eintaucht in dieses okay Was is denn dieses Leiden?

00:22:46: Und dann vielleicht im nächsten Schritt auch einsteigen kann hey wollen wir überlegen ob es irgendwelche Lösungen gibt.

00:22:53: Würde dir das helfen?

00:22:54: oder wenn du jemanden hättest, mit dem du reden kannst also zu einer Therapie zu gehen?

00:22:59: Manchmal gibt es schon als Auslöser irgendwelche Konflikte Krisen Versagensängste schwierige Ereignisse.

00:23:08: Oder die passiert sind vorher und dann sind wir noch in so einer Stufe oder wo ich als Angehöriger auch durch mein Ich bin da und ich höre zu Und wir können noch in so ein Prozess einsteigen von gemeinsamen Überlegen, Gips-Lösungsmöglichkeiten.

00:23:23: Dann ist es auch wichtig dass man die nicht einfach vorgibt oder sondern das mit so erst offene Fragen stellt.

00:23:29: okay was würde dir jetzt helfen?

00:23:31: hast du eine Idee?

00:23:33: Oder und dann wenn dann wenig kommt oder nichts kommt dann darf man natürlich schon sagen hey wie wäre das?

00:23:38: sollen wir mal einen Therapeuten suchen?

00:23:40: ich raume wo stelle dass dort auch ganz viel Befangenheit ist, oder das man nicht weiss.

00:23:47: Also mache ich jetzt das richtig?

00:23:50: Was muss ich genau sagen?

00:23:52: Wenn ich das sage, dann macht es Druck.

00:23:53: Oder wenn ich das sag, dann ist es vielleicht falsch und verschleust sich noch mehr.

00:23:58: Und vielleicht hat man einen guten Moment.

00:24:00: Wie kann man gut mit dem umgehen?

00:24:04: Was generell hilft, ist, wir sind alle nicht perfekt.

00:24:08: Wir machen alle Fehler an.

00:24:10: Es gibt Situationen da gibt's ... kein richtig und kein falsch, oder?

00:24:13: Oder da muss man so ein bisschen seiner Intuition oder auch seinem Gefühl folgen.

00:24:19: Und ich glaube gerade in so Momenten ist einfach das Wichtigste, einfach dazu sein.

00:24:22: Und manchmal ist es wirklich nur okay, ich sitze vielleicht neben der Person und ich bin einfach da.

00:24:27: Und mal schweigt einen Moment zusammen oder ich sage hey hilft dir das wenn ich dich in den Arm nehme?

00:24:33: oder möchtest du mir erzählen und ich Bin einfach da?

00:24:36: also ganz ganz viel oder das weiß man auch.

00:24:40: Der größte Wirkfaktor bei Psychotherapie ist die Beziehung.

00:24:43: Und das ist in Eltern-Kindbeziehungen auch so oder auch in den meisten zwischenmenschlichen Beziehungen, es geht um Beziehungs- und Umbindung.

00:24:52: Wenn ich da bin, wenn jemand eine Krise hat... Oder dann ist es einfach sehr wertvoll, wenn ich in dieser Krise nicht alleine bin?

00:25:00: Einfach mal aushalten, vielleicht auch stille aushalten.

00:25:03: Das kann irgendwo... helfen in diesem Ganzen.

00:25:07: Jetzt kann ich mir vorstellen, gerade wenn man als Älteren mit Kindern jetzt in so einer Situation ist, kann einem das vielleicht auch sehr überfordern.

00:25:16: Das kann es sein, dass wir dann vielleicht mit Druck reagieren können und mir vorstellen können.

00:25:23: Ist das etwas, was du schon begegnet hast?

00:25:25: Ja!

00:25:27: Ich finde in dem Bereich oder auch Sorgen, wenn es jetzt das eigene Kind ist, das ist einfach super schwierig.

00:25:34: Also das merke ich bei meinen eigenen Kindern auch.

00:25:36: Oder wenn da sehr starke Emotionen sind, dann bin ich auch sehr stark emotional involviert und dann ist es oft nicht so einfach zum Beispiel ganz ruhig zu reagieren oder gelassen zu reagiern.

00:25:47: Weil in dem Moment wo mein Kind lebensmüde Gedanken äußert, bin ich ja total geschockt und dann kommen ja auch Ängste hoch.

00:25:55: Das merke eigentlich so bei betroffenen Angehörigen die Angst ums eigene Kind Die braucht eben oft auch Begleitung.

00:26:03: oder dass man eine Ansprechperson hat, mit der ich auch diese Ängsten und diese Sorgen teilen kann.

00:26:08: Und wo ich auch nachfragen kann wie soll ich mich dann verhalten?

00:26:12: Wie kann ich denn jetzt reagieren?

00:26:15: Wie Kann Ich am besten reagieren.

00:26:17: Oder und ich glaube manchmal eben außerdem ich bin da oder brauchen wir dann natürlich auch als Angehörige so einen Moment von, okay ich muss mich jetzt erst mal sortieren oder?

00:26:28: Ich muss vielleicht auch mit jemandem austauschen und irgendwie herausfinden hey wie kann ich denn jetzt damit am besten umgehen.

00:26:35: Also du würdest empfehlen wenn da sollte es jemanden hat, der nach ist mit einer Person, die soziale Gedanken hat dass sie sich dort auch Unterstützung holt.

00:26:47: was ist noch etwas wo du kannst sagen hey was könnte man jetzt vielleicht auch ohne Professionelle Hilfe jetzt vielleicht auch noch machen.

00:26:55: Man kann da sein, was hilft auch, dass man sich vorbereitet oder schon etwas überhaupt zu machen

00:27:03: kann?

00:27:03: Ja das ist so ein bisschen der schwierige Teil.

00:27:06: oder es kommt natürlich auch darauf an in welchem Stadion jemand befindet sich.

00:27:11: oder sind erste lebensmüde Gedanken und es gibt noch keine konkreten Pläne.

00:27:17: Oder dann sind wir sehr gut auf dieser Ebene von.

00:27:20: ich bin da, ich bin präsent.

00:27:22: Wir gucken was gerade schwierig

00:27:23: ist.".

00:27:24: Und das kann ich natürlich auch ohne professionelle Hilfe mit meinem Kind, mit meinem Jugendlichen zum Beispiel schauen.

00:27:30: Hey was ist gerade schwierig?

00:27:32: Oder wenn es der eigene Vater oder Großvater ist dann ist eben oft das Thema Einsamkeit.

00:27:37: Wenn dann jemand im Altersheim ist oder hauptsächlich alleine und spielt das eine große Rolle, dann kann ein Thema sein wie kann ich jemanden wieder gut einbetten.

00:27:46: Wie schaffe ich wieder einen Zugehörigkeitsgefühl?

00:27:48: Wie schaff ich wieder ein Gemeinschaftsgefühl?

00:27:50: weil das sind Schutzfaktoren... bei Depressionen oder dass ich irgendwo eingebunden bin und dass ich mich zugehörig fühle.

00:27:57: Und bei Jugendlichen häufig sind es dann eben auch so die Themen, wo gehöre ich dazu?

00:28:02: Gibt's vielleicht Mobbing ... gibt es so eine adolescente Identitätskrise oder ich bin total unsicher, wer ich bin und was ich kann.

00:28:11: Und dann kann man natürlich in dem Bereich oder Identitiestiften stärken rausarbeiten, Sachen die Halt geben oder was sind Ankerpunkte im Leben?

00:28:20: Wo kann ich da Lösungen finden als Angehöriger auch... wo kann ich wie Schutzfaktoren drum rumfinden, wo ich weiß okay die können das auch so ein bisschen abpuffern und die können auch die Gefühle verändern.

00:28:31: Und wieder eine Perspektive schenken weil häufig ist im Moment von stark drängenden Suizidgedanken eben auch dass sich keine Perspektiven mehr sehe.

00:28:41: und es kann sein oder da habe Ich auch schon ne Patientin gehabt die hatte einen suizidversuch weil sie die Gymie Aufnahme Prüfung nicht geschafft hat oder und ich glaube deswegen is ebenso Ein Schutzfaktor auch natürlich, es gibt Perspektiven.

00:28:54: und wenn ich jetzt weil eben eine Risikogruppe Jugendliche sind oder wenn ich Jugendliche hab selber Mutter Vater bin Tante Onkel wie auch immer dann ist natürlich auch ein Schutz Faktor.

00:29:05: Ich kann auch breite Perspektive aufzeigen und dieses nichtes gibt nur diesen einen Weg der richtig ist oder ich glaube auch in dem kann man viel Entlastung schaffen aufzuzeigen, hey es gibt auch breitere Perspektiven und wenn ein Weg in eine Sackgasse führt oder nicht funktioniert dann gibt es einen neuen Weg.

00:29:24: Oder aber häufig also das habe ich wirklich öfters auch dass eben FMS Prüfungen nicht bestanden, Gimmiprüfung nicht bestandten.

00:29:30: und bei den Jugendlichen die auch so ne Veranlagung haben oder für stark intensive Gefühle auch Ne Veranlagerung zum Grübeln oder für solche grübelnden Gedanken Bei denen kann das dann eine suizidale Krise auslösen.

00:29:43: Es ist ja verrückt, dass ein Kind das Gefühl hat, weil jetzt eine Prüfung nicht bestanden ist.

00:29:47: Es geht nicht weiter oder?

00:29:49: Also so krass ist es... Wie kann man da einen Kindern vielleicht auch helfen in dieser Situation?

00:29:55: Dass er überhaupt gar nicht dort herkommt!

00:29:57: Ja, ich glaube eben so diese Offenheit zu behalten für verschiedene Perspektiven oder das hat ja auch viel damit zu tun.

00:30:04: in der Schweiz haben wir schon sehr hohen Leistungsdruck.

00:30:07: Auch wie gehe ich mit Leistungstruck um?

00:30:09: Wie vermittel ich zum Beispiel meinem Kind auch hey Fehler sind okay und Fehler sind Lernchancen und wenn eine Tür zugeht dann geht eine andere Tür auf oder ich glaube dass Das kann helfen oder wenn man das frühzeitig macht und seinen Kindern auch so diese Offenheit vermittelt.

00:30:27: Es gibt nicht nur den einen Weg, nur der eine Weg ist richtig!

00:30:30: Aber manchmal kommt das ja auch nicht von den Eltern der Druck, sondern es gibt natürlich Kinder und Jugendliche, die machen sich selber einen enorm hohen Druck oder sehr hohen Leistungsdruck.

00:30:40: Auch sehr perfektionistische Kinder oder wo dann schon eine schlechte Note dazu führen kann oder dass solche Gedanken kommen ich bin nicht gut genug Ich bin wertlos.

00:30:49: Und dann, dass vielleicht in so einer Abwärtsspirale führt

00:30:54: Wenn mir jetzt jemand hat, wo im Umfeld Suizidal ist schon längere Zeit und man ist in der Begleitung mehr stehen.

00:31:04: Man lässt zu, wie kann man hier selbst stabil bleiben?

00:31:09: Dass es einem nicht auch in den Strudelinen zieht.

00:31:12: Also ich weiss nicht ob es da... Ist das ein Phänomen?

00:31:14: Passiert das?

00:31:15: Kann es einem überhaupt in den Strudeln ziehen?

00:31:17: Das ist jetzt mir eine Ahnung von mir.

00:31:18: Das Gefühl hätte ja, könnte passieren!

00:31:23: Ja also ich glaube dieser Zustand auch von Ohnmacht oder Hilflosigkeit, den viele Angehörige erleben.

00:31:29: Oder weil das ist... Ich glaube es ist ähnlich wie auch wenn jemand im Bereich von Essstörungen ist oder die ja manchmal auch also bei einer schweren Anorexie oder mündet das auch in den Tod?

00:31:41: Dann einfach ein anderer Weg, aber auch der Weg.

00:31:43: Ich habe Kontrolle über meinen Essen und ich höre auf zu essen Und genauso ist der Teil von... ...ich hab die Kontrolle mit meinem Körper zum Beispiel und ich entscheide wenn ich mein Leben beenden möchte ist natürlich der Bereich, wo wir als Angehörige erstmal merken okay.

00:32:01: Wo kann ich das jetzt noch beeinflussen?

00:32:03: Oder weil wenn jemand die Entscheidung tatsächlich trifft und es möchte auch sagen um Angehörtige zu entlasten oder in dem Moment, wo jemand die Entscheidungen wirklich getroffen hat Wenn nicht vor Ort bin dann gab's keine Möglichkeit das zu verhindern.

00:32:17: wenn die Suizidgedanken eben sehr drängend sind.

00:32:20: Und das gibt auch die Gruppe, über die haben wir noch nicht gesprochen, die in der Psychose sind oder wo es eher um Schizophrenie geht oder dass sie sehr impulsiv auftreten kann.

00:32:30: also es gibt die was er aus einer Depression heraus passiert oder dass ich Suizidgedanken

00:32:35: habe.

00:32:36: Dann haben oft Blanen,

00:32:38: wo es geplant ist, wo ich mir Gedanken gemacht habe, wo vielleicht auch Vorkehrungen getroffen hab und dann haben wir auch andere psychische Erkrankungen, wo das wie aus dem Nichts sehr impulsiv kommt oder?

00:32:50: Und das sind natürlich die Momente.

00:32:51: des kann nicht verhindern und ich kann das als Angehöriger auch nicht verhindern wenn jemand tatsächlich den Entschluss gefasst hat und ich nicht zufällig vor Ort war da jemand nicht mehr bei sich selbst ist und die Gedanken so drängend sind.

00:33:07: Das finde ich ganz wichtig zum Entlasten, weil wenn das passiert ist und ich war in dem Moment gar nicht da oder dann konnte ich es auch nicht verhindern.

00:33:15: Und wer mir jetzt in so einer Situation wäre?

00:33:18: Man sieht jetzt jemand ... Oder kommt das wirklich mit über?

00:33:22: vielleicht läutet einem noch jemand an bevor, kurz bevor, wie geht man dort damit um?

00:33:29: Das, was hilft eben gegen Ohnmacht ist wenn ich irgendwo wieder ins Handeln kommen kann.

00:33:34: Oder zum Beispiel wenn ich einen Abschiedsbrief finde oder wenn mich jemand anruft als erster Schritt eigentlich sofort die Polizei informieren.

00:33:41: Ich habe hier ein Abschiedsprief von meinem Sohn meiner Tochter.

00:33:46: Bitte finden Sie mein Kind!

00:33:50: Was gibt es für Hinweise?

00:33:51: Auf welche Art könnte das jemand planen versuchen?

00:33:55: und dann wäre Handlungsschritt Nummer eins okay.

00:33:58: Ich ruf bei der Polizei an und ich melde, dass da eine potenzielle Selbstgefährdung stattfinden kann.

00:34:06: Und wenn man jetzt mit dem Hererlauf läuft, wo man das Gefühl hat, da könnte etwas passieren, dann ist es irgendwie eine gefährliche Situation?

00:34:13: Also das, was helfen kann oder aber ich bin ja jetzt auch nicht allwissend.

00:34:18: Es ist ja auch ein bisschen schwierig so Situationen voraus zu sehen und wie wirkt es auf den Menschen?

00:34:24: Aber ich glaube der wichtige Schritt ist versuchen auf die Personen zuzugehen sie anzusprechen und aus diesem Tunnelblick irgendwie rauszuholen und Zeit zu gewinnen oder natürlich wenn man irgendwie die Möglichkeit hat eine Notfallnummer anzurufen dann sofort jemanden anrufen der dazukommen kann.

00:34:42: Wenn jetzt jemand wirklich ein Suizidversuch glückt ist, was braucht es jemandem, der im Umfeld ist?

00:34:50: Ja also ich glaube ganz wichtig oder das ist das wie eben auch wenn jemand selber Suizide Gedanken hat ist dass jemand da ist.

00:34:57: Also dass es einen Umfeld gibt.

00:35:00: Was da ist was vielleicht auch Entlastung bringt im ersten Moment weil meistens ist man im Schock.

00:35:08: Häufig ist es dann eben so nicht wirklich hat kommen sehen, oder dass das passiert.

00:35:16: Deswegen sind einfach sehr viele Angehörige total im Schock erschrocken oder wütend.

00:35:22: also es heißt da gibt's ganz viel eben an den eigenen Emotionen wo es wichtig ist, dass man einen Umfeld hat oder was für ein Da ist, was vielleicht auch ganz praktisch und konkret erstmal hilft in der Alltagsbewältigung oder indem was da so ansteht.

00:35:40: Und dann ist es oft auch wichtig, oder irgendwie eine Stabilität oder eine Routine beizubehalten.

00:35:46: Also meistens müssen ja erst ganz viele organisatorische Sachen geklärt werden, eine Beerdigung und Bestattung organisiert werden.

00:35:54: Dann gibt's auch Befragungen von der Polizei, dann wird natürlich auch überprüft.

00:35:58: Oder ist das ein Suizid gewesen?

00:36:02: Wenn ja, was ist da rundherum alles passiert?

00:36:05: Also das heißt am Anfang ist natürlich auch sehr viel dieses Funktionieren müssen und organisatorisch.

00:36:09: Und dann kann es natürlich sehr entlastend sein wenn ich jemanden habe der schaut dass sich trotzdem genug esse oder dass ich genug trinke oder der auch einfach da ist.

00:36:19: Ist

00:36:19: es so ein bisschen zu vergleichen vielleicht mit einem Umfalttod?

00:36:24: Sehr etwas plötzliches wo irgendwo ins Leben hineinkommt inwiefern unterscheidet sich's?

00:36:29: Ich weiß gar nicht, ob man da so einen Unterschied machen kann.

00:36:33: Die die bei mir in der Praxis sind jetzt Jugendliche zum Beispiel wo das sich wie so anbahnt oder wirklich so krisenhaft ist vielleicht auch mit selbstverletzten Verhalten und es gab schon mal ein Versuch aber man hat den überlebt und man ist irgendwie instabil.

00:36:47: dann ist man natürlich schon gedanklich mehr bei dem hey da könnte es jetzt passieren.

00:36:53: Aber dann gibt es wahrscheinlich gerade auch in der Altersgruppe ab, von der das auf einmal passiert ist.

00:36:58: Und niemand hat's gewusst.

00:36:59: oder weil auch vor allem Männer nicht reden und sich nicht mitteilen und die harten Methoden nutzen?

00:37:06: Dann ist das genau der gleiche Schock wie jemand ist bei einem Unfall gestorben.

00:37:11: Wie ist das aber so mit Schuldgefühl?

00:37:13: Das gehört mir ja etwa!

00:37:14: Dass manche so wie sagt irgendwie kann es doch eine verhinderte.

00:37:19: ich habe sie auch gewusst.

00:37:21: Ja, das ist so dass mir häufig einfach im Nachhinein rückblickend Signale und Zeichen erkennen die wir in dem Moment aber nicht gesehen und nicht erkannt haben.

00:37:33: Oder also dass so dieses hinterher wissen wir es besser?

00:37:38: Und entscheidend ist, dass wir uns dann sagen müssen hey und vorher habe ich das nicht gewusst.

00:37:42: Und wenn ich es gewusst hätte, dann hätte ich was gemacht um das zu verhindern.

00:37:47: Oder dass ist das Entscheine?

00:37:48: Weil niemand möchte einen geliebten Menschen durch Suizid verlieren oder das möchte niemand.

00:37:53: und wenn wir Wissen gehabt hätten, wenn wir Zeichen erkannt hätten, Wenn wir das besser gespürt hätten Dann hätten wir etwas machen können.

00:38:02: vielleicht.

00:38:04: Es ist immer noch der Teil, wenn eine Person wirklich entschlossen ist.

00:38:08: Das ist ganz schwierig.

00:38:09: oder vor allem, wenn sie sich da nicht mitteilt und die Sachen verheimlichten wie möchte ich das erkennen?

00:38:15: Wenn jemand nach außen hin normal wirkt und ganz ruhig ist oder es aus einer akuten Krise heraus passiert und mir haben gar nicht daran gedacht dass das vielleicht nur Option ist oder weil das für uns auch weit weg ist sich das Leben zu nehmen dann muss ich mir das immer wieder sagen Konnte das nicht wissen, oder?

00:38:34: Es ist passiert.

00:38:35: Aber es geht da... Es geht da in dem Sinn nicht um die Schuld oder weil die Angehörigen haben oft keine Schuld an dem dass eine Person selber sich entscheidet, sich das Leben zu nehmen.

00:38:46: Natürlich haben wir alle Einfluss oder niemand ist perfekt.

00:38:49: Ich bin selber Mutter.

00:38:50: ich weiß auch bei meinen eigenen Kindern mache ich Fehler.

00:38:53: Wir können aber auch nicht immer die Konsequenzen absehen.

00:38:55: Oder wo führt eine Handlung oder ein Konflikt zum Beispiel dahin, dass sich jemand das Leben nimmt?

00:39:02: Oder das ist ja oft etwas, was ganz weit auch von uns oder von den eigenen Gedanken entfernt ist.

00:39:08: Außer man kennt es selber von sich, dass man selbst schon mal Suizid gedanken hat.

00:39:12: Was hilft einem denn vielleicht jetzt gerade?

00:39:14: Wenn man in der Verarbeitung ist und jemand verloren hat durch Suizide, was kann ihm helfen?

00:39:22: Ich glaube, was wichtig ist, was du eben angesprochen hast dieses Thema von der Schuld sich davon zu versuchen, zu distanzieren oder und sich eben zu sagen hey ich konnte das nicht verhindern.

00:39:35: Ich glaube es ist oft das Schwierigste für uns das loslassen zu müssen dass wir eben nicht alles kontrollieren können.

00:39:41: aber ich gab so dieser moment von sich eingestehen okay ich konnte Und dann, glaube ich das betrifft eines sehr viele Lebensbereiche jetzt nicht nur denen wenn wir jemand durch Suizid verlieren aber sich dann auch einzugestehen okay Ich bin nicht vollkommen.

00:39:56: Ich bin ein Mensch so wie jeder andere auch der Fehler macht und ich darf mir selber vergeben.

00:40:01: also auch wenn ich solche Schuldgefühle habe und wenn ich das Gefühl hab ich hätte anders handeln reagieren können oder dann muss ich an den Punkt kommen, dass ich mir selber sagen muss hey aber ich muss mir das vergeben.

00:40:12: Oder die Person hat es entschieden, ich konnte das nicht verhindern.

00:40:17: und das wo ich das Gefühl habe das habe ich vielleicht falsch gemacht, das hätte ich anders machen sollen Ich hätte doch schon vor zwei Jahren oder ich weiß nicht mehr Zeit investieren sollen aufmerksam sein sollen liebevoller sein sollen wertschützender sein sollen.

00:40:32: Wichtig ist dann an dem Punkt zu kommen, zu wissen es gibt Sachen die können wir kontrollieren und die können beeinflussen.

00:40:38: Aber es gibt auch Dinge die liegen außerhalb von unserem Kontroll- und Einflussbereich, die wir loslassen müssen und dann eben auch den Weg zu finden, sich das selber zu vergeben oder?

00:40:49: Und zu sagen okay.

00:40:50: Das ist jetzt etwas gewesen.

00:40:51: Das war außerhalb von meinem Einfluss- und Kontrollbereich.

00:40:55: Oder die Person hat aktiv ... Wenn es nicht impulsiv war aufgrund einer Psychose oder in einem Drogenrausch oder so was es ja auch gibt.

00:41:05: aber wenn die Person sich aktiv entschieden hat Dann machen die Personen Sachen um das zu vertuschen und zu verdecken weil sie wollen ihr Leiden beenden

00:41:15: Hätten-Wellen-Sellen, oder?

00:41:16: Also das bleibt irgendwo zurück und gleich kann man sich sagen.

00:41:20: Das dürfen wir nicht, man sollte nicht... Ich darf mir den Kopf nicht zerbrechen zu diesem Thema.

00:41:26: Wie kann man das praktisch machen, dass man dort rauskommen kann?

00:41:32: Ja also ich glaube es ist auf jeden Fall auch ein längerer Prozess.

00:41:37: oder ich glaube das sind Sachen die gehen nicht von heute auf morgen weil das einfach sehr einschneidend ist jemanden so zu verlieren.

00:41:44: Ich glaube, da kann man jetzt auch nicht sagen irgendwie ja mit den und den Übungen geht es ganz schnell.

00:41:51: Sondern ich glaube das ist ein sehr individueller Trauerprozess, den jede und jeder für sich gehen muss.

00:42:00: oder also eben wie viele Schuldgefühle ploppen auf, warum fragen?

00:42:05: Wie kann ich damit umgehen?

00:42:07: aber ich glaube ein wesentlicher Teil ist der von der Vergebung.

00:42:13: Wo findet man vielleicht in der Familie dann einen anderen oder neuen Zusammenhalt?

00:42:18: Oder wo ist es wichtig, dass man füreinander da ist sich gegenseitig tröstet.

00:42:25: Da Gemeinschaft auch erlebt und dann auch sich austauscht?

00:42:28: also es gibt ja den Vereint Trauernetz.

00:42:31: oder für betroffene Jugendliche zum Beispiel gibt's noch das Nebelmeer wo ich auch in Selbsthilfegruppen mich austauschen kann mit Menschen, die das Gleiche erlebt haben.

00:42:40: Ich glaube, dass ist sehr wichtig und sehr wertvoll.

00:42:44: Und für die, die einen christlichen Glauben oder an Gott glauben, Gabe ich eben so dieser Punkt, sich zu sagen hey.

00:42:53: Ich weiß auch wenn das Gefühl dann vielleicht ist es werden einem die der Boden unter den Füßen wird am einfach weggerissen oder von heute auf morgen dass ich weiß Hey aber da ist ein Gott der mich auffängt und er mich trägt Und der im Leid für mich da ist und der mir begegnet und der Mir Hoffnung und Perspektive auch wieder schenken kann

00:43:14: Und der ist gebatge?

00:43:15: Oder was würdest du dir empfehlen?

00:43:19: Manchmal ist vielleicht zu dem Moment, dass man erst mal nicht selber beten kann.

00:43:23: Oder ich glaube gerade in solchen Momenten wo einfach das Leid was man dann selbst spürt so wahnsinnig groß ist... Ich glaub dann braucht man einen Umfeld oder was da ist.. Was vielleicht betet was einem auch wieder ein Zugang zu Gott schafft weil manchmal ist er dann auch erstmal wie getrennt mit der Frage hey Gott warum hast du das zugelassen?

00:43:44: Das kann ja auch eine ganz große Frage sein Gott Wie konntest du es zulassen dass mein Kind sich das Leben nimmt, dass mein Vater sich das leben nimmt.

00:43:54: Wo warst du oder wieso warst Du nicht da?

00:43:56: Also ich glaube auch das ist ja so der Prozess auch im Glauben.

00:43:59: Das kann ja noch mal ganz viel erschüttern oder durcheinander rütteln.

00:44:04: Oder je nachdem wie, sag jetzt mal wie gefestigt man seine Wurzeln im Glauben hat.

00:44:09: oder wenn ich fest verwurzelt bin dann schaffe ich das auch in so einer Ganz, ganz schlimme Krise oder am Glauben festzuhalten.

00:44:17: Aber vielleicht brauche ich auch manchmal Menschen von außen die mich tragen und die für mich beten und die da sind und die mir einfach praktisch helfen um das zu verarbeiten was da passiert ist.

00:44:31: Wenn wir jetzt mal zurückgehen zu jemandem wo es im Umfeld jemand hat, der so seine Gedanken hat Was ist die wichtigste Botschaft?

00:44:43: Abschluss von der Folg, was würdest deine ankürige Person sagen?

00:44:50: Ja ich glaube wichtig ist Reden.

00:44:53: Also du darfst auf die Personen zugehen und du darfest reden.

00:44:57: Ich finde du darf auch selber alle möglichen Gefühle haben.

00:45:01: Und ganz wichtig finde ich auch den Teil und man muss es dann aber nicht alleine tragen.

00:45:07: Genau, und du darfst dir dann auch Hilfe holen.

00:45:10: Du darfst das auch mit anderen teilen und du musst es nicht alleine tragen.

00:45:15: Sehr gut.

00:45:16: Nehmen wir das mit?

00:45:17: Wir sind vielleicht aufmerksam in unserem Umfeld mehr.

00:45:21: Schauen wir mal wo unsere Menschen gehen.

00:45:25: Vielleicht haben wir eine Frage gestellt, die jetzt eben nicht so populär ist oder vielleicht auch nicht so schön.

00:45:30: Vielleicht wollen sie den Moment irgendwie besser oder gut.

00:45:34: Nicht gerade beim Freudigen zu Nachtessen zusammen.

00:45:39: Spannende Einblicke in das Thema.

00:45:40: Danke vielmals, Julia!

00:45:41: Ja, danke auch.

00:45:46: Uff, kein einfaches Thema, oder?

00:45:48: Und gleich hat es mich irgendwie doch eines mehr ermutigt, dass man es einfach anspricht.

00:45:53: Dass man nicht immer Lösungen braucht, weil manchmal schon nur da sein

00:45:59: hilft

00:46:00: und dass wir die Verantwortung für das Leben von anderen einfach nicht tragen können, vor allem dann nicht wenn jemand wirklich niemand lebt.

00:46:08: Wenn du jetzt merkst, dass du gerne mit jemandem Kontakt aufnehmen willst, sei es weil du selbst eine solche Gedanke hast oder weil du Angehörige bist.

00:46:15: Dann schaue doch bei uns in den Shownoten vorbei.

00:46:18: Dort habe ich dir ein paar Links

00:46:20: für Hilfe

00:46:21: angemacht und falls du unsere Arbeit unterstützen möchtest, klick doch noch auf der Link vom Spenden.

00:46:26: Wir gehören zum MediehausRF-Media und wir leben von Spenden!

00:46:30: Darum danke dir schon jetzt für jeden Franken, dass wir unsere Arbeit eine Zukunft machen können.

00:46:36: Und dann bis gleich!

00:46:37: Psycho-hygiene.

00:46:40: Coaching für Geist und Zillen.

00:46:42: Ein Podcast von Erem Medischwitz.

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